Hannah Kent Burial Rites

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Inhaltsangabe zu „Burial Rites“ von Hannah Kent

During the trial, they plucked at my words like birds. Dreadful birds, dressed in red with breasts of silver buttons, and cocked heads and sharp mouths, looking for guilt like berries on a bush ... Everything I said was taken from me and altered until the story wasn't my own ...

Burial Rites/Das Seelenhaus

— Saralonde
Saralonde

Klaustrophobisch und schön. Sehr zu empfehlen!

— loralee
loralee
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  • Burial Rites/Das Seelenhaus

    Burial Rites
    Saralonde

    Saralonde

    07. August 2015 um 17:05

    Deutscher Titel: Das Seelenhaus Nordisland im Jahr 1829. Die Magd Agnes Magnúsdóttir wurde zusammen mit zwei Komplizen wegen Mordes an ihrem Liebhaber und einem seiner Freunde zum Tod verurteilt. Die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung soll sie auf dem Hof Kornsá bei der dort ansässigen Familie verbringen. Für ihr Seelenheil soll der angehende Priester Thorvadur Jónsson sorgen. Wird die aufgebrachte Familie sich mit der Anwesenheit der vermeintlichen Mörderin abfinden? Und wie wird Agnes mit der Ungewissheit über den Zeitpunkt ihrer Hinrichtung fertig? Ist sie überhaupt schuldig, und welche Rolle spielten ihre Komplizen? Hannah Kents Erstling beruht auf einer wahren Geschichte, über die sie bei einem Studienaufenthalt in Island gestolpert ist. Sie hat daraus einen gut lesbaren und fesselnden Roman mit starken Charakteren gemacht, allen voran Agnes selbst und Margrét, die Mutter in der Familie, in der sie untergebracht wird. Genau wie diese und der junge Priester, dem Anges sich langsam öffnet und ihre Geschichte erzählt, lernen wir Agnes langsam kennen und erfahren, was wirklich passiert ist. Ich habe auch mit Agnes gelitten, wie furchtbar muss es sein, zu wissen, dass einem das Leben genommen werden wird? Die Erzählperspektive wechselt zwischen Agnes als Ich-Erzählerin und den übrigen Hautfiguren, hauptsächlich Thorvadur und Margrét. In dem Buch erfährt der Leser als Zugabe viel über das Leben in Island im 19. Jahrhundert. So gab es auf den Höfen beispielsweise keine einzelnen Schlafzimmer, sondern eine große Wohnstube, das Badstofa, in dem auch die Betten, einschließlich Gästebetten standen. Was das Buch noch gebrauchen könnte, wäre ein Glossar mit verschiedenen isländischen Begriffen. Ein gelungenes und sehr interessantes, wenn auch nicht herausragendes Buch mit einer plausiblen Auflösung.

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  • Dicht, klaustrophobisch, schön

    Burial Rites
    loralee

    loralee

    26. February 2015 um 18:10

    Ich war neugierig auf die Geschichte der Mörderin Agnes Magnusdottir in Island, der letzten Person, die dort hingerichtet wurde. Nicht nur, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Dieser historische Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt, weil der Schreibstil der Autorin unglaublich dicht und klar ist. Schon allein deswegen macht es Spaß das Buch zu lesen. Hanah Kent beschreibt das Leben der End-1820er Jahre in Island ohne Schnickschnack, ohne Wertung, und eher simpel und einfach in seiner dennoch zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie die Menschen einander unterstützen, Mitgefühl zeigen und doch noch Verständnis für die Außenseiterin Agnes aufbringen. 1828 leben die Menschen in Island noch unter mittelalterlichen Bedingungen. Löcherige Fischhaut bedeckt die Fenster der zugigen Wohnhütten, alle schlafen und leben in einem kleinen Raum. Klare Hierarchien herrschen in den Familien und die Mägde sind der Willkür ihrer Herren ausgesetzt. Wenn jemand diese Rollen durchbricht, wie Agnes, gibt es erbarmungslos harte Strafen und Missachtung durch die Mitmenschen. Trotzdem tritt im Laufe der Geschichte verstärkt die Schönheit des Landes und die Liebenswürdigkeit seiner Bewohner zu Tage und hellt die klaustrophobische Atmosphäre immer wieder auf. "When they beat the drum in that tiny room and Blöndal announced 'guilty', the only thing I could think of was, if you move, you will crumble. If you breathe, you will collapse. They want to dissappear you." Ich lege dieses Buch jedem Leser und jeder Leserin ans Herz, die Interesse an historische Begebenheiten und der Schönheit der Sprache hat.

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