Hannah Arendt Eichmann in Jerusalem

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Inhaltsangabe zu „Eichmann in Jerusalem“ von Hannah Arendt

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  • Von der Banalität des Bösen

    Eichmann in Jerusalem

    Sokrates

    03. May 2015 um 10:55

    Hannah Arendt hat als Prozessbeobachterin aus erster Hand den Eichmann-Prozess in Jerusalem 1961 miterleben können; 1986 wurde dieses Buch schließlich publiziert. Darin wird in besonderem Maße zweierlei deutlich: einerseits Eichmanns Perversität und Frechheit, sich überall als "nicht schuldig" oder nicht wirklich beteiligt / nur halb beteiligt oder gar als frei aller Verfehlungen darzustellen; und andererseits wie enorm diese dumm-freche Methode Hannah Arendt (damit stellvertretend für alle jüdischen Opfer, die damit ein weiteres Mal verhöhnt wurden) empörte. Arendts Text liest sich daher auch als eine fortdauernde Empörung. Sie dokumentiert damit eindringlich, wie durch Verbindung von Ideologie und der Möglichkeit, in einem System Karriere machen zu können, Täterschaft und Unterstützung durch Unterlassen fließend sind - und: wie sich in ein und derselben Person häufig zwei Geister vorfinden: die des Täters und die des "Opfers", also desjenigen, der immer nur die Hälfte gewusst haben wollte oder die Tragweite seines Tuns nicht hat begreifen wollen/können.

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