Hanna Steinegger Agnes und Rudolf

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Inhaltsangabe zu „Agnes und Rudolf“ von Hanna Steinegger

Agnes und Rudolf Hüni wohnen mit ihrem Sohn Ruedi in engsten Verhältnissen. Gemeinsam mit Rudolfs Bruder Lienhard und seiner Sippe leben sie in einem kleinen Haus in Fluntern bei Zürich. Lienhards Frau Grete und ihre Söhne machen ihnen das Leben schwer, darum entschliessen sie sich, nach Horgen auszuwandern, um sich dort eine eigene Existenz aufzubauen.
Im Frühling 1493 ist es endlich soweit. Die Hünis haben genug gespart und nehmen die beschwerliche Reise auf sich. Rudolf kann im Dorf ein Grundstück kaufen und sich eine eigene Schuhmacherwerkstatt einrichten. Das Geschäft beginnt zu blühen; nicht zuletzt dank Agnes, die mit ihrer fortschrittlichen Denkweise die Familie prägt.
Bald aber erschüttern gesellschaftliche Veränderungen das Dorfleben: Frauen geraten ins Visier der Behörden und werden als Hexen zum Tode verurteilt, die Reformation beginnt das Dorf zu teilen, Pest und kriegerische Auseinandersetzungen fordern ihre Opfer.
Auch die Familie Hüni bleibt nicht von den Folgen verschont.

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  • Das Leben im 15. Jh.

    Agnes und Rudolf

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    04. August 2014 um 08:05

    Agnes und Rudolf Hüni leben gemeinsam mit ihrem einzigen Sohn Ruedi bei Rudolfs Bruder Lienhard, seiner Frau Grete und deren Kindern in der Nähe von Zürich. Immer gibt es Streit und Ärger mit ihnen, so dass sie beschließen, in Horgen einen Neuanfang zu wagen. Agnes ist gebürtige Horgnerin, so dass die Wahl des Neuanfanges auf ihre Heimatstadt fiel. Es fällt ihnen nicht schwer, die Familie von Rudolfs Bruder zu verlassen, denn Ruedi wurde ständig von ihnen beschimpft und schikaniert, so dass sie jetzt frohen Mutes vorwärts sehen können. In Horgen angekommen, können sie vorerst bei Agnes Bruder Ueli Schmid und seiner Frau Barbara unterkommen, bis sie ein eigenes Heim gefunden haben. Sehr herzlich werden sie von den beiden aufgenommen. Nach kurzer Zeit erwerben sie auch ein eigenes Heim und richten sich eine Schuhmacherwerkstatt ein. Ruedi, der schon von klein an mit der Arbeit in der Werkstatt vertraut ist, arbeitet dort gemeinsam mit seinem Vater. Sie leben sich dort ein und bald geht Ruedi auf Brautschau.  Das Leben geht seinen Gang, aber auch das Schicksal ruht nicht ... Hanna Steinegger hat sich nach dem Roman "Kein gewöhnliches Leben" wieder einmal mit ihrer Geschichte in die Vergangenheit begeben. Dieses Mal befinden wir uns im 15. Jh., das unter anderem auch mit Hexenprozessen geprägt ist. Seuchen, Krankheiten, Aberglauben und Kriege prägen die Zeit, in der die Familie Hüni nach Horgen zieht. Agnes und Rudolf Hüni gelten als die ersten Hünis, die noch heute die Gegend in und um Horgen bevölkern. Die Protagonisten waren real existierende Personen. Was nicht aus den geschichtlichen Unterlagen recherchierbar war, wurde von der Autorin passend in die Geschichte eingeflochten. Für den Leser ist es unwichtig, was genau jetzt verbürgte Geschichte ist und was nicht. Das Leben der Familie Hüni könnte genauso verlaufen sein, wie die Autorin es dem Leser vermittelt. Sie ist akribisch recherchiert worden und mir machte es Spaß, in diese Zeit einzutauchen. Die Geschichte umfasst mehrere Generationen der Familie Hüni. Neben Agnes und Rudolf erfährt man vom Leben Ruedis und seiner Familie, wo ein Sohn ebenfalls die Schuhmacherwerkstatt weiterführen wird, ganz im Sinne von Anges' Rudolf. Neben der Geschichte der Familie Hüni erfährt der Leser auch wissenswertes über die Geschichte ansich. Es ist die Zeit, wo Hexen verbrannt werden, die aus Neid oder Missgunst verleumdet wurden. Aber auch die Reformation, deren Auslöser Martin Luther war, bricht heran und fordert seinen Tribut. Eine sehr geschichtsträchtige Zeit, die Hanna Steinegger hier wieder auferstehen lässt. Nachdem ich die Hünis bereits mit dem Buch "Kein gewöhnliches Leben" im 17. Jh. kennengelernt hatte, durfte ich hiermit ihre Anfänge in Horgen im 15. Jh. fast live miterleben. Im Anhang gibt es wieder Rezepte, die typisch für diese Zeit waren. Weiterhin findet man eine Auflistung historisch belegter Personen sowie ein Glossar, das das Lesen und eindeutschen einiger ortansässiger Bezeichnungen näher erklärt. Ich musste dort des öfteren blättern, weil ich des schwyzerischen nicht mächtig bin. Hanna Steinegger - immer wieder gern.

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