Hannah Dübgen

 3,8 Sterne bei 46 Bewertungen
Autorin von Strom und Über Land.
Autorenbild von Hannah Dübgen (© Susanne Schleyer / autorenarchiv.de)

Lebenslauf von Hannah Dübgen

Hannah Dübgen wurde 1977 geboren. Sie studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Oxford, Paris und Berlin. Sie arbeitete für Schauspiel und Musiktheater, und schrieb die Libretti mehrerer international erfolgreicher Opern. Ihr Debütroman ›Strom‹, ausgezeichnet mit Preisen der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Literaturfestivals von Chambéry, erschien 2013 bei dtv.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannah Dübgen

Cover des Buches Strom (ISBN: 9783423143820)

Strom

 (39)
Erschienen am 01.02.2015
Cover des Buches Über Land (ISBN: 9783423146432)

Über Land

 (7)
Erschienen am 22.06.2018

Neue Rezensionen zu Hannah Dübgen

Neu
Cover des Buches Über Land (ISBN: 9783423280945)Eggi1972s avatar

Rezension zu "Über Land" von Hannah Dübgen

Einfach Bewegend
Eggi1972vor 4 Jahren

Inhalt :
Über das, was wir suchen – in uns, im Anderen, in der Fremde
Berlin im Sommer 2013. Ein Fahrradunfall führt sie zusammen: Clara, eine junge Ärztin, und Amal, eine 21-jährige Studentin, die aus dem Irak geflohen ist und in Deutschland Asyl beantragt hat. Die beiden Frauen freunden sich vorsichtig an, gerade als Claras Freund Tarun, ein Architekt, durch ein Bauprojekt zum ersten Mal seit Jahren mit seiner Geburtsstadt Kolkata konfrontiert wird. Als Amals Großmutter stirbt, beschließt Clara spontan, an Amals Stelle nach Bagdad zu deren Mutter zu fliegen. Bei ihrer Ankunft in Bagdad weiß Clara noch nicht, dass sich ihr und Taruns Leben wie auch das von Amal entscheidend verändert hat.
Ein spannend und tiefgründig erzählter Roman über Selbstbestimmung, Wahrhaftigkeit und das Leben in der Fremde. Alles beginnt mit einem kleinen Unfall, am Ende aber steht ein Drama.

Rezension :

Es gibt ja Bücher, die bewegen einen wirklich und man hofft, sie bewegen viel in den Menschen, die sie lesen. So auch bei diesem. Es erzählt die Geschichte der beiden Frauen Amal und Clara. Clara hat Amal angefahren, begibt sich dann auf die Suche nach ihr und findet diese dann doch relativ schnell. Daraus entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den ungleichen Frauen. Frau Dübgen schaltet immer wieder zwischen den beiden Frauen hin und her und man kann so in die Tiefe der Gedanken eintauchen ohne das es schwierig wird - zumindest wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.
Man bekommt immer mehr auch einen Einblick in die Sorgen und Nöte eines Asylbewerbers, ohne ständig einen erhobenen Zeigefinger zu sehen. Es ist einfach so, dass man irgendwie hautnah miterlebt was Menschen fühlen, wenn sie abgeschoben werden oder was vorgehen kann, wenn der Asylantrag angenommen wurde.
Ganz nebenbei lernt man dann noch einiges über irakische Kultur und das Ischtar – Tor, welches in Berlin steht, weil es ein deutscher Archäologe abgetragen und dann über Hamburg nach Berlin hat bringen lassen.
Durch die Beziehung zwischen Tarun und Clara erlebt man außerdem, wie sich eine Beziehung entwickeln kann, wenn die Familie des Partners noch auf einem anderen Kontinent bewegt lebt und dort ihre eigenen Probleme hat.
Man könnte sagen „Oh Gott, ist der Roman überfrachtet mit Ereignissen“, denn Clara reißt wegen der Freundschaft zu Amal auch noch zu einer Beerdigung in den Irak, und um ein Versprechen von Amal zu erfüllen, aber es passiert alles so nebenbei, dass es nicht überfrachtet ist.
Die Autorin schafft es, dies alles schnell und unproblematisch auf 252 Seiten zu komprimieren und es trotzdem mit sehr viel Gefühl zu füllen, so dass ich mich des Öfteren habe rufen hören „Wie kann sie dies denn nun machen und wie kann man das ganze nur so plastisch beschreiben“. (Ok so habe ich mich nicht ausgedrückt, bei meinen entsetzten ausrufen, aber es ist wohl so, dass alles andere nicht Jugendfrei wäre.) Ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich mit Amal und ihren Freunden im Asylbewerberheim gefiebert habe, aber auch dabei, wie ich mit Clara und ihrem Freund Tarun gefiebert habe was nun aus den beiden wird.
Wie dies die Autorin in diesem doch recht schmalen Buch geschafft hat, keine Ahnung - aber sie hat es geschafft! Sie hat bewiesen, dass ansprechende Literatur mit Herz nicht auf 800 Seiten oder mehr ausgebreitet werden muss. Es geht auch kürzer mit dem gleichen emotionalen Level. Sie hat es mit noch nicht einmal 300 Seiten geschafft.
Gut, man muss sich darauf einlassen, dass es zwei Erzählstränge gibt - einmal von Clara und dann von Amal, aber dies schafft man innerhalb der ersten 20 Seiten gut zu trennen und auch die dicken Wälzer arbeiten oft mit zwei Erzählsträngen. Man bekommt ein wenig erklärt, wie die Flucht verlaufen könnte und welche Gefahren dabei lauern.
Im Nachhinein hätte ich mir manchmal gewünscht, dass die Ruhepausen zwischen den Dingen die passieren vielleicht ein wenig länger wären, aber dies tut der Qualität des Buches keinen Abbruch. Möglicher Weise ist es gerade das, was für mich so bewegend ist und mir viele Einblicke mit Herz und Verstand vermittelt hat.

