Hanka Rackwitz , Petra Cnyrim Ich tick nicht richtig

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Inhaltsangabe zu „Ich tick nicht richtig“ von Hanka Rackwitz

Viele Menschen kennen Hanka Rackwitz als quirlige, pfiffige Immobilienmaklerin in der TV-Serie mieten, kaufen, wohnen bei Vox. Oft ist sie die Retterin in Not, wenn eine Wohnung in und um Leipzig gesucht wird. Vor der Kamera zeigt sie sich stets selbstbewusst und souverän, doch das ist nur ein Teil ihrer Persönlichkeit. Denn im richtigen Leben wird sie von diversen Zwangsstörungen, Macken und Ticks gequält. Hanka Rackwitz leidet unter einem ausgeprägten Kontrollzwang und muss nicht nur zwei- oder dreimal überprüfen, ob die Kerze erloschen, der Wasserhahn zu und die Haustür abgeschlossen ist, sondern zigmal öfter. Sie hat einen Waschzwang und kann nichts anfassen, was den Boden berührt hat – ob das ein heruntergefallener Stift oder auch normale Schuhe sind. Deshalb trägt sie bevorzugt Gummistiefel, da man die am Rand anfassen kann, wo sie garantiert nicht den Boden berührt haben. Mit all diesen Zwängen ist Hanka Rackwitz nicht allein. Ca. 3 Prozent aller Deutschen leiden an einer Zwangsstörung. Doch trotz dieser Einschränkung hat es Hanka Rackwitz geschafft, sich ein erfolgreiches Leben aufzubauen. In diesem Buch erzählt sie zum ersten Mal, welche Ausmaße ihre Krankheit hat, was das für ihr Leben bedeutet und welche Therapien sie bisher durchlaufen hat. Sie bietet anderen Betroffenen Rat, Unterstützung und Motivation, damit auch sie sich nicht entmutigen lassen.

Mehr dazu später... ;-)

— Rena1986
Rena1986

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  • Ein Leben mit Zwangsstörungen – ein teilweise hilfreiches Buch, etwas zu flapsig

    Ich tick nicht richtig
    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    17. November 2016 um 18:06

    Ein Leben mit Zwangsstörungen – ein teilweise hilfreiches Buch, mir allerdings an manchen Stellen zu flapsig „Ich tick nicht richtig“ lautet der provokante Titel des Buches, das Fernseh-Maklerin Hanna Rackwitz mit Unterstützung der Journalistin Petra Cnyrim über ihre diversen Zwangs- und Angsstörungen verfasst hat. In dem autobiografischen Ratgeber schildert die gebürtige Dresdnerin ihren Weg in die Erkrankung, deren Entwicklung und Ausmaß, sowie den täglichen, kräftezehrenden Alltag damit. Das 192-Seiten-Buch erschien im April 2016 im mvgverlag. Kurz zur Optik und Haptik des Buches. Das Titelbild gefällt mir gut, der Untertitel „Geschichten aus meinem Neurosengarten“ wird durch ein Foto der Autorin in Gummistiefeln (die Bedeutung wird im Buch näher erläutert) gegenständlich nochmal aufgegriffen und macht die Gestaltung für mich damit sehr rund und einladend. Auch farblich ist das Cover ansprechend. Die Papierfarbe- und qualität mag ich persönlich nicht, aber das ist aber ein rein subjektives Empfinden. „Ich tick nicht richtig“ wird meiner Meinung niemand ohne ein berechtigtes Interesse am Thema lesen. Es ist kein Buch, das man sich „mal einfach so“ in der Buchhandlung mitnimmt – außer vielleicht aufgrund der TV-Bekanntheit der Autorin, das wäre eventuell vorstellbar. Stellt sich die Frage, warum ICH dieses Buch lesen wollte. Das ist leicht erklärt, denn ich bin selbst betroffen. Ich weiß, von was ich hier rede bzw. schreibe. Ich war sehr gespannt darauf, ob ich etwas für mich Neues erfahre, ob Ratschläge zum Umgang mit den Ursachen und Symptomen gegeben werden und vor allem darauf, wie eine Leidensgenossin mit dieser schwerwiegenden und massiv belastenden Erkrankung umgeht. Grundsätzlich halte ich das Buch für gelungen. Ich schreibe grundsätzlich, da ich auch einige kritische Anmerkungen dazu habe. Doch dazu später. Ich finde es sehr mutig von Hanka Rackwitz mit dieser doch noch recht wenig im allgemeinen Bewusstsein vorhandenen Diagnose an die Öffentlichkeit zu gehen. Dafür gebührt ihr mein tiefer Respekt. Der Schreibstil liest sich schnell und flüssig, die psychologischen Ausführungen sind fundiert und für jedermann verständlich. Der lockere Erzählstil mag seine Vorteile haben, man fühlt sich dadurch der Autorin deutlich näher und emotional verbunden als beispielsweise in einem reinen Fachbuch. Allerdings ist er mir leider des Öfteren bereits einen Ticken zu leger. Ich weiß, dass es sicherlich eine Absicht des Buches war, den Zwangsstörungen ein wenig von ihrem Schrecken zu nehmen, sie auch mal auf eine humorvolle Art und Weise zu betrachten. Das finde ich wirklich gut und richtig, ich selbst als Patientin kann allerdings nicht über alles lachen. Was ich definitiv nicht gut finde, ist dass Tipps wie "Wenn Du den Einkaufswagen nicht am Griff berühren willst: Dreh ihn um und schiebe ihn rückwärts durch die Gänge" gegeben werden. Das ist Vermeidungsverhalten und kontraproduktiv. So etwas sollte in einem solchen Buch nicht vorkommen. Groß bewegen wird das Buch bei mir nicht, da ich einfach bereits auf einem hohen Kenntnisstand bezüglich Zwangserkrankungen bin. Aber, wie auch Hanka schreibt, es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Das ist ein wirklich wichtiger, tröstlicher Aspekt. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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