Hannah Winkler Fe-Male

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Inhaltsangabe zu „Fe-Male“ von Hannah Winkler

Im falschen Körper geboren, wächst Hannah auf. Äußerlich ein Junge, aber innerlich ein Mädchen, wünscht sie sich bald nur eines: endlich ihr wahres Geschlecht leben zu können. In ihrem Buch FE-MALE beschreibt Hannah Winkler ihren schwierigen Weg hin zum richtigen Körper. Immer wieder wird ihr Ziel von 'wohlmeinenden' Vertretern staatlicher Instanzen behindert, die ihr die 'Idee', ein Mädchen zu sein, austreiben wollen, und auch ihre nahen Angehörigen verstehen, von der Situation überfordert, lange Zeit nicht, dass ihr geliebter Junge eigentlich ein Mädchen ist. Trotz vieler negativer Erfahrungen und zahlreicher Demütigungen, die Hannah Winkler durchmachen musste, erzählt sie ihre Geschichte voller Hoffnung und Herzlichkeit. Nicht zuletzt macht sie mit ihrem Buch Mut, denn sie fand schließlich ein Jugendwohnheim, in dem sie sich akzeptiert und gefördert fühlte, und Freunde, die sie so lieben, wie sie ist. Heute lebt sie nach geschlechtsangleichenden Operationen entsprechend ihrer wahren Bestimmung auch körperlich als Frau.

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  • Fe-Male - eine Metamorphose

