Hanna L. Noack

 5 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorin von Strom des Himmels.

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Hanna L. NoackStrom des Himmels
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Strom des Himmels
Strom des Himmels
 (14)
Erschienen am 02.09.2013

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Rezension zu "Strom des Himmels" von Hanna L. Noack

Ein gelungenes Debüt!
KirstenKleinvor 4 Jahren

Im Mittelpunkt von Hanna-Laura Noacks Erstling „Strom des Himmels“ stehen die 32jährige Psychologin Alice Amberg und ihre Mutter Teresa, die sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Krankenschwester in Hiroshima um Opfer des Atombombenabwurfs kümmert und dabei in den charismatischen, aber durch Kriegseinsätze in China schwer traumatisierten Pressefotografen Tadashi Yamamoto verliebt.

Bevor Teresa, seit Jahrzehnten wieder in Deutschland und mit einem anderen Mann verheiratet, eine Gelegenheit findet, mit ihrer Tochter über ihre schmerzlichen Erinnerungen und die Gründe für die Trennung von Tadashi zu reden, verunglücken sie und ihr Mann tödlich.

Zutiefst davon betroffen, nimmt Alice 1978 eine Einladung von in Tokio lebenden Freunden an, nicht zuletzt, um auf den Spuren ihrer Mutter zu wandeln, ehe die Zeit darüber hinweggehen und sie völlig verwischen kann.

Dabei erfährt die junge Frau Aufschlussreiches über Teresa und wird darüber hinaus mit schockierenden Erkenntnissen über das Schicksal Yamamotos, dessen Schwester Etsuko und anderer Strahlenopfer konfrontiert.


Der Prolog zeigt Einblicke in das Leben einiger Menschen in Hiroshima und endet kurz vor dem Abwurf der Atombombe, erzeugt Betroffenheit und Neugier.

Nach einem Zeitsprung ins Deutschland des Jahres 1978 reist der Leser mit Alice Amberg nach Japan und infolgedessen in eine spannende und schicksalsreiche Vergangenheit. Damit einhergehende, zuweilen geradezu skurril anmutende Begegnungen und Ereignisse, mitbedingt durch die seinerzeit in Japan vorherrschende Mentalität, meistert Alice durch psychologisches Gespür und Einfühlungsvermögen sowie ihren ausgeprägten Sinn für Humor, selbst in unangenehmsten Situationen.

All das, zudem eine Attacke Amors mitten in ihr Herz, macht Hanna-Laura Noacks Hauptprotagonistin zu einer überaus sympathischen „Reiseführerin“ und so manch aufgedecktes, erschütterndes Geheimnis für die „Mitreisenden“ erträglicher.

Ebenso liebevoll wie glaubwürdig gezeichnet, kommen dem Leser auch die übrigen Figuren sehr nahe im weiteren Handlungsverlauf, der anschaulich geschildert wird und immer wieder in andere Zeiten und Perspektiven wechselt, gekonnt ineinander verwoben, mit teils überraschenden Wendungen.

Alles in allem ist „Strom des Himmels“ ein gelungenes Debüt – lesenswert und darüber hinaus aufklärend und bildend.


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Jumps avatar

Rezension zu "Strom des Himmels" von Hanna L. Noack

Ein unterhaltsames Lesevergnügen !
Jumpvor 4 Jahren

Eigentlich so gar nicht mein Genre. Und eigentlich bin ich immer vorsichtig mit Debütromanen, in diesem Fall wurde ich eines Besseren belehrt. Ich wurde wirklich wunderbar unterhalten und habe viele neue Informationen über Hiroshima und den Umgang der japanischen Presse damit erhalten. Aufgrund der sehr angenehmen und wirklich schönen Sprache, war es mir ein Genuss, meine Zeit mit "Strom des Himmels" zu verbringen. Als einzigen Nachteil empfand ich, dass das Buch irgendwann zu Ende war. Ich bedanke mich für schöne Stunden und würde mich freuen, recht bald wieder, etwas von Hanna-Laura Noack lesen zu dürfen.

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Strom des Himmels" von Hanna L. Noack

Wird Vergangenheit je wirklich vergangen sein?
angi_stumpfvor 5 Jahren

Es geschah an einem Montagmorgen mit strahlend schönem Wetter im August 1945: plötzlich erfüllte... eine alles durchdringende Stille die japanische Stadt Hiroshima – und dann hielt der Tod Einzug.

Tadashi Yamamoto, ein Pressefotograf, beobachtet die Szenerie zunächst aus einiger Entfernung von einem Hügel aus. Doch dann entschließt er sich, der geheimnisvollen Explosion auf den Grund zu gehen. Er kann an diesem Tag seinen schon vorhandenen Albtraumbildern des Massakers von Nanking noch zahlreiche verstörende Eindrücke hinzufügen.
Etwa ein Jahr später trifft er auf Teresa, eine deutsche Krankenschwester. In der von Not und Elend beherrschten Nachkriegszeit erleben die beiden ungleichen Menschen die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick – leider ohne Happy End, doch mit lebenslangen Folgen.

32 Jahre später treffen wir auf die Psychologin Alice Amberg. Sie betreibt eine eigene kleine Praxis, kämpft gegen Ungerechtigkeiten im Gesundheitssystem und verbringt ihre Freizeit als Taucherin und Hobbyautorin.
Als sie den Auftrag erhält, über die 'Kinder von Hiroshima' zu schreiben und gleichzeitig von ehemaligen Patienten nach Tokio eingeladen wird, hält sie das für einen Wink des Schicksals. Schon lange nämlich hegt sie den Plan, Nachforschungen über die Vergangenheit ihrer Mutter Teresa anzustellen. Seit ihrer Kindheit weiß Alice, dass ein geheimnisumwobener Mann namens 'Tadashi' darin eine wichtige Rolle gespielt hat.
Die Reise nach Japan wird Alices Leben verändern, denn die Wahrheit verbirgt sich hinter einem dichten Schleier aus Intrigen, Korruption und Verschwörungen ...

Hanna-Laura Noack entführt uns in ihrem Debütroman 'Strom des Himmels' in das Hiroshima der Nachkriegszeit.

Ihr klarer, zuweilen etwas poetischer Schreibstil liest sich sehr angenehm. Ausschweifende Schachtelsätze wird man hier nicht finden, sondern eher eine prägnante Ausdrucksweise, die gut zur Geschichte passt.

Die Autorin versteht es, den Leser zu fesseln und mitzunehmen auf eine abenteuerliche Reise. Sowohl fremde Orte, die durch ihre detaillierten Beschreibungen eindrucksvoll visuelle Gestalt erlangen, als auch die handelnden Personen wirken lebendig und real.

Dieses Buch ist so vielschichtig und vermittelt nicht nur viele Eigenarten der japanischen Kultur. Es zeigt auf, wie unsere Vergangenheit, unsere Entscheidungen und so mancher Schicksalsschlag unser Leben nachhaltig verändern können – und oft sogar noch das Leben unserer Nachkommen. Was können wir aus Vergangenem lernen, was sollten wir lieber dem Vergessen überlassen?

'Strom des Himmels' ist ein Buch, das dem Leser eine sehr gelungene Mischung aus Information, Spannung, Emotionen, Geschichte und etwas Humor bietet – beste Unterhaltung für Jung und Alt.

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