Hanna-Linn Hava Schneewittchens Geister

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Inhaltsangabe zu „Schneewittchens Geister“ von Hanna-Linn Hava

So haben Sie Schneewittchen noch nie erlebt! Schneewittchen heißt eigentlich Ernestine Nordmoor. Und sie mag Totenköpfe. Sie raucht, ist depressiv und eine Hypochonderin. Weil sie außerdem noch Geister sieht, ist sie in der Psychiatrie ein Dauergast. Wenn sie mal wieder entlassen wird, lebt sie mit Ceberus, ihrem Hund … (besser: ihrem HUND) in einem Haus, dass sie aus Versehen geerbt hat. Als sie eines Tages auf einen sehr verdächtigen Prinzen trifft, ist plötzlich nichts mehr wie zuvor. Ernestine muss um ihr Leben fürchten, denn plötzlich ist nicht nur eine böse Hexe und ein Auftragsmörder hinter ihr her, sondern auch gleich der Leibhaftige … Hanna-Linn Hava spinnt das Grimmsche Garn frech weiter zu einem furiosen Spektakel, in dem sich Dornröschen, Rotkäppchen und Schneewittchen auf sehr unkonventionelle Weise die Klinke in die Hand geben und sich mit Geistern, Lindwürmern und allerlei wenig zimperlichen Gestalten herumschlagen müssen. Mitunter tragische Fantasy, sehr spannend, höchst amüsant und definitiv für Erwachsene. Ein Märchen, das man Kindern auch nicht vorlesen sollte, jedenfalls nicht vor dem Einschlafen. Einmal mehr mit einem wundervollen Cover von Holger Much.

Dünster und lustig, mit einen tollen Humor geschrieben. Es kam keine Langeweile auf beim Lesen und hatte keine Längen.

— I-Love-Cheese
I-Love-Cheese

Die besten und schrägsten Protagonisten seit langem!

— MariaAlexandra
MariaAlexandra

Ein sehr skurriles und lustiges Buch. Absolut lesenswert!

— kleine_welle
kleine_welle

Eine wirklich tolles Lesevergnügen, bei dem die Fantasie nicht zu kurz kommt!

— Vivienne_Pschel
Vivienne_Pschel

Nach nur wenigen Seiten bereits jeden einnehmend!

— PrinzessinSuperfee
PrinzessinSuperfee

Wer Märchen und das Ungewöhnliche mag, wird dieses Buch lieben!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

„Schneewittchens Geister“ ist keine leichte Lektüre, was die Sprache & den Erzählstil angeht, aber genau da liegt der Charme der Geschicht!

— inflagrantibooks
inflagrantibooks

Farbenfrohe Figuren auf einem fantastischen Abenteuer!

— PiaJ
PiaJ

Tolles modernes Märchen mit skurrilen Charakteren, merkwürdigen Schauplätzen und einem absolut abgefahrenen Plot. Lesen!

— chorangi
chorangi
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  • Das Cover hat neugierig gemacht, doch leider konnte mich der Inhalt nicht überzeugen..

