Hanna Ziegert

 3.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Die Schuldigen.

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Die Schuldigen

Die Schuldigen

 (6)
Erschienen am 13.06.2017

Neue Rezensionen zu Hanna Ziegert

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rumble-bees avatar

Rezension zu "Die Schuldigen" von Hanna Ziegert

Aktenzeichen XY
rumble-beevor 4 Monaten



Ich stehe diesem Buch zwiespältig gegenüber. Eine professionelle Rezensentin hatte es in einem literarischen Magazin mit nur zwei Sternen bewertet. Das reizte meinen Widerspruchsgeist, und aufgrund dieser Tatsache, und meiner neu erwachten Liebe für das Genre „True Crime“, wollte ich es unbedingt lesen. Nun – auf zwei Sterne möchte ich mich nicht festlegen; auf wesentlich mehr aber auch nicht. Diverse Aspekte dieses Projektes erscheinen mir recht unausgegoren.

Das Buch wurde von Mutter und Tochter verfasst – die Mutter forensische Psychiaterin, die Tochter Juristin. Beide sind allerdings bislang keine Autorinnen gewesen – und ich finde, das merkt man auch. Erzählt werden 8 wahre Fälle aus dem Berufsleben der Mutter. Laut Vorwort sollen die Mütter, die Frauen, im Fokus stehen, weil deren Rolle bei Verbrechen bislang unterschätzt werde. Die Autorin gibt dabei zu, den im Titel auftauchenden Begriff der „Schuld“ als Anreiz für den Leser gewählt zu haben.

Hm! Die Geschichten sind an sich recht solide erzählt, und decken eine beeindruckende Vielfalt von Lebensumständen ab. Dennoch beschleicht mich bei dem Ganzen ein latentes Unbehagen. Das betrifft einfach die Erzählweise. Jeder Fall wird erzählt wie eine Episode aus „Aktenzeichen XY“. Es gibt eine einleitende Passage, in der das Verbrechen fiktionalisiert und „nacherzählt“ wird. Das jedoch auf sehr effekthascherische Weise. Hier tauchen Einzelheiten auf, die die Autorin unmöglich hat wissen können. Warum kaut die Mutter, die ihren Sohn jahrelang sexuell missbraucht hat, an langen, lackierten Fingernägeln, als sie ihn anzeigt? Warum kaut sie Kaugummi??  Warum sprechen etliche Figuren im (hessischen) Dialekt? (Das fand ich besonders schlimm; das hat sie in den Augen des Lesers meiner Meinung nach herabgewürdigt, hat den Tatbestand verniedlicht.) Woher will sie wissen, dass der Täter auf seiner Autofahrt laute Musik hörte? Und warum, zum Kuckuck, muss in einem Prolog ausgerechnet ein Kaninchen auftauchen, das tagelang kein Futter bekommen hat…? Motto: Tränendrüse, sage ich da.

Es geht weiter. In einem zweiten Erzählschritt betritt Hanna Ziegert, die Psychiaterin, die Bühne. Sie besucht den Beschuldigten und führt mit ihm oder ihr erste Gespräche. Hier wird es etwas besser. Sie bemüht sich, eigene Zweifel zu schildern, und auch die Art und Weise, wie sie zu ihrer Einschätzung der Situation gelangt ist. Aber: ich fühlte mich als Leser auch oft veralbert und von oben herab behandelt. Ich muss nicht in aller Breite noch einmal erzählt bekommen, was ein Ödipus-Komplex ist – samt griechischer Legende! Und ich weiß auch, Dankeschön, was der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht ist. Und noch etliches mehr. Hier werden einfach etliche Seiten geschunden. 

Spannend wurde es dann wieder in den letzten Abschnitten. Denn nicht immer ist das Gericht der Einschätzung von Hanna Ziegert gefolgt. Sie erläutert durchaus nachvollziehbar, welcher Ausgang möglich und wahrscheinlich gewesen wäre. Und manchmal gibt sie auch einen Einblick in das Leben des Täters nach dem Urteil. Das war alles nicht ohne Reiz.

Ich pendle mich auf einer mittleren Bewertung von drei Sternen ein. Insgesamt finde ich einfach, dass der Stil etwas hölzern und leblos war. Eben ganz offensichtlich „literarisch ungeübt“. Und fragwürdig finde ich, dass die Sympathien des Lesers manchmal sehr eindeutig gelenkt werden sollen. Obwohl er ja, laut Vorwort, eigentlich zum selbständigen Denken angeregt werden soll. Es steht zu hoffen, dass das Autorinnen-Duo hinzulernt, und in möglichen weiteren Bänden „wächst“.


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Frau-Aragorns avatar

Rezension zu "Die Schuldigen" von Hanna Ziegert

Nicht Fisch, nicht Fleisch
Frau-Aragornvor einem Jahr

Dieses Buch basiert auf den wahren Ereignissen, die Autorin Hanna Ziegert während ihrer Tätigkeit als psychiatrische Gutachterin erlebt hat. 


