Hannah Lothrop

 4.1 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor von Das Stillbuch, Gute Hoffnung, jähes Ende und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hannah Lothrop

Hannah Lothrop (1945-2000), Psychologin, Psychosynthese-Therapeutin und Stillberaterin nach La Leche Liga, war die Pionierin der ganzheitlichen Geburtsvorbereitung für Paare und der Stillgruppenbewegung in Deutschland. Mit ihrer beeindruckenden Kompetenz und ihrer besonderen Ausstrahlung hat sie Tausenden von Müttern und Kindern den besten Start ins Leben bereitet und den Weg für ein liebevolles Miteinander gezeigt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannah Lothrop

Cover des Buches Das Stillbuch (ISBN:9783466310647)

Das Stillbuch

 (41)
Erschienen am 31.10.2016
Cover des Buches Gute Hoffnung, jähes Ende (ISBN:9783466346325)

Gute Hoffnung, jähes Ende

 (3)
Erschienen am 27.06.2016
Cover des Buches Gute Hoffnung - jähes Ende (ISBN:9783466343898)

Gute Hoffnung - jähes Ende

 (3)
Erschienen am 19.03.1998

Neue Rezensionen zu Hannah Lothrop

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Rezension zu "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop

Buchtalk: Das Stillbuch - Hannah Lothrop
Leselupe-Literaturvor 5 Monaten

Heute nehme ich "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop unter meine Leselupe.



Ich habe dieses Buch in der 30. Auflage aus dem Jahr 2006 gelesen, habe aber auch die Neuauflage aus dem Jahr 2016 durchgesehen, die inhaltlich von  Anja Constanze Gaca überarbeitet wurde. I m Wesentlichen wurden die Fotos sowie die angegebenen  Bezugsquellen, Adressen von Beratungsstellen, Literaturtipps und Weblinks  im Serviceteil aktualisiert.
Einige Inhalte zu zeitgemäßen, im besonderen heutige Familien betreffenden, Themen wie z.B. Stillen am Arbeitsplatz und die neue  Rolle des Vaters, wurden ebenfalls hinzugefügt. Auch die Sprache des Buches und das Layout wurde etwas modernisiert, die Botschaften und Grundsätze sind jedoch großteils unverändert geblieben.
Hannah Lothrop behandelt in diesem Buch nicht nur das Stillen an sich, sondern beginnt mit Themen wie Geburtsvorbereitung, und wie man sich optimal auf das Stillen und allgemein auf die Veränderungen, die ein Kind im Leben mit sich bringt, vorbereiten und einstimmen kann.
Eher kurz befasst sie sich mit dem Kapitel Geburt, dafür dann umso länger mit dem Beginn der Stillbeziehung und den ersten Wochen mit dem Kind.
Großzügigen Platz schenkt Hannah Lothrop auch dem Ende der Stillzeit aus Zeit des Abschiedes und Neuanfangs, außerdem weist sie auf besondere Umstände in der Stillbeziehung und möglichen Problemen dabei hin. Das Buch deckt wirklich alle Möglichkeiten und Eventualitäten ab, zumindest konnte ich mir keine Situation vorstellen, die Hannah Lothrop in diesem Buch nicht beschrieben hätte.
Zusätzlich liefert sie viele wissenswerte Details, die jede Mutter - ob sie nun stillt oder nicht - zumindest einmal gehört bzw gelesen haben sollte.

Sehr hilfreich ist auch der umfangreiche Serviceteil, der seit der Neuauflage von 2016 auch zum Großteil online abrufbar ist.
Die vielen eingestreute Erfahrungsberichte sorgen dafür, dass das Buch lebendig und realitätsnah bleibt. Sie machen zugleich deutlich, dass manches für die einen gut passen kann, bei anderen allerdings nicht funktioniert, jede Stillbeziehung einzigartig ist.


Was mir besonders gefallen hat, ist, dass das Buch technisches Wissen und Know-How gut illustriert und verständlich vermittelt, und darüber hinaus nicht darauf vergisst, besonderes Augenmerk auf die Einstellung zum Stillen als Grundstein für eine gelungene Stillbeziehung zu legen.