    Fe-Male

    ClaraOswald

    23. July 2016 um 22:38

    Eine meiner ersten Biografien über das Leben im falschen Körper und den Weg in den richtigen, die ich las. Im ersten Kapitel geht es um Hannahs Aufbruch nach Perugia, Italien. Sie ist 14 Jahre alt und soll aus ihrem gewohnten Umfeld, das mit ihrer Situation nicht umgehen kann, geholt werden und dort einen Neuanfang beginnen können. Allerdings bekommt Hannah nicht das, was ihr versprochen wurde. In Italien ist das Gesetz anders als in Deutschland und sie kann dort nicht behandelt werden. Ihr überforderter Vater und das Jugendamt wollten nur, dass sie ihre ‚Phase‘ überwindet.Hannah wusste lange nicht was mit ihr los war und ihr Vater wusste nicht wie er ihr helfen soll. Er tat sein Bestes im Rahmen seiner Möglichkeiten, war aber zu überfordert mit der Situation. Hannah beschreibt, dass ihr Verhalten ihm nicht gerade weitergeholfen hat. Dadurch war er vermutlich noch mehr verunsichert und wusste nicht wie er mit ihr umgehen soll.Mithilfe von einer Betreuerin kann Hannah Italien zeitnah verlassen und wird in Deutschland in einer Notunterkunft für Jugendliche aufgenommen, dort übernachtet sie, tagsüber besucht sie eine Klinik mit integrierten Schulunterricht. Um ihr Leben in der Tagesklinik geht es im zweiten Kapitel, sie findet dort zwar eine Freundin, doch Ärzte und Lehrer behandeln sie sonderbar. Einer der Ärzte ist so unprofessionell, dass er sie immer in der männlichen Form anspricht. Nach drei Wochen Beobachtung, Angst vor der Pubertät und Biertrinken am Vormittag bekommt sie endlich ihre pubertätshemmenden Medikamente. In der Notunterkunft läuft alles gut, bis ihr Tagebuch entdeckt wird und sie verprügelt wird. In der Heimgruppe scheint es besser zu laufen, sie freundet sich mit einem Mädchen namens Mara an, mit der sie auch ihre Freizeit verbringt und mit der sie zusammen auf das Gymnasium gehen wird.Zwar scheint der Betreuer Karl auch nicht zu verstehen, was Transidentität bedeutet, aber er scheint auch nicht viel Wert darauf zu legen. Bereits drei Tage später macht Hannah ihn wütend und er führt sie vor allen Kindern vor, er spricht sie (schreit sogar) mit ihren Jungennamen an. Sie verlässt das Heim, kauft sich Hochprozentigen und kommt wieder. Nachdem alle ihr Geheimnis wissen, verrät Mara es auch ihren Mitschülern, sodass Hannah befürchten muss, auch in der Schule gemobbt zu werden. In ihrer ersten Pause besorgt sie sich Alkohol und steht den Tag durch.Im fünften und sechsten Kapitel geht es darum, dass Hannahs Betreuer ihre Transsexualität nicht akzeptieren und sie deshalb als Dennis ansprechen, außerdem bricht das Jugendamt mithilfe des Vaters Hannahs Medikament-Therapie ab. Hannah wendet sich an ihren Therapeuten, der mit ihr vors Gericht geht. Ihre Betreuer sind nun sauer auf sie und behandeln sie höchst unprofessionell und aggressiv. Hannahs Probleme nehmen zu, sie hat kaum Vertraute, Leute die ihr beistehen, Leute die ihr helfen sollten, ignorieren und verletzen sie. Sie trinkt zu viel Alkohol und wirkt unbeabsichtigt anorektisch-bulimisch.Mit ihrem Vater fährt sie nach Frankfurt zu einer Spezialistin. Diese macht einige Tests mit Hannah und erklärt, dass sie jetzt Östrogene bekommen soll, außerdem sollte sie ihren Namen ändern, (das geht, nachdem man ein Jahr in der gewünschten Geschlechterrolle gelebt hat), und sie eine neue Unterkunft braucht, denn ins Heim kann sie auf gar keinen Fall zurück.Auf der Rückfahrt ist Hannah glücklich, alles scheint gut zu werden und sogar ihr Vater nähert sich ihr wieder an. Vielleicht hat er im Einzelgespräch einiges gelernt.Im nächsten Kapitel lädt gehen sie gemeinsam ins Kino um Transamerica zu sehen. Hannah ist in eine neue Wohngruppe gezogen, hat eine neue Freundin gefunden. Doch sie verheimlicht ihre Transidentität im Alltag, um Mobbing aus dem Weg zu gehen und sich voll und ganz auf die Schule zu konzentrieren. Sie ändert amtlich ihren Namen und bekommt ihren Personalausweis. Sie hat mit dem Tanzen angefangen und am Ende des Kapitels hat sie ihren großen Auftritt, auf der Party danach erzählt sie Karoline von ihrer Transidentität und Karoline vertraut ihr ihre Homosexualität an. es ist bereits Januar 2007 und Hannah plant ihre geschlechtsangleichende Operation, weil sie in diesem Jahr 18 wird.Eines Tages hat sie ein Date mit einem Mitschüler – Francesco. Sie besucht ihn bei sich zuhause, er möchte intim werden und erfährt dass Hannah biologisch ein Junge ist. Hannah flieht, fürchtet sich vor dem nächsten Schultag – zu Recht, Francesco veröffentlicht ihr Geheimnis, sie wird Mannsweib genannt und vor der Klasse bloßgestellt. Wieder haut sie ab, ertränkt ihren Kummer in Alkohol, erleidet einen Nervenzusammenbruch und wacht schließlich in einer Klinik auf. Dort kümmern sie sich um sie und geben ihr Hilfestellungen, auch im Umgang mit Alkohol - bis heute trinkt sie keinen. Am Montag danach geht sie direkt wieder in die Schule, es läuft besser, als sie denkt und zum ersten Mal ist sie stark genug um für sich zu sprechen, ihren Klassenkameraden die Antworten auf die ungestellten Fragen zu geben. Hannah geht zur Transsexuellen-Beratung und findet mit Hilfe einen kompetenten Chirurgen, sie vereinbart einen Termin, er erklärt ihr alles und sie bekommt einen Termin für die OP.Im vorletzten Kapitel geht es dann um die Operation und um ihre Zeit im Krankenhaus, dort trifft sie auf eine gleichaltrige Transsexuelle namens Klarissa und erfährt deren Geschichte, die zwar einfacher, aber nicht leichter war. Ihr Vater und ihr Bruder kommen sie besuchen, letzterer wird seinen Master in Bonn machen und schlägt vor, dass die beiden (oder auch drei) mehr Zeit miteinander verbringen könnten.Im letzten Kapitel beschreibt sie eine Freizeit an der See, bei der sie sich in einen Jungen verliebt, leider meldet er sich nie wieder bei ihr, nachdem sie ihm erzählt, dass sie eine Transfrau ist. Dann folgen einige Absätze aus ihrem heutigen Leben, was sie jetzt macht und wie es ihr in den letzten Jahren ergangen ist.Und ihre wichtige Botschaft:"Jeder ist es wert, geliebt und so akzeptiert zu werden, wie er ist." (S.253)***Sehr bewegend fand ich Hannahs Beschreibung, als sie gemerkt hat, was mit ihr los war. Wie schwierig es für sie war, es überhaupt herauszufinden. Mich machte wütend, wie uninformiert die erwachsenen Menschen sind, die ihr eigentlich hätten helfen müssen/ können. Einiges wäre schneller gegangen. Lehrer, Sozialarbeiter, Jugendamtmitarbeiter und sogar die Ärzte hatten zu wenig Informationen darüber, auch wie sie mit ihr umgehen sollten. Hinzu kommt diese Intoleranz. Die Wahrheit ist, dass jedes zweite Kind, welches stirbt, durch Suizid sein Leben beendet. Wie schrecklich ist das?Man merkt Hannah ihre Verzweiflung an, sie wollte sich umbringen, weil sie so nicht leben wollte, in diesem Jungenkörper, aber gleichzeitig wollte sie auch nicht im Jungenkörper sterben. Sie wollte kämpfen, sie wollte ein Mädchen werden. Diese ganzen Hürden, sie hat sie genommen, sie hat es geschafft und ist am Ziel angekommen.Lediglich die teilweise sehr gekünstelt wirkenden Sätze störten mich zu Beginn, aber Frau Winkler ist ja auch keine professionelle Autorin. Sie hat das erreicht was sie wollte, dieses Buch ist wunderbar und macht sicherlich einigen Menschen Mut, oder rüttelt an ihnen.(Für Hannah hoffe ich, dass sie inzwischen ihren Traumprinzen gefunden hat, denn ein wenig erschreckend finde ich es schon, dass eine hübsche, intelligente, junge Frau keinen Mann findet, nur weil sie als Junge geboren wurde. Männer, geht’s noch?)Ich hoffe, dass wir und besonders diese Leute, heute aufgeklärter sind bzw. immer besser aufgeklärt werden. Es gibt ja auch inzwischen mehr Literatur zu dem Thema.Mich würde interessieren, wie die ca. 14-/15-jährigen heute reagieren und damit umgehen würden. Ob es sich geändert hat.Schlussendlich kommt es sowieso auf die familiäre Situation an und wie das Umfeld und die Ärzte damit umgehen. Glücklicherweise muss nicht jeder etwas wie Hannah durchmachen, partiell aber wahrscheinlich schon.

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  • Hannah Winkler: Fe-male

    Fe-Male

    veritasvino

    16. May 2014 um 12:17


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