Hanne Egghardt Alles Walzer

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Inhaltsangabe zu „Alles Walzer“ von Hanne Egghardt

Das Musikimperium Strauß dominierte die Tanzsäle des 19. Jahrhunderts. Doch so glänzend die Karriere der "Firma Strauß" nach außen wirkte, so knallhart waren die Verhältnisse im Inneren: Johann Strauß Vater sorgte mit seinem Privatleben für Skandale, verließ Frau und Kinder und lebte fortan in "wilder Ehe" mit einer Modistin. Aus Rache erlaubte seine Frau ihrem ältesten Sohn, gegen den Willen des Vaters Musiker zu werden - Johann Strauß Sohn wurde zu dessen schärfstem Konkurrenten. Doch gesundheitlich war der Walzerkönig ein kränkelnder Mann. Sein Bruder Josef, der lieber Ingenieur geworden wäre, musste als Kapellmeister der so erfolgreichen Strauß - Kapelle einspringen. Eduard, der jüngste Bruder, Hofballmusikdirektor und der "schöne Edi" genannt, verbrannte am Ende seines Lebens das gesamte handgeschriebene Notenarchiv der Strauß-Kapelle. Ein Racheakt? Die Vertuschung unliebsamer Geheimnisse? Darüber rätselt man bis heute. Spannend wie ein Krimi lesen sich die Lebensbeschreibungen der vier "Sträuße", ihrer Rivalitäten, Leidenschaften und Ängste. Und spannend wie ein Krimi ist auch die Geschichte der "Firma Strauß", des ersten Unternehmens der modernen Unterhaltungsindustrie.

Informativ, wenn auch sehr zäh

— veronika_lackerbauer
veronika_lackerbauer

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    Alles Walzer
    veronika_lackerbauer

    veronika_lackerbauer

    22. July 2017 um 13:54

    Bei den jährlichen Live-Übertragungen des Wiener Opernballs habe ich mich oft gefragt, ob das für die Anwesenden nicht recht fad ist. Es dauert Stunden, bis all die illustren Gäste begrüßt und in ihren Logen verstaut sind, dann gibt es ein nicht endenwollendes Protokoll. Wer auf einen Ball geht, um zu tanzen, sich zu amüsieren und ein leckeres Buffet zu genießen, ist in Wien wohl eher falsch. Ähnlich ist es auch mit diesem Buch. Grundsätzlich ist es sehr informativ und die Familie Strauß bietet alles, was ein spannendes historisches Fest-Bankett braucht. Aber die Umsetzung ist entsetzlich zäh. Leider. Denn die Zeit und die Ereignisse wären spannend.

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  • Rezension zu "Alles Walzer" von Hanne Egghardt

    Alles Walzer
    Sikal

    Sikal

    02. January 2013 um 21:28

    Wer kennt sie nicht: Die Strauß-Familie. Die Stars am Musikhimmel des 19. Jahrhunderts. Hanne Egghardt erzählt im „Dreivierteltakt“ nicht nur von den unzähligen Werken des Imperiums, sondern liefert in temperamentvoller Schreibweise Einblicke hinter die Kulissen. Einen fulminanten Start legte bereits Johann Strauß Vater hin. Ein ausnahmsloses Musiktalent, dem Tür und Tor offen standen – doch auch für außereheliche Stelldicheins. Zum Leidwesen seiner Frau verließ er plötzlich die Familie, um mit seiner Zweitfamilie zu leben. Trotzdem wollte er die alleinige Entscheidungsmacht über die Ausbildung seiner Söhne behalten. Seine Frau zog im Hintergrund die Fäden und erlaubte dem ältesten Sohn, Johann, in die Fußstapfen des Vaters zu treten – obwohl (oder gerade weil) dieser strikt dagegen war. Durch diese Entscheidung wurden Vater und Sohn zu schärfsten Konkurrenten. Strauß Sohn wurde ebenso getrieben von Erfolg zu Erfolg, hegte und pflegte ebenso das weibliche Geschlecht und intrigierte ebenso wie sein Vater, wenn es darum ging, den Namen Strauß vor alle anderen zu stellen. Der Name und das Imperium Strauß standen bei allen Entscheidungen im Vordergrund, ging es um die Gesundheit oder auch um Berufswünsche der Brüder Josef und Eduard – keine Chance: The show must go on. Warum gerade der jüngste Spross, Edi, das gesamte Notenarchiv verbrannt, konnte bis heute nicht geklärt werden. Nichtsdestotrotz ist diese Familiengeschichte einerseits geprägt von den schönen Dingen des Lebens und Glamour, andererseits standen Rivalitäten, Neurosen und übertriebene Eitelkeiten an der Tagesordnung. Hanne Egghardt schafft es, dieser Familiengeschichte viel Charme und Esprit zu verleihen. Es gelingt ihr, außerhalb von Geschichtsbüchern einige Fakten zu vermitteln und fesselt mit zahlreichen Anekdoten. Fazit: Ein Buch, das viel zu schnell zu Ende ging und manches Schmunzeln hervor lockte. Einziges Manko ist das Format des Buches, so liegt es beim Lesen nicht sonderlich gut in der Hand. Das sollte jedoch der Lesefreude keinen Abbruch tun.

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