Hanna Schott Matomora Matomora

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Inhaltsangabe zu „Matomora Matomora“ von Hanna Schott

Elf Jahre alt ist Matomora, als er zum ersten Mal Weiße sieht. Er ist Internatsschüler in Tansania, kommt aus einer muslimischen Familie, Eltern und Geschwister leben polygam, er ist der Einzige, der lesen und schreiben kann. Matomora ist fasziniert von den Fremden und verfolgt von nun an ihre Spur. Die Weißen sind deutsche Missionare, und sie fördern Matomora nach Kräften. Doch was wie eine Bilderbuchgeschichte beginnt, endet in einer großen Enttäuschung – jedenfalls für die Missionare. Der begabte junge Mann und frisch bekehrte Christ wird als Medizinstudent in Köln zu einem echten 68er. Er engagiert sich für afrikanische Befreiungsbewegungen und fühlt eine Berufung, die mit dem, was seine Förderer von ihm erwarten, nicht mehr in Einklang zu bringen ist. Auf verschlungenen Wegen wird er dennoch oder gerade deshalb zu einer Figur, die das Leben Tausender im südlichen Tansania nachhaltig verändert. Und das zusammen mit einem Kölner Studienfreund, der wie er manche Utopie hinter sich gelassen hat, ohne seine Ideale zu verraten. Eine Geschichte vom Suchen und Finden des eigenen Wegs, von Berufung und Zweifel, von großen Hoffnungen und vorläufigen Enttäuschungen. Ein Buch, das Mut macht, groß zu denken und im alltäglichen Kleinen den langen Atem zu bewahren.

Eine Biografie, die man lesen muss.

— Buchperlentaucher

Lust auf eine spannende afrikanische Lebensgeschichte, die ohne Klischees auskommt? Dann wird dieses Buch Dich begeistern.

— cho-ice

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  • Eine hervorragende Biografie muss nicht mehr als 158 Seiten haben! :-)

    Matomora Matomora

    cho-ice

    19. August 2013 um 12:55

    Auf der Suche nach einer faszinierenden Biografie? Lust auf eine spannende afrikanische Lebensgeschichte, die ohne Klischees auskommt? Dann wird „Matomora Matomora“ Dich begeistern! Zugegeben, wäre Matomora als Junge nicht weißen Missionaren begegnet, würden wir hier in Europa wahrscheinlich nie von ihm gehört haben. Aber sein Lebensweg ist nach dieser Begegnung doch alles andere als typisch verlaufen, in so ziemlich jeder Hinsicht. Aufgewachsen als Sohn des islamischen „Dorf-Geistlichen“ wendet der junge Matomora sich bewusst dem christlichen Glauben zu. Da seine Familie recht gut gestellt ist, kommt er in den Genuss einer verhältnismäßig guten Ausbildung und über die Kontakte der Missionare erhält er schließlich die Möglichkeit, nach Deutschland zu gehen. Ein Jahr verbringt er im „Wiedenest“, bevor er an einer deutschen Universität Medizin zu studieren beginnt. Es sind die wilden 1960er Jahre und auch an Matomora gehen die Protestbewegungen und neuen Ideen nicht spurlos vorbei. Schon bald kommt es zum Bruch mit seinen Förderern und Richtungsgebern. Doch Gott ist mit Matomora Matomora noch längst nicht am Ende … Die bekennende Afrika-Liebhaberin und begnadete Autorin Hanna Schott hat diese Biografie mit so viel Wärme und zarter Selbstironie geschrieben, dass sie sich beim Lesen anfühlt wie ein warmer Sonnenstrahl oder Sommerregen. Erfrischend, warmherzig, und dabei nicht beschönigend, denn Matomoras Niederlagen und Kämpfe werden ebenso beschrieben wie seine Erfolge und Siege. Dabei geht Schott liebevoll auf Kurioses und bezeichnende Kleinigkeiten ein, die einem westeuropäischen Leser den Blick für die Weltsicht eines Afrikaners öffnen, mit genau der richtigen Mischung aus Information, Witz und Taktgefühl. „Nebenbei“ erfährt man auch viel über die Geschichte Tansanias und das Engagement von Heinz-Horst Deichmanns Organisation wordundtat in diesem Land. Ich empfehle dieses Buch wärmstens allen, die auf exzellent geschriebene Biografien und Geschichten stehen! „Matomora Matomora“ ist eine bewegende Lebensgeschichte, die Hoffnung macht und bewirkt, dass man das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen schließt.

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