Hanna Marjut Marttila Filmreif

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Inhaltsangabe zu „Filmreif“ von Hanna Marjut Marttila

Hatte ich überhaupt das Recht, über schlechte Regisseure zu urteilen? ich war doch keine Spur besser, aus mir würde nie im Leben was anderes werden als ein langzeitarbeitsloser Scheiß-Loser. Wenn sein Leben ein Film wäre, würde der 15-jährige Torsten gewisse Dinge einfach ausblenden: Eltern, die saufen, zum Beispiel. Oder eine Schwester, die die Sache mit der Verhütung nicht auf die Reihe kriegt. Doch leider ist das hier kein Film, sondern das echte Leben - sein Leben. Aber was, wenn er trotzdem versuchen würde Regie zu führen?

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Ohje.. der Inhalt des Buches besteht aus dem Klappentext. Da hätt ich mir die Lesezeit sparen können. Und das Ende!! Fühle mich veräppelt.

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2011 um 18:37

    Zum Inhalt: Wenn sein Leben ein Film wäre, würde der 15-jährige Torsten gewisse Dinge einfach ausblenden: Eltern, die saufen, zum Beispiel. Oder eine Schwester, die die Sache mit der Verhütung nicht auf die Reihe kriegt. Doch leider ist das hier kein Film, sondern das echte Leben - sein Leben. Aber was, wenn er trotzdem versuchen würde Regie zu führen? . Meine Meinung: Langweilig. Langweilig und uninteressant sind wohl die beiden zutreffendsten Adjektive für dieses Buch. Langweilig, weil sich die Geschichte wirklich extrem zieht und uninteressant, weil, wenn man schon ein paar Bücher in diese Richtung gelesen hat, einen Torstens Probleme – die Alkoholsucht seiner Eltern und die Schwangerschaft seiner Schwester – sehr bekannt und nur noch ein weiteres Mal aufgebrüht vorkommen. . Zitat: „Die absolute wahre Kurzzusammenfassung, die ich jederzeit ohne Peinlichkeiten verkünden kann, lautet also: Unsere Eltern sind Alkoholiker und ihre Krankheit ist für unsere Familie die Wurzel allen Übels.“ (S.73) . Und darüber debattiert er wirklich ewig. Die erste Hälfte besteht aus einer minimalen Handlung (seine Schwester kommt in sein Zimmer, sagt ihm, dass sie schon wieder schwanger ist und sie das Baby behalten wird) und aus umso mehr Hintergrundinformationen, für die er sehr weit ausholt und von denen er manchmal sogar auch noch abschweift. Auch habe ich mich überhaupt nicht in die Charaktere miteinbezogen gefühlt. Da erzählt Torsten, dass er Panik bekommt, doch anstatt, das in irgendeiner Form dem Leser näher zu bringen, lässt er sich darüber aus, wie dämlich es doch sei, dass panische Menschen im Kreis laufen. . Zitat: „Tja, wenn jemand so denkt und nicht glaubt, dass ich die Geschichte unserer Familie absolut wahrheitsgetreu wiedergebe, dann sollte der-oder diejenige an dieser Stelle lieber aussteigen und ehrlich sagen: Scheißfilm, Cut, Ende!“ (S.88) . Das war das Stichwort. Es ist zwar nicht so, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die Situation, die er schildert, durchaus in der Realität vorkommt, doch wenn ich bei einem Buch aus dem Gähnen nicht mehr herauskomme, gibt es tatsächlich einen Cut. Da kann die ganze Geschichte so sozialkritisch sein, wie sie will. . Ich verteile 1,5 Sterne. Den halben Stern gibt es noch für das Ende, das zwar auch nicht umreißend ist, aber besser als das, was ich davor gelesen habe.

