Hannah Howell Die Spur des Highlanders

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Inhaltsangabe zu „Die Spur des Highlanders“ von Hannah Howell

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  • Rezension zu "Die Spur des Highlanders" von Hannah Howell

    Die Spur des Highlanders
    hana

    hana

    22. December 2010 um 21:37

    Klappentext: Seit einem Jahr wartet die schöne Ilsa Campbell MacEnroy auf die Rückkehr ihres Mannes Sir Diarmot MacEnroy. Kurz nach dem Liebesrausch ihrer Hochzeitsnacht ist er spurlos verschwunden. Nun macht die stolze Schottin sich auf eigene Faust auf den Weg - um den Mann zu finden, dem sie mit Haut und Haar und ganzem Herzen verfallen ist. Bewertung: Wieder einmal ein Roman, der schon lange auf meinem SuB vergammelte und lieber dort noch hätte weiter vergammeln sollen, ich bin echt stolz auf mich, dass ich es geschafft habe diese Einschlaflektüre bis zum Ende durchzulesen. Wie ich gemerkt habe, hatte ich "Die Spur des Highlanders" wohl schon einmal angefangen und auf Seite 62 mitten in einer Liebesszene abgebrochen, wie schon zu vermuten ist, die Liebesszene war nicht sonderlich unterhaltsam. ;-) Bevor ich zu eigentlichen Rezensionen komme sollte ich wohl anmerken, dass der Klappentext meilenweit am Inhalt vorbeigegangen ist. Okay, Ilsa wartet ein Jahr auf die Rückkehr ihres Gatten, aber Suchen muss sie ihn nicht, schließlich hat er seinen Wohnort bekanntgegeben. ;-) Und das Ganze ist eigentlich auch nur marginal entscheidend für die ganze Geschichte, sodass ich den Inhalt noch einmal kurz zusammenfasse: Nach einem Jahr macht sich Ilsa auf Drängen ihrer zahlreichen Bruder auf dem Weg ihren urkundlich angetrauten Gatten einen Besuch abzustatten, um ihren Zwillingssöhnen die Möglichkeit zu geben ihre Stellung als Söhne eines Lairds einzunehmen. Dort angekommen platzt sie in die Hochzeit von Diarmont mit einer anderen Frau und ist sowohl schockiert wie auch wütend. Der überraschte Diarmont glaubt Ilsa und ihren Brüdern natürlich kein Wort, da er vor einem Jahr kurz nach seiner Abreise brutal überfallen wurde und Teile seines Gedächtnisses verloren hat. Am Ende wird er dann aber gezwungen Ilsa zu ehelichen, obwohl er sie und ihre Verwandten im Verdacht hat ihn überfallen zu haben, um ihn umzubringen. Nun, so fängt dieser Liebesroman, der seinen Namen nicht verdient hat, an und wirklich mehr Story kommt auch nicht hinzu. Es geht eigentlich nur darum, den Verräter zu finden der Diarmont umbringen will, während Diarmont mit seinen verlorenen Erinnerungen kämpft. Wobei es auch nichts ändert als er sein Gedächtnis zum Teil wiedererhält, da er sich immer noch weigert Ilsa zu vertrauen. Das fand ich dann doch etwas zu konstruiert, denn schon sein Festhalten an total unlogischen Vermutungen, die immer nur in Richtung Ilsa und ihrer Brüder gehen, ging mir schon nach kurzer Zeit auf die Nerven. Ich kann verstehen, dass er misstrauisch ist, besonders nach einem Überfall, der ihn fast das Leben gekostet hat, aber irgendwann waren seine Anschuldigungen nur noch fehl am Platze. Und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass bei mir als Leser so überhaupt keine romantischen Gefühle angekommen sind, vom kurzen Ende einmal abgesehen, denn außer Leidenschaft im Bett teilen die Protagonisten nicht sonderlich viel miteinander. Es ist natürlich rührend zu sehen, wie Ilsa versucht das Vertrauen ihres Gatten zu gewinnen, aber bei mir kam das leider nicht ganz an. Man hätte aus der Idee wirklich mehr Herzschmerz herausholen können! Die Autorin schafft es überhaupt nicht auch nur ein Fünkchen Spannung aufzubauen, denn die Identität des Verräters und der "kostbaren Liebe" waren derart offensichtlich, das selbst eine Erdnuss diese schnell erkannt hätte. Es war auch nicht möglich auf eine falsche Fährte gelockt zu werden, da alle anderen näher erwähnten Personen, als Täter sofort ausgeschieden sind. Ganz davon abgesehen, dass ich die Geschichte einfach nur total unrealistisch fand, am Ende war ich wirklich froh, dass dann doch ein paar Personen gestorben sind, davor fand ich die Handlung einfach zu friedlich und blutfrei. Die Geschichte war einfach zu sehr heile Märchenwelt, in der die Guten glücklich sind bis ans Ende ihrer Tage und die Bösen in die Hölle wandern. In Regency Roman ist das noch in Ordnung, aber doch nicht im Mittelalter in den Highlands? Ich muss allerdings sagen, dass mir die Charaktere doch sehr sympathisch waren, sie hatten meistens nicht besonders tiefgründige Charaktere, aber das fand ich persönlich nicht schlimm. Gewünscht hätte ich mir eine Nebenhandlung in der Gay, Ilsas vergewaltigte und mit einer Fehlgeburt belastete Begleiterin, einen Partner findet. Dies hätte vielleicht auch etwas mehr Romantik in die Geschichte gebracht. Leider wird es über sie wohl auch keinen Roman geben. Negativ aufgefallen ist mir die deutsche Übersetzung, manche Sätze machten überhaupt keinen Sinn oder erst nach mehrmaligen Lesen, ebenso war der Satzbau und Schreibstil unter alle Sau. Man muss doch nicht innerhalb von 5 Worten zweimal das Verb "haben" verwenden, wenn sogar ein anderes Verb passender gewesen wäre. Und das am Anfang aus Ilsa plötzlich Elsa wurde, hat es nicht besser gemacht. Mit dem Original wäre man sicherlich besser bedient gewesen. Fazit: Eine historischer Liebesroman, der weder romantisch noch spannend ist. Die Charaktere sind liebenswürdig, aber nicht sonderlich tiefgründig. Wer einfach eine seichte Liebesgeschichte für Zwischendurch sucht, sollte vielleicht einen zweiten Blick riskieren.

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