Ich habe das Buch während meiner ersten Schwangerschaft gelesen, weil ich damals unbedingt mehr zum Thema Stillen erfahren wollte. Meine weiblichen Verwandten konnte ich zu diesem Thema nicht befragen, da das Stillen in den 80er Jahren ziemlich verpönt war und sie nur wenig Erfahrung damit gemacht hatten. Aber ich wollte einfach wissen, was da auf mich zukommen wird.

Ich bin sehr froh, dass ich damals zufällig das Stillbuch von Hannah Lothrop entdeckt habe, denn es hat meinen vagen Wunsch zu stillen in eine tiefe Entschlossenheit verwandelt. 
Weil ich so umfassend informiert war und dieses Buch mich dazu animiert hat, mich eingehend mit meinen eigenen Gefühlen während der Stillzeit und den Bedürfnissen meines Kindes auseinanderzusetzen, habe ich meine drei Kinder insgesamt fast 11 Jahre hindurch gestillt.
Es war nicht immer einfach. Besonders als meine Entscheidung zum Tandemstillen gefallen ist, oder während einer schlimmen Brustentzündung, habe ich auch nach vielen Jahren Stillerfahrung immer wieder in dem Stillbuch nachgeschlagen und brauchbare Ratschläge und Informationen darin gefunden, die mir weitergeholfen haben.
Der vielleicht größte Dienst, den mir dieses Buch erwiesen hat, besteht darin, dass es die Illusion zerstört hat, dass das Stillen auf eine bestimmte Art und Weise ablaufen sollte, es ein Patentrezept gibt, an das man sich halten kann, und dann wird alles gut. So ist es leider nicht.
Dieser Ratgeber eröffnet Raum für Vielfalt und zeigt, dass von vorn herein damit zu rechnen ist, dass alles ganz anders kommen kann, als man es sich vorgestellt hat, und Schwierigkeiten in einer Stillbeziehung ganz normaler Alltag sind. Sie sind weniger Stolpersteine als vielmehr Möglichkeiten, enger zusammenzuwachsen und sich mit dem Kind gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das Stillbuch von Hannah Lothrop kann ich guten Gewissens allen Müttern, und auch den Vätern, empfehlen.


Mein Fazit:

Das Buch war für mich unglaublich hilfreich, es hat mich in einer Phase des Lebens unterstützt, in der ich oft hart an meine Grenzen gestoßen bin, hat mir immer wieder Mut gemacht und mir mit Wissen und Information neue Wege aufgezeigt.

Ich bin mir sicher, dass dieser Ratgeber jeder Frau helfen kann, ihre Stillbeziehung immer wieder neu zu gestalten, sodass sie für das Kind, die Mutter und die ganze Familie zu einer bereichernden Erfahrung werden kann.

Über Kommentare und eure Erfahrungen freue ich mich sehr.

Viel Spaß beim Selberlesen!

Siehe auch meinen Leselupe-Buchcheck Blog.

#Stillen #Schwangerschaft

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Rezension zu "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop

guter Ratgeber bei einer sehr komplexen Thematik
Thrillerladyvor 10 Monaten

Das Stillbuch von Hannah Lothrop (Sachbuch, überarbeitete Aufl. 2016; Kösel)

- guter Ratgeber bei einer sehr komplexen Thematik -

Ich habe die überarbeitete Version von 2016, des 1980 erschienenen Werks, welches mir meine Schwiegermutter vor ein paar Monaten schenkte. Nun, da die Zeit immer näherrückt, da es, so ist zumindest der Plan, zum Einsatz kommen soll, habe ich es soeben beendet.

Für mich stand schon relativ schnell fest, dass ich unser Baby gerne stillen möchte. Was das so ungefähr heißt, war mir natürlich klar, was es im Klartext heißt, bzw. wie umfangreich dieses doch sehr komplexe Thema ist, war mir überhaupt nicht klar.

So schwankte ich während des Lesens zwischen Neugier, Erstaunen, einer gehörigen Portion Respekt, aber auch Ängsten, die dieses Buch bei mir auslöste, einfach weil die Thematik so komplex ist, dass ich mir dachte, Himmel, wie soll ich damit klar kommen, wenn es da soviel zu beachten gibt.

Das Buch ist in 16 Hauptabschnitte aufgeteilt, die wiederum etliche kürzer gehaltene Unterthemen zu den verschiedensten Themen beinahlten.

