Hannah Rothschild

 4.2 Sterne bei 36 Bewertungen

Alle Bücher von Hannah Rothschild

Hannah RothschildDie Launenhaftigkeit der Liebe
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Die Launenhaftigkeit der Liebe
Die Launenhaftigkeit der Liebe
 (31)
Erschienen am 09.01.2018
Hannah RothschildDie Jazz-Baroness
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Die Jazz-Baroness
Die Jazz-Baroness
 (2)
Erschienen am 12.11.2013
Hannah RothschildDie Jazz-Baroness: Das Leben der Nica Rothschild
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Die Jazz-Baroness: Das Leben der Nica Rothschild
Hannah RothschildThe Improbability of Love
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The Improbability of Love
The Improbability of Love
 (3)
Erschienen am 31.03.2016
Hannah RothschildThe Improbability of Love: SHORTLISTED FOR THE BAILEYS WOMEN'S PRIZE FOR FICTION
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The Improbability of Love: SHORTLISTED FOR THE BAILEYS WOMEN'S PRIZE FOR FICTION
Hannah RothschildThe Baroness
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The Baroness
The Baroness
 (0)
Erschienen am 03.05.2012
Hannah RothschildThe Baroness: The Search for Nica, the Rebellious Rothschild
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The Baroness: The Search for Nica, the Rebellious Rothschild

Neue Rezensionen zu Hannah Rothschild

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tsukitia16s avatar

Rezension zu "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild

Die Welt der Superreichen - mittendrin eine mittellose Köchin
tsukitia16vor 3 Monaten

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Titel: Die Launenhaftigkeit der Liebe
Autorin: Hannah Rothschild
Genre: Krimi, Kunstkrimi, Roman
Verlag: Random House, Penguin Verlag
Erschienen: 2016
Seitenanzahl: 509
Originalausgabe: The Improbability of Love
Englischer Originalverlag: Bloomsburry; erschienen 2015
Übersetzung: Monika Baark
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Als sie von ihrem langjährigen Freund abserviert wird, macht Annie Nägel mit Köpfen: Die junge Köchin kehrt ihrem verschlafenen Heimatdorf den Rücken, zieht nach London und nimmt das Jobangebot einer glamourösen Kunsthändlerfamilie an. Eines Tages kauft sie in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde - nicht ahnend, dass das Bild nur wenig später die Welt der Superreichen in helle Aufregung versetzen wird. Denn unversehens gerät Annie ins Visier skrupelloser Kunstsammler, die alles dafür tun würden, dass ein lang gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Zum Glück gibt es da noch Jesse, einen jungen und ziemlich gutaussehenden Maler...

Hannah Rothschild 1962 geboren, entstammt der berühmten Bankiersfamilie und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin. Sie engagiert sich seit Jahren in den Kuratorien renommierter Museen und steht seit 2015 als erste Frau dem Board der National Gallery vor. Die Launenhaftigkeit der Liebe wurde mit dem "Bollinger Everyman Wodehouse Prize for Comic Fiction" ausgezeichnet und ist in zehn Ländern erschienen.

Meine Meinung:
Zu Beginn möchte ich erstmal erklären, wie ich auf dieses Buch kam. Ich unterhielt mich mit einer meiner Kundinnen über Bücher und fragte sie, was sie denn momentan lese. Sie hatte den Titel nicht im Kopf und meinte nur, dass das Buch total blöd wäre. Ich fragte sie, warum und sie meinte, weil da plötzlich ein Bild sprechen würde - das fände sie total komisch. Und insgesamt sei das Buch total langweilig. Ich sagte, dass ich es eigentlich cool finde, dass das Bild spricht und beim nächsten Termin drückte sie mir ihr Buchexemplar in die Hand und meinte, du kannst es behalten wenn du willst. Und nun bin ich durch damit und habe mit ihr auch schon fleißig darüber diskutiert :)

Die Vorgeschichte ist deshalb wichtig, weil ich dieses Buch wahrscheinlich nie gelesen hätte. Denn Cover und Titel sprechen mich jetzt nicht unbedingt an. Auch das Thema Kunstkrimi ist nicht unbedingt mein Gebiet. Aber was soll's, dachte ich. Man sollte auch mal was Neues ausprobieren. Übrigens möchte ich nicht damit sagen, dass das Cover nicht gut aussieht. Es ist hübsch, ganz nett. Mehr aber auch nicht. Bei dem Titel konnte ich mir am Anfang nicht besonders viel vorstellen, aber es weckte schon eher Neugierde. Aber für einen Romantiker mag sich der Titel toll anhören. Aber aufgepasst! Das Buch ist meiner Meinung nach kein romantisches Buch. Die Bezeichnung Kunstkrimi beschreibt es da schon sehr gut.