    Schneewittchens Geister
    anra1993

    anra1993

    21. June 2016 um 21:49

    Originalbewertung: 2,4 SterneDas Buch habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ich finde, dass es von außen schon Mal sehr interessant aussieht. Das  Cover sieht sehr düster aus und die Protagonistin sehr speziell.Leider ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Am Anfang musste ich mich sehr darauf konzentrieren, dass ich den Faden nicht verliere. Die Autorin verwendet sehr viele Klammern, welche mich doch arg gestört hatten. Anstatt die Sätze oder Satzteile in Klammern zu packen, hätte man sie wunderbar in einen Satz verpacken können. Außerdem neigt die Autorin dazu, ihre Charaktere ständig Dinge wiederholen zu lassen, was ich doch sehr seltsam fand und für mich, wie auch die Klammern, den Lesefluss behindert hatte. Die Wiederholungen fand ich überwiegend bei den Dialogen und leider hat es für mich ein wenig die Geschichte gestört. Denn die Zeit, wenn die Charaktere nicht gesprochen hatten, war der Schreibstil der Autorin gar nicht mal so schlecht und es steckt viel Potential dahinter.In der Geschichte gab es mehrere Handlungsstränge mit vielen Charakteren, die mich allerdings am Anfang sehr verwirrt hatten und ich dadurch nicht richtig in das Buch gefunden hatte. Zudem zog sich der Anfang leider auch sehr und es war schwer für mich dran zu bleiben. Im Laufe des Buches wurde es dann etwas besser und verlor sich dann wieder. Die Spannung ist daher als sehr schwankend einzustufen. Charaktere gab es, wie oben schon benannt, recht viele. Leider waren sie daher auch nicht sonderlich viel ausgeschmückt und zum Teil doch sehr oberflächlich, obwohl einige sehr interessant war. Gerade Ernestine war ein spannender Charakter, aber ein wenig mehr hätte ich gerne über sie erfahren. Leider war sie mir als Protagonistin nicht ganz so sympathisch mit ihrer Art und viel zu angepasst!Die Idee des Buches fand ich doch ziemlich gut, leider haperte es bei der Umsetzung. Ich denke, dass die Geschichte auf jeden Fall ausbaufähig ist. Ich find sehr schade, dass die Anfangsbegebenheit der Geister und des Mordes nicht mehr vertieft wurden, sondern der Fokus mehr auf andere Dinge gelegt wurde. Im Laufe des Buches war ich so verwirrt, dass ich leider nicht mehr wusste, was eigentlich das Ziel der Geschichte sein soll. Das Ende hat mir dann aber noch mal gut gefallen und dort kam dann auch die erwünschte Spannung und Action auf, die ich gesucht hatte im Buch. Bitte beim nächsten Mal etwas früher! Am Ende möchte ich noch anmerken, dass die Überschriften der Kapitel teilweise echt witzig waren und ich muss sagen, ich habe noch die drei auf einmal für ein Kapitel gesehen!

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  • Intelligente, skurrile und sympathische Märchenadaption

    Schneewittchens Geister
    Sandra1978

    Sandra1978

    08. May 2016 um 15:46

    Rezension zu : „Schneewittchens Geister“ von Hanna-Linn Hava Ein modernes Fantasymärchen mit viel Humor, Spannung, Action, Skurrilität, Denkanstößen, verkannten Randgruppen der Gesellschaft und sehr sympathischen Protagonisten. Inhalt : Die junge Ernestine Nordmoor fühlt sich fehl am Platz in dieser Welt. Sie hat Todessehnsucht und wandert von einer Psychiatrie in die Nächste. Ein geordnetes Leben ? Fehlanzeige. Doch als sie eines Tages einmal wieder aus einem mehrwöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie nach Hause entlassen wird, und zusammen mit ihrem Höllenhundwelpen Cerberus endlich in ihr kleines Häuschen zurückkehrt und hofft, ein wenig zur Ruhe zu kommen, findet sie auf einmal 7 kleine Geisterkinder vor, die dringend ein zu Hause suchen, und nimmt sie bei sich auf. Da sie mit der Bande etwas überfordert ist, besucht sie ihren verrückten Nachbarn A. „der Apfel“ Apollo, der auch Okkultist ist, in der Hoffnung, bei ihm etwas über die Erziehung von Geisterkindern zu lernen. Sie ahnt ja zu diesem Zeitpunkt nicht, dass in der ehemaligen Kirche, die gleichzeitig der Wohnort des Okkultisten ist, auch Ghulen, einem Vampir und diversen anderen Geistern ein zu Hause geboten wird – und zu dem ihre ihr bis dato unbekannte Großmutter ebenfalls eine gute Bekannte des Herrn Apollo ist und just zu dieser Zeit beschließt, sich mit Ernestine bekannt zu machen und das Geheimnis ihres magischen Erbes zu lüften. Leider ist Ernestine auch gleichzeitig eines der letzten Opfer von Luzifers treuesten Dienern, der sie um die Ecke bringen will, um endlich seinen Pakt mit dem Teufel abzuarbeiten und seine Unsterblichkeit zu genießen, ohne dabei ständig Leute um die Ecke bringen zu müssen. Und dieser Herr Killer, sein ungewollter Lehrling Charlotte und seine ihm verhassten Kollegen Miss Biss und Damon, die sich gegenseitig bekriegen, wollen alle Ernestine an den Kragen, da ihr Blut für die Beschwörung einer uralten Macht benötigt wird. Doch da ist ja auch noch Dornröschen alias Annabelle, die auch noch ihre ganz eigenen Ziele verfolgt….   Zum Buch Auch wenn der Titel „Schneewittchens Geister“ etwas anderes vermuten lässt : Mit dem Märchen hat der Roman nicht viel zu tun, auch wenn bei vielen Gelegenheiten Assoziationen zu vielen uns bekannten Märchen hergestellt werden ( zu Recht ). Schneewittchens Geister ist ein sehr erfrischender und skurriler, aber sehr angenehm zu lesender Mix aus Fantasy und Realität, mit extrem lebensecht gezeichneten Protagonisten. Mit hat es ausnehmend gut gefallen, wie die Autorin Hanna-Linn Hava die Protagonistin Ernestine charakterisiert – eine Person, die sich in unserer Gesellschaft fehl am Platze fühlt, keine Freunde hat und mit sich und der Welt ständig überfordert ist – ja, sicherlich ist Ernestine hier etwas überzeichnet, aber ich konnte mich dennoch total mit ihr identifizieren, denn ich glaube, es gibt mehr Menschen, die sich innerlich ganz oft so fühlen wie Erni, als man gemeinhin glaubt. Gepaart mit einem wunderbar trockenen und bissigen Humor wird hier der Kampf zwischen den Guten und den Bösen, von denen zum Schluss einige gar nicht so böse sind, entwickelt bis hin zu einem grandiosen Showdown. Vom Humor her und auch von der Skizzierung der Gestalten muss ich immer ein wenig an den Film „Dogma“ denken, auch wenn inhaltich keine Ähnlichkeiten bestehen. Ohne lächerlich zu sein, bietet uns diese moderne, skurrile Märchenadaption eine Menge Spannung, Witz, Action und Denkanstöße. Auch wenn der Schreibstil am Anfang etwas ungewohnt, da gewollt etwas altmodisch gehalten, erscheint, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ihr werdet dieses Buch sicherlich auch lieben – ich jedenfalls habe daran nichts gefunden, das ich kritisieren könnte !   

