Hanne Egghardt Skandalöse Amouren im Hause Habsburg

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Inhaltsangabe zu „Skandalöse Amouren im Hause Habsburg“ von Hanne Egghardt

Unstandesgemäße Ehen und geheime Liebesaffären im Hause Habsburg. Kurzweilig und in bewährt angenehm lesbarer Weise beschreibt Hanne Egghardt in ihrem neuen Buch sieben Liebesgeschichten, die dem Haus Habsburg ganz und gar nicht genehm waren. Erzherzog Ferdinand Karl, Bruder von Thronfolger Franz Ferdinand, musste mit seiner bürgerlichen Ehefrau Bertha Czuber ins Ausland fliehen. Erzherzog Heinrich heiratete heimlich die Sängerin Leopoldine Hofmann. Ihr Ende war dramatisch: Sie starben beide in derselben Nacht. Erzherzogin Marie Christine und Isabella von Parma verband eine lesbische Liebesbeziehung, die durch zahlreiche pikante Briefe belegt ist. Marie Louise, Tochter von Franz I./II., hatte als Ehefrau Napoleons eine glühende Liebesbeziehung mit Graf Neipperg, dem sie heimlich zwei Kinder gebar. Erzherzog Leopold Ferdinand ehelichte zum Entsetzen von Kaiser Franz Joseph zweimal Prostituierte und endete als Würstelverkäufer in Kaisermühlen. Erzherzog Johann Salvator, Freigeist von Jugend an, heiratete die Tänzerin Milli Stubel und brach mit ihr per Schiff nach Südamerika auf – von wo er nie zurückkam. Erzherzog Johann, der bis heute verehrte „steirische Prinz“, verliebte sich in die Postmeisterstochter Anna Plochl, ihre Liebesgeschichte wurde sogar verfilmt.

Nette, kurzweilige Unterhaltung auf historischem Grund mit schöner Aufmachung. Leider lassen der Satzbau und die Quellen zu wünschen übrig.

— Kleinstadtkatze
Kleinstadtkatze

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  • Leserunde zu "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" von Hanne Egghardt

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Skandal bei Hof: Das hat den Kaiser gar nicht "sehr gefreut" Worum geht's? Mitglied des Hauses Habsburg zu sein, ging mit Rang und Ansehen, bester Erziehung und Ausbildung einher. War für die Söhne des Hauses oft eine Karriere im Militärwesen vorgezeichnet, wurden die Töchter nach politischem Kalkül verheiratet. Viele Mitglieder des Kaiserhauses beugten sich dem Diktat des Herrscherhauses, dienten in weit entlegenen Garnisonen des Habsburgerreiches, heirateten ungeliebte Partner und erfüllten nolens volens ihre Repräsentationspflichten. Es gab aber auch eine Reihe von Hoheiten, die sich den streng konservativen Gesetzen widersetzen, die ihr Leben nach eigenen Vorstellungen leben wollten und eher ihrem Herzen folgten als der Konvention. Da ist die „amitié amoureuse“ zwischen Erzherzogin Marie Christine und ihrer Schwägerin Isabella von Parma, da ist die Affäre der mit Napoleon verheirateten Kaisertochter Marie Louise mit ihrem Reisebegleiter Graf Neipperg, da sind Erzherzöge, die aus Liebe zu nicht standesgemäßen Frauen mit dem Kaiserhaus brachen, ihre Titel und Ansprüche niederlegten und „bürgerlich” wurden. Von diesen schillernden Persönlichkeiten, die sich skandalösen Amouren hingaben, erzählt Hanne Egghardt in ihrem Buch. Erscheinungstermin: 22. März 2013 (Österreich) Hanne Egghardt studierte in Graz und Istanbul Germanistik und die türkische Sprache. Sie arbeitet seit 1970 in Wien als Dolmetscherin, Journalistin und Buchautorin. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wollt ihr mehr über die adeligen Liebesgeschichten erfahren? Dann bewerbt euch für die Leserunde zu "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" und gewinnt eines von 10 Leseexemplaren. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Lasst uns bis einschließlich 22. März wissen, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt haben müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Wer liest mit? Bewerbungen" verwenden. Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 163
  • Österreichs Skandalnudeln

