Hannah Lothrop Gute Hoffnung - jähes Ende

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Inhaltsangabe zu „Gute Hoffnung - jähes Ende“ von Hannah Lothrop

Dieses Buch begleitet Eltern einfühlsam auf ihrem Weg durch die Trauer. Sie erfahren durch die persönlichen Aussagen anderer, dass sie mit ihren Gefühlen und Reaktionen nicht allein sind, aber auch, dass die Zeit des unsagbaren Schmerzes und der Untröstlichkeit zu überwinden ist.
Hannah Lothrop steht nicht nur bei Verlusten durch Tod eines Babys in der Schwangerschaft, um die Geburt und in der frühen Lebenszeit bei, sondern spricht auch tabuisierte Verluste an (z.B. Schwangerschaftsabbruch, Adoptionsfreigabe) oder die ganz besondere Situation allein stehender trauernder Mütter oder Eltern, die erfahren, dass ihr Kind sterben wird. Sie führt Betroffene durch den Trauerprozess und bietet für jeden Schritt konkrete Hilfen zur Heilung von Körper, Geist und Seele an (Körper- und Atemübungen, Meditationen, Visualisierungen, Anleitung zum Umgang mit Gefühlen, kreative Methoden wie Malen, Schreiben u.v.a.). Anhand gezielter Fragen hilft sie, zu eigenen Antworten zu finden. Somit können die gemachten Erfahrungen im Sinne eigener Werte durchlebt werden - der Grundstein dafür, dass Trauernde an diesen Erfahrungen nicht zerbrechen, sondern wieder zu Hoffnung und neuem Lebensmut finden.
Darüber hinaus zeigt dieses einzigartige Buch allen, die trauernde Eltern begleiten (Familienangehörige, Freunde, Fachleute), wie sie mit der eigenen Hilflosigkeit angesichts des Todes umgehen und Betroffenen beistehen können.

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  • Rezension zu "Gute Hoffnung - jähes Ende" von Hannah Lothrop

    Gute Hoffnung - jähes Ende

    Niniji

    18. October 2011 um 15:19

    Dieses Buch, von einer Hebamme geschrieben, ist ein Ratgeber hauptsächlich für Eltern die sich mit dem Tod ihres Babys, einer Todgeburt oder einer Fehlgeburt auseinander setzen müssen. In dieser Rezension gehe ich nur auf die allgemeinen Teile des Buchs und die bei denen es um Fehlgeburt geht ein, da ich auch nur diese gelesen habe. Um gleich bei der Dreiteilung zu bleiben: was einerseits als positiv, im Sinne von vielseitig, ausgelegt werden kann, empfinde ich persönlich als negativ, denn gerade der Bereich Fehlgeburt wird meines Erachtens recht kurz abgehandelt. Wodurch sich bei mir zwangsläufig solche Gedanken einstellten wie: es gibt viel Schlimmeres als das was du durchmachen musstest. Dadurch fühlt sich die eigene Trauer irrelevant an, was meines Erachtens mehr als kontraproduktiv ist. Anderen mag es beim lesen nicht so vorkommen, das darf jeder gerne selbst herausfinden. Einige Stellen haben mir natürlich die Tränen in die Augen getrieben, allen voran gleich die ersten paar Zeilen des Buches in Versform. Deine Hand, meine Hand, Du berührst mich, ich berühre Dich. Auch wenn wir getrennt sind, Sind wir für immer eins. Ein paar Aspekte, z.B. der Zusammenhang zwischen Trauer und Wut, die mir so nicht bekannt waren fand ich zwar sehr interessant, aber sie wurden leider viel zu oberflächlich thematisiert. Darüber hätte ich gerne mehr erfahren. Der Protest gegen das Geschehene und die Enttäuschung über das, was uns weggenommen worden ist, drücken sich oft in einer ungeheuren, zeitweise fast unkontrollierbaren Wut aus: Wut auf den Arzt, [...] Wut auf Gott und das unfaire Schicksal, Wut auf den eigenen Körper, der versagt hat. In dem Buch befinden sich jede Menge Zitate von Betroffenen, denen ich teils zustimmen konnte, einige mich aber auch aufgeregt haben. Gut, das Buch ist von 1993 bzw. noch älter je nach Auflage, da gab es noch kein Internet. Diese Sätze zu lesen - zu sehen dass man nicht alleine ist damit, dass es anderen ebenso geht, mag damals noch wichtiger gewesen sein als heute, mit der breiten Fülle an Internetforen. Hier ein Zitat, welches mir sehr nahe gegangen ist, da ich mich darin wiedergefunden habe: Wir können den Tod zuerst nicht fassen oder wollen ihn nicht wahrhaben. "Ich habe so gehofft, es bewegt sich vielleicht doch noch ein bisschen, oder man sagt mir, das Kind sei nochnicht lange tot, man könne es wiederbeleben... solche Spinnereien." Was ich wiederum sehr gut fand, war der Abschnitt "Trauernde begleiten". Dieser richtet sich an Menschen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen. Es wird aufgezeigt, wie man Trauernde begleiten kann und dies mit praktischen Hilfestellungen und Formulierungshilfen untermauert. Das Buch kann also durchaus für das Umfeld der Trauernden interessant sein. Wenn ein Mensch geboren wird, freuen wir uns, Wenn er heiratet, jubeln wir, doch wenn er stirbt, tun wir so, als ob nichts geschehen sei. Margaret Mead Das Buch enthält schon viele geballte Informationen, die man sich sonst selbst zusammensuchen müsste, im großen und ganzen muss ich allerdings sagen: es war nett das Buch zu lesen - viel gebracht hat es mir allerdings nicht. Vielleicht waren auch einfach meine Erwartungen zu hoch. Mögen sie überzogen gewesen sein...? Wer weiß. Meine Empfehlung: Für Frauen und Männer die eine, oder wie in meinem Fall, mehrere Fehlgeburten erlebt haben würde ich es bedingt empfehlen. Es schadet nicht, aber erhofft euch nicht zu viel davon. Zu den anderen beiden Themen kann ich leider keine Empfehlung geben.Für Außenstehende ist es bestimmt interessant, jedoch auch wieder nur ein kleiner Teil. Zum ausleihen würde es sich sicher lohnen.

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