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    Hannali

    24. February 2011 um 02:10

    Inhalt: Torsten, von allen nur Donnerstag genannt, lebt zusammen mit Schwester Tarina und seinen Eltern. Der Fünfzehnjährige liebt Bücher und Filme über alles. Sein Traum ist es, eines Tages Regisseur zu werden. Doch Donnerstag zählt seine Familie selbst zu den "Schlechtergestellten". Beide Elternteile starke Alkoholiker, seit vielen Jahren arbeitslos, Vater schwer deppressiv. Als Tarina mit 14 Jahren zum ersten Mal schwanger wird, schaltet sich die Familienhilfe ein. Von da an kommt die Helferin Liisa regelmäßig in die Familie. Sie unterstützt in alltäglichen Dingen; wird aber zugleich wichtiger psychologischer Ansprechpartner für Donnerstag und Tarina. Liisa bringt neuen Schwung in die Familienproblematik. Die Eltern beginnen eine Tablettenkur, um ihre Alkoholsucht zu besiegen; Tarina geht zeitweise in ein Zufluchtshaus, bekommt dort ihr Baby um es zur Adoption freizugeben; Haushaltspläne sollen helfen, den Familienalltag einfacher und für alle erträglicher zu gestalten. Auch wenn Donnerstag nun schon sehr frühzeitig viele Aufgaben eines Erwachsenen übernehmen muss, beginnt für ihn eine Zeit der Hoffnung. Hoffnung auf "normalere " Familienverhältnisse. Dies schwindet jedoch , als Tarina ihm die Nachricht einer eneuten Schwangerschaft überbringt.. Bringt sie damit die ersten Familienveränderungen, die ersten zarten Besserungen in der Familie in Gefahr? Er fühlt sich in seinen Gefühlen hin und her gerissen und beschließt vorerst nur Liisa um Hilfe zu bitten, um eine akzeptable Lösung für alle zu finden. Doch alles soll sich anders entwickeln... Fazit: Eindringlich und ausdrucksstark liefert das Buch Einblicke in die (Gefühls-)Welt eines Jugendlichen, dessen tägliche Probleme aus dem Alkoholismus seiner Eltern resultieren. Der Roman will aber nicht verurteilen, sondern zeigt Alkoholismus und seine Auswirkungen als eine Krankheit. Nicht beschönigend, sondern sehr real und kraftvoll; stellenweise auch für mehr Verständnis werbend. Der sehr flüssige und flotte Schreibstil reisst den Leser quasi mit sich. Man fühlt sich schnell mittendrin in dieser kaputten Welt. Wunderbar eindringlicher Lesestoff nicht nur für Heranwachsende. Will man als Erwachsener einmal den Jugendlichen in "ihren Welten" näher begegnen, sie besser verstehen, bietet dieses Buch mit seinen auch durchaus sehr frechen Dialogen eine passende Gelegenheit.

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    Darkness

    05. December 2010 um 10:10

    Schrecklich. Es ist zwar schon etwas länger her dass ich dieses buch gelesen habe (okay gelesen ist das falsche wort, bei der hälfte hab ich aufgehört) also kann ich nur noch wenig vom inhalt erzählen. der junge (ich habe keine ahnung wie er heißt) wächst in einer problemfamilie auf, vater und mutter saufen und schwester ist (mal wieder) schwanger. er verliebt sich. mir war das buch echt zu dumm, der protagonist war strohdoof, hat dauernd die gleichen worte benutzt und irgendwann hat mich das so extrem genervt dass ich einfach aufgehört habe. ich kann es absolut niemandem empfehlen. finger weg! achja die null sterne sind beabsichtigt :D