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2013 um 12:09

    "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" von Hanne Egghardt befasst sich, wie der Titel vermuten lässt, mit unstandesgemäßen und skandalösen Liebesbeziehungen der Habsburger. Sechs verschiedene Liebesbeziehungen werden dargestellt und mit Fotos und Zitaten untermalt. Interessant ist es, etwas über diese Liasons zu lesen und wie der Hof und das Umfeld darauf reagiert haben. Manche Amouren nahmen ein gutes Ende, anderen war ein trauriges Schicksal beschert. Unterhaltsam ist das Buch zu lesen. Leider wiederholen sich in den Texten einige Informationen und Darstellungen, so dass der Lesespaß leidet. Als unterhaltsames Sachbuch ist es durchaus zu empfehlen. Der durchschnittliche Leser lernt einiges über die Habsburger und den Adel. Wer sich bereits mit der Materie befasst hat und Habsburg Kenner ist, wird vermutlich nicht viel Neues erfahren. Fazit: ein unterhaltsames Sachbuch für Royal Fans und Liebhaber von Liebesgeschichten.

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  • Interessantes und vielleicht auch Unbekanntes aus dem Hause Habsburg

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Starlet

    Starlet

    14. June 2013 um 15:16

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg – hier erfahren wir von sieben unterschiedlichen Liebesgeschichten, die sich in den Jahren 1740-1930 zugetragen haben. Lesegrund: Das Hause Habsburg ist vor allem durch die Sisi-Filme bekannt, hier erhält man einen tollen Einblick in weitere, nennenswerte Liebesgeschichten, die mir teilweise unbekannt waren. Cover: Einfach, aber passend. Mir gefällt das Cover sehr gut. Fazit: Interessantes und vielleicht auch Unbekanntes aus dem Hause Habsburg. Das Buch beginnt mit Liebesaffären und endet mit unstandesgemäßen Ehen. Interessante geschichtliche Fakten, die durch den angenehmen Schreibstil flüssig zu lesen sind. Die Autorin schafft es, dass man das Buch flüssig lesen kann, man sich aber dennoch in der Zeit zurückversetzt fühlt. Das hat mir besonders gut gefallen. Leider fehlt dem Buch ein Stammbaum, so dass ich manchmal länger gebraucht habe, bis ich die Leute zuordnen konnte. Eine Übersicht wäre hilfreich gewesen. Insgesamt ist es eine tolle Mischung aus unterschiedlichen Affären und Liebesbeziehungen, zudem bekommt man einen schönen Einblick in die damaligen Lebensweisen. Man sieht auch, wie sich im Laufe der Jahre die Geschichte entwickelt. Für geschichtlich interessierte Leser, die sich gerne mit Königshäuser befassen, ist dies eine empfehlenswerte Lektüre.

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  • [Rezension] Skandalöse Amouren im Hause Habsburg

