Hanjo Kesting

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Autor von Die Tür in der Mauer, Begegnungen mit Siegfried Lenz und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hanjo Kesting

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Hanjo KestingGrundschriften der europäischen Kultur
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Grundschriften der europäischen Kultur
Grundschriften der europäischen Kultur
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Erschienen am 01.04.2012
Hanjo KestingBegegnungen mit Siegfried Lenz
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Begegnungen mit Siegfried Lenz
Begegnungen mit Siegfried Lenz
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Erschienen am 29.02.2016
Hanjo KestingEin Blatt vom Machandelbaum
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Ein Blatt vom Machandelbaum
Ein Blatt vom Machandelbaum
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Erschienen am 15.05.2008
Hanjo KestingAugenblicke mit Améry
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Augenblicke mit Améry
Augenblicke mit Améry
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Erschienen am 04.08.2014
Hanjo KestingHeinrich Mann und Thomas Mann
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Heinrich Mann und Thomas Mann
Heinrich Mann und Thomas Mann
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Erschienen am 01.08.2003
Hanjo KestingGeheimnis und Melancholie
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Geheimnis und Melancholie
Geheimnis und Melancholie
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Erschienen am 17.11.2006
Hanjo KestingHat Europa eine gemeinsame Kultur?
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Hat Europa eine gemeinsame Kultur?
Hat Europa eine gemeinsame Kultur?
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Erschienen am 16.05.2013
Hanjo KestingTheodor Fontane
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Theodor Fontane

Neue Rezensionen zu Hanjo Kesting

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Rezension zu "Grundschriften der europäischen Kultur" von Hanjo Kesting

Rezension zu "Grundschriften der europäischen Kultur" von Hanjo Kesting
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

„Erfahren, woher wir kommen“, so lautet der Untertitel eines dreibändigen Werkes des Publizisten Hanjo Kesting, der seit 2006 als Redakteur bei den traditionsreichen Frankfurter Heften arbeitet. Er hat in den Abteilungen

• Antike
• Mittelalter und Renaissance
• Neuzeit

die wichtigsten Grundschriften unserer europäischen Kultur versammelt. Doch die Bände sind weit mehr als bloße Quellensammlungen. Er stellt die Schriften in ihren jeweiligen historischen und kulturgeschichtlichen Kontext, zitiert wesentliche Stellen und legt sie interpretierend aus.

Entstanden aus einer insgesamt dreijährigen Vortragsreihe, zu der die ZEIT- Stiftung eingeladen hatte, und die sich je länger je mehr zu einem Publikumsmagneten entwickelte, stellen die Essays so etwas dar wie ein Grundstock einer abendländische und europäischen Identität und ihrer Werte.

Man kann die Essays mit Gewinn in chronologischer Reihenfolge lesen und wird viele Wochen beschäftigt sein, man kann die drei Bände aber auch nutzen wie ein Lesebuch, aus dem man sich immer wieder einmal ein interessantes Thema heraussucht und sich einliest.

Weil die Essays so grundlegend wie verständlich geschrieben sind, dürfen diese Bände in keiner öffentlichen Bibliothek fehlen. Ihre Texte eigenen sich gerade für Schüler und Studenten ganz hervorragend, um sich in bestimmte Themen einzuarbeiten.

Insbesondere im Dialog mit anderen Kulturen, der spätestens im Zeitalter der Globalisierung eine besondere Wichtigkeit bekommen hat, ist es sinnvoll, sich über die eigenen kulturellen Wurzeln, Traditionen, Werte und Ideen zu informieren und sich ihrer bewusst zu sein.

Dazu helfen die Essays jedem an Bildung und Weltoffenheit interessierten Zeitgenossen auf das Beste.

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HeikeGs avatar

Rezension zu "Ein Blatt vom Machandelbaum" von Hanjo Kesting

Rezension zu "Ein Blatt vom Machandelbaum" von Hanjo Kesting
HeikeGvor 10 Jahren

Gerichtstag halten über das eigene Ich

Vierzehn Schriftstellerporträts und halb so viele Kurzessays über Literaturkritiker, die um die Kriegsjahre in Deutschland gelebt bzw. geschrieben haben, versammelt Hanjo Kesting in seinem Buch und verknüpft alles virtuos mit dem Leitmotiv eines Grimmschen Märchens.