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Cover des Buches Über Land (ISBN: 9783423280945)Buecherschmauss avatar

Rezension zu "Über Land" von Hannah Dübgen

Das Ischtar-Tor
Buecherschmausvor 4 Jahren

Am Ende ist es eine grüne Schachtel mit köstlicher Baklava, die Clara, eine junge Berliner Ärztin, ihrer irakischen Freundin Amal aus deren Heimat mitbringen wird. Ein süßer, delikat duftender Gruß aus der Heimat, die Amal aus Angst vor Verfolgung verlassen hat, nachdem ihr Vater auf dubiose Weise spurlos verschwunden ist.
Die Flucht hat sie nach Berlin geführt, in ein Aufnahmeheim an Rande der Stadt. Damit teilt sie das Schicksal von unzähligen Anderen, die nun in vordergründiger Sicherheit leben, aber zu kämpfen haben, mit der Sprache, den ungewohnten Sitten, der Heimatlosigkeit, der Ungewissheit. Was wird drinstehen in dem gleichermaßen herbei gesehnten wie gefürchteten Schreiben der Behörden. Asyl oder Abschiebung?
Hannah Dübgen gelingt es ausgesprochen gut, die Gefühlswelt und das Leben einer jungen Geflohenen zu schildern. Sie beweist dabei genauso viel Empathie wie Sensibilität. Aber sie schafft noch eine zweite Ebene und eine zweite Erzählstimme, indem sie Amal eine junge Deutsche an die Seite stellt.
Clara und Amal begegnen sich durch Zufall. Die junge Irakerin läuft in das Fahrrad der Deutschen. Aus anfänglichem Schuldgefühl erwächst nach zunächst vorsichtigem Annähern eine tiefe Freundschaft. Hinter all den unterschiedlichen Traditionen und kulturellen Unterschieden ist es doch das Menschliche, das verbindet. Das klingt ein wenig klischeehaft und ist es tatsächlich auch, zumindest stellenweise. Hannah Dübgen hat eine Botschaft. Und die ist hochaktuell, sie ist ungemein wichtig und wird hier sensibel vermittelt. Da verzeiht man der Autorin, dass sie manchmal allzu deutlich wird und manch ein Aspekt ein wenig unglaubwürdig erscheint (welche junge deutsche Frau würde nach einer solch kurzen Freundschaft aus Gefälligkeit in den brandgefährlichen Irak reisen?).
Hannah Dübgen schafft fein gezeichnete, überzeugende Figuren. Sie lässt die Ängste, Schwierigkeiten und Vorbehalte, die entstehen, wenn Menschen unterschiedlicher Kulturkreise aufeinandertreffen, deutlich werden. Mit Claras Liebesbeziehung zu dem indischen, in Deutschland lebenden Architekten Tarun soll dieser Aspekt auch in Hinblick auf eine multikulturelle Partnerschaft beleuchtet werden. Leider behindert das die Haupthandlung, bereichert sie zumindest nicht, wirkt ein wenig aufgesetzt. Sollte da vielleicht durch ein wenig Liebe und Erotik ein weibliches Publikum bei der Stange gehalten werden?
Das hat der Roman nicht nötig. Die Autorin erzählt klar und flüssig, empathisch und sensibel und ihr gelingen immer wieder beeindruckende Bilder.
Eines davon schmückt den Buchumschlag. Er zeigt ein Detail aus dem Ischtar-Tor, jenem der mesopotamischen Kriegs- und Liebesgöttin Ischtar geweihten babylonischen Tor, das seit 1899 von deutschen Archäologen in akribischer Arbeit ausgegraben, in 399 Kisten zerlegt nach Berlin verschifft wurde und seit 1930 im Berliner Pergamonmuseum zu bewundern ist. Dort steht es nun, fern der Heimat, relativ beziehungslos in einem viel zu kleinen Raum. Auch ein Sinnbild für die vielen nicht nur aus dem Irak Geflohenen. Denn Hannah Dübgen versäumt es nicht zu erwähnen, dass ohne die deutsche Ausgrabungs- und Instandhaltungsarbeiten dieser Kunstschatz wahrscheinlich verloren gegangen wäre. Der Gedanke an die vielen in den Ländern verbliebenen, nun den unterschiedlichsten Kriegsverwüstungen ausgesetzten Kulturgüter, ist da nah. Hannah Dübgen schafft dieses Bild, lässt es aber dem Leser, was er daraus schöpft. Auch eine Stärke dieses klugen Buchs.