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Tru1307

    Tru1307

    23. May 2013 um 13:03

    Das Sachbuch Skandalöse Amouren im Hause Habsburg habe ich gelesen, weil ich mich schon immer lose für die Habsburger Monarchie interessiert habe. Wer wann regierte und wer die Skandale verursachte ist für mich genauso spannend, wie ein Roman. Spätestens seit ich mir die Kaisergruft und die Hofburg in Wien anschauen durfte, war mein Interesse geweckt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich ein Sachbuch über die skandalösen Liebschaften der Habsburger lesen wollte. Und um die Liebe geht es absolut: In diesem Sachbuch werden insgesamt sechs -nicht wie die obige Beschreibung verspricht sieben - (Liebes-)Geschichten aus dem Zeitraum von 1740-1930 vorgestellt: * Erzherzogin Marie Christine und Isabella von Parma * Napoleons Gattin Marie Louise und Graf Neipperg * Erzherzog Johann und Anna Plochl * Erzherzog Heinrich und die Sängerin Leopoldine Hofmann * Johann Orth und die Tänzerin Mill Stubel * Erzherzog Leopold Ferdinand und die Damenwelt Die Geschichten sind lose miteinander verknüpft und in chronologischer Reihenfolge aufgereiht, so dass man gleichzeitig auch etwas über die Veränderungen im Habsburger Reich mitbekommt. Im Fokus jeder Geschichte steht entweder eine Person, deren Lebensweg erzählt wird oder ein Paar, das Hindernisse überwinden muss. Nicht immer sind die Figuren sympathisch, aber das ist auch gut so. Denn man mag auch nicht jede Person, die man kennen lernt und es trägt für mich daher zur Authentizität der Geschichten bei. Auch wenn es nur angerissen wird - und mehr ist auf 224 Seiten auch gar nicht möglich - fand ich es sehr spannend, wie die politischen Verhältnisse in das Privatleben der Prinzen und Prinzessinnen intervenierten. Vor allem Kaiser Franz (Sisis Mann) scheint des öfteren Entscheidungen getroffen zu haben, die nicht nachvollziehbar waren und den Lebensweg der jungen Prinzen nachhaltig verändert haben. Die Ehepolitik wird ebenfalls angerissen, so dass man beim Lesen durchaus Lust bekommt, selbst noch ein wenig nachzuforschen. Auf eine nicht immer todernste Weise berichtet die Autorin Hanne Egghardt über die unsittlichen Liebschaften der Habsburger. Vielmehr ist die Erzählweise sehr angenehm und erweckt die Personen wieder zum Leben. Zu jedem Kapitel gibt es Bilder und Portraits der Personen, wodurch man sich mehr in die Geschichte hineinversetzt und noch einmal bildlich gezeigt bekommt, dass es sich um Schicksale realer Menschen handelt, von denen berichtet wird. Ab und an war ich leicht verwirrt, weil die Namen (Maria, Louise usw.) gerne in die nächste Generation weitervererbt wurden. So dauerte es immer ein paar Zeilen, bis man wusste, wer genau gemeint ist. Eine Zeittafel oder ein kurzer Stammbaum hätten hier im Anhang sicher gut gepasst und das Lesen erleichtert. Bewertung Skandalöse Amouren im Hause Habsburg hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte waren interessant, passten immer zum Thema "Amouren" und geben einen ersten Einblick in die Leben der jeweiligen Menschen. Die Erzählweise war locker und gefällig. Gefehlt hat mir allerdings ein Stammbaum bzw. ein Personenregister, da es verbreitet war, Namen mehrfach zu vergeben und man so schnell durcheinander gerät.

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  • Nicht alle beugten sich dem Kaiser

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. April 2013 um 18:41

    Autorin Hanne Egghardt berichtet hier von sechs Liebesgeschichten, die folgende Dinge gemeinsam haben. Sie fanden im ehrwürdigen Hause Habsburg statt, bereiteten den jeweiligen Kaisern schlaflose Nächte und sind an Originalität nicht leicht zu überbieten. Ob es dabei um Maria Theresias Tochter und ihre Liebe zu ihrer Schwägerin geht oder die "sinnliche" Gattin des großen Napoleon, die ohne einen Mann nicht sein kann. Die schwärmerische Liebe des Erzherzogs Johann zu der Postmeistertochter Anna Plochl oder das tragische gemeinsame Ende der Eheleute Erzherzog Heinrich samt Sängergattin. Dem stehen die "Toskaner" natürlich nicht nach, im Gegenteil: Die Erzherzöge Johann und Leopold lassen es so richtig krachen mit Tänzerin und Prostituierten. Ich kenne mich ein wenig aus mit den Habsburgern, so wurde mir nicht allzuviel Neues berichtet. Doch wurde es so kurzweilig und humorvoll geschrieben, dass das Lesen ein Genuss war. Die Autorin hat die Geschichten liebevoll zusammengetragen und mir die Protagonisten real und echt rübergebracht. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen. Auch für Einsteiger in das Tema "Habsburger" bestens geeignet, ist der Text nicht zu kopflastig, sondern erweckt die Menschen zum Leben. Kopfkino an, durch sehr schöne Fotos unterstützt. Volle Punktzahl !!!