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    sonjastevens

    29. July 2010 um 21:15

    Langweilig und Nervig! aktualisiert Das Buch bekommt nur 2 Sterne von mir, denn das Buch war langweilig und nervig. Vom Thema her total interessant, aus dem wahren Leben gegriffen, daher war ich umso enttäuschter, dass die Autorin das Buch so verhunzt hat. Der 15-jährige Erzähler kam total altklug rüber, so etwas kann ich nciht leiden. Er hat sich ständig wiederholt, entweder bestimmte Worte einfach zu oft benutzt, oder auch Szenen die er schon beschreiben hat immer wieder erzählt. Hallo? Der Leser ist nicht doof! Daher war das Buch einfach langweilig zu lesen. Was mich noch geärgert hat, ist, dass der Erzähler immer andere Geschichten angesprochen hat und dann diese mit dem Satz "Das ist aber eine andere Geschichte" abgebrochen hat - sorry, aber dann soll er erst gar nicht anfangen und ich kann meine Lesezeit sparen! Zur Geschichte muss man sagen, dass das Thema gut gewählt wurde. Torsten, auch genannt Donnerstag (wie blöd!) kommt aus einer sozial schwachen Familie, die Eltern sind Alkoholiker - hier wurden sie als nachtaktiv beschrieben, warum muss man das so blöd umschreiben? Bedeutet dass, das Leute die in Schichten arbeiten auch alle Alkoholiker sind? So ein Quatsch!! - die 16 jährige Schwester wurde von ihrem Freund zum zweiten Mal schwanger. Probleme, die man gerne ausblenden würde, in einem Film auch ausblenden können, nur leider ist dies das wahre Leben. Torstens großer Traum ist Regiesseur zu werden, nur leider stehen die statistischen Chancen auf Grund seines sozialen Backgrounds nicht sehr gut. Interessant war auch, dass das Buch nicht in Kapitel, sondern in Szenen eingeteilt wart. Anstelle von Kapitelüberschriften wurden die Szenen beschrieben. Tolle Idee. Dennoch hat mich das Buch absolut nicht fesseln können und ich war total enttäuscht von der Umsetztung. Was mich wunderte, das die Autorin auch einen finnischen Buchpreis mit dem Buch gewonnen hat. Schade!

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    Sternenstaubfee

    26. July 2010 um 17:06

    Torsten ist 16, seine Schwester Tarina ist 15. Trotzdem fühlt er sich als der ältere, denn er ist viel reifer als seine Schwester. Die ist jetzt mit 15 bereits das zweite Mal schwanger geworden. Das erste Baby wurde gleich nach der Geburt an eine Pflegefamilie gegeben, aber dieses neue Baby will Tarina unbedingt behalten. Aber ist das überhaupt möglich? Denn da sind noch Torstens und Tarinas Eltern, von denen keine Hilfe zu erwarten ist. Beide sind alkoholabhängig, und der Vater ist zudem noch depressiv und liegt den ganzen Tag nur auf dem Sofa herum. Torstens Leidenschaft ist das Filmen. Er träumt davon, eines Tages ein guter Regisseur zu sein, und dieser Traum hilft ihm, die Probleme in seiner Familie besser zu verkraften. Anfangs habe ich mich mit dem Schreibstil etwas schwergetan, aber dann habe ich mich daran gewöhnt und finde das Buch jetzt richtig gut! Es läßt sich leicht weglesen, und man kann sich gut in den Protagonisten hineinversetzen. Das Thema wird tabulos geschildert. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    Claudia-Marina