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Cover des Buches Über Land (ISBN: 9783423280945)Flohs avatar

Rezension zu "Über Land" von Hannah Dübgen

Hat mich sehr überwältigt und berührt. Ein Roman mit Bezug zur Gegenwart und zur Gesellschaft.
Flohvor 5 Jahren

Diese Rezension stellt eine besonders lobende Liebeserklärung an einem gelesenen Buch dar! Die mir zuvor noch unbekannte Autorin Hannah Dübgen hat mit „Über Land“ einen Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat, der Gefühle erzeugt hat, der durch Worte Bilder gezeichnet hat und der den Anstoß gegeben hat, sich bestimmten Konflikten zu stellen und auch andere Perspektiven und Blickwinkel wahrzunehmen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Rezension diesem bewegendem Buch gerecht werde und meine ehrliche Begeisterung und Freude über diesen schönen Roman zu Papier bringen kann. „Über Land“ ist eine literarische Perle, die gefunden werden will, dieses Buch besitzt eine enorme Aussagekraft und lässt den Leser mit seinen Gedanken manchmal allein, um ihn dann wieder abzuholen und neue Eindrücke und Dimensionen erfahren zu lassen. Mit ihrem zweiten Roman beweist die sympathische Autorin Hannah Dübgen welche Emotionsgewalt und welche Sprachkunst im geschriebenen Wort zu finden sind und wie man sie in einem Roman bündelt um die Leserschaft zu begeistern und mitzunehmen. Ich habe in ihrer Feder etwas gefunden, was mir einzigartig gefällt, und von dem ich unbedingt bald mehr lesen möchte. Hannah Dübgen hat eine besondere Stärke und Aussagekraft, sie schreibt selbstbewusst und hat sich wunderbar intensiv mit ihrem Themenkomplex befasst und ihr gelingt es einen formvollendeten Roman daraus zu machen, der den Leser am Ende des Drama mit offenem Mund stehen lässt und den brennenden Wunsch auslöst, unbedingt bald mehr von dieser Autorin und vielleicht sogar von dieser Geschichte zu lesen und mitzuerleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Hannah Dübgen hat in „Über Land“ sich den unsagbaren Mut und die Courage gefasst, ein Buch, eine Art (Liebes-) Roman, zu schreiben, welches fiktiv, dennoch auf wahren Begebenheiten beruht - über die Zustände im Irak, dem Asylverfahren, der Träume und Hoffnungen, dem Neuanfang, aber auch das Loslassen und mit Verlusten umzugehen. Und natürlich die vielschichtige Suche und die Macht des Findens und der Liebe. Autorin Hannah Dübgen dringt hier sensibel, wertefrei, appellierend, offen und ohne Scham, einschlägig und erstklassig recherchiert in eine Thematik vor, vor der viele gern die Augen verschließen würden…und doch so viele berührt. Doch dieses Buch geht nahe, setzt ein Denkmal und rüttelt auf und schreibt sich in das Herz.
Erschienen im dtv Verlag (https://www.dtv.de/)

Inhalt / Klapptext:
„Über das, was wir suchen – in uns, im Anderen, in der Fremde
Berlin im Sommer 2013. Ein Fahrradunfall führt sie zusammen: Clara, eine junge Ärztin, und Amal, eine 21-jährige Studentin, die aus dem Irak geflohen ist und in Deutschland Asyl beantragt hat. Die beiden Frauen freunden sich vorsichtig an, gerade als Claras Freund Tarun, ein Architekt, durch ein Bauprojekt zum ersten Mal seit Jahren mit seiner Geburtsstadt Kolkata konfrontiert wird. Als Amals Großmutter stirbt, beschließt Clara spontan, an Amals Stelle nach Bagdad zu deren Mutter zu fliegen. Bei ihrer Ankunft in Bagdad weiß Clara noch nicht, dass sich ihr und Taruns Leben wie auch das von Amal entscheidend verändert hat.
Ein spannend und tiefgründig erzählter Roman über Selbstbestimmung, Wahrhaftigkeit und das Leben in der Fremde. Alles beginnt mit einem kleinen Unfall, am Ende aber steht ein Drama.“

