Hanna Steinegger Kein gewöhnliches Leben

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Inhaltsangabe zu „Kein gewöhnliches Leben“ von Hanna Steinegger

Horgen, erste Hälfte des 17. Jahrhunderts: Apollonia kommt als fünftes Kind der Familie Hüni auf die Welt. Die Hebamme prophezeit ihr 'kein gewöhnliches Leben'. Als die Mutter bei der Geburt des sechsten Kindes stirbt und der Vater wieder heiratet, beginnt für die Kinder ein langer Leidensweg. Zum Glück ist da noch die Nachbarin Magdalena, die sich ungeachtet aller Widerstände um die Kinder kümmert. Doch dann erschüttert ein Hexenprozess das Dorf. Im Alter von zweiundzwanzig Jahren verliebt sich Apollonia in einen deutschen Gerberknecht und wird von ihm schwanger sitzen gelassen. Wegen unmoralischem Lebenswandel muss sie schliesslich die Gemeinde verlassen und geht mit dem Kind nach Rapperschwyl. Das Heimweh treibt sie jedoch bald wieder zurück nach Horgen …

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  • Kein gewöhnliches Leben im 17. Jh. in der Schweiz

    Kein gewöhnliches Leben
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    03. July 2013 um 07:48

    Als Apollonia als 5. von 6 Geschwistern zur Welt kommt, wird ihr schon bei der Geburt kein gewöhnliches Leben beschieden. Ihre Mutter stirbt kurz nach der Geburt des 6. Kindes. Der Vater, todunglücklich, lässt sich gehen und trinkt, bis er eines Tages wieder zur Besinnung kommt. Unterstützung bekommt die Familie von der Nachbarin Magdalena, die verwitwet ist und sich nebenher noch ein klein wenig mit um die Kinder kümmert. Da sie etwas eigenbrödlerisch ist, wird sie verleumdet und als Hexe bezeichnet. Als der Vater später wieder heiratet, kommt mit der neuen Frau Trine auch das Böse mit ins Haus. Sie ist mit den Kindern völlig überfordert. Sie mag zwar Kinder, aber nur ihre eigenen, die jedoch sind ihr verwehrt. Es gibt Unfrieden im Haus, so dass es nicht verwundert, dass die Mädchen froh sind, wenn sie ausziehen können. Als Apollonia nach einer Liebelei mit einem Deutschen schwanger wird, ist dieser von einem Tag auf den anderen verschwunden, so dass sie nicht mehr die Gelegenheit hatte, es ihm zu erzählen. Als sie versucht, das Kind einem anderen unterzujubeln, wird sie der Lüge bezichtigt und gesteht unter Folter. Sie wird des Ortes verwiesen und geht fortan ihren eigenen Weg ... Hanna Steinegger hat mit diesem Buch einer ihrer Vorfahrinnen ein Denkmal gesetzt. Mittels eines Romans hat sie die klaren Fakten um die Familie Hüni aus Horgen mit Leben gefüllt. Menschen, die nachweislich lebten wurden mit fiktiven Personen zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt. Der Roman widerspiegelt die Zeit des 17. Jahrhunderts. Armut, Not und Hunger sind dort genauso zu finden wie Hexenprozesse, Aberglauben, Neid, Missgunst und Krieg. Der Dreißigjährige Krieg, der durch den Prager Fenstersturz ausgelöst wurde, rollt über Europa und reicht auch bis nach Deutschland und die Schweiz. Geschichtliche Auswirkungen dessen findet man in kurzen Abrissen in dem Buch ebenso wie die Grauen der schwarzen Pest. In all dem mittendrin befindet sich die Familie Hüni, die nicht nur mit dem Verlust der Mutter zu kämpfen hat. Hexenprozesse finden statt, die Frauen zugrunde richten, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen. Sie wurden von missgünstigen geschwätzigen Frauen denunziert und mussten unschuldig ihr Leben lassen. Eine furchtbare Zeit, in der eine Frau nichts wert war und nichts zu sagen hatte. Die Autorin Hanna Steinegger bringt die Geschichte ihrer Vorfahren mit geschichtlichen Fakten in Einklang und macht dieses Buch lesenswert. Ich hatte ein paar Anfangsschwierigkeiten wegen der vielen schweizerischen -Begriffe, die mir nichts sagten, aber dank des Glossars war auch dieses Problem schnell behoben. Zwischendurch bereichert die Autorin das Buch mit ein paar einfachen mittelalterlichen Rezepten.

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