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  • Rezension zu "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" von Hanne Egghardt

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    tigerbea

    tigerbea

    28. April 2013 um 23:09

    Das Buch schildert in kurzen Geschichten einige Skandale im Hause Habsburg. Nicht alle Erzherzöge unterwarfen sich dem strengen Protokoll am Hofe. Zur damaligen Zeit sicher mit dem Mäntelchen des Schweigens bedeckt, werden die Affären hier mit viel Verständnis beschrieben. Das Buch besticht durch eine wundervolle und liebevolle Gestaltung. Allein das Cover ist ein Gemälde, ein absoluter Hingucker und hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Im Innenteil findet der Leser wundervolle Bilder der betreffenden Personen, die dadurch für den Leser griffiger und anschaulicher werden. Man erkennt die Person hinter der Geschichte und entwickelt Beziehungen zu ihnen. Besonders gelungen sind die Abdrucke der alten Briefe, die auch in der damaligen Schriftform und Grammatik wiedergegeben werden. Dadurch wirken diese Abschnitte authentisch. Der Stil dieses Buches ist wunderbar flüssig, leicht zu lesen und zu verstehen. "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" ist ein Werk, daß den Leser von der ersten Seite an für sich einnimmt, man kann es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Meine Hochachtung gilt der Autorin. Hinter diesem Buch steckt bestimmt eine Menge Arbeit. So etwas schreibt man nicht mal eben nebenbei!

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  • Habsburgs schwarze Schafe

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    28. April 2013 um 21:50

    Dieses Buch erzählt uns in sechs Episoden die Lebensgeschichte diverser schwarzer Schafe des Hauses Habsburg. Es behandelt den Zeitraum von 1740 - 1930. Da ist beispielsweise die lesbische Fürstin, die liebeshungrige Prinzessin oder der Erzherzog, der eine Bürgerliche liebt. Es liest sich sehr amüsant, ist aber deutlich ein Sachbuch und kein Roman. Oft denkt man: Aha, das wüsste ich jetzt gerne ausführlicher. Da werden dann doch eher Fakten mitgeteilt und nichts ausgeschmückt. Die Liebesgeschichten nimmt man als Kuriositäten wahr, sie gehen nicht zu Herzen. Auch wenn ich nach lesen dieses Buches das Gefühl habe, ich habe in eine sehr komplexe Thematik gerade mal hinein geschnuppert, habe ich doch einiges über das Haus Habsburg, strategische Heiraten und Standesdünkel gelernt. Als begeisterte Leserin historischer Romane und passionierte Burgenbesichtigerin hatte ich immer das Gefühl, Habsburger sind überall, und alle heißen Maria Theresia, Louise oder Johann. Jetzt kann ich diese unglaubliche Adelsfamilie etwas besser einordnen. Und ich weiß inzwischen, dass Sissis lieber Franzl ein grauenhaft konservativer Despot war. Sehr schön ist das eingefügte Bildmaterial. Man kann beim Lesen gleich sehen, um wen es geht. Noch schöner wäre ein eingefügter Stammbaum gewesen. Zwischendrin verliert man fast den Überblick. Ist jetzt Franz der Sohn von Ludwig, Ferdinand oder wem noch gleich, oder doch der Vater... Fazit: Hübsches Buch, um auf amüsante Weise Habsburger kennen zu lernen. Man sollte allerdings weder tiefere Informationen noch tiefere Gefühle erwarten.