Handlung:
Durch einen schicksalhaften Unfall begegnen sich die taffe und beherrschte Clara und die junge Studentin Amal, die aus dem Irak gekommen ist und in Berlin Asyl beantragt, zum ersten Mal. Dieser Unfall wird ihr Leben grundlegend in neue Bahnen lenken. Clara ist mit dem irakischen jungen Mann Tarun befreundet, der Irak ist für Clara kein ganz unbekanntes Land. In zwei geschickt ausgearbeiteten Handlungssträngen, die Berlin, das Asylverfahren, das Leben in der historischen Hauptstadt, die Vorurteile, die Hürden, aber auch die Brücken, beschreiben, gewährt die Autorin aus den Augen von Clara, sowie aus den Augen von Amal sehr intensive und berührende Einblicke aus beider Perspektiven. Je mehr sich Clara und die selbstbewusste Amal anfreunden und sich auf besondere Weise näher kommen, so entfremden sich Tarun und Clara immer mehr. Denn Clara gibt Amal ein Versprechen und wagt sich auf eine gefährliche und mutige Suche, von der Tarun glaubt zu wissen, dass die Dinge, die Clara im Irak erleben wird, bitte niemals an seine Freundin herantreten sollten… Chronologisch aufgebaut begleiten die junge Amal, die in Deutschland eine Heimat gefunden hat und Asyl beantragt. 2013, noch bevor die große Macht des IS den Nahen Osten beherrscht, noch vor der großen Flüchtlingswelle aus 2015. Authentisch, nah und fokussiert. Amal bekommt eine schlimme Nachricht und Clara zeigt sich mitfühlend und gibt ihrer irakischen Freundin ein Versprechen, dass Clara vor einer großen emotionalen, psychischen und körperlichen Herausforderung stellt. Sie begibt sich für Amal auf die Suche. Eine Reise in ein fremdes Land, was sich wie eine Heimat anfühlt. Eine Suche nach Antworten. Parallel dazu lernen wir aus den Passagen und Entwicklungen im Roman, die sich manchmal sogar wie Tausendundeinenacht anschmeicheln, was sich einst wirklich ereignete und warum Tarun sich immer weiter von Clara entfernt und ihr Amal so sehr am Herzen liegt. Geschichten voller Menschlichkeit, Offenheit, Wärme, Poesie, Bilder und Herzschmerz, Geschichten die es zu entschlüsseln gilt… Vom Inhalt möchte ich einfach gar nicht zu viel verraten. Dieses Buch handelt von Liebe. Sehr starker und stets besonderer Liebe. Liebe in ganz wirschen Facetten. Es handelt von Religion, Heimat, Schutz, Politik, Geborgenheit, Regime, Verfolgung, Korruption, Macht, Gier, Intrige, Krieg, Vergeltung, Familie, Harmonie, Gesellschaft, Kultur, Erinnerung, Sehnsucht, Nähe, Respekt, Freundschaft, Toleranz, Weltoffenheit, Moderne, Vergangenheit, Überleben und dem Anfang aller Geschichten… Ein Buch, welches stellvertretend eine einzige Kriegsgeschichte und eine Erinnerung an die Flucht aus einem Kriegsland in die Gegenwart adaptiert und für ungefiltertes Gefühl und Offenheit sorgt.

Die Autorin:
„Hannah Dübgen wurde 1977 geboren. Sie studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Oxford, Paris und Berlin. Sie arbeitete für Schauspiel und Musiktheater, und schrieb die Libretti mehrerer international erfolgreicher Opern. Ihr Debütroman ›Strom‹, ausgezeichnet mit Preisen der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Literaturfestivals von Chambéry, erschien 2013 bei dtv.“

Äußeres / Cover:
Das Buch liegt als Hardcover vor. Es ist sehr hochwertig verarbeitet, die Seiten weisen eine angenehme Haptik auf, das Schriftbild ist sehr locker und ansprechend. Das Buch ist von einem Schutzumschlag umgeben, welches ein stimmiges Cover zeigt, welches sich interpretieren lässt, wenn man sich mit der Berliner Geschichte etwas auskennt. Ich vermute bei dem gezeigten Mauerstreifen, das aus Originalziegeln rekonstruierte, babylonische Ischtar-Tor. Ob ich damit richtig liegen könnte, wird der Roman erzählen. Ein stimmiges Cover, was auf anspruchsvolle und gehobene Literatur hindeutet. Gefällt mir in Bezug auf den Kern des Romans sehr gut.

