Hannah Sloane

 4,2 Sterne bei 94 Bewertungen

Lebenslauf

Hannah Sloane wuchs in England auf und studierte Geschichte an der Universität von Bristol. Sie hat die doppelte Staatsbürgerschaft und lebt mit ihrem Partner Sam in Brooklyn. The Freedom Clause ist ihr Debütroman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannah Sloane

Cover des Buches The Freedom Clause (ISBN: 9783759600073)

The Freedom Clause

(91)
Erschienen am 25.10.2024

Neue Rezensionen zu Hannah Sloane

Cover des Buches The Freedom Clause (ISBN: 9783759600073)
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Rezension zu "The Freedom Clause" von Hannah Sloane

Elite1304
Wenn zwei Menschen sich innerhalb einer Ehe neu erfinden

Dieses Buch fand ich absolut spitze!

Hier geht es um ein junges Paar, das seit der Uni zusammen ist und nun drei Jahre verheiratet ist. Durch einen dummen Zufall kommen sie auf ihre Sexualität zu sprechen und wie sich die Häufigkeit im Laufe der Beziehungsjahre verändert. So schlägt Dominic eine Freiheitsklausel vor, in der beide 1 x im Jahr mit einer fremden Person schlafen dürfen. Bedingungen: das nähere Umfeld bleibt davon unberührt und erfährt auch nichts, keine Wiederholungen und sie sprechen beide nicht über ihre One-Night-Stands.

Daphne ist eine Frau, die trotz ihrer langjährigen Beziehung mit Dominic kein zufriedenstellendes Sexualleben kennt und selbst nicht weiß, ob ihr das wichtig ist und was sie genau möchte. Dominic erhofft sich durch die Erfahrung mehr Kenntnisse und auch, dass er seine 20er auf typische Weise ausleben kann.

Die Freiheitsklausel ist auf fünf Jahre begrenzt und das Buch teilt sich in die Abschnitte der 5 Jahre auf. In diesen Jahren erfährt der Leser, die Hintergründe zu den Personen Daphne und Dominic: also wer sie eigentlich einzeln wirklich sind, warum sie so sind und ganz wichtig: die verschiedenen schwierigen Elternhäuser aus denen sie kommen. Am Ende versteht der Leser warum die zwei so sind wie sie sind und wieso sie zu denen werden, die sich letztlich sind.

Die Freiheitsklausel klingt auf dem Papier gut, doch stellt es die Ehe auf eine harte Probe, denn dass man sich nicht verlieben darf oder keine Wiederholungen erlaubt sind, ist leichter gesagt als getan. Besonders gut hat mir hier die Tatsache gefallen, dass es gar nicht so leicht ist, jedes Jahr jemanden aufzureißen, der sich für einen erwärmt. Man muss auch mit Zurückweisungen umgehen können.

Ich fand die ganze Story sehr ehrlich, mutig und realitätsnah und konnte auch alle Bedenken verstehen und Fragen, die sich am Ende gestellt wurden. Oberflächlich betrachtet denkt jeder, der in einer langjährigen Partnerschaft ist und dieses Bild für gut und richtig erachtet, dass die Freiheitsklausel abstoßend ist, aber letztlich muss das jedes Paar für sich selbst entscheiden und in diesem Fall war die Klausel schlecht und gut zugleich.

Daphnes Entwicklung hat mir so gut gefallen. Ich fand es absolut plausibel. Die Familienverhältnisse haben mich schockiert. Die schonungslose Darstellung von schlechtem Sex fand ich anfangs erschreckend, dann aber eigentlich total realistisch und mutig, dass das endlich mal jemand aufgeschrieben hat.

Es ist toll geschrieben, es ist ein brisantes, heikles und wichtiges Thema. Ich fands großartig. Der pola-Verlag haut ein gutes Buch nach dem anderen raus. 

Das einzige, das ich bemängeln würde, ist das Tempo ab dem 3. oder 4. Jahr. Dann sind die Sprünge etwas groß, nicht mehr ganz so detailliert und man merkt, dass das Buch offenbar keine 600 Seiten haben durfte. Es tut der Geschichte keinen Abbruch und auch dem Verständnis nicht, aber es ist mir aufgefallen.

Absolute Empfehlung!

Cover des Buches The Freedom Clause (ISBN: 9783759600073)
schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "The Freedom Clause" von Hannah Sloane

schnaeppchenjaegerin
Die Öffnung der Ehe: Ende oder Neuanfang? Spannendes (S)experiment mit weitreichenden Folgen

Daphne und Dominic haben jung geheiratet und, stellen nach drei Jahren Ehe fest, dass ihr Sexualleben nicht befriedigend ist. Dominic schlägt deshalb nach einer Silvesterfeier vor, ihre Ehe zu öffnen. Auch wenn Daphne von der Idee wenig angetan ist, stimmt sie unter der Einhaltung von Regeln zu. Sie dürfen nur eine Nacht im Jahr mit einer Person verbringen und nicht darüber sprechen. Die Freiheitsklausel soll zudem auf fünf Jahre befristet sein.
Daphne nutzt die Chance, ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen und baut zusehends mehr Selbstbewusstsein auf. Daphne und Dominic haben auch wieder zusammen mehr Spaß im Bett, aber das ist nicht die einzige Veränderung in ihrer Ehe.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht beider Ehepartner geschildert, so dass man Einblicke erhält, wie sie jeweils die Freiheitsklausel interpretieren und wie der emotionale Umgang damit ist. Die Erzählweise ist dynamisch, denn oft erfolgt der Wechsel schon nach einem kurzen Abschnitt.