Hier ein Überblick über die Hauptabschnitte:

- Stillen lohnt sich
- Auf die Stillzeit vorbereiten
- Einstimmen auf Mutterwerden und Stillen
- Einstimmen und vorbereiten auf unser Kind
- Die Geburt unseres Kindes
- "Bonding" - Bindung zwischen Eltern und Kind
- Der Beginn der Stillbeziehung
- Die ersten Wochen mit eurem Kind
- Das Kind wird älter: Das erste Lebensjahr
- Die Stillbeziehung geht zu Ende
- Was du  als stillende Mutter wissen solltest
- Wenn du Probleme beim Stillen hast
- Wenn dein Baby Probleme hat
- Natürliche Helfer

Neben vielen Fakten, Infos & Tipps zum Stillen befasst sich das Buch auch mit anderen Dingen rund um das Baby und die Geburt, ohne allerdings das Thema Stillen dabei aus dem Auge zu verlieren. So findet man sicher viele Antworten auf viele Fragen, die mit Sicherheit aufkommen werden, wenn es soweit ist und das Baby da ist und man mit dieser Situation konfrontiert sein wird. Somit gehört das Buch zu denen, die man nach dem Beenden des Lesens nicht einfach so ins Regal stellen wird, sondern was man immer in Reichweite legen wird, um schnell etwas aus den einzelnen Kapiteln nachlesen zu können, wenn sich Fragen ergeben werden, was einfach Fakt sein wird. Dieses Thema ist einfach viel zu komplex dafür, dass da ein Meister vom Himmel fallen wird und alles direkt nach Plan verlaufen wird. Zumal insbesondere ich vorher von vielen Dingen, die das Thema umfasst nicht mal ansatzweise einen Plan davon hatte, bzw. von den verschiedenen Methoden, worauf man achten muss, etc. Somit hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, was mich da wohl erwarten wird...

Neben den vielen Fakten, Tipps und Infos hat die Autorin, die unter Anderem Psychologin und eine der ersten Stillberaterinnen in Deutschland war und im Jahr 2000 unerwartet verstarb, auch viele eigene Erfahrungen mit ihren beiden Kindern Anya und Kerry, sowie von anderen Müttern mit ihren Stillerfahrungen einfließen lassen, die das Buch nochmal persönlicher und somit weniger fachspezifisch erscheinen lassen.

Besonders interessant, neben vielen anderen Themen natürlich, fand ich den Abschnitt "Natürliche Helfer", da dieser sich mit dem Thema Homöopathie, Bachblüten-Therapie, Aromatherapie, sowie Akupunktur auseinandersetzt. Da ich selbst gelegentlich mal zu homöopathischen Mitteln greife, finde ich dies eine tolle Ergänzung, wo man mal eben schnell nachschlagen kann, welche Globolis, wann ergänzend helfen können.

Fazit:

Ein sehr interessanter und informativer Ratgeber zu dem sehr komplexen Thema Stillen. Für mich wird dieses Buch in der nächsten Zeit sicher ein ständiger Begleiter bei allen möglichen Fragen sein.
Note: 2

Kommentare: 2
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Rezension zu "Gute Hoffnung, jähes Ende" von Hannah Lothrop

Sehr gutes Erste-Hilfe-Buch
09emma_87vor 2 Jahren

Ich habe das Buch direkt nach der stillen Geburt meiner Tochter gereicht bekommen und bisher ist dies das beste Buch was ich lesen durfte. Es ist ein Mix aus reinen Fakten bezogen auf die medizinische Sicht, sowie ein Ratgeber für Betroffene und meiner Meinung nach auch deren Anhörige, Freunde oder auch Arbeitskollegen.

Hannah Lothrop beleuchtet alle Phasen eines möglichen Verlustes (Fehlgeburt, Totgeburt, Neugeborenentod, plötzlicher Kindstod)
Auf einen nicht zutreffende Kapitel können überblättert werden, es gehen dadurch keine Informationen verloren.

Wie geht man um mit der Trauer, wie sollte in der Klinik mit Betroffenen umgegangen werden. Diese Fragen wurden für mich sehr gut beantwortet, auch wenn ich das Buch erst nach Geburt gelesen habe.
Es werden Wege und Lösungen aufgezeigt. Umsetzen müssen wir sie selbst.

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