Schreibstil:
Als ich dieses Buch mit seinen ersten Zeilen begonnen habe, so war ich schon gleich von der atemberaubenden Aussagekraft dieser Autorin gefangen genommen. Bereits ihre ersten einleitenden Zeilen und ihr besonderes Stilmittel besitzen Tiefe. Voller Mut, Offenheit, Wagnis und Glaube an ihre Geschichte, setzt sie ihren Roman fort und nimmt ihre Leser mit in die Geschichte von Amal und ihrer irakischen Familie, Clara und ihrem Freund Tarun, Hannah Dübgen nimmt uns mit ins moderne Berlin und in den zerstörten Irak in dem weitere Kämpfe an der Tagesordnung stehen. Hannah Dübgens Worte erzählen nicht nur einen herzlichen und schmerzlichen Roman, ihre Worte erzeugen Bilder, die man sowohl positiv gemalt, als auch negativ dargestellt nie wieder vergisst. Dieser Schreibstil ist einfach der Wahnsinn, ich habe so viel Emotionen und Charme und Witz noch nie so intensiv erlebt und gelesen. WOW. Völlig unbefangen und mit einem offenen und differenzierten Blick führt uns Hannah Dübgen durch Amals Gedanken und Träume, durch das Familienleben, durch Freundschaft, Jugend und Ausbildung, durch Trennung, Abschied und Einsamkeit, durch Schmerz und Sehnsucht, durch ihre Heimat, die Autorin lässt uns Gastlichkeit erfahren, sie lässt uns Speisen und Gerichte kosten, Dübgen lässt uns Düfte atmen, sie lässt uns die Sonne spüren, sie erzeugt Gänsehaut und Schauer im Winter, sie weht uns eine lebendige Brise durch das Gesicht und lässt uns einfach nur Dasein und Zuschauen. Ich habe begonnen, mir besonders eindringliche und schöne Zitate, sowie appellierende Passagen zu markieren, doch dieses Buch ist voll davon!

Und in genau diesen ehrlichen Zitaten besagt die Autorin Hannah Dübgen in einem Wortlaut, worum es in diesem Buch überhaupt geht: Die Liebe zwischen den Religionen, zwischen Herz und Verstand, zwischen Moral und Akzeptanz, zwischen Politik und Glaube. Die Liebe zu einem Land, weit über die Grenzen hinaus.
Die Autorin H. Dübgen beweist es auf jeder Seite, in jeder Zeile und sogar zwischen dem geschriebenen Wort immer wieder: Sie hat einen einmalig nahen und sehr authentischen Schreibstil, der diesen wichtigen und gesellschaftskritischen Roman so eindringlich und unvergesslich werden lässt. Als hätte die Autorin all die einzelnen Schicksale selbst erlebt und am eigenen Leib erfahren müssen. Durch erstklassige Recherche und Beobachtung, sowie intensiven Gesprächen mit Landmännern und Frauen bringt Hannah Dübgen all die Emotionen und Gefühle aus Leid und Hoffnung an den gebannten Leser. Der gekonnte Wechsel der Erzählperspektiven bringt Frische und Schwung in die Gegenwart und die Vergangenheit, wobei es dann mit jeder gelesenen Seite aus Kindheitserinnerungen, Sehnsüchten und aktuellen Gefahren, den Zeiten des Krieges und der Lebensgeschichte von Amal und ihrer weltoffenen Familie, sowie Claras Liebesleben und ihrer Familie und dem Wunsch Antworten zu finden beklemmender und eindringlicher wird. Die talentierte Autorin H. Dübgen hat einen wunderbaren und unverwechselbaren Schreibstil, voller Wucht und Wortgewalt und Aussage, ich bin ihren Romankünsten verfallen, ich habe dieses Buch sehr genossen, mit Herz und Seele und Verstand. Dieses Buch setzt ein Denkmal! Ein Denkmal aus Worten so ehern wie Stahl oder Stein. Das Buch liest sich sehr gut, trotz der emotionalen Schwere der Thematik, die Sätze sind von angenehmer Länge, nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert gestaltet, sehr verständlich zu lesen. Das Buch wird von so vielen wunderbaren Zitaten und Botschaften durchzogen, die die bildhafte und eindringliche Sprache und Aussage der Autorin unterstreichen.

