Herzsteine

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Inhaltsangabe zu „Herzsteine“ von Hanna Jansen

Das ist viel verlangt: Ein ganzes Jahr soll Sam fern von Hamburg und seinen Freunden auf Sylt zur Schule gehen! Grund für den Umzug auf Zeit ist Sams Mutter Fe. Fe kommt aus Ruanda, vor 17 Jahren ist sie vor dem Völkermord in ihrer afrikanischen Heimat nach Europa geflohen. Jetzt wird sie von ihrem Trauma eingeholt und droht ernsthaft krank zu werden. Alle hoffen, dass die Insel ihr gut tut.Auf der Inselschule ist Sam nicht der einzige Exot. Doch während er sich nur gegen die Anmache einiger Mädchen wehren muss, zieht das Mädchen Enna den Spott der Mitschüler auf sich. Ihre Mutter ist Heilerin und wird mit Argwohn von den Inselbewohnern beäugt. Sam aber ist beeindruckt von Ennas ruhigem Selbstbewusstsein. Die beiden kommen sich näher und Sam findet bei Enna die beglückende Nähe, die ihm zuhause so fehlt.Doch noch einmal wird Sam fortgerissen, diesmal nach Ruanda. Hier in Afrika erfährt er endlich, wer seine Mutter wirklich ist, was sie erlebt und verloren hat. Er beginnt zu verstehen: Fes Geschichte, ihre Schuldgefühle gegenüber allen, die den Genozid nicht überlebt haben, ihre Gefühle für ihn und seinen Vater und warum sie noch in Ruanda bleiben muss. Das alles führt Sam näher zu sich selbst und schließlich zurück auf die Insel, zu Enna.

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  • Rezension zu "Herzstein"

    Herzsteine
    Catching_Fire

    Catching_Fire

    31. January 2015 um 20:44

    Dieses Buch hat mir meine Freundin in die Hand gedrückt und meinte zu mir, dass ich es lesen solle!  Vorerst mal: Das Titelbild finde ich sehr schön und im Nachhinein sehr treffend für die Geschichte. Und ich muss schon sagen, nicht jedes Titelbild ist schön und/oder interessant.  Die Geschichte ließ sich flüssig lesen. Es war spannend und interessant, jedoch auch traurig. Ich erhoffte mir, dass das Buch anders endet, war jedoch leider nicht der Fall. Trotzdem "bereute" ich es nicht, es gelesen zu haben und würde es auch für Jugendliche weiter empfehlen :)

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  • Rezension zu "Herzsteine" von Hanna Jansen

    Herzsteine
    Lesemomente

    Lesemomente

    19. May 2012 um 10:12

    Inhalt: „Sam grinst in sich hinein. Alles fühlt sich wieder leichter an. Wenn Mum von Herzen lacht, reißt eine Schale auf und sie sprüht nur so vor Lebendigkeit! Er nimmt sich vor, dafür zu sorgen, dass sie in Zukunft häufiger mal lacht.“ (S. 23) Sam und seine Eltern ziehen von Hamburg nach Sylt. Für den Sechzehnjährigen bricht erstmal eine Welt zusammen, aber da es seiner Mutter dort besser geht, fügt er sich dem Schicksal. Als er Enna kennen lernt, wird alles leichter. Mit ihr kann er stundenlang nur daliegen und reden. Trotzdem überschattet die Traurigkeit seiner Mutter das Familienleben. Was hat sie damals in ihrer Heimat Ruanda erlebt? Erst nach und nach kommen Mutter und Sohn ins Gespräch… Meine Meinung: Hanna Jansen hat sich ein schwieriges Thema ausgesucht: Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es um den großen Genozid in Ruanda geht. Im Nachwort schildert die Autorin, dass sie und ihr Mann gemeinsam mehrere Kriegswaisen, unter anderem auch aus Ruanda, bei sich aufgenommen haben. Umso eindringlicher und authentischer liest sich die Geschichte von Sam und seiner Familie. Ganz sensibel, mit vorsichtigen und zarten Worten zeichnet die Autorin das Portrait einer Familie, die durch die Vergangenheit der Mutter beeinträchtigt ist. Gerade Sam als Hauptperson eignet sich besonders gut, um dem Leser seine Geschichte und die seiner Mutter näher zu bringen. Dabei gelingt es der Autorin meiner Meinung nach sehr gut, sowohl auf Sams persönliche Belange und seine Freundschaft zu Enna einzugehen, aber auch ihn als Familienmitglied und Sohn einer Kriegsflüchtigen darzustellen und aufzuzeigen, wie sich dadurch das gesamte Familienleben verändern kann. Und obwohl „Herzsteine“ ein Buch mit einem traurigen Thema ist, macht es Mut und schürt Hoffnung. Außerdem liest es sich viel leichter und angenehmer, als ich es aufgrund seiner Thematik vermutet hätte. „Herzsteine“ ist das zweite Buch von Hanna Jansen, das sich mit Ruanda beschäftigt. „Über tausend Hügel wandere ich mit dir“ wurde sogar ins Englische übersetzt. Für mich bleibt die Erkenntnis, dass ich mir die Autorin sicherlich merken werde und „Herzsteine“ bestimmt nicht das letzte Buch von ihr gewesen ist, das ich gelesen habe. Für das psychologisch feinfühlige, informative und durchaus auch unterhaltsame Jugendbuch vergebe ich 8 von 10 Sternen.

