Hanna Marjut Marttila

 3 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Filmreif.

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Filmreif

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 (11)
Erschienen am 19.07.2010

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Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Zum Inhalt:
Wenn sein Leben ein Film wäre, würde der 15-jährige Torsten gewisse Dinge einfach ausblenden: Eltern, die saufen, zum Beispiel. Oder eine Schwester, die die Sache mit der Verhütung nicht auf die Reihe kriegt. Doch leider ist das hier kein Film, sondern das echte Leben - sein Leben. Aber was, wenn er trotzdem versuchen würde Regie zu führen?
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Meine Meinung:
Langweilig. Langweilig und uninteressant sind wohl die beiden zutreffendsten Adjektive für dieses Buch. Langweilig, weil sich die Geschichte wirklich extrem zieht und uninteressant, weil, wenn man schon ein paar Bücher in diese Richtung gelesen hat, einen Torstens Probleme – die Alkoholsucht seiner Eltern und die Schwangerschaft seiner Schwester – sehr bekannt und nur noch ein weiteres Mal aufgebrüht vorkommen.
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Zitat:
„Die absolute wahre Kurzzusammenfassung, die ich jederzeit ohne Peinlichkeiten verkünden kann, lautet also: Unsere Eltern sind Alkoholiker und ihre Krankheit ist für unsere Familie die Wurzel allen Übels.“ (S.73)
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Und darüber debattiert er wirklich ewig. Die erste Hälfte besteht aus einer minimalen Handlung (seine Schwester kommt in sein Zimmer, sagt ihm, dass sie schon wieder schwanger ist und sie das Baby behalten wird) und aus umso mehr Hintergrundinformationen, für die er sehr weit ausholt und von denen er manchmal sogar auch noch abschweift. Auch habe ich mich überhaupt nicht in die Charaktere miteinbezogen gefühlt. Da erzählt Torsten, dass er Panik bekommt, doch anstatt, das in irgendeiner Form dem Leser näher zu bringen, lässt er sich darüber aus, wie dämlich es doch sei, dass panische Menschen im Kreis laufen.
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Zitat:
„Tja, wenn jemand so denkt und nicht glaubt, dass ich die Geschichte unserer Familie absolut wahrheitsgetreu wiedergebe, dann sollte der-oder diejenige an dieser Stelle lieber aussteigen und ehrlich sagen: Scheißfilm, Cut, Ende!“ (S.88)
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Das war das Stichwort. Es ist zwar nicht so, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die Situation, die er schildert, durchaus in der Realität vorkommt, doch wenn ich bei einem Buch aus dem Gähnen nicht mehr herauskomme, gibt es tatsächlich einen Cut. Da kann die ganze Geschichte so sozialkritisch sein, wie sie will.
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Ich verteile 1,5 Sterne. Den halben Stern gibt es noch für das Ende, das zwar auch nicht umreißend ist, aber besser als das, was ich davor gelesen habe.

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Hannalis avatar

Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila
Hannalivor 8 Jahren

Inhalt: Torsten, von allen nur Donnerstag genannt, lebt zusammen mit Schwester Tarina und seinen Eltern.
Der Fünfzehnjährige liebt Bücher und Filme über alles. Sein Traum ist es, eines Tages Regisseur zu werden.
Doch Donnerstag zählt seine Familie selbst zu den "Schlechtergestellten". Beide Elternteile starke Alkoholiker, seit vielen Jahren arbeitslos, Vater schwer deppressiv.
Als Tarina mit 14 Jahren zum ersten Mal schwanger wird, schaltet sich die Familienhilfe ein. Von da an kommt die Helferin Liisa regelmäßig in die Familie. Sie unterstützt in alltäglichen Dingen; wird aber zugleich wichtiger psychologischer Ansprechpartner für Donnerstag und Tarina.
Liisa bringt neuen Schwung in die Familienproblematik. Die Eltern beginnen eine Tablettenkur, um ihre Alkoholsucht zu besiegen; Tarina geht zeitweise in ein Zufluchtshaus, bekommt dort ihr Baby um es zur Adoption freizugeben; Haushaltspläne sollen helfen, den Familienalltag einfacher und für alle erträglicher zu gestalten.
Auch wenn Donnerstag nun schon sehr frühzeitig viele Aufgaben eines Erwachsenen übernehmen muss, beginnt für ihn eine Zeit der Hoffnung. Hoffnung auf "normalere " Familienverhältnisse.
Dies schwindet jedoch , als Tarina ihm die Nachricht einer eneuten Schwangerschaft überbringt.. Bringt sie damit die ersten Familienveränderungen, die ersten zarten Besserungen in der Familie in Gefahr? Er fühlt sich in seinen Gefühlen hin und her gerissen und beschließt vorerst nur Liisa um Hilfe zu bitten, um eine akzeptable Lösung für alle zu finden. Doch alles soll sich anders entwickeln...

Fazit: Eindringlich und ausdrucksstark liefert das Buch Einblicke in die (Gefühls-)Welt eines Jugendlichen, dessen tägliche Probleme aus dem Alkoholismus seiner Eltern resultieren. Der Roman will aber nicht verurteilen, sondern zeigt Alkoholismus und seine Auswirkungen als eine Krankheit. Nicht beschönigend, sondern sehr real und kraftvoll; stellenweise auch für mehr Verständnis werbend.
Der sehr flüssige und flotte Schreibstil reisst den Leser quasi mit sich. Man fühlt sich schnell mittendrin in dieser kaputten Welt.
Wunderbar eindringlicher Lesestoff nicht nur für Heranwachsende. Will man als Erwachsener einmal den Jugendlichen in "ihren Welten" näher begegnen, sie besser verstehen, bietet dieses Buch mit seinen auch durchaus sehr frechen Dialogen eine passende Gelegenheit.

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Darknesss avatar

Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila
Darknessvor 8 Jahren

Schrecklich. Es ist zwar schon etwas länger her dass ich dieses buch gelesen habe (okay gelesen ist das falsche wort, bei der hälfte hab ich aufgehört) also kann ich nur noch wenig vom inhalt erzählen. der junge (ich habe keine ahnung wie er heißt) wächst in einer problemfamilie auf, vater und mutter saufen und schwester ist (mal wieder) schwanger. er verliebt sich. mir war das buch echt zu dumm, der protagonist war strohdoof, hat dauernd die gleichen worte benutzt und irgendwann hat mich das so extrem genervt dass ich einfach aufgehört habe. ich kann es absolut niemandem empfehlen. finger weg!

achja die null sterne sind beabsichtigt :D

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