Ein ganz besonderer Schreibstil, sprachlich ist dieses Buch von Hannah Dübgen durch das gewählte Thema und die Art der Umsetzung doch schon ein kleines Meisterwerk, aussagend und bedeutend ist es ein Denkmal. Die ambitionierte Autorin beherrscht die Kunst, eine gute Balance zwischen Dialog, Gedanken und Eindrücken hervorzubringen und auch in den Dialog mit dem Leser zu treten.

Schauplätze:
Das Buch spielt beinahe in der Gegenwart, im Berlin 2013 vor der großen Flüchtlingswelle und vor den großen Anschlägen und Angriffen des IS. Dieser Roman erzählt aber auch das Leben der Protagonistinnen Clara und Amal und ihren Familien, die so ähnlich und doch kulturell so unterschiedlich leben müssen. Berlin, Kolkata, Bagdad und zurück. Doch der Kern der Geschichte, die Erzählungen von Clara und Amal, der Unfall, der die beiden jungen Frauen und ihre Familien zusammenführt und parallel die Beziehung zu Tarun ganz anders entwickeln lässt, und wenig später Claras Plan Amal zu helfen und sich auf die Reise zu begeben, wechseln in den Erzählperspektiven und bewegen sich im Wechsel zwischen Irak und Deutschland. Die Sehnsucht nach der Heimat und der Kindheit, sowie die sagenhafte Liebe zwischen Heimat und Zuflucht. Ich war noch nie in arabischen Ländern zu Besuch, doch jetzt habe ich eine positive und negative Vorstellung davon, wie es dort ist zu leben, aufgewachsen zu sein, zurückzukehren oder zu Gast zu sein. Die Autorin führt uns durch lebendige Gassen, durch Farben, Geschmack und Sinneseindrücke, durch Kultur, Musik, Land und Leute, Straßen, Staus und Gewürzen, sie lässt uns Familienfeste feiern und die Ruhe zwischen den alten Zeiten und den Tumulten und Gefahren der Unruhen erfahren. Sie lässt uns ihre Schauplätze mit Haut und Haar erspüren, die freudigen Ereignisse, aber auch die schlimmsten Schicksale. Ein Berlin und ein Nahen Osten, wie man ihn zuvor bestimmt noch nie wahrgenommen hat… . Großartig! Die Orte und Schauplätze werden so beschrieben, wie die Protagonisten sie sehen und wahrnehmen. Man sieht und erlebt dieses Buch mit den Augen der Erzähler und Charaktere im Buch. Die Beschreibung der Orte erfolgt mit allen Sinnen, visuell als auch organoleptisch, geschmacklich, etc. Hier wird der Duft von Kardamom, Mokka und Staub ganz wunderbar beschrieben, aber auch der flackernde Feuerschein, sowie die Kälte und der Hass der Verfolger.

Charaktere:
Der Klapptext des Buches weist bereits darauf hin, dass wir die Freundschaft von Clara und Amal erleben werden. Beide jungen Frauen könnten gleicher als auch unterschiedlicher nicht sein. Amal, die eine ganz besondere Liebe zu ihrer Familie pflegt. Zu ihrer selbstbewussten und intelligenten Mutter Rauya. Von ihrer Mutter hat die junge Studentin viele Werte mit auf dem Weg bekommen. Amal tritt ihrem neuen Heimatland offen und beherzt entgegen. Sie weiß es zu schätzen dort angekommen zu sein. Für mich sind Amal und ihre vielschichtige Familie und später Clara und die Beziehung zu Tarun die eigentlichen Hauptakteure in diesem Werk.
Interessante Nebencharaktere aus Freundeskreis, Familien, Behörden, Zaungäste, Militär und Fußvolk sowie Land und Leute… runden die ganze Geschichte stimmig ab. Diese Charaktere erweitern die Botschaft und Aussage der Geschichte um ein Vielfaches.

Bezug auf die Gegenwart:
Das Thema Flüchtlingswelle und Krieg im Nahen Osten (ganz gleich ob im Irak, Syrien oder anderswo in der Welt). Religiosität, Fanatismus, Terror, IS und Hass sollten immer wieder zur Sprache kommen, allein als Denkmal und zu Gedenken der viel zu vielen Opfer. Das Buch ist ein Mahnmal, es rüttelt auf und lässt Nachdenken. Leider passieren in der heutigen Zeit ähnliche persönliche Schicksale, jeder hat seine eigene Fluchtgeschichte zu erzählen und die aktuelle Flüchtlingswelle lässt sich sehr gut mit der Zeit vor den großen Anstürmen und offenen Grenzen erklären. Dieses Buch spielt knapp 2 Jahre bevor die wahnsinnigen Flüchtlingswellen starteten und ein Asylantrag noch weit weniger Dimensionen annahm. Man spürt jedoch, dass sich die Schreibarbeit an dem Roman mit dem hereinbrechenden Szenario überschnitt. Ich vermute, dass es für die Autorin sehr schwierig gewesen sein muss, von der aktuellen Entwicklung des Themas und ihrer geplanten Chronologie und Aufzeigung nicht abzuweichen sehr knifflig gewesen sein muss. Dieser Roman ist ein Appell an die Gesellschaft und die heutige Lage in einigen Krisenländern. Ohne Fingerzeig, aber mit großer Wirkung! Das hinter jedem Menschen eine persönliche Geschichte steckt.