Sie hat natürlich nur einen Ausschnitt ihrer über 30 Jahre hinweg gesammelten Fälle präsentiert und sich dabei auf die Fälle beschränkt, bei denen Frauen eine unmittelbare Rolle gespielt haben, sei es als Täter selbst, oder als die Taten begünstigendes Medium. 


Die acht Fälle, die sie dabei erwähnt, sind sehr interessant und detailliert geschildert. Dabei bleibt der für Fachpersonen unwertende Ton bestehen. Als Psychologe oder auch Psychiater hält man sich nicht mit der Schuldfrage auf, sondern beschäftigt sich mit Ursachen und Prognosen. Ich fand den Einblick in die psychiatrische Arbeit sehr interessant geschildert. 


Da dies ein Tatsachenbericht ist, kann man als Leser nicht bemängeln, dass die Darstellungen unrealistisch oder nicht nachvollziehbar waren. 


Allerdings schien mir beim Lesen das Buch weder rein nüchterner Tatsachenbericht, noch unterhaltsam aufbereitete fiktive Geschichte zu sein, sondern irgendetwas dazwischen. Durch Stilmittel und Spannungsbogen aufbereitete Geschichten sind mir nicht mehr neutral genug. Um unterhaltend zu sein fehlt mir komplett der Anteil der emotionalen Einbindung der Erzählerin.  

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Federzaubers avatar

Rezension zu "Die Schuldigen" von Hanna Ziegert

Sehr einseitige Sicht, nicht fundiert und belegt
Federzaubervor einem Jahr

Die forensische Psychiaterin Hanna Ziegert (und ihre Tochter Nora Ziegert)  beschreibt in diesem Buch wie Gewalttaten und Verbrechen entstehen.  Ihre Annahme ist,  dass der Ursprung in der Vergangenheit liegt und die erste Bezugsperson in der frühen Kindheit ausschlaggebend ist: die Mutter. 
Gleich zu Anfang kommt die Autorin in einem Vorwort zu Wort, indem sie dem Leser den Begriff "Schuld" verharmlosen möchte, dass schon so schwer im  Buchtitel steht.  Aber in dem Moment wo sie es anspricht und das Gewicht versucht zu nehmen, umso mehr wird darauf das Augenmerk gelegt. So als würde man sagen " Denk nicht an rosa Elefanten" und das Gehirn denkt automatisch an rosa Elefanten. So wird der Leser schon von Anfang an dazu gezwungen in jeder Geschichte den Schuldigen zu suchen und die unterschwellige Botschaft  kristallisiert sich schnell heraus,  dass immer, aber auch immer die Mutter schuldig ist. 
Wäre diese Hypothese, begründet,  bewiesen, aus vielen Blickwinkel beleuchtet und wissenschaftlich belegt gewesen,  dann hätte ich diese Theorie auch verstehen und annehmen können.  Aber alle Geschichten waren sehr einseitig geschildert,  nicht objektiv genug betrachtet. DIe Gespräche zwischen Täter und Psychiaterin hatten für mein Geschmack viel zu sehr das Augenmerk auf die Mutter und viel zu wenig auf den Vater und/ oder andere Angehörige.  Sichtlich ist das Verhalten eines Vaters,  der sein erwachsenen Sohn nicht ausziehen lassen möchte, weniger auffällig,  als eine Mutter,  die sein Kind beim Duschen wäscht... 
Natürlich spielt die Vergangenheit eine große Rolle, zu dem was der Mensch wird und im Erwachsenenalter tut, aber nicht nur. Dabei spielen deutlich mehr Komponente als das was die Mutter gesagt oder getan hat. Doch andere Faktoren wurden komplett aussen vor gelassen.Der Schreibstil war gut und sehr angenehm zu lesen, aber mich konnte nichts von ihren Schilderungen überzeugen. Mir missfiel ganz extrem dieses permanente unterschwellige ausgestreckte Zeigefinger auf die Mutter. In ein-zwei Geschichten hatte die Mutter auch eindeutig ihr Päckchen beigetragen,  dass es zu Auffälligkeiten gekommen ist. Aber  wieviele Kinder erleben genauso schreckliche, traumatische Erlebnisse durch die Mutter oder andere und werden im Erwachsenenalter nicht auffällig,  nicht gewalttätig,  kriminell oder Psychopath?
Ich kann das Buch definitiv nicht empfehlen.  Mich hat das Buch schlussendlich sehr erzürnt.  Dass man Menschen für schuldig erklärt ohne Beweise und Belege und sich nur an Theorien festhält,  die überhaupt nicht fundiert sind. Hier wurde nur im Schubladensystem gedacht. Ich musste mich im Laufe des Buches immer wieder fragen, was die Autorin mit ihrer Mutter erlebt haben  muss,  um solche Äußerungen in einem Buch wiedergeben zu müssen, mit der Verantwortung für gerichtliche Beschlüsse echte Menschen zu begutachten mit dieser Annahme. 
Note:2/5

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Gespräche aus der Community

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elane_eodains avatar
Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:


( HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.   

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