Hanna Lemke Geschwisterkinder

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Inhaltsangabe zu „Geschwisterkinder“ von Hanna Lemke

Eine beinahe zur Alltäglichkeit gewordene Einsamkeit umgibt Milla und Ritschie, und auch die Vertrautheit zwischen den beiden Geschwistern scheint nicht mehr zu sein als eine Erinnerung an die Kindheit. Erschöpft von den tagtäglichen Unerheblichkeiten, bringen erst der Besuch eines alten Freundes der Familie und die Einladung zu einer Hochzeit von flüchtigen Bekannten die Geschwister einander wieder näher. Milla und Ritschie fangen an zu reden: Darüber, wie es ist, wenn man sich wieder einmal nicht verliebt. Und darüber, wie die Angst vor all dem wächst, was sich im Leben falsch anfühlt. So beginnt eine zarte Annäherung, die darauf beruht, dass nicht alles, was wir übereinander zu wissen meinen, stimmt und nicht jede Erinnerung wahrhaftig ist.

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  • Rezension zu "Geschwisterkinder" von Hanna Lemke

    Geschwisterkinder
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. June 2012 um 13:20

    Sie sind Geschwister, Milla und Ritschie. Ihre Kindheit war schön, doch die ausgetauschte Erinnerung daran ist auch die einzige Gemeinsamkeit, die den beiden geblieben ist. Sie wirken verloren, wie sie da beide durch ihr jeweiliges Leben in der Großstadt irren, immer auf der Suche nach Liebe, nach einer Beziehung zu einem Mann bzw. einer Frau, die trägt und mehr bereithält und verspricht als nur oberflächlichen Sex. Das Scheitern und das Gefühl, dass irgendetwas grundfalsch ist an dem Leben, das sie führen, bestimmt ihre Gedanken, denen sie jeder für sich nachhängen. Als sie beide eine Einladung zu einer Hochzeit bekommen und dort einem alten Bekannten begegnen, da kommt Bewegung in eine Erzählung, die immer wieder den Leser verführen will, sich einzulassen auf die verzweifelten Versuche seiner Protagonisten, herauszubekommen, was denn das genau ist, was sich in ihrem Leben so falsch anfühlt. Und langsam, ganz langsam beginnt etwas aufzutauen, wird Lebendiges sichtbar hinter all dem Erstarrten, Fremden und Sinnlosen und die beiden Geschwisterkinder fangen an zu ahnen, das es da auch noch etwas anderes gibt im Leben. Es bleibt letztlich offen, was die beiden mit ihren neuen Erkenntnissen anfangen werden, doch man schließt das kleine Buch nach dem letzten Teil in der Hoffnung, dass sie es irgendwie schaffen werden. Diese junge Schriftstellerin jedenfalls wird man im Auge behalten müssen. Es ist ein ganz besonderer Ton, eine ganz besondere Farbe in der Art, wie sie von ihrer eigenen Generation erzählt.

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  • Rezension zu "Geschwisterkinder" von Hanna Lemke

    Geschwisterkinder
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    05. April 2012 um 12:48

    Die Geschwister Ritschie und Milla sind sich fremd geworden. Nur noch die Erinnerung an die gemeinsame Kindheit scheint die beiden wie ein zartes Band miteinander zu verbinden. Gleichzeitig sind sie sich auch selbst fremd geworden, jeder für sich spürt eine Einsamkeit, gegen die er nicht ankommt. Erst der Besuch eines alten Freundes lässt sie nachdenken, was sie an ihrem Leben und an ihrer Beziehung zueinander ändern können. Endlich reden sie wieder miteinander und stellen fest, dass ihre Probleme im Grunde genommen die gleichen sind. Dass sie mehr miteinander verbindet, als die gemeinsame Vergangenheit. Geschwisterkinder ist mit 127 Seiten mehr eine Erzählung als ein Roman. Nicht nur, dass das schon auf dem Cover vermerkt ist, es fehlt einfach an Länge – nicht an Tiefe! – und mir hätte etwas mehr Ausführlichkeit besser gefallen. Es ist einfach zu schnell vorbei, zu schnell sind Milla und Ritschie am Schluss der Geschichte angekommen, wo ich sie doch gerade erst kennengelernt habe. Sprachlich kann mich Hanna Lemke aber sehr überzeugen. Sie seziert geradezu die Beziehung zwischen Milla und Ritschie und legt dabei das Wesentliche frei – dass beide zu tief vom Leben und sich selbst verunsichert sind, dass sie nicht wissen, wohin sie wollen. Dieses Gefühl wird sehr greifbar, es klebt auf jeder Seite; es muss dabei noch nicht einmal laut ausgesprochen werden, um präsent zu sein. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben der beiden Geschwister, aber vielleicht reicht er schon aus, um zu verstehen, worum es die ganze Zeit in ihrem Leben ging. Trotzdem – mir hätte mehr noch besser gefallen.

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