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  • Bin total „be-geistert“

    Schneewittchens Geister
    MariaAlexandra

    MariaAlexandra

    23. January 2016 um 13:26

    Ich bin total „be-geistert“ :)  Dieses Buch strotzt nur so vor ungewöhnlichen Charakteren: Ein Schneewittchen, das sich regelmäßig selbst in die Psychiatrische Klinik einweist, weil es Geister sieht, ein Jahrtausende-alter, charmanter Auftragskiller, der bald in „Rente“ geht und deshalb als Azubine ein eher ungeeignetes Pummelchen aufgebrummt bekommt, ein paar schwererziehbare Geisterkinder, ein Höllenhund, ein Lindwurm, ein sehr höflicher Sekretär, der gar nicht an dererlei seltsame Dinge glaubt und und und. Sie alle sind Protagonisten einer sehr komplexen und brillanten Geschichte, die total spannend ist (ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen) und noch dazu mit so viel feinsinnigem Humor bestückt ist, dass es eine wahre Freude ist. Obwohl es manchmal ziemlich blutig zugeht (das „nicht zimperlich“ aus dem Klappentext passt wirklich sehr gut). Das ist endlich mal wieder eine Geschichte zwischen all den banalen Fantasy-Büchern, die so auf dem Markt sind, bei der man nicht wieder denkt „ach, kenn ich doch schon von irgendwoher“ oder bei der man schon sehr schnell merkt, auf was das Ganze hinausläuft. Eine absolut grandiose Mischung aus Märchen, Thriller und bester Unterhaltung!

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  • morbides Märchen

    Schneewittchens Geister
    dominona

    dominona

    23. August 2015 um 22:12

    Ich bin auch am Schluss noch unentschlossen, ob mir das Konzept gefallen soll oder nicht. Ich mag den Humor, aber an die Schreibe selbst musste ich mich lange Zeit gewöhnen. Wirklich märchenhaft ist das Ganze auch nicht, eher morbide mit Gothic-Touch. Das kann ganz witzig sein, Titel und Klappentext könnten aber auch vollkomen falsche Erwartungen wecken – am besten reinlesen.

  • Schneewittchen trifft auf Dornröschen und Rottkäppchen

    Schneewittchens Geister
    peggy

    peggy

    21. March 2015 um 14:52

    Zu viele Fantasyelemete für meinen Geschmack. Den Anfang fand ich ja noch ganz vielversprechend. Ernestine mit all ihren Eigenheiten fand ich liebenswert auch ihre sieben kleinen Geister mochte ich. Aber dann ging es los, Schneewittchen trifft auf Dornröschen und Rotkäppchen.. Lindwürmer, Höllenhunde, Ghule, Fleischfressende Horror - Babys. Haben die Geschichte zum echten Lese - Horror werden lassen. Weniger ist manchmal mehr. 2,5 Sterne

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  • Eintauchen in das erlebnisreiche Leben des modernen Schneewittchens!