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  • Rezension zu "Herzsteine" von Hanna Jansen

    Herzsteine
    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    15. February 2012 um 20:50

    Sam ist mit seinen Eltern auf dem Weg nach Sylt. Verlängerte Ferien, versucht er sich einzureden. Doch es steckt mehr hinter dem Umzug von Hamburg auf die Insel, Sams Mutter braucht dringend einen Tapetenwechsel, denn in letzter Zeit wirkt sie immer abwesender und wird von Albträumen geplagt. Sams Mutter Fe stammt aus Ruanda, vor 17 Jahren ist sie von dort geflohen und ihre Familie vermutet, dass ihr Zustand mit dem dort Erlebten zusammenhängen. Doch Fe schweigt sich über ihre Vergangenheit aus... In seiner neuen Schule begegnet Sam Enna, einer Aussenseiterin, die wegen ihrer Mutter von den anderen Mitschülern immer wieder verspottet wird. Die Mutter ist Heilerin, für die anderen Grund genug, Enna zu schneiden. Sam ist egal, was die anderen reden, er fühlt sich mehr und mehr zu Enna hingezogen. Bei ihr findet er die Geborgenheit, die er zu Hause vermisst. Eines Tages verschwindet Fe und wird von Ennas Mutter zurückgebracht. Worüber die beiden Frauen sich unterhalten haben, möchten sie nicht erzählen, aber Fe hat an diesem Tag einen Entschluss gefasst: Sie reist zurück nach Ruanda - alleine. Es vergeht ein halbes Jahr, bis Fe ihrem Sohn und ihrem Mann gestattet, sie dort zu besuchen. Verändert hat sie sich, selbstbewusster wirkt sie und irgendwie fremd. Während Sam und sein Vater in einem Hotel einquartiert werden, lebt sie in Kigali bei einer alten Freundin ihrer Mutter unter einfachsten Verhältnissen und unterrichtet Waisenkinder. Als Sam die Massengräber in Gisozi besucht, einer Gedenkstätte für den Völkermord, wird ihm zum ersten Mal bewusst, was seine Mutter mitgemacht haben muss. Alleine 250.000 Menschen sind dort begraben, darunter auch die Familie seiner Mutter, eine Million Menschen wurden insgesamt während der Unruhen in Ruanda umgebracht. Dann ist endlich Fe bereit, ihrem Sohn von ihrer Vergangenheit zu erzählen und von ihren Schuldgefühlen, weil sie flüchten konnte und ihre Familie allein gelassen hatte... Sehr eindringlich und packend erzählt Hanna Jansen Fes Geschichte, mal in Rückblenden, mal in den Gesprächen mit ihrem Sohn. Und sie erzählt davon, welche Auswirkungen so ein unfassbares Trauma Jahre später auf das Familienleben haben kann. Die Geschichte von Sam und seiner Familie berührt zutiefst, trägt aber zugleich einen großen Schimmer Hoffung in sich. Ab 14 (Sandra Rudel)

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