    23. July 2010 um 13:56

    Klappe – die Erste. Wie beschissen kann ein Leben eigentlich sein? Das kommt mir beim Lesen als erstes in den Sinn. Torsten ist 15 Jahre alt, seine Eltern sind Alkoholiker, und dass, solange er denken kann. Immer wieder versuchen sie, von der Flasche wegzukommen, doch meistens bleibt es bei halbherzig gemeinten Anläufen, die in Ausweich- und Ablenkungsmanövern sich gegenüber und gegenüber den Kindern enden. Könnten sie diese Energie nicht in ihre Kinder stecken, oder in ihr eigenes Leben? Stattdessen sinken sie von einem Rausch in den nächsten. Klappe – die Zweite. Torstens Schwester Tarina ist 16. Und schwanger. Schon wieder. Wieso bekommt sie das mit der Verhütung nicht auf die Reihe? Torsten muss sich darum kümmern, dass sie regelmäßig die Pille nimmt und aufpassen, dass der Kondomvorrat nicht zur Neige geht. Verkehrte Welt – eigentlich ist Torsten der kleine Bruder. Der Vater des Kindes ist Kolja und laut Torsten ist er der denkbar schlechteste Kandidat dafür. Ständig ist er in illegale Machenschaften verwickelt und so richtig durchschauen kann man ihn auch nicht. Er passt einfach nicht zu Tarina. So sieht’s aus. Schnitt! Zoom auf Torsten: Torsten möchte nichts lieber als Regisseur werden, aber er glaubt nicht daran, dass er das schaffen kann, er kommt schließlich aus einer sozial benachteiligten Familie. Um nicht zu sagen asozial, oder verwahrlost. Er liebt seine Familie zwar, aber sie wird für ihn zur Bestimmung, zum Gefängnis, aus dem er nicht raus kann. Hilfe bekommt die Familie von Liisa, der Sozialarbeiterin, die Torsten immer wieder Mut macht, an seinem Traum festzuhalten. Und dann lernt er Saara kennen, die nicht nur Tiere rettet, sondern auch Torsten. Er verliebt sich. Zum ersten Mal. Und plötzlich rückt der Traum vom Regisseur sein ein Stückchen näher. So sieht’s aus. Genau so. Szenenwechsel. Hanna Marjut Marttula schildert in einfachen und doch sehr treffenden Worten, was es für einen Jugendlichen bedeutet, zur sozialen Unterschicht zu gehören, aber ohne unnötig auf die Tränendrüse zu drücken oder gar den moralischen Zeigefinger zu heben. So wie Torsten lebt, lebt er eben. Mir wird bewusst, dass es vielleicht kein sonderlich erstrebenswerter Zustand ist, in dem Torsten und seine Familie leben, aber dadurch wird ihr Leben nicht weniger wert. Ein Buch, das sehr nachdenklich macht und einem das Glück bewusst macht, dass man hat. Dass man nicht in diesen Umständen aufgewachsen ist. Und es macht einen auf die Probleme anderer aufmerksam; aufmerksam dafür, vielleicht einmal genauer hinzuschauen. Abspann…

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    R-E-R

    14. July 2010 um 15:03

    Genau so ist es. Punkt. Selten habe ich mit der Thematik eines Buches weniger zu tun gehabt als in Hanna Marjut Marttilas “Filmreif”. Und selten hat mich ein Buch trotzdem so beeindruckt. Mir fällt es fast schwer, jetzt nicht in Lobeshymnen auszubrechen, sondern objektiv zu beschreiben was an diesem Buch für mich das Besondere ist. Torsten, der Ich-Erzähler ist 15 Jahre alt. Eines Nachts weckt in seine 16jährige Schwester Tarina und teilt ihm mit, dass sie erneut schwanger ist. Wie bereits vor zwei Jahren. Damals wurde das Kind nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Diesmal will sie es behalten! Für Torsten ein Problem, das es möglichst schnell und systematisch zu lösen gilt. Denn die beiden Jugendlichen leben nicht in einer normalen Familie. Beide Eltern sind arbeitslos, depressiv und alkoholabhängig. Und Torsten ist derjenige der die Verantwortung für die Kondome bzw. für die Verhütung der Schwester trägt. Neben vielen anderen Dingen. Die Sozialbetreuerin der Familie Liisa hat gerade die Sommergrippe und kann nicht helfen. So kommt eines zum anderen und am Ende ganz anders als man denkt. Für mich war dieses Buch der Blick in eine ganz andere Welt. Die Autorin beschreibt das zu Beginn des Buches in Torstens Worten sehr treffend: “Bessergestellte Leute haben fast immer ein völlig falsches Bild vom Leben der Benachteiligten. Andererseits gilt das andersherum auch. Ich selbst möchte kein so oberbeschränkter Hirntoter sein, der nicht kapiert, dass die andere Seite auch ihre Probleme hat.” Und welche Probleme ein Kind hat, dessen Eltern sich regelmäßig um den Verstand trinken, beschreibt Marttila äußerst anschaulich. Und zwar so, dass man es auch versteht und Verständnis entwickeln kann. Auch sprachlich hat mich das Buch sehr angesprochen. Torsten erzählt seine Geschichte so, als würde er gerade mit einem Reden. Selbstverständlich finden sich auch Flüche und einige Kraftausdrücke, aber in sehr milder und vor allem passender Form. Das ganze Buch ist überdies wie ein Drehbuch-Skript aufgebaut. Nicht umsonst ist Torstens großer Traum Regisseur zu werden. Statt Kapiteln gibt es also Szenen und Torsten beschreibt immer wieder Situationen als wenn sich um eine Kameraeinstellung bei einem Film handelt. Das alles trägt zu einem flüssigen, abwechslungsreichen Leseerlebnis bei. Das dieses problemorientierte Buch alles andere als deprimierend ist, liegt aber vor allem an den positiven Grundoptionen. Torsten hat ein Ziel. Er will Regisseur werden. Jede freie Minute verbringt er in der Bibliothek mit Filmlektüre. Und er hat Glück. Seine Eltern sind zwar alkoholkrank, aber nicht gewalttätig. Das heißt innerhalb seiner Familie werden die Würde des einzelnen und der Respekt voreinander gepflegt. Das scheint mir überhaupt das wichtigste, was ich von diesem Buch (das ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe) behalte. Man sollte allen Menschen vorurteilsfrei begegnen und sich nicht von vornherein für etwas besseres halten, auch wenn man bessergestellt ist. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Genau so ist es. Punkt!

