An einem warmen Augustabend laden Elea und ihr Mann Otto ihre besten Freunde in ihr Feriendomizil in den finnischen Schären ein, um mit ihnen die Nacht der alten Feuer zu verbringen. In der besonderen Atmosphäre der spätsommerlichen Wärme, des Lagerfeuers am Meer und weiteren rundherum und dem ersehnten ersten Beisammensein nach den durch die Pandemie verhängten Ausgangs- und Kontaktsperren kommt sich die Freundesgruppe durch eine lebensverändernde Nachricht, die Elea mit ihnen teilt, noch näher als erwartet…
Die Tradition führt die Menschen zusammen, um das Meer und das Licht zu feiern und sich auf die dunkle Jahreszeit vorzubereiten. Der alte Brauch besinnt die Menschen auf den Fluss des Lebens, den Wechsel der Jahreszeiten und die Verlässlichkeit auf den Kreislauf von Abschied und Neubeginn – doch innerhalb dieser vertrauten Zeremonie teilt Elea die Nachricht über eine schreckliche Diagnose mit ihren Freunden: Sie hat aggressiven Brustkrebs! Konfrontiert mit dem bedrohten Leben einer engen Freundin, Mutter, Ehefrau und Tochter stellen sich die Beteiligten ihren Gefühlen und die Autorin nähert sich empathisch und tiefgreifend den einzelnen Figuren, um authentisch aus ihren jeweiligen Sichtweisen zu erzählen.
Während der Zeremonie droht die angespannte Atmosphäre die Freundschaften untereinander zu belasten. Lang geheim gehaltene, tiefe Gefühle, unausgesprochene Sorgen und ergreifende Geheimnisse kommen ans Licht, tiefgehende Auseinandersetzungen mit Ängsten, Verantwortung und der Verwandlung von Elea von einer gesunden, agilen Literaturwissenschaftlerin und Anker und Anlaufstelle innerhalb der Familie in eine schwer kranke Frau stehen im Vordergrund, stark wird die Endlichkeit des Lebens in den Vordergrund gestellt und vieles aufgearbeitet.
Tief berührend wirkte die zarte Herangehensweise auf mich, die Einarbeitung von Tradition, von der besonderen Atmosphäre mit Kakaozeremonie und Saunagängen und die Erkundungen der umliegenden Umgebung. Starke Naturverbundenheit zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk, die Diskrepanz zwischen Herz und Verstand beim Umgang mit der drohenden Gefahr durch die Krankheit: Hier entstand ein ganz besonders Werk, welches mir in Erinnerung bleiben wird.
Hanna Meretoja
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Die Nacht der alten Feuer
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Die Protagonistin Elea lädt ihre Freunde zum Lebensfeuerfest ein, das ist eine alte Tradition in den Schären, wo sie aufgewachsen ist. Elea ist Literatur-Wissenschaftlerin und es geht in der Geschichte sehr viel um Literatur. Die Corona-Pandemie ist kurz vorbei, aber die gemeinsame Freundin Veera ist in New York verstorben. Sie hinterlässt ihre Frau Salma und zwei Kinder, den Tod haben alle noch nicht verarbeitet. Elea ist auch Mutter von zwei Kindern, erhält aber die Diagnose Krebs.
Die Autorin Hanna Meretoja war selbst schon an Krebs erkrankt. Es gibt also einen biografischen Hintergrund, die Geschichte ist aber trotzdem erfunden. Ich fand allerdings die Geschichte sehr lehrreich und sie hat mich auch von Anfang bis zum Ende in ihren Bann gezogen. Ich vergebe hierfür gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Hanna Meretoja ist eine finnische Literaturwissenschaftlerin
Die Nacht der alten Feuer Ist ihr Debütroman.Sie hat den Roman nach ihrer eigenen Krebserkrankung geschrieben, ist aber fiktiv.
So weiß sie wie man dabei empfindet, so ist der Roman gut geschrieben.
Es gibt aber noch ein paar mehr Personen mit eigenen Sorgen.
Die Protagonistin Elea lädt ihre Freundin zum Lebensfeuerfests das ist Tradition in den Schären. Endlich ist die Choleraepidemie vorbei und man sich wieder besuchen.
Die Autor erzählt die Begegnung uns Eleas Sorgen mit Herz sehr gut.
Man fühlt sich dabei, weil sie auch die Gegend wunderbar beschreibt.Dann erfährt sie von ihrer Krankheit, aber trotzdem will sie das das Fest stattfindet.So hat es Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen.
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