    Schneewittchens Geister
    Vivienne_Pschel

    Vivienne_Pschel

    16. March 2015 um 18:00

    Als ich den Titel von Hanna-Linn Havas Roman „Schneewittchens Geister“ das erste Mal las, dachte ich sofort an all die tollen Abende, an denen meine Mutter mir meine liebsten Märchen vorgelesen hatte. Doch dieses Buch ist nicht nur für junge Leute, sondern auch für jeden Erwachsenen gedacht, der dem Alltag entfliehen und in das erlebnisreiche Leben des modernen Schneewittchens eintauchen möchte. In ihrem Roman bringt die Autorin die Geschichte von Schneewittchen und ihrem Kampf gegen die böse Königin in ein neues Zeitalter. Doch auch viele andere Fabelwesen und Märchenfiguren werden aus den alten Erzählungen in das 21. Jahrhundert geholt, sowohl die Guten als auch die Bösen. Schneewittchen alias Ernestine Nordmoor findet in ihrem Kampf gegen diejenigen, die sie lieber tot als lebendig sehen wollen, Freunde der unterschiedlichsten Art. So lebt sie mit sieben kleinen Geistern und einem Höllenhund zusammen in ihrem Haus und es ist ein Vampir, der ihr schöne Augen macht. Hanna-Linn Hava unterscheidet in ihrem Werk nicht zwischen den Guten und den Bösen, da hinter dem Handeln der Charaktere sehr unterschiedliche Beweggründe stecken. So gibt es nicht nur Figuren, von denen verlangt wird, böse zu sein, die es aber nicht wollen, sondern auch die, die Böses tun wollen, es aber schlichtweg nicht können. Und zu guter Letzt gibt es auch jene, die immer Böses taten, aber dann doch noch für das Gute kämpfen. Die Autorin vermittelt uns mit ihrer für mich faszinierenden Geschichte, dass es immer einen Grund gibt, für das Leben zu kämpfen und dass es leichter ist, wenn man Menschen an seiner Seite hat, die einen dabei helfen, die Lasten, die man mit sich herumträgt, gemeinsam zu tragen.

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  • Es war einmal eine kettenrauchende Hypochonerin

    Schneewittchens Geister
    Buechernixen

    Buechernixen

    14. January 2015 um 12:00

    http://youtu.be/TGmsGuF0GQY

  • Schneewittchens Geister - Hanna-Linn Hava

    Schneewittchens Geister
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. November 2014 um 12:04

    Hier geht's zur Rezension:
    http://lisakatharinabechter.jimdo.com/rezensionen/schneewittchens-geister/

  • Es war einmal … … eine nicht perfekte, nicht wunderschöne, nicht selbstbewusste junge Frau...