Kritikpunkte:
Dieses so brillant geschliffene Buch hat auch seine kleineren Ecken und Kanten, sonst könnte es gewiss nicht so stark leuchten und polarisieren. Hier kann ich wirklich nur auf hohem Niveau kritisieren und nenne einfach einige Punkte, die mir weniger zugesagt haben, aber nicht zum Sternabzug für mich führen:

• Clara beschließt ihrer Freundin Amal zu helfen. Dadurch begeht sie ein Wagnis, was nicht nur ihre Leben betrifft, sondern auch ihre Beziehung zu Tarun, von dem sie sich immer weiter distanziert. Warum es diese Mauern zwischen den beiden gibt, erschließt sich mir leider nicht wirklich.

• Clara möchte Antworten auf viele Fragen finden, die sich auch dem Leser stellen. Wie sie diese findet, finde ich etwas weit hergeholt und lässt das Buch und die Handlung an gewissen Stellen surreal wirken.
• Einige Passagen sind sehr ausschweifend, bis man später feststellt, wie wichtig diese Diskussionen und Erzählungen zuvor waren. Hier ist Obacht geboten, um diese feinen Facetten aufzugreifen und an wichtigen Stellen wirken lassen zu können.

• Nach Beenden des Romans bin ich schier überwältigt und mehr als zufrieden. Doch fühle ich mich auch ein wenig fallen gelassen, da sich mir nicht alle antworten auf all meine Fragen und meinem geweckten Interesse beantwortet haben. Wird dieser Roman etwa fortgesetzt? Darf man sich auf ein weiteres Buch freuen??????

Meine Meinung:
Ich bin von diesem Buch so sehr angetan, dass ich nicht weiß, ob ich die treffenden und würdigen Worte finden kann. Es ist definitiv mein aktuelles Lesehighlight in diesem Sommer! Ich war von dem Buch auf eine besondere Weise angetan. Allein der Titel hatte eine magische Anziehungskraft in Hinblick auf das treffend gewählte Cover mit den Ziegelsteinen, die eine Geschichte verbergen. Die Gestaltung des Gesamtwerks ließ schon anmerken, dass es sich hier um ein ganz besonderes Stück Literatur handelte und die Thematik ist eine, der ich mich schon seit längerer Zeit widmen wollte: Der Krieg im Irak, der Glaubenskonflikt, die Phase vor der großen Flüchtlingswelle und die Liebe zu einem Land. Ich bewundere, mit welcher Anmut, Eindringlichkeit und Intensität die Autorin Hannah Dübgen hier ihre Leser erreicht und mitreißt. Dieses Buch, Clara und Amals Geschichte, hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Es ist keine leicht zu verdauende Kost, ich habe an vielen Passagen mit Tränen gekämpft und konnte mit jeder Faser das elendige Leid, aber auch die unstillbare Hoffnung und Wehmut nachempfinden. Grausam. Schrecklich, Schlimm. Schön, berührend und voller Leben.
Interessant und lobenswert finde ich die Perspektivenwechsel der Erzählstränge aus Vergangenheit, Erinnerung, Erlebtem und der Gegenwart. Zudem der Bezug zur heutigen Flüchtlingsthematik und die Entwicklung bis dorthin. Eine Liebe, eine Religion, ein Glaube und eine Hoffnung. Das lockert auf und bringt neben der ernsten Thematik auch eine Nebenhandlung im frischen und amüsanten Stil zum Vorschein. Tarun und seine Beziehung zu Clara. Amal und ihre Wurzeln und das Schicksal was Clara und Amal verbinden wird. Hier muss sich Clara zwischen Tarun und Amal entscheiden. Ein Schritt, der alles andere als leicht sein wird. Aber erforderlich ist, oder nicht? Hätte auch ein Gespräch genügt um die Verhältnisse zu klären? Warum musste alles so kommen, wie es kam?