"Er war ein gefeierter, weltberühmter Schriftsteller, aber seine Biographie liest sich über lange Strecken wie eine Leidensgeschichte. Man machte ihn zur moralischen Instanz und Vorzeigefigur, aber das hinderte seine Gegner nicht, ihn unbarmherzig zu verfolgen. Nach seinem Tod hat man Schulen und Straßen nach ihm benannt, doch war er zu Lebzeiten ein unbequemer Schriftsteller, der wie kein anderer dazu beitrug, den trügerischen Frieden der westdeutschen Republik zu stören. So glich sein Leben einem bösen und traurigen Märchen, dem Hans Magnus Enzensberger die Überschrift gab: 'Der arme Heinrich'.", so beginnt der 1943 geborene ehemalige Leiter der Redaktion "Kulturelles Wort" beim Norddeutschen Rundfunk, der 1977 die Reihe "Autoren lesen" und 1981 das Kulturjournal "Texte und Zeichen" gründete, eines seiner Autorenporträts. Hier reflektiert er das Leben eines Außenseiters, der wieder Willen zum Repräsentanten wurde, der Geld und Reichtum verabscheute, aber dem sich der Erfolg an die Fersen heftete und ihn reich werden ließ, in frühen Jahren die Stimme der "Trümmergeneration" war und mit vierundfünfzig die höchste Auszeichnung, die die literarische Welt zu vergeben hatte, erhielt: den Literaturnobelpreis. Sein Name: Heinrich Böll.

Feinfühlig nuancierte Autorenporträts

Gemeinsam mit dem beinahe vergessenen Ernst Schnabel und Alfred Andersch - dem Autor der "Franz-Kien-Geschichten" - steht Böll als Vertreter der "verspäteten Generation". Vorangefügt hat Kesting Porträts von Schriftstellern, die zwischen den beiden Weltkriegen wirkten (Erich Kästner, Klaus Mann, Sebastian Haffner und Carl Zuckmayer). Vor die abschließende Gruppe der "Gründerfiguren", die solch große Namen wie Siegfried Lenz, Walter Kempowski, Peter Rühmkorf, Hans Magnus Enzensberger und Günter Grass, aber auch weniger populäre wie Rolf Hochhuth und Gisela Elsner enthält, fügt Kesting sieben kurze Porträts der Kritikerzunft, angeführt von Marcel Reich-Ranicki bis Fritz J. Raddatz.
Die Stunde Null des Jahres 1945 wiederum baut er wie einen eigenen Roman mit Prolog und Epilog ein und füllt ihn mit Textcollagen unterschiedlicher Autoren:

"Es wird viel einfacher sein, ihre Städte wieder aufzubauen als sie dazu zu bringen, zu erfahren, was sie erfahren haben und zu verstehen, wie es kam" (Alfred Döblin, Schicksalsreise).

"Überall fällt einem auf, dass es keine Reaktion auf das Geschehene gibt, aber es ist schwer zu sagen, ob es sich dabei um eine irgendwie absichtliche Weigerung zu trauern oder um den Ausdruck einer echten Gefühlsunfähigkeit handelt." (Hannah Ahrend, Besuch in Deutschland)

"Der Gleichmut, mit dem die Deutschen gleich nach dem Krieg durch ihre zu Steinwüsten bombardierten Städte trotteten, mit dem sie hungernden und hamsterten, den Verlust ihrer Ämter, ihres Eigentums, ihrer Überzeugungen ertrugen, wie willig und demütig die mit den Besatzungsbehörden koordinierten - das alles hat ausländische Beobachter schon damals bis zur schieren Fassungslosigkeit erstaunt, weniger die Deutschen selbst." (Reinhard Baumgart, Damals. Ein Leben in Deutschland)

Kesting gelingt durch die Kombination von feinfühlig nuancierten Biografien, die nicht nur das "Who is Who" verschiedener Autorengenerationen ausleuchten, sondern auch den weniger populären, mitunter gar in Vergessenheit geratenen Literat betrachten, unter Einbeziehung der entsprechenden literarischen Werke und vor dem konkreten historischen Hintergrund eine wunderbar lebendige, eindringliche und atmosphärisch dichte "Geschichtsstunde".