Den Schreibstil fand ich gut. Ich bin gut durchgekommen. Ab und zu (wenn das Gemälde anfing zu erzählten) veränderte sich der Schreibstil und wurde deutlich anspruchsvoller und hochgestochener. Allerdings hat mir das sogar sehr gut gefallen. Ein Gemälde, das mehrere tausend Jahre auf dem Buckel hinter sich hat, erzählt ganz anders als eine 30 jährige Annie aus dem 21. Jahrhundert. Was mir mehr Schwierigkeiten bereitet hatte, waren die ab und zu französischen Begriffe (ich kann kein Französisch), die Namen von Gemälden und Künstlern (ich kenne mich nicht mit sowas aus) und die besonderen Gerichte, die Annie für ihre Kundschaft kocht (Preisel- ... was? Und Auflauf in was für einer Muskatnuss Sauce mit welchen Dingern? Ich will einfach nur Schnitzel mit Pommes, ... ja mit Ketchup.). An sich macht das ja nichts. Es handelt sich schließlich um einen KUNSTkrimi. Natürlich geht es hauptsächlich darum. Aber man bekommt immer wieder einen Batzen mit irgendwelchen berühmten (viele kannte ich trotzdem nicht) Künstlern und Bildern zugeschmissen mit denen man dann fertig werden durfte. Auch das mit den außergewöhnlichen Speisen ist in Ordnung. Wenn aber ein Gericht aus gefühlt mehr als 20 Bezeichnung besteht, dann ist mir das persönlich zu viel. Ab und zu ist es ok ein wenig zu fachsimpeln, aber nicht ständig. Ich hab solche Textstellen einfach nur schnell überflogen, weil es mich zusätzlich auch nicht wirklich interessiert hat.

Auf der anderen Seite kennt sich die Autorin hervorragend mit diesen Themen (Kunst und Kochen) gut aus. Französisch kann die gute Dame sicher auch. Und das merkt man einfach sehr deutlich. Und für jedem, der sich für sowas interessiert, der wird mit diesem Buch sicher sehr viel Freude haben.  Sie hat sich eine ganz eigene Geschichte zu einem Gemälde, das es gar nicht wirklich gibt, ausgedacht. Auch die Familiengeschichte der Winklemans wirkt auf mich gut durchdacht. Sowohl als auch die ganzen Vorgeschichten zu den anderen Charakteren. Ich habe aber ein ganz großes Problem: Mir fehlte einzig und allein die Spannung. Das Buch las sich zäh wie Kaugummi und man hoffte, dass die Leute endlich weiterkamen damit endlich irgendetwas passiert. Ab und zu passierte tatsächlich etwas, aber irgendwie riss das mich nie vom Hocker. Selbst als Rebecca die Wahrheit herausfand (ich spoiler nicht, keine Sorge) war ihre Reaktion total überzogen. Ich verstehe, dass sie es blöd fand, aber deswegen gleich auf den Tisch zu kotzen... ok?! Auch das Ende war jetzt... naja. Es war dann plötzlich irgendwie vorbei, so als hätte man versucht das Ende noch so schnell wie möglich nieder zu schreiben.