Ich bewunderte die Schreibkunst der beherzten Autorin, das Buch war von solch einer Emotionsgewalt, Tragik und Erschütterung durchzogen, dass trotzdem noch Hoffnung, Liebe und Menschlichkeit Platz fanden. Der Stil ist sehr aufwühlend und bewegend. Das Buch hat es geschafft, mich zu fesseln und viele Emotionen aufkommen zu lassen. Es hat mich zum Weinen gebracht, als ich über die Grausamkeit des Verlassenwerdens und dem Verlust seiner Lieben und eine gewisse Schuld daran las, über die Suche und die Gastfreundschaft, über Gewalt und Angst, sowie über die Narben der Flucht. Das Buch ist erstklassig recherchiert und von grandioser Umsetzung. Es beruht auf wahren Begebenheiten, das heißt, die Autorin hat intensive Gespräche mit ähnlich betroffenen geführt und sich ein stimmiges Bild der Schicksale gemacht. Die Autorin musste sich an das Ultimatum wagen, sich an Eckdaten und handfeste Fakten zu halten, aber gleichzeitig den Leser nicht zu enttäuschen und ihn nicht zu langweilen. Obwohl das Buch auf einer wahren Gegenwart beruht, muss man sich vor Augen halten, dass nicht alles, so wie es im Buch beschrieben ist, unbedingt wahr sein muss. Mir kam alles sehr authentisch vor, das muss ein Roman mit einem Stück geschichtlichen und gesellschaftskritischen Hintergrund, der auf ein großes Stück Weltgeschichte beruht auch sein, allerdings ist es auch wichtig zu wissen, dass historisch nicht immer alles überliefert ist und einfach zu vieles unausgesprochen blieb. Ich muss sagen, dass die Autorin H. Dübgen dieses Ultimatum mit Bravur gemeistert hat, mir erschien keine der Handlungsstränge zweifelhaft oder falsch. Alles wurde wie bereits erwähnt sehr authentisch erzählt. Dübgen zeigt durch ihre Protagonisten eine Liebe zu der jeweiligen Heimat ohne sie zu beschönigen. Hannah Dübgen ist offen und ehrlich, sie hat eine wunderbar differenzierte Gratwanderung und einen wahren Blickwinkel geliefert.

Das Buch ist definitiv ein weltbewegendes Stück Literatur und mein persönliches Lesehighlight in diesem Sommer!

Fazit:
Dieses Buch ist ein thematisch schwer zu verdauendes Buch. Emotional sehr aufwühlend und den Tränen nahe. Ein Buch, welches gelesen werden sollte, ein Denkmal, ein Mahnmal, ein gutes Stück Romankunst. Voller Anmut, Herzblut und Überzeugung erzählt die sympathische Autorin Hannah Dübgen in ihrem zweiten Roman „Über Land“ von der Liebe zum Irak, über Familie, Kultur, Loslassen, menschlichkeit und Courage. Eine wunderbare Leseerfahrung mit 5 Sternen!

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Gespräche aus der Community

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Hallo!

Heute beginnt die Leserunde zu "Strom", meinem Debüt-Roman, der Ende Juli 2013 erschienen ist.

„Nah oder fern gibt es nicht mehr, nur noch nah oder fremd“ heißt es zu Beginn des Romans. Wir leben in einer Welt, in der wir mittels eines Mausklicks mit anderen in Kontakt treten können, einer Welt, in der wir innerhalb von Stunden Kontinente wechseln können oder dies beruflich teils auch müssen. Was für Auswirkungen hat dieser Lebensstil auf unser Leben, auf unsere Beziehungen, auf unser Gefühl von Zuhause?


Die vier Hauptfiguren in meinem Roman, der Amerikaner Jason, die Japanerin Makiko, der Brasilianer Luiz und die Deutsche Ada kämpfen für das, was ihnen nah ist, sie begeben sich in die Fremde, stoßen dort auf Grenzen, geographischer oder anderer Natur, sie verlieren sich und finden sich wieder. Im Anderen, in einer Landschaft oder in einer gemeinsamen Erinnerung. Als Leser erleben wir die Welt jeweils aus der Sicht der vier Figuren, gleichzeitig sehen wir eine Welt, in der die Vier, ohne es zu wissen, aneinander vorbeilaufen, in der sich ihre Schicksale spiegeln, einander nah sind.

--> Leseprobe

Wer noch mehr über die vier Hauptfiguren von „Strom“ und ihr Leben erfahren will, findet hier weitere Informationen:
http://www.dtv.de/hannah-duebgen

Der Deutsche Taschenbuch Verlag stellt 20 Exemplare von "Strom" zur Verfügung, die ich unter denen verlosen darf, die sich bis zum 27.8.13 zur gemeinsamen Leserunde anmelden. Verratet doch einfach, wieso Ihr hier gern mitlesen würdet!

Ich freue mich darauf, mit Euch gemeinsam den Geschichten der vier Protagonisten zu folgen und ich bin gespannt auf Eure Kommentare!
Bis dahin herzliche Grüße in die Runde,
Hannah Dübgen
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