Hannah Green

 4,1 Sterne bei 177 Bewertungen

Lebenslauf von Hannah Green

Hannah Green (eigtl. Joanne Greenberg), 1932 in New York geboren, studierte inWashington, London und Denver. Heute lebt sie, verheiratet mit einem Psychotherapeuten, in Colorado und hat zwei Söhne.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannah Green

Neue Rezensionen zu Hannah Green

Cover des Buches Bevor du liebst (ISBN: 9783257226256)Petra54s avatar

Rezension zu "Bevor du liebst" von Hannah Green

spannend, ungewöhnlich, gut erzählt
Petra54vor 2 Jahren

In dieser verstörenden Geschichte geht es um einen taubblinden jungen Mann, seinen für mein Empfinden unfassbar komplizierten Alltag, die vielen Missgeschicke und Missverständnisse, die seine Behinderung von ganz allein mit sich bringt. Äußerst schlimm empfand ich, wie Sehende mit Schabernack, Ungeduld, Unverstand und sogar Gemeinheit bis unerträgliche Brutalität das Leben eines Taubblinden zur Katastrophe werden lassen.


Normalerweise lese ich derartig aufwühlende Geschichten nicht, doch dieser Roman ist hervorragend gut geschrieben bzw. übersetzt. Ich konnte und wollte ihn deshalb kaum aus der Hand legen.

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Cover des Buches Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen (ISBN: 9783871739316)N

Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

Schockierend, aber sehr lesenswert
Nina287vor 2 Jahren

Dieser autobiographische Roman erschien im Original schon 1964 und wir begleiten hier die 16 jährige Deborah, die in zwei Welten lebt. Im Amerika der späten 1940er Jahre und in Yr. Deborah hat Schizophrenie und wird zu Beginn des Buches von ihren Eltern in eine geschlossene Psychiatrie gebracht. Hier begleiten wir Deborah in den kommenden Jahren auf ihrem Weg durch die Krankheit, hin zu einem Leben in unserer Welt. Wir erleben ihre Rückschläge und Fortschritte hautnah mit und lernen ihre Familiengeschichte kennen.

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es ist aus der Ich-Perspektive von Deborah geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Ich war von Anfang an sehr mit Deborah verbunden und habe mit ihr gelitten und gehofft, auch wenn natürlich die schizophrene Gedankenwelt nicht immer nachzuvollziehen ist. Gefallen haben mir auch die Darstellungen und Charakterisierungen ihrer Eltern. Ich stelle es mir sehr belastend vor, sein Kind an eine solch andere Welt zu verlieren und das Gefühl zu haben, es überhaupt nicht mehr zu kennen. Diese Gefühle kommen auch bei Ihren Eltern sehr gut rüber und sind mehr als glaubwürdig. Teilweise, besonders gegen Ende, waren mir einige Abschnitte zu sehr in die Länge gezogen und vllt wäre die eine oder andere objektive Erklärung der Zusammenhänge zwischen Deborahs Geschichte und ihrer Erkrankung (z.B in Form der Arztberichte) gut gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass es für Menschen, die wenig Kontakt mit Psychologie haben schwer verständlich ist. Dennoch ist es für mich ein zwar schockierender, aber absolut lesenswerter autobiographischer Roman über Schizophrenie und gibt einen sehr guten, realistischen Einblick.

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Cover des Buches Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen. Mit diesem Zeichen (ISBN: 9783499129414)

Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen. Mit diesem Zeichen" von Hannah Green

Schizophrenie mit "happy End" ...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Die 16-Jährige Deborah leidet an Schizophrenie und beginnt eine Behandlung in der Nervenheilanstalt. Die Geschichte schildert die Entwicklung der Krankheit bis hin zur Heilung. Eindrucksvoll beschreibt die Autorin die inneren Vorgänge, die Reaktionsmuster und die Parallelwelt, welche sich Deborah geschaffen hat, um der realen Welt zu entfliehen. Diese "andere" Welt ist für sie ebenso real und wendet sich auf dem Weg der Heilung plötzlich gegen sie. Ein Zerreißspiel und unerbittlicher Kampf gegen Furcht und Angst, den Drang zur Selbstzerstörung und Wut beginnt. Es kommen abwechselnd alle Protagonisten zu Wort, wodurch die Komplexität und der Einfluss der Beziehungen auf die Krankheit sehr deutlich werden. Die Mutter, der Vater, der Großvater, die Schwester, die Ärztin und andere Patienten.

Ein Zitat der Ärztin verdeutlicht, dass es ohne den Heilungswillen, das Leben wollen durch die Patientin nicht funktioniert, dieser Schritt für die Betroffene aber mit großen Ängsten verbunden ist: "Du bist jetzt dabei, dich von der Nahrung zu trennen, die dir Kraft gegeben hat - all die Geheimnisse und Mächte - und bisher ist keine andere Kost in Sicht, die sie ersetzen könnte. Dies ist die schwerste Zeit, sogar schwerer als deine Krankheit war. Die hatte wenigstens Bedeutung für dich. Die neue Nahrung wird Gestalt annehmen und wenn sie Gestalt annimmt, wird sie reichhaltiger sein als die vorherige." 

Die Geschichte liefert tiefe Einsichten in das Gefühls- und Gedankenleben eines Menschen mit Schizophrenie. Er schafft sich die Parallelwelt, weil er die Umstände, Vorgänge und persönlichen Interaktionen in der Realwelt nicht aushalten kann. Lügen und Schönmalerei in ihrer frühesten Kindheit in Verbindung mit ihrem hohen IQ und einer messerscharfen Wahrnehmungsfähigkeit zerstörten den Glauben an ein schönes, lichtvolles und liebevolles Leben. Obwohl ihre Eltern sie liebten und scheinbar alles für sie taten, reichte das nicht aus.

Die Einblicke in die Kliniksvorgänge sind bedrückend, verdeutlichen teilweise aber auch die Notwendigkeit des Abstands zur Familie. Ein packende, eindrucksvolle Geschichte, die Hoffnung gibt und Verständnis fördert.  

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