Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen

von Hannah Green 
4,1 Sterne bei121 Bewertungen
Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen
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Neue Kurzmeinungen

Kajimes avatar

Bewegende Geschichte, die tiefe Eindrücke in eine verborgene Welt gibt.

Jellybabys avatar

Hat mich sehr beeinflusst. Ein wenig verstörend aber im großen und Ganzen okay.

Alle 121 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen"

Dieses Buch erzählt die Geschichte der sechzehnjährigen Deborah Blau, die mit der Diagnose Schizophrenie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und nach mühsamer Behandlung und mancherlei Rückschlägen geheilt wird. Es ist die Schilderung einer Krankheit, mit der sich die Autorin als ein Stück eigener Geschichte identifiziert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783871739316
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:300 Seiten
Verlag:Radius
Erscheinungsdatum:05.03.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Sahra-Annas avatar
    Sahra-Annavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hannah Green ermöglicht dem Leser ein tiefer gehendes Verständnis für die Erkrankung Schizophrenie.
    Ich danke Hannah Green für dieses Buch

    Das Buch thematisiert den Verlauf einer Schizophrenie und den Kampf den es zur Heilung braucht. Die 16 jährige Deborah Blau kommt in der Mitte der neunziger Jahre in eine Psychiatrie zur Behandlung ihrer Schizophrenie. Zu der Zeit waren psychische Erkrankungen noch sehr verschrien und die Re-integration in die Gesellschaft ist entsprechend schwer.


    Deborah kämpft in ihren zwei Welten. Die reale Welt und die Yr-Welt, die von Göttern besiedelt ist, mit denen sie eine andere Sprache spricht, die sich Yri nennt. Es geht um ihren dreijährigen Aufenthalt, in dem sie schmerzvoll und zerrissen versucht sich für eine Welt zu entscheiden.


    Man bekommt tiefe Einblicke in das Leben der erkrankten Deborah, und die Schwierigkeit der Heilung, die Strafen Yrs, denen sie sich stellen muss, wenn in der realen Welt Fortschritte erkennbar sind. Es ist beeindruckend aus Deborahs Sicht beide Welten wahrzunehmen, von denen die Realität nur zweidimensional und oftmals grau verschleiert wahrzunehmen ist.


    Auch ist die Interaktion mit den Mitpatienten auf einer ganz anderen Ebene rücksichtsvoll und es herrscht eine ganz andere Form des Verstehens. 


    Auch die Reaktionen der Familie sind in dieses Buch integriert und lassen Hoffnung, Zweifel, Angst und Skepsis deutlich werden, die auf die Liebe zur Tochter treffen.


    Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein tiefer gehendes Verständnis für Schizophrenie erlangen möchte - dieses Buch macht es möglich!

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    PollyMaundrells avatar
    PollyMaundrellvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine unglaublich gute Biographie über das Anders-Sein,eine Krankheit und ihre Heilung,über Freundschaft und Familie und einen starken Willen
    Sehr gutes Buch, allerdings nicht so leicht zu lesen

    Klappentext
    Die Flucht vor der Realität, vor Krankheit und familiärer Isolation endet für die sechzehnjährige Deborah in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Befund: Schizophrenie.

    Hannah Green erzählt in diesem ermutigenden autobiographischen Roman den mühsamen Kampf des Mädchens um ihre Heilung.
    Sie gewährt einen Blick in die Alptraumwelt des psychotischen Fühlens, in die fragmentarischen Beziehungen, aber auch in die Solidarität unter den Kranken.
    Deborahs Heilung schließlich ist überzeugend. Mit ihr wird die Krankheit nicht zu einem Stück Vergangenheit, sondern nachträglich akzeptierte Geschichte.

    Erster Satz
    Es war Herbst.

    Cover
    Auf dem Cover meiner Ausgabe ist das Gesicht einer jungen Frau zu sehen.
    Dieses Gesicht spiegelt sich auf der unteren Hälfte des Buches wie in der Wasseroberfläche.
    Ich finde es sehr passend, da es optisch schon darstellt, dass Deborah sich in zwei Welten befindet.

    Inhalt
    Zu Beginn fährt man mit Deborah und ihren Eltern im Auto mit. Sie sind auf dem Weg zu der Psychiatrie, in welche Deborah eingewiesen werden soll.
    Es dauert einen Moment bis man erfährt, dass sich ihre Eltern diesen, für sie letzten Schritt, aufgrund eines nicht geglückten Selbstmordversuchs überlegt hatten.
    In der Klinik angekommen fällt es Deborahs Eltern wesentlich schwerer mit der Entscheidung leben und umgehen zu können als ihrer Tochter. Diese gewöhnt sich schnell an ihren neuen Alltag, der trotz vieler Routinen alles andere als eintönig ist.
    Das Buch entwickelt zwei Handlungsstränge. Debbys Leben in der Psychiatrie und das Leben ihrer Familie in der Zeit ihrer Abwesenheit.
    Den Hauptteil macht natürlich Debby aus.