Die Charaktere habe ich ja bereits erwähnt. Sie wirken gut durchdacht und wir haben jede Menge davon. Am Anfang waren da plötzlich so viele verschiedene Personen, sodass ich erst gar nicht wirklich mitkam. Wer ist wer und so weiter. Aber mit der Zeit lernt man, zumindest die wichtigsten, Charaktere genauer kennen. Allerdings sind mir diese Charaktere gänzlich unsympathisch oder prägten sich mir nicht wirklich ein. Wir haben: Annie, die sich durch nichts außer dem Kochen wirklich auszeichnet, Jesse, irgend so ein Versager und 0815 Junggeselle, die ätzende, langweilige Rebecca, Memling ein Nazi wie er im Buche steht (Vorurteile bis zum Umknicken), Barty, der der Meinung ist jeder der superreich muss sich mit Kunst befassen und viel Geld ausgeben, damit er ein schönes Leben hat, Delores, die wahrscheinlich vom Aussehen und von ihrem Charakter wie ihre Hunde ist (Möpse) und Earl, der eigentlich der größte Narzisst ist, aber wenn es mal nicht läuft, läuft er herum wie der letzte Trauerkloß, Evie, die ich durch ihr kindisches und unvernünftiges Verhalten ziemlich schnell abgewiesen hätte. Zusätzlich waren schon die Unterhaltungen so versnobt und langweilig, sodass ich ein bisschen glücklich bin nie in so einer Gesellschaft gelebt zu haben. Einzig allein Wladi war ein interessanter Charakter. Meinetwegen hätte man ihn mehr ins Visier nehmen können. Und das Gemälde, wenn es zu einem sprach, ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Ich mochte insbesondere die sarkastische Art. Das Bild hat das Buch, meiner Meinung nach, deutlich aufgewertet. Außerdem fand ich die Idee super, dass wir lesen können was das Bild denkt und wie es die Dinge sieht.
Übrigens weil es bei diesem Buch heißt: "eine berührende Liebesgeschichte". Liebesgeschichte - ja. Berührend - nein. Vielleicht irgendwie außergewöhnlich? Auch nicht. 

Alles in einem dominiert das Fachwissen rund um das Thema Kunst. Der Schreibstil war gut, die Charaktere leider größtenteils miserabel, aber dafür gut ausgearbeitet. Alles wirkt auf mich gut durchdacht, aber leider auch sehr trocken und eher langweilig. Mir fehlten Emotionen, mir fehlte Spannung und mir fehlte ein gutes Ende.
~~~
(Schulnoten)

Cover: 3
Titel: 2
Schreibstil: 2
Idee: 2
Umsetzung: 3
Spannung: 4
Charaktere: 4
Ende: 4
~~~

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ChristineChristls avatar

Rezension zu "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild

tolles buch
ChristineChristlvor 4 Monaten

Titel: Die Launenhaftigkeit der Liebe
Autor: Hannah Rothschild
Verlag: Penguin
Sprache: Deutsch
Seiten: 512 Seiten ∞ TB
Preis: D ∞ 15,00€  A ∞ €
Genre: Liebe ∞ Krimi ∞ Historisch ∞ Geschichte
Reihe: Nein


Annie ist auf der Suche nach einem Geschenk. In einem Londoner Trödelladen kauft die junge Köchin ein verstaubtes Gemälde für ihren neuen Freund und wird dann doch abends von ihm sitzen gelassen. Das unscheinbare Bild aber bleibt und stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf, denn es scheint viel mehr wert zu sein, als sie ursprünglich dachte. Schon bald sind schwerreiche russische Oligarchen, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper hinter Annies Zufallsfund her. Als die junge Frau auch noch ins Visier einer skrupellosen Kunsthändlerfamilie gerät, scheint sie alles zu verlieren – und findet ganz unerwartet eine neue Liebe …


Meine Meinung:
Ich hab den Klappentext gelesen und dachte mir sofort: Dieses Buch muss ich lesen!
Kunst, London, liebe und einen hauch Krimi? Ja, dass klingt genau nach einen Buch das mir gefallen könnte. Und JA! Es war einfach nur wunderschön.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, ich hab zwar länger gebraucht um in meinen Lesefluss zu finden, doch gefesselt hat mich das Buch ab der ersten Seite.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich flüssig, charmant und interessant. Daher fliegen die Seiten des Buches nur so, und man kommt schnell voran. Manchmal kommt es einem doch sehr "Hochgestochen" bzw. sehr "intellektuell" daher, aber die Autorin hat es doch geschafft das mir ihr erzähl und Schreibstil Sympathisch war und nicht zu künstlich oder übertrieben wirkte.