Die Entwicklung beider Charaktere ist authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Die Folgen der Abkehr von einer rein monogamen Ehe führen nicht nur zu einer Veränderung der Sexualität, sondern sind schon bald in allen Bereichen des Lebens zu spüren. Das eigene Freizeitverhalten ändert sich, neue Freundschaften werden geknüpft und berufliche Ziele überdacht. Sie probieren sich aus, gehen Risiken ein, ernten Erfolge, müssen aber auch mit Rückschlägen umgehen.

Anders als das etwas frivole Cover vermuten lässt, stehen explizite Sexszenen in dem Roman nicht im Vordergrund. Er handelt vielmehr von den Folgen des Sexperiments für die Personen selbst und die Beziehung zueinander.
Der Roman schildert die fünf Jahre, für die diese besondere Freiheit in der Ehe gelten soll. Nach einem ausgeglichenen Beginn, bei dem beide Charaktere gleichermaßen positive und negative Aspekte feststellen, entwickelt sich die Geschichte im weiteren Verlauf recht einseitig und zugunsten der weiblichen Sicht. Daphne, die anfangs skeptisch war, kann mit der gewonnen Freiheit viel besser umgehen und Vorteile daraus ziehen, während Dominic sich zunehmend als Verlierer entpuppt.

Der Roman beschreibt ein mutiges Experiment mit weitreichenden und überraschenden Auswirkungen. Kann mehr Freiheit eine Ehe retten oder wird sie sie zerstören? Ist Exklusivität nicht der Sinn einer Ehe? Läutet der Gedanke eines Aufbrechens nicht schon das Ende ein?
"The Freedom Clause" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, wie wichtig Vertrauen, Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung in einer Beziehung sind. Darüber hinaus handelt der Roman von einer persönlichen Weiterentwicklung und davon, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kennen und für sie einzustehen.

Cover des Buches The Freedom Clause (ISBN: 9783759600073)
Mirarims avatar

Rezension zu "The Freedom Clause" von Hannah Sloane

Mirarim
Wohin Regeln führen...

KLAPPENTEXT

Daphne und Dominic sind seit drei Jahren verheiratet. Der Alltag hat sie bequem gemacht, und ihr Sexleben ist alles andere als aufregend. Im Rausch einer Silvesterparty macht Dominic Daphne den Vorschlag, die Ehe zu öffnen. Daphne stimmt zu, unter drei Bedingungen: nur eine Nacht im Jahr, nicht zweimal mit derselben Person und Stillschweigen gegenüber dem anderen. Es dauert nicht lange, da merken sie: Dies ist keine kleine Veränderung, sondern eine gewaltige ... Daphne lernt endlich, zu sagen, was sie will, und teilt ihre Erlebnisse auf einem anonymen Blog. Bis die Zweifel kommen, an ihrer Liebe, an der Ehe ... Werden sie einen Weg finden, ihre Beziehung zu retten? Und wollen sie das überhaupt?


MEINUNG

Spannende Idee für einen Roman, dem ich gebannt gelauscht habe. Durch den Klappentext hatte ich irgendwie eine Idee im Kopf, was Daphne und Dominic für Menschen sind. Ich kann sagen: Sie waren ganz anders und das war total gut.

Alter und auch Beziehungsdauer von beiden hätte ich mir etwas höher und länger vorgestellt. Durch alles, was passiert ist und wie die Dynamik beschrieen war, hat es aber gut gepasst und ich konnte mich dann doch damit anfreunden.

Dominic war nicht mein Fall. Nicht als Student, nicht als Partner, nicht als der Mensch, zu dem er sich entwickelt hat. Durch Hannah Sloanes Beschreibungen, habe ich ihn aber gut greifen können und verstanden, warum er so war. Denn die relevanten Charakterzüge hat sie gut ausgearbeitet.

Daphne mochte ich gerne. Sie hat Mut bewiesen, sich vielen Situationen gestellt und durch ihren Essens-Blog das ganze wahnsinnig witzig und sympathisch verarbeitet.

Ohne zu viel spoilern zu wollen sei nur kurz gesagt: Meiner Meinung nach hat Daphne Dominics Idee um Welten besser umgesetzt und verkraftet als er. Und die Sympathie für Dominic ist von Seite zu Seite geschrumpft.

Es ist eine Geschichte darüber, wohin manche Entscheidung führen können. Es ist eine Geschichte über den Weg einer Beziehung, nicht nur der Anfang oder das Ende. Vor allem ist es aber ein Buch darüber, wie insbesondere Daphne es schafft zu sich zu finden, zu lernen, wer sie ist und wie sie für sich einstehen kann.

Eine ungewöhnliche Geschichte, die mir gut gefallen hat.

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