Hannah Arendt Hannah Arendt

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Inhaltsangabe zu „Hannah Arendt“ von Hannah Arendt

»›Hannah Arendt‹ war der schwierigste Film, den ich je gemacht habe«, sagt Margarethe von Trotta. Die große Denkerin Hannah Arendt fühlte sich zeitlebens nur ihrem eigenen Verstand verpflichtet. Sich ihr zu nähern heißt für Trotta daher, »einem Menschen beim Denken zuzuschauen«. Das Begleitbuch eröffnet einen Blick hinter die Kulissen des Films und erzählt die spannende Geschichte seiner Entstehung.

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  • Rezension zu "Hannah Arendt" von Hannah Arendt

    Hannah Arendt

    cosima73

    25. February 2013 um 09:01

    Nüchterne Sachlichkeit und fehlende Weitsicht, was sie mit ihrem Protokoll des Eichmann-Prozesses auslösen könnte, machten Hannah Arendt zum Mittelpunkt einer der grössten Kontroversen des vergangenen Jahrhunderts und kosteten sie einige Freundschaften, an denen ihr Herz gehangen hatte. Diese Sachlichkeit war aber auch nur eine Seite, die andere war voller Charme, Herz und auch einer gewissen Schüchternheit. Hannah Arendts erster Mann, Günther Stern, brachte die Widersprüchlichkeiten ihres Charakters auf den Punkt: "Sie war damals zugleich profund, frech, fröhlich, herrschsüchtig, schwermütig, tanzlustig – für die scheinbaren Widersprüche übernehme ich keine Verantwortung – sie war eben so." Das vorliegende Buch mit einem Vorwort von Franziska Augstein ist mehr als ein Buch zum Film. Es bietet eine Annäherung an eine der grössten Denkerinnen von verschiedenen Seiten, es beleuchtet ihr Leben und Werk (vornehmlich das Buch Eichmann in Jerusalem, dessen Entstehung die Ausgangslage zum Film bot). Margarete von Trottas schildert, wie sie sich langsam der Person Hannah Arendt annäherte und von ihr immer mehr begeistert war. Auch werden die Schwierigkeiten offensichtlich, die bei der Suche nach den geeigneten Mitstreitern und vor allem nach den finanziellen Mitteln für einen solchen Film auftauchen. Vom ersten Gedanken bis hin zum fertigen Film sollte mehr als eine Dekade ins Land streichen. Pam Katz (Mitautorin), Barbara Sukowa und Klaus Pohl (Schauspieler) beschreiben ihre Auseinandersetzung mit diesem Film und der Rolle, die sie dabei spielten und Bettina Brokemper den Weg vom Projekt hin zum Film. Viel Platz wird der Arendt-Kontroverse rund um das Buch Eichmann in Jerusalem gewidmet. Mary McCarthy, Schriftstellerin und Hannah Arendts Freundin bezeichnet das Werk als „Dokument ethischer Verantwortung, Ernst Vollrath zeichnet ihren Gedankengang vom „radikal Bösen“ (Kant) hin zur „Banalität des Bösen“ nach und auch Jerome Kohn und Rainer Schimpf beleuchten Aspekte des Buches und der daraus entstehenden Debatte, die für Hannah Arendt sehr schmerzlich war. Durch Volker Schaefer gelingt noch ein Blick in Hannah Arendts Wohnung in New York, die Zentrum ihres Schaffens, Liebens und der Freundschaftspflege war, also quasi ihr ganzes Leben beherbergte. Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, das einem Hannah Arendt in ihrem Schaffen und Sein näher bringt und zudem einen Einblick in die Entstehung des Filmes über sie bietet. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Hannah Arendt" von Hannah Arendt

    Hannah Arendt

    michael_lehmann-pape

    05. February 2013 um 12:17

    Erläuterndes Begleitbuch zum Film Zum aktuellen Film von Margarethe von Trotta mit Barbara Sukowa in der Titelrolle legt Martin Wiebel als Herausgeber in diesem kleinen Band nun weitergehende Erläuterungen und Vertiefungen zur Person Hannah Arendts auf der Basis des Films vor. Beileibe also keine reine Beschreibung zum Ablauf der Dreharbeiten oder eine Nacherzählung des Films findet der Leser zur Lektüre, sondern wohlsortierte und passend ausgesuchte Vertiefungen. Von der grundlegenden Herangehensweise an Person und Film im Gespräch mit Margarethe von Trotta („Über die Königin des Neuanfangs im Angesicht der Abgründe“) über Texte von Arendt selbst (aus „Eichmann in Jerusalem“) bis hin zu einer reflektierenden Betrachtung Ernst Vollraths zu der wohl bekanntesten These Arendts, „vom radikal Bösen zur Banalität des Bösen“ finden sich im Buch. Immer abgewechselt von Betrachtungen zur Entwicklungsgeschichte des Films selbst (Vom Projekt zum Film u,a,). Besonders hervorzuheben hier ist die intensive Schilderung der Sukowa, „wie Hannah Arendt im Film lebendig wurde“ mitsamt der („durchbeißenden“) Heidegger Lektüre im Vorfeld und einem sich in der Vorbereitung stetig sich füllenden Bücherregal. Und dennoch ist es die künstlerisch wichtige (und ehrliche) Aussage, die eben die letztlich nicht mögliche Beantwortbarkeit vor Augen führt: “Wie das.... was man eine „Figur“ nennt, entsteht, wird mir immer mysteriöser“. Es ist eben vor allem die Vielzahl von auch kleinen Annäherungen, der mitschwingenden Erkenntnisse, mit der sich Sukowa die Figur der Hannah Arendt so überzeugend angeeignet hat. Ein in weiten Teilen nicht bewusster Prozess und spannend im Buch nachzulesen. Auch wenn die „Eichmann-Frage“ und die Auseinandersetzung mit Judentum und Holocaust im Blick auf Arendts Werk naheliegt, ein wenig zu sehr ist doch diese Frage im Buch vertreten. Ein wenig vermisst man bei der Lektüre schon, was Martin Wiebel zu Anfang des Buches so hervorragend auf den Weg gebracht hat, die „Annäherung an Hannah Arendt“ in Person und Werk. Auch außerhalb der „Eichmann-Frage“ hatte Hannah Arendt Wichtiges zu sagen und ein interessantes Leben gelebt. Einblicke, die im Buch zwar mit vorliegen, aber doch ein wenig zurücktreten hinter dieses große Thema. Folgerichtig schließt das Buch auch zum Thema „Eichmann nach Jerusalem“ (flüssig und fundiert von Bettina Stagneth verfasst). Diese doch erkennbare Konzentration auf das Eichmann Thema ist dann aber auch der einzige Wehrmutstrophen, den das ansonsten informative und den Inhalt des Films gut erweiternde und vertiefende Buch hinterlässt. Durchaus empfehlenswert ist es, dieses Buch zum Film zu lesen, auch wenn für Arendt-Kundige inhaltlich nichts wirklich Neues vorliegt. Aber wer intensive Biographien sucht, wird an sich an anderen Orten besser fündig, Martin Wiebel konzentriert sich in bester Weise auf den Film als Ausgangspunkt der Zusammenstellung seiner Themen im Buch über die „Frau, die Denken ohne Geländer liebte“.

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