Hank Zerbolesch

 5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von RAW, Die Zeitmaschine und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hank Zerbolesch

RAW

RAW

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Erschienen am 22.10.2018
Rausch-Hour, m. Audio-CD

Rausch-Hour, m. Audio-CD

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Erschienen am 06.03.2014
Verhaltet euch unauffällig

Verhaltet euch unauffällig

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Erschienen am 27.10.2016
Die Zeitmaschine

Die Zeitmaschine

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Erschienen am 01.07.2015

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Rezension zu "RAW" von Hank Zerbolesch

Schnörkelloser Schriftstil, derb, schonungslos und pointiert
Stephanie_Vonwillervor 4 Monaten

Titel/Cover:

Antiroman. Und was heißt RAW eigentlich? Ob hier das englische Wort für „roh“ gemeint ist? Oder vielleicht diese Wrestling Show, in der sich zwei Muskelpakete ordinär und niveaulos anbrüllen und sich dann zum Vergnügen der Zuschauer gegenseitig auf die Bretter knallen?

Das Cover passt perfekt zu einem Antiroman. Die Augen des Männerkopfes auf dem Cover hypnotisieren mich regelrecht, als wollten sie sagen: „Lies das!“.

Ich gehorche.

Aber drehe das Buch erst einmal um.

Klappentext:

Der Inhalt verspricht so schwarz wie das Cover zu werden, und düster. Einen Einblick in die Abgründe der Gesellschaft wird mir versprochen. Halt! Angedroht. Ich lasse mich nicht abhalten und fange mit gemischten Gefühlen an zu lesen.

Schreibstil:

Schnörkelloser Schriftstil, derb, schonungslos und pointiert. Wunderbare Wortspiele wie „Der Wahnsinn streut Metastasen“ oder „Blutsauger in Stöckelschuhen“.

Story:

Über 20 Kurzgeschichten, aus denen ich nicht viel erzählen will, um den Effekt nicht zu verderben.

Aber so viel kann ich verraten: Nichts bleibt im Denken des Lesers, wie es vorher war.

Die Mutter nicht, die zur Täterin wird. Seitdem Täterin und Ofer ist. Dann ist da Holger vom Sozialdienst, der mit dem Tod nichts zu tun hat, weil er ja nicht dabei ist. Thug Life, die Geschichte von Nic und wie man Respekt lernt, war für mich eine der heftigsten, aber richtig schlimm wurde es dann erst in der Fortsetzung „Am Ende siegt das Gute, das kann das Ende nicht sein“.

Ich finde alle Geschichten grandios geschrieben, aber wenn ich wählen müsste, wäre mir die „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“, am liebsten. Der Autor schafft es hier mit 5 kleinen Buchseiten zu Emotionalisieren, dass alles Sichtbare nichts bedeutet.

Die 12. Geschichte macht nachdenklich, erzählt vom Gefängnis, eingesperrt in sich selbst und der Autor meint nicht die Insassen.

Über 20 kleine Geschichten, die mit Modou Gaye ihren Anfang nehmen, bei dem man sich ab da an immer fragt, was wohl aus ihm geworden ist. Die letzte Geschichte dreht sich dann glücklicherweise endlich wieder um Modou, der immer noch weiß, dass man nicht gut finden muss, was Menschen tun um sie trotzdem zu verstehen. Und ich bekomme vom Autor doch noch eine Aussicht auf ein Happy End der Gesellschaft. Hoffe ich zumindest.

Fazit:

Meine Vermutungen zum Titel des Buches „RAW“, scheinen wohl beide zuzutreffen. Zumindest ist es für mich so.

Schon mit dem Intro aus Moses Pelhams Album, „Geteiltes Leid I“, hatte mich der Autor. Genau was ich denke, auch wenn meine Gedanken bisher, eher buchstabenlosen Strömungen meines Gehirns, denn wirklichen Worten glichen. Ich empfehle das Buch ausnahmslos. Meiner Ansicht nach, sollten auch Geschichten daraus, als Schullektüre im Unterricht behandelt werden.

 

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Rezension zu "Die Zeitmaschine" von Hank Zerbolesch

Mit Carl-Gustav und Sigmund auf Zeitreise
ChrischiDvor 4 Jahren

Sigmund und Carl-Gustav Leid haben das Unmögliche möglich gemacht und in ihrem Labor an der bergischen Universität Wuppertal eine Maschine entwickelt, die es dem Menschen möglich macht durch die Zeit zu reisen. Doch plötzlich verschwindet die Mutter der beiden Brüder mitsamt der Erfindung. Glücklicherweise haben sie noch Marvin, eine künstliche Intelligenz, so dass es ihnen gelingt die Verfolgung aufzunehmen. Dabei reisen sie durch die mal mehr mal weniger lang zurückliegende Geschichte und erleben Epochen wie man sie noch nie erlebt hat...

Das vorliegende Hörspiel sorgt nicht nur für Lacher am laufenden Band, man wird sogar das ein oder andere historische Ereignis danach mit ganz anderen Augen sehen. Wer kann schließlich wissen was wirklich geschehen ist, wenn es schon viele hundert Jahre zurück liegt? Überlieferungen sind auch nicht immer frei von Fehlern. Dennoch sollte man natürlich mit einer gesunden Portion Logik an die Sache heran gehen. Dann wird man auch seine Freude daran haben.

Ist man häufig geneigt während des Hörens oft noch nebenbei einer anderen Tätigkeit nachzugehen, wird man schnell feststellen, dass dies hier nicht möglich ist. Verfolgt man nämlich nicht konzentriert das Geschehen, ist man schnell verloren in Raum und Zeit, denn dann kann man nicht mehr nachvollziehen wer mit wem wann und warum. So sollte man sich ganz konkret Zeit nehmen, um die Geschichte in ihrer Gänze und mit allen Facetten wahrnehmen zu können.

Die Reise durch die Epochen bietet nicht nur ausgezeichneten Humor, sondern auch ernsthafte Gedanken, die manchmal zwar eher zwischen den Zeilen zu finden, aber durchaus vorhanden, sind. Wer konzentriert bei der Sache ist und den roten Faden nicht verliert, wird das ein oder andere im weiteren Verlauf vorhersehen können, allerdings nie die gesamte Tragweite. Man darf einer ungewöhnlichen Geschichte beiwohnen, die so viel mehr als nur Unterhaltung zu bieten hat.

Neben dem Inhaltlichen kommt es natürlich auch immer auf die Sprecherriege an, die hier ebenfalls durchweg einen exzellenten Job macht. Die Atmosphäre springt sofort auf den Hörer über, als wäre man live dabei, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Man spürt sofort, dass die Geschichte ein Fest für die Sprecher ist, so dass die von ihnen verkörperten Figuren lebendig werden.

„Die Zeitmaschine“ sollte bei keinem Hörspielaffinen im Regal fehlen, egal ob regional verbunden oder nicht. Wenn es das doch tut, hat man eindeutig etwas verpasst!

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