Intellektuelle aber leicht lesbare Texte

Der Titel des Buches fungiert zugleich als Leitmotiv. Pate stand dabei eines der grausamsten Märchen aus der Grimmschen Sammlung ("Von dem Machandelbaum"). In ihm ermordet und schlachtet die Stiefmutter den Sohn aus erster Ehe, bereitet ihn zu und setzt ihn dem Vater zum Abendessen vor. Die Schwester, Tochter aus zweiter Ehe, war beim Mord zugegen, traut sich aber nichts zu berichten. Sie vergräbt die Knöchelchen des Bruders unter dem Machandel-(Lorbeer-)baum im Garten, aus denen ein Vogel entsteht, der die böse Tat besingt, Rache übt und sich wieder in den Knaben verwandelt. Er richtet somit über Böse und Gute und hat letztendlich die Wahrheit auf seiner Seite.

Von verdrängter Schuld handelt dieses Märchen. Für Kesting ist dies der rote Faden, bezogen auf das geschehene Verbrechen, und "wie es möglich wurde, dass die Deutschen, nach einer zwar nicht immer nur glanzvollen, aber überaus reichen und kulturell einzigartig profunden Geschichte in den entsetzlichsten Abgrund geraten konnten, in den jemals ein Volk gestürzt ist." Viele Autoren von Brecht über Heinrich Heine, Marie-Luise Kaschnitz bis zu Hans Magnus Enzensberger haben es aufgegriffen und thematisch weitergeführt. Ihre Texte sind den einzelnen Kapiteln in Auszügen vorangesetzt.
Ibsens Satz: "Leben heißt: dunkler Gewalten Spuk bekämpfen in sich; Dichten: Gerichtstag halten über das eigene Ich.", gewinnt bei der Lektüre der einzelnen Porträts nahezu eminente Aktualität. Günter Grass' "Beim Häuten der Zwiebel" ist jüngstes Beispiel dafür.

Trotz seines intellektuellen und von großer Belesenheit kündenden Schreibstils zeichnen sich Hanjo Kestings Texte durch leichte Lesbarkeit aus. Dieser absolut gelungene Spagat öffnet dieses großartige Werk einer breiten literaturinteressierten Leserschaft. Eine Fülle von Anregungen verführt zur Lektüre der vorgestellten Autoren und erlaubt vielfach einen äußerst sensiblen und vor allem wachen Blick hinter manch oberflächlich strukturiertes Bild.

Fazit:
Kestings ungewöhnlich kluge Essays sind neben kompakten, aber hoch informativen Autorenporträts, gleichzeitig geschichtliches Dokument, historische Analyse und ein Werk der Literatur.
"Kunst ist eine der wenigen Möglichkeiten, Leben zu haben und Leben zu halten, für den, der sie macht, und für den, der sie empfängt.", diese Worte Heinrich Bölls können stellvertretend für dieses stille, aber rhetorisch und sprachlich eindringliche Werk Hanjo Kestings stehen oder um Nietzsches Zarathustra-Vers abzuwandeln: "Und jedes Blatt will Ewigkeit".

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Rezension zu "Die Tür in der Mauer" von Hanjo Kesting

Rezension zu "Die Tür in der Mauer" von Hanjo Kesting
Freddyvor 11 Jahren

Eine Sammlung wunderbarer Geschichten, teil Science Fiction, teils Fantasy. Liest sich sehr flüssig und ist somit sehr geeignet als Lektüre für unterwegs (auf Reisen, in Bus, Bahn, Wartezimmern etc.).

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