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  • Rezension zu "Filmreif" von Hanna Marjut Marttila

    Filmreif

    DasBuchmonster

    27. June 2010 um 09:47

    Also schon mal vorab: Ich bin von dem Buch begeistert. So ist es, Genau so ist es. Torsten ist 15, in seiner Familie herrscht ein pralles Konfliktprogramm: seine ein Jahr ältere Schwester Tarina ist schwanger, sein Vater hat schwere Depressionen und spricht nicht, beide Eltern saufen, also ein wahrer Herd an Problemen, der öfter auch in der Wirklichkeit präsent ist, als uns allen lieb ist. Torsten nimmt eher die Rolle des Beschützers ein, er sorgt sich um seine Schweste rund um seine Familie, auch wenn er es manchmal nicht zugeben will. Die Eltern sind seiner Meinung nach gerade auf einem "guten Weg" , aber Torstern alias Donnerstag denkt, dass die Nachricht über Tarinas erneute Schwangerschaft alles verderben wird. Noch dazu möchte Tarina nicht abtreiben, da sie schon mal ein Kind ausgetragen hat und es weggeben musste. Es ist selbstverständlich, dass ein junges Mädchen nicht so leichtfertig darüber hinweg kommt. Torsten möchte noch dazu Regisseur werden, er sieht Menschen oder Situationen und denkt sich Szenen aus, er zerstückelt Situationen mit den Hilfsmitteln eines Regisseurs (Cut, Fade out etc), was das Buch ständig in Bewegung hält. Die Autorin lässt die Figuren trotzdem noch sympathisch erscheinen, die Säufer-Eltern sind dennoch fürsorglich (leider nur Samstag bis Donnerstag) und die Schwester kann man auch ganz gut verstehen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand nehmen, es war für mich das erste Buch, mit dieser oder ähnlicher Thematik und es hat mir sehr gut gefallen. Den Umgang mit Familie, Konflikt, Scheinlösungen, Wahrheiten und manchmal auch Lügen hat die Autorin meisterhaft hinbekommen! (Ps auch ich hatte ein falsches Bild, natürlich denkt man sich bei einer Alkoholikerfamilie die schlimmsten Gruselstories aus, das Buch verharmlost Alkoholkonsum keinesfalls, es vermenschlicht es)

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