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  • Schöne und kurzweilige Unterhaltung auf dem historischen Grund der Habsburger

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Kleinstadtkatze

    Kleinstadtkatze

    28. April 2013 um 16:16

    In sechs kurzweiligen Geschichten erzählt die Autorin Hanne Egghardt die Verwicklungen und amourösen Geschehnisse aus dem Hause Habsburg. Nicht selten trifft man dabei auf revolutionäre, junge und hübsche Mannsbilder, störrische Kaiser und Verwandtschaft und wenig gebildete Dirnen, die den Skandal erst vollkommen machen. Gespickt mit schönen Illustrationen der Beteiligten und deren Umfelds sowie vielen Briefen und Zitaten, erscheint die sonst so trockene Geschichte recht unterhaltsam und interessant, zumal hier stellenweise Vieles verschwiegen worden ist und man so auch die Lust nach eigener Recherche bekommt. Leider fehlte mir in diesem Buch das gewisse "Etwas", welches das Werk über eine recht gute Unterhaltungslektüre hätte hinaus heben können. Spätestens nach zwei Geschichten fliegen einem die Namen und die Häuser nur noch um die Ohren... es gibt weder einen Stammbaum, noch eine Karte zur Orientierung... so ist man zwar zur eigenen Kreativität angeregt (Stammbäume zeichnen, Randnotizen, etc.) und dennoch auch dann schnell überfordert. Auch die Variation der Geschichten lässt etwas zu wünschen übrig, da man stellenweise den Eindruck hat, fast diesselbe Geschichte, nur aber mit anderen Personen besetzt, zu lesen. Dennoch ist das Buch für einen informativen und kurzen Ausflug in die Geschichte gut geeignet und beschießt den Leser nicht nur mit Namen, sondern auch mit einer guten Prise Unterhaltung.

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  • Skandalöse Amouren im Hause Habsburg

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Zuellig

    Zuellig

    27. April 2013 um 16:06

    INHALT: Es werden sechs Liebesgeschichten von Mitgliedern des Hauses Habsburg behandelt, die in ihrer Zeit für Aufsehen sorgten, da sie nicht standesgemäss waren.MEINE MEINUNG: Die erste Geschichte von Isabella und Marie Christine hat mich enttäuscht. Da war sehr wenig Fleisch am Knochen (ist auch recht schwierig, da die arme Isabella nur 22 Jahre alt geworden ist, aber es hat mich trotzdem gestört, diese Geschichte auf 40 Seiten seziert zu sehen.) Dieselben Sätze wurden zum Strecken fast wortwörtlich mehrmals in unterschiedlichen Kapiteln wiederholt (z.B. dass sich die beiden Frauen bereits vor dem ersten Treffen zu einander hingezogen fühlten. Dazu fielen mir Nachlässigkeiten des Korrektorats, die ich in einem so schön aufgemachten Buch doppelt stören. (z.B. Seite 29, Zeile 6). Abgesehen von diesen "technischen" Details hat mich die Geschichte doch berührt, v.a. die Todessehnsucht Isabellas. Der Gehalt der zweiten Liebesgeschichte von Marie-Louise und ihrem leicht entzündbaren Herz hat mir da schon besser gefallen. Die Entwicklung von einem jungen Mädchen, das sich allem fügt, zu einer selbstbewussten Frau, die für ihre Interessen kämpft wird sehr schön veranschaulicht. Leider bin ich aber auch wieder über unschöne Details gestolpert. z.B. steht auf Seite 70 in einem Absatz 2x praktisch derselbe Satz: (dass sich Hofdame Montebello verabschiedet hatte). Wie schwierig es war, um die riesige Kluft des Standesunterschiedes zu überwinden, wird in der dritten Liebesgeschichte zwischen Erzherzog Johann und Anna Plochl sehr eindrücklich gezeigt. Dies ist endlich einmal eine Geschichte mit Happy End und Erzherzog Johann ein aufgeklärter, moderner Habsburger. In der vierten Geschichte von Erzherzog Heinrich und Leopoldine Hofmann haben mich die Folgen der Heirat ohne kaiserliche Bewilligung beeindruckt. Sie bringen das Selbstverständnis des Herrschers sehr gut zum Ausdruck. Und zum ersten Mal bin ich auf so etwas wie Humor im Text gestossen: "Lichtjahre von der Thronfolge entfernt". Das hat mir gefallen. Tragisch ist allerdings das Ende dieser Liebe. Der vielseitig begabte, "aufmüpfige" Erzherzog Johann der fünften Geschichte wurde mir je länger desto unsympathischer. Wie er seine Freundin behandelte, wirft meines Erachtens kein sehr vