Hannah Arendt Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Eichmann in Jerusalem

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Inhaltsangabe zu „Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Eichmann in Jerusalem“ von Hannah Arendt

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  • Rezension zu "Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Eichmann in Jerusalem" von Hannah Arendt

    Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Eichmann in Jerusalem

    rd19779

    01. September 2010 um 10:22

    (Karl) Adolf Eichmann (1906 – 1962) war während der Nazi-Diktatur verantwortlich für den Transport der Juden aus allen Teilen Europas in die Konzentrationslager – um sie dort vernichten zu können. Er selbst hat keinen Menschen getötet und auch jener Schauprozess in Jerusalem (1961), den dieses Buch als Thema hat, konnte ihm nicht das Gegenteil beweisen. Hannah Arendt – selbst angehörige des betroffenen Volkes – beschreibt als Reporterin die Ereignisse vor Ort und pendelt dabei zwischen den Rollen als Anklägerin, Verteidigerin und Richterin. Sie lehnt das Verfahren ab, weil sie ein internationales Tribunal bevorzugt hätte und fertig dabei einen »Bericht von der Banalität des Böses«, indem sie den Angeklagten als unfähige, selbstgefällige Marionette seiner Eitelkeiten zeigt, der selbst gar nicht Antisemit ist und nur der Karriere wegen, Millionen Menschen in den Tod schickt! Die Autorin philosophiert über diverse rechtstheoretische Fragen: von der Legitimität der Entführung des Angeklagten über Rechtsgrundlagen für das Verfahren und seinen Ablauf bis hin zur Urteilsbegründung und dem Strafmaß. Das ist einerseits sehr interessant und aufschlussreich, andrerseits aber extrem schwierig zu lesen, da sie ihre scheinbar unendlichen Gedankengänge in ebensolche Sätze fassen will. Dabei vergisst man leider manchmal am Ende bereits, worum es am Anfang ging. Das Werk verlangt sehr viel Konzentration und eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte, ist aber dennoch sehr empfehlenswert.

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