    Schneewittchens Geister
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    Cover Das Cover, die Umschlaggestaltung, das Design ist der HAMMER! Ich fand es auf den ersten Blick so genial, dass ich allein deswegen mit das Buch näher angesehen habe. Nach dem Lesen weiß ich die Gestaltung sogar noch mehr zu schätzen, denn mehr Inhalt in einer Umschlaggestaltung geht sicherlich nicht! Ich bin begeistert! Inhalt/Meinung Wie schon erwähnt, war das Cover das erste, was ich von „Schneewittchens Geister“ sah. Es hatte mich sofort in seinen Bann gezogen und ich kam um das Lesen der Geschichte nicht drum herum. Konnte Schneewittchen mich überzeugen oder habe ich sie am Ende mit einem Apfel vergiftet? „Schlaft, Kinder“, sprach die Nacht traurig, „schlaft und sorgt euch nicht. Sorgt euch am Tage, aber schlaft jetzt!“ Dann vergoss sie einige Tränen und schlich erst auf leisen Sohlen davon, als der Tag erschien und müde die wintertrübe Sonne an den Himmel hängte. (Kapitel 6, Seite 110, Zeile 10) Es war einmal … … eine nicht perfekte, nicht wunderschöne, nicht selbstbewusste junge Frau, die von ihren Ängsten getrieben wurde und eine unerklärliche und erschreckende Todessehnsucht an den Tag legte. Unser Schneewittchen heißt Ernestine Nordmoor, kurz Erni, und hat mit dem Grimmschen Zwergen-Babysitter nichts gemein. Außer vielleicht das Haar so schwarz wie Ebenholz und die Haut so weiß wie Schnee. Erni ist verschroben, um es mal nett auszudrücken. Sie bildet sich diverse, höchst tödliche Krankheiten ein, lässt sich selbst regelmäßig in die Geschlossene einliefern und sieht zu allem Überfluss auch noch Geister. Ich muss zugeben, ich mochte Erni. Sie ist sich ihrer Fehler, oder ihrer Fettnäpfchen in die sie tritt, nicht bewusst. Sie ist nett, herzensgut und auch im Angesicht der größten Not, steht sie erhobenen Hauptes da und kämpft gegen die Gefahr. Immer wieder wird ihr gesagt, dass sie krank ist, keiner Akzeptiert sie und dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen. Das hab ich wirklich bewundert, auch wenn Erni manchmal wirklich mehr Glück als Verstand hatte. Sie war mir mit ihrer eigenen, verträumten Art von Anfang an sympathisch. An einigen Stellen hätte ihr Verhalten leicht mit sehr seeehr viel Naivität gleich gesetzt werden können, aber die Handlung hat das nicht zugelassen, weil diese nie aufgesetzt gewirkt hat. Dadurch war unser Schneewittchen immer glaubhaft, selbst wenn sie mit Geistern sprach, Höhlenhunde wachsen sah oder Finger beerdigte. Im tiefen, dunklen Wald … … lebten keine sieben Zwerge, keine liebe Großmutter und auch kein böser Wolf. Die sieben Zwerge sind hier sieben kleine Kindergeister, die so süß sind, dass man sie lieben muss, selbst wenn man sie nicht sieht. Eins davon scheint etwas still zu sein, allerdings ist die Autorin da nicht weiter drauf eingegangen. Ich dachte immer, dass es mit dem siebten der Zwergengeister noch mehr auf sich hatte, weil immer wieder betont wurde, wie still und in sich zurückgezogen das kleine Mädchen war. Aber vielleicht hab ich da auch nur mehr gesehen, als tatsächlich da war. Die Großmutter ist weder lieb noch nett. Sie ist eine alte herrische Fuchtel, die weder Bettlägerig ist noch gepflegt werden muss. Ich war schwer beeindruckt von ihrem unbeugsamen Willen, denn sie hat trotz ein paar kleiner Momente, immer das in Schneewittchen gesehen, was sie wirklich war. Der böse Wolf hat eigentlich gar nichts mit Schneewittchen direkt zu tun und erst ganz am Ende sind sie mal auf einander getroffen. Kurz und schmerzlos - wortwörtlich, denn es ist zwischen ihnen nichts passiert. Schneewittchen musste gegen die böse Hexe kämpfen, die hier mehr Erscheinungsbilder hatte, als man Hexen zusprechen sollte, aber die ganze Vielfalt sprach durchaus für sich. Im Schloss gab es ein großes Fest … … und alle Gäste des Märchenreiches fanden sich ein. Wirklich. Alle! Von Schneewittchen, über Dornröschen und Rotkäppchen bis hin zum alten Gefecht von Gott und Teufel, war alles da. Äpfel, die sieben Zwerge, der böse Wolf, der rettende Prinz, ein hundertjähriger Fluch, Drachen, Vampire, Ghule … nur die Zombies haben mir gefehlt. ^^ Ich fand es wirklich einzigartig, wie die Autorin die einzelnen Elemente der vielen Märchen miteinander verbunden hat. Jedes hatte seinen Platz, jeder kleine Hinweis brachte mich zum Lachen. Auch wenn die Märchenprinzessinnen nicht in ihrer üblichen Gestalt auftreten, so hatten doch alle ihren eigenen Flair und waren Charmant, auf die eine oder andere Weise. In „Schneewittchens Geister“ wird nicht eine Geschichte erzählt, sondern viele kleine. Sie bauen aufeinander auf, verknüpfen sich und enden zusammen in einem großen Knall. Nichts bleibt offen, alles ergibt am Ende Sinn, auch wenn ich mich zwischendurch manchmal fragte, wie das alles enden soll. Der Apfel und die Spindel aber… … waren giftig und sollten töten. Taten sie aber nicht, denn der Apfel war bitter und auf das Spinnrad hatte niemand Lust. Ich weiß nicht, wie ich meine Kritik zum Besten geben soll, denn eigentlich ist es auch ein Lob. Die Sprache war leicht Märchenhaft, die Figuren sprachen meist sehr gehoben. Es war wie, als würde ich tatsächlich in einem Märchen versinken. Aber auf Dauer war das alles dann doch zu anstrengend zu lesen. Es war schwer und erdrückend und dadurch hatte die Geschichte in der Mitte einen kleinen Hänger. Obwohl die Handlung konstant weiter geht, sich immer weiter aufbaut und auch die Spannung wirklich hoch ist, war diese gehobene, schwere Sprache auf Dauer zu viel des Guten. Und wenn sie nicht gestorben sind … … dann beschützen Schneewittchen und ihr Prinz die Menschheit noch immer vor den bösen Monstern. Das Ende fand ich wirklich klasse. Es gab einige Tote (davon gab es eigentlich sogar recht viele, während der Geschichte … O.o), eine Auflösung… nein, fünf Auflösungen und zwar für jeden wichtigen Protagonisten eine und ich war glück und zufrieden. Die Figuren haben sich entwickelt, das Ende schloss mit dem Anfang gleich und meine Fragen wurden alle zufriedenstellend geklärt. Als Leser kann man sich so ein rundes Ende, das aber genug Platz für eigene Interpretationen lässt, eigentlich nur Wünschen. „Ich glaube, es gibt keinen Wahnsinn“, seufzte sie zwischen zwei tiefen Zügen an ihrer Zigarette, „ich glaube, es gibt nur viel zu viel Realität.“ (Kapitel 11, Seite 222, Zeile 31) Fazit „Schneewittchens Geister“ ist keine leichte Lektüre, was die Sprache und den Erzählstil angeht, aber genau da liegt der Charme der Geschichte. Wer Märchen mag und auf eine Neu-Interpretation derer nicht abgeneigt ist, ist bei Schneewittchen und ihrem Höhlenhund genau richtig. Spannung, tiefschwarzer Humor, Sarkasmus und herrlich dunkle Ironie, all das und noch viel mehr, findet man zwischen einer wirklich genialen Umschlaggestaltung. Bewertung „Schneewittchens Geister“ von Hanna-Linn Hava bekommt von mir sehr gut 4 von 5 Marken. Ich hatte zwischendurch einfach zu große Probleme, was Sprache und Erzählstil angehen, sodass ich eine Pause einlegen musste. Aber das ist Geschmackssache und ich bin mir sicher, dass die Geschichte sehr viele Anhänger finden wird! Es grüßt ~ Tilly