Nach dem doch sehr spannenden Prolog, in dem bereits sehr viele Namen fallen (womit ich mir ab und an schwer tue, ohne Hintergrundwissen) geht die Story dann bei "ein halbes Jahr zuvor" weiter. Das hat mir doch auch sehr gut gefallen, weil durch den Prolog das Buch sehr schnell an fahrt aufgenommen hat, ohne uns aber zu erschlagen, und danach dann "entspannt" die Geschichte weiter zu erleben.

Eins nur vorweg, weil ich danach bereits gegoogelt hatte : "Die Launenhaftigkeit der Liebe" ist ein Fiktives Bild :) Ich hoffe ich erspare euch allen die sich nicht so mit Kunst auskennen einen Google Besuch :D

Für mich hätte es zwar etwas mehr Liebe, Romantik und Leidenschaft beinhalten können, aber da das Buch ja gar nicht darauf ausgelegt ist und es trotz allem wirklich toll ist, tut dies meiner Bewertung keinen Abbruch.



Ein sehr geschmackvolles Cover das mir sofort ins Auge fiel. 

Fazit:
Wirklich wunderschön erzählt, eine tolle Mischung aus Liebe und Krimi. Ein Buch das ich sehr gern gelesen habe und was mir schöne Lesestunden bereitet hat.


Daher gibts von mir 5 von 5 Masken

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Nora_ESs avatar

Rezension zu "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah Rothschild

Manchmal ist weniger mehr.
Nora_ESvor 7 Monaten

Der eigentliche Protagonist in diesem Roman ist ein Gemälde mit dem Namen ‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ des französischen Malers Watteau. Den Künstler gab es in Wirklichkeit, nur bei dem Gemälde handelt es sich um Fiktion. Das Bild scheint ein gewisses Eigenleben zu führen, denn es kommt in einigen Kapiteln selbst zu Wort und berichtet von seiner Vergangenheit. Dabei wird schnell klar, dass die Launenhaftigkeit der Liebe nicht nur bei der Entstehung des Gemäldes eine entscheidende Rolle spielte, sondern auch im Leben sämtlicher Besitzer dieses Gemäldes durch alle Jahrhunderte hindurch ziemlich launenhaft mitwirkte.

In der Gegenwart kauft die vom Leben und der Liebe gebeutelte Annie das Gemälde in einem Trödelladen und kommt dessen Geschichte und Wert langsam näher.

‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ ist Hannah Rothschilds Debütroman und eine interessante Mischung aus Kunst-, Krimi- und Liebesgeschichte. Trotz all der spannenden Elemente und dem Hauch an Liebesgeschichte fiel mir die Lektüre nicht sonderlich leicht. Schon der Prolog zieht sich in die Länge. Bereits dort werden viele Charaktere eingeführt und mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte vorgestellt, obwohl sie nur Randfiguren sind, die in der weiteren Handlung nicht vorkommen. Dieses Über an Informationen zieht sich durch das gesamte Buch. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, authentisch wirkende Charaktere zu erschaffen, schießt aber an manchen Stellen ein bisschen über das Ziel hinaus. Die sehr detailreichen Hintergrundgeschichten einzelner Figuren sind überflüssig, da sie mitunter nichts zur Handlung beitragen. Und die ist schon kompliziert genug.

Nach über 500 Seiten ist man als Leser ob der Informationsfülle einfach geplättet. Das Hintergrundwissen der Autorin zum Thema Kunst, Geschichte und Kunsthandel ist immens und beeindruckend. Hinzu kommen die vielschichtigen Verstrickungen in der Handlung und der Figuren untereinander, in die dann auch noch Annie hineingerät. Dabei den Überblick und die Lust am Lesen nicht zu verlieren, ist manchmal schwer.

Ich gebe zu, dass ich mich anfangs durch die Seiten quälen musste. Insbesondere in der ersten Hälfte des Buches schreitet die Handlung nicht zügig genug voran, um einen zu fesseln. Es wird einfach nur jede Menge Wissen vermittelt. Die andere Hälfte ist dann schon deutlich spannender. Insgesamt ist ‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ dennoch ein sehr durchdachtes und gut geschriebenes Buch, weist aber einige zähe Momenten und ein Übermaß an Fachwissen auf, von dem einem der Kopf raucht.

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