Hanna Ziegert , Nora Ziegert Die Schuldigen

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Inhaltsangabe zu „Die Schuldigen“ von Hanna Ziegert

Wenn eine Frau eine Fremde zusammenschlägt. Wenn eine Mutter ihr Kind verhungern lässt. Wenn ein Mann zum Brandstifter wird. Jedes Mal, wenn ein Verbrechen geschieht, muss man genau hinsehen, um zu verstehen, sagen Hanna und Nora Ziegert. Denn in jedem Täter steckt ein Mensch mit einer Vergangenheit. Ein Mensch, der einen Weg zum Täter gegangen ist. Begleitet von der Person, die er zuerst geliebt hat: seiner Mutter. In ihren packenden Kurzkrimis erzählen Hanna und Nora Ziegert von realen Verbrechen – und davon, wie es dazu kommen konnte. Sie erzählen von Opfern und von Schicksalen der Täter, die man nicht mehr vergisst.

Hat mich sehr skeptisch gestimmt. War mir zu einseitig.So wie die Geschichten geschildert wurden, ist die Mutter immer schuld. Kann nicht realistisch sein

— Federzauber

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  • Sehr einseitige Sicht, nicht fundiert und belegt

    Die Schuldigen

    Federzauber

    12. July 2017 um 23:05

    Die forensische Psychiaterin Hanna Ziegert (und ihre Tochter Nora Ziegert)  beschreibt in diesem Buch wie Gewalttaten und Verbrechen entstehen.  Ihre Annahme ist,  dass der Ursprung in der Vergangenheit liegt und die erste Bezugsperson in der frühen Kindheit ausschlaggebend ist: die Mutter. Gleich zu Anfang kommt die Autorin in einem Vorwort zu Wort, indem sie dem Leser den Begriff "Schuld" verharmlosen möchte, dass schon so schwer im  Buchtitel steht.  Aber in dem Moment wo sie es anspricht und das Gewicht versucht zu nehmen, umso mehr wird darauf das Augenmerk gelegt. So als würde man sagen " Denk nicht an rosa Elefanten" und das Gehirn denkt automatisch an rosa Elefanten. So wird der Leser schon von Anfang an dazu gezwungen in jeder Geschichte den Schuldigen zu suchen und die unterschwellige Botschaft  kristallisiert sich schnell heraus,  dass immer, aber auch immer die Mutter schuldig ist. Wäre diese Hypothese, begründet,  bewiesen, aus vielen Blickwinkel beleuchtet und wissenschaftlich belegt gewesen,  dann hätte ich diese Theorie auch verstehen und annehmen können.  Aber alle Geschichten waren sehr einseitig geschildert,  nicht objektiv genug betrachtet. DIe Gespräche zwischen Täter und Psychiaterin hatten für mein Geschmack viel zu sehr das Augenmerk auf die Mutter und viel zu wenig auf den Vater und/ oder andere Angehörige.  Sichtlich ist das Verhalten eines Vaters,  der sein erwachsenen Sohn nicht ausziehen lassen möchte, weniger auffällig,  als eine Mutter,  die sein Kind beim Duschen wäscht... Natürlich spielt die Vergangenheit eine große Rolle, zu dem was der Mensch wird und im Erwachsenenalter tut, aber nicht nur. Dabei spielen deutlich mehr Komponente als das was die Mutter gesagt oder getan hat. Doch andere Faktoren wurden komplett aussen vor gelassen.Der Schreibstil war gut und sehr angenehm zu lesen, aber mich konnte nichts von ihren Schilderungen überzeugen. Mir missfiel ganz extrem dieses permanente unterschwellige ausgestreckte Zeigefinger auf die Mutter. In ein-zwei Geschichten hatte die Mutter auch eindeutig ihr Päckchen beigetragen,  dass es zu Auffälligkeiten gekommen ist. Aber  wieviele Kinder erleben genauso schreckliche, traumatische Erlebnisse durch die Mutter oder andere und werden im Erwachsenenalter nicht auffällig,  nicht gewalttätig,  kriminell oder Psychopath?Ich kann das Buch definitiv nicht empfehlen.  Mich hat das Buch schlussendlich sehr erzürnt.  Dass man Menschen für schuldig erklärt ohne Beweise und Belege und sich nur an Theorien festhält,  die überhaupt nicht fundiert sind. Hier wurde nur im Schubladensystem gedacht. Ich musste mich im Laufe des Buches immer wieder fragen, was die Autorin mit ihrer Mutter erlebt haben  muss,  um solche Äußerungen in einem Buch wiedergeben zu müssen, mit der Verantwortung für gerichtliche Beschlüsse echte Menschen zu begutachten mit dieser Annahme. Note:2/5

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  • Schuldige Frauen

    Die Schuldigen

    Zank

    24. June 2017 um 09:00

    „Die Schuldigen“ widmet sich Frauen als Tätern, ob direkt oder indirekt. Die forensische Gutachterin Dr. Hanna Ziegert erzählt hier zusammen mit ihrer Tochter, einer Juristin, von acht wahren Fällen aus ihrem Berufsleben.Ziegert wird vom Gericht oder einem Anwalt beauftragt, sich mit Tätern zu unterhalten, um mehr über deren Leben und die Schuldfrage herauszufinden. Sie beurteilt, ob eine Person zum Tatzeitpunkt schuldfähig war oder ob eventuell eine psychische Erkrankung oder Störung vorlag. Interessant und innovativ finde ich vor allem, dass sie sich in ihrem Buch auf die weiblichen Täter konzentriert hat, obwohl sie selbst im Vorwort schildert, dass 95% ihrer Gespräche mit Männern stattfinden. Auch davon handelt die Hälfte der dargestellten Fälle, bei denen sich dann jedoch herausstellt, dass eine Frau (häufig die eigene Mutter) sie entsprechend geprägt und beeinflusst hat. Grundsätzlich lässt sich fast jede Geschichte in dem Buch auf ein simples „die Mutter ist schuld“ reduzieren, was mir fast etwas zu einfach und klischeehaft erscheint. „Schuld“ ist übrigens ein Begriff, den Ziegert nicht gerne verwendet, da sie nur die juristische, nicht aber die moralische Schuld beurteilt. Insofern passt der Titel jedoch wieder zum Buch, denn viele der Frauen sind zwar vor dem Gesetz unschuldig, aber dennoch der Auslöser für schlimme Taten. Ihr Vorhaben, mit dem Buch nicht „nur an der Oberfläche“ zu kratzen, sondern tiefer zu gehen, scheitert leider etwas an der Kürze. Bei acht Geschichten auf unter 300 Seiten bekommt man zwar einen kleinen Einblick in die Psyche der Täter, aber Ziegert muss bei einigen Fällen selbst zugeben, dass ihre Möglichkeiten, mehr über die Hintergründe herauszufinden, dadurch begrenzt sind, dass sie sich nur mit dem Täter, aber eben häufig nicht mit dessen Mutter oder Umfeld unterhalten kann. Ich hätte es gut gefunden, wenn die einzelnen Fälle in einen größeren Kontext eingeordnet und eventuell mit Statistiken oder ähnlichem untermauert worden wären (ähnlich z.B. Toskos Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“). Eventuell ist das bei diesem Thema aber auch nur schwer möglich, da die Frauen oft im Hintergrund bleiben.Die Fälle handeln von Vergewaltigung, seelischen und körperlichen Verletzungen oder Vernachlässigung und sind sicher nichts für schwache Nerven. Wer aber gerne True-Crime-Geschichten liest, dem kann ich trotz seiner Kürze das Buch weiterempfehlen.

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