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  • Schneewittchens wahre Geschichte

    Schneewittchens Geister
    Buechernixen

    Buechernixen

    23. September 2014 um 15:56

    Zum Inhalt: Schneewittchen heißt eigentlich Ernestine Nordmoor und ist Kettenraucherin. Da sie Geister sehen kann, was ihr natürlich niemand glaubt, nimmt sie sich öfter mal eine Auszeit in der Irrenanstalt. Das der Leibhaftige ihr nach dem Leben trachtet bemerkt sie erst als es fast zu spät ist. Meine Meinung: Hanna-Linn Hava hat hier ein Schneewittchen geschaffen welches sich sehr gut in diese Geschichte einfügt. Damit es nicht so allein dasteht gibt es noch diverse andere Märchenfiguren und Fabelwesen. Diese Geschichte ist sehr spannend geschrieben und gibt den Originalmärchen den letzten Schliff ohne das es aufgesetzt wirkt. Schneewittchens Geister bedient sich an verschiedenen klassischen Märchen und hat doch so gar nichts mit ihnen zu tun. Eine tolle Kombi. Man fiebert dem Ende regelrecht zu, wie es sich denn nun zusammen verbindet. Mein Fazit: Eine kurzweilige Geschichte nicht nur für Märchenfans. 

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  • Märchenhaft!

    Schneewittchens Geister
    PiaJ

    PiaJ

    16. September 2014 um 16:37

    Der Titel von Hanna-Linn Havas erstem Roman lässt auf Märchenhaftes schließen und tatsächlich gibt es kaum eine Fabelgestalt, die in „Schneewittchens Geister“ ausgelassen wird. Was der Leser jedoch vergeblich sucht, sind die Guten und die Bösen, denn von Schwarzweißmalerei und Klischees hält sich die Autorin fern. Da gibt es dann die, die böse sein wollen, aber nicht können, die, die böse sein müssen, aber nicht wollen, die, die für das Gute kämpfen, aber davon noch nichts wissen, und – dem Chaos entsprechend – die, die schlichtweg glauben, sie seien verrückt geworden. Hanna-Linn Hava füllt jede noch so kleine Figur in ihrer Geschichte mit Leben und Farbe, um sie dann auf ein fantastisches Abenteuer zu schicken, bei dem – vom Allmächtigen bis zum Leibhaftigen – keiner fehlt.

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