    Meinung
    Meine Meinung zu dem Buch ist etwas gespalten.
    Ohne Frage finde ich es sehr gut, aber es ist unglaublich schwer und anstrengend zu lesen.

    Aufgrund ihrer Schizophrenie lebt Deborah in zwei Welten. Der realen Welt und dieser, die sich nur in ihrem Kopf befindet. Yr.
    Yr sieht vollkommen anders aus, hat andere Bewohner, eigene Götter und sogar eine eigene Sprache.
    Und genau das hat es für mich so schwer gemacht.

    Ein Spezialist, lachte Anterrabae, der Fallende Gott. Lass mich mit dir gehen, bat sie ihn, an seiner Seite tiefer und tiefer fallend, denn er war der in Ewigkeit Fallende.
    So soll es sein, sagte er. Sein Haar, das Feuer war, kräuselte sich ein wenig im Fallwind.

    (Seite 13)

    Es dauert insgesamt eine ganze lange Weile bis man überhaupt auch nur irgendetwas von all dem versteht.
    Wo Debby sich gedanklich befindet und warum. Wie es dort aussieht und was die Götter einem eigentlich sagen wollen. Selbst wenn es nicht auf Yri gesagt wird, ist der Sinn des Gesagten nicht immer sofort verständlich.

    Ich hing sehr lange an diesem Buch dran, da es wie gesagt zeimlich anstrengend war.
    Zwischenzeitlich habe ich immer mal wieder andere Bücher zur Hand genommen und diese schnell beendet.
    Als ich aber bemerkte, dass es mir von mal zu mal schwerer fiel wieder einzusteigen, habe ich es das letzte Drittel über vermieden etwas anderes zu lesen.

    Ich empfand es oftmals als sehr schleppend - und genau so kam ich auch voran. Es sind zwar nicht viele Seiten, aber diese so vollgepackt mit Text, dass es manchmal seitenweise zu keinem Absatz kam.

    Trotzdem bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben.
    Es ermöglicht einen Einblick in das "kranke" (und das bitte nicht falsch verstehen) Gehirn einer psychisch "Gestörten", ihre Gedanken und ihre Heilung.

    Sehr schön fand ich den Umgang der Patientinnen untereinander. Nicht schön im eigentlichen Sinne, da es auch oft zu Handgreiflichkeiten kam, aber die Tatsache wie sie sich gegenseitig akzeptierten und sich stellenweise so etwas wie Freundschaften bildeten, fand ich wirklich erstaunlich.
    Sie wussten einfach ganz genau wie sie miteinander umgehen mussten ohne es jemals auszusprechen.

    Fazit
    Ich weiß nicht wem ich es empfehlen soll und wem nicht, da sowohl die Thematik als auch das Buch an sich wirklich schwierig ist.
    Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil es trotzallem ein wirklich gutes Buch ist und ich froh bin, dass Debby und somit auch die Autorin (ist ja eine Autobiographie) "geheilt" werden konnte.



    Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog.
    http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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    natacha_santos avatar
    natacha_santovor 6 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    Hier handelt es sich um eine Autobiographie. Deborah befindet sich in einer Psychiatrie mit dem Befund Schizophrenie. Man erhält einen guten Einblick in ihre Welt und manchmal war ich auch etwas verwirrt, weil ich ihr nicht folgen konnte. Sie hat eine andere Art zu fühlen und spezielle Beziehungen. Deborah entwickelt in ihrem Kopf eine eigene Sprache und eine Welt von Göttern und dem Chorus.

    "Hör mal", sagte Furii, "ich hab dir keinen Rosengarten versprochen. Ich hab dir nie vollkommene Gerechtigkeit versprochen..." [..] "...und ich habe dir nie Frieden oder Glück versprochen. Ich helfe dir, damit du selbst frei wirst, für all diese Dinge zu kämpfen. Die einzige Wirklichkeit, die ich anzubieten habe, ist eine Herausforderung, und gesund sein heisst frei sein, sie anzunehmen oder nicht, auf welcher Ebene du auch immer dazu fähig bist. Ich verspreche niemals Lügen, und die Rosengartenweltperfektion IST eine Lüge.. und ausserdem langweilig!"

    Ich habe das Buch im Zusammenhang mit dem Psychologie Unterricht an der Schule gelesen. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. Durch ihre eigene Welt verliert man manchmal den Überblick und den Faden. Deshalb nur die 3 von 5 Sterne. Trotzdem doch 3, weil es sich um ein sehr interessantes und bewegendes Thema handelt!

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    Bellamis avatar
    Bellamivor 6 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    Die Welt ist kein Rosengarten. Das erfährt Deborah bereits als kleines Mädchen. Ihre Eltern erwarten Großes von ihrer überdurchschnittlich begabten Tochter, die Ärzte belügen sie und im Sommerlager hat sie sich gegen judenfeindliche Angriffe zu wehren. So erschafft sie sich ihre eigene Welt Yr und ihre eigenen Götter. Sogar eine eigene Sprache hat sie für sich und ihre Welt Yr erfunden. Ihre Eltern wollen nicht glauben, dass ihre Tochter verrückt ist. Erst nach einem missglückten Selbstmordversuch ist Ihnen klar, dass Deborah Hilfe braucht. So bringen Sie ihre Tochter schweren Herzens, den Ernst der Lage aber immer noch verkennend, in die Psychiatrie. Dort kommt sie erst auf die Station B, bald aber nach einem schweren Anfall auf die geschlossene Abteilung D. Sie verbringt Monate und dann Jahre in dieser Klinik und es scheint, dass ihr Zustand immer schlimmer wird. Ihre Ärztin, Frau Dr. Fried, kann so nach und nach in ihre Welt Yr eindringen, aber Debbie weigert sich standhaft Yr aufzugeben und sich der realen Welt zu stellen, zumal auch Frau Dr. Fried sagt „ Ich habe Dir keinen Rosengarten versprochen“.

    *********

    Deborahs Welt zu verstehen, sich in das Denken und Fühlen hineinzuversetzen , ihren Kampf gegen ihre Krankheit, ihren Willen, sich der realen Welt zu stellen und ihre Rückschläge mitzuerleben ist ein Leseerlebnis der anderen Art. Ich habe mitgelitten, war voller Hoffnung, dann enttäuscht oder auch traurig. Der Umgang dieser kranken Menschen untereinander, ihr Wissen um und ihr Umgang mit dieser Krankheit, hat mich erstaunt. Sie haben einen“ irren“ Humor, der auch zum Schmunzeln ist, das hat mich beeindruckt.
    Dieses Buch zu lesen tut gut
    Der Lohn: Einblicke in die Welt und Verständnis für die Welt der „Verrückten“

    Kommentare: 2
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    ElisabethBs avatar
    ElisabethBvor 7 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    Ein Buch, das mich gleichzeitig fasziniert und erschreckt hat. Faszinierend war, wie die Insassinnen ehrlich zueinander sind - wie es fast stumme Übereinkünfte gibt und vor allem Debbys innere Welt. Erschreckt haben mich ihre Anfälle, die Verletzungen, die sie sich selbst zufügte. Ich konnte mich aber in Debby hineinfühlen, vielleicht schon deshalb, weil ich auch an innere Welten glaube.

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    A
    AEtzmolchvor 9 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    Schizophrenie und die mögliche Heilung - damals!
    Das bekannteste Buch der Autorin Hannah Green und meiner Meinung nach auch das Beste von ihr!
    Bisher habe ich nichts vergleichbares gelesen, dass dem Wesen der Schizophrenie so nah zu kommen scheint!

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    erdbeerliebe.s avatar
    erdbeerliebe.vor 9 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    "Bericht einer Heilung" ist der Untertitel zu diesem Buch. Und genau das erwartet einen in den knapp 280 Seiten des Buches auch. Was ich von früher (denn dies war mein dritter Anlauf, das recht schleppend und anfordernd geschriebene Buch zu lesen) als traumatisch und komplex verfasstes Buch in Erinnerung behalten hatte, entpuppte sich nun, sechs Jahre später, als eine interessante, aber nicht gerade dramatische Schilderung aus dem Leben eines Mädchens mit Schizophrenie - wahrscheinlich.So genau wird ihre Krankheit nie benannt.
    Deborah, anfangs 16 Jahre alt, wird in die Psychatrie eingewiesen. Das Buch nimmt zwei Handlungsstränge auf: Die von Deborah selbst, und die der Eltern.
    Die Geschichte selbst ist recht distanziert geschrieben worden, der Leser kann sich nicht leicht mit der Hauptperson identifizieren, da ihm viele Wege, wie kleine persönliche Macken oder Gedankengänge Deborahs selbst, genommen werden. Es ist vielmehr - wie der Buchuntertitel schon sagte - die Schilderung einer Heilung. Apropos Heilung, das Ende enttäuschte mich schon ein bisschen: Gegen Abschluss des Buches vergehen viele Jahre und Monate. Diese rauschen ohne viele Bemerkungen am Leser vorbei, wieder kann er nicht viel an Deborahs Leben teilhaben, und so sehr sich Hannah Green auch die Mühe machte, Deborah innere Welt zu beschreiben - die Heilung geht doch recht simpel vonstatten.
    Zu empfehlen, aber mehr für Leute, die auch Interesse an psychischen Krankheiten haben.

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    katermurrs avatar
    katermurrvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    ich kann mich an kein detail mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich es sehr sehr gut fand, damals

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    Kajimes avatar
    Kajimevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegende Geschichte, die tiefe Eindrücke in eine verborgene Welt gibt.
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    Jellybabys avatar
    Jellybabyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich sehr beeinflusst. Ein wenig verstörend aber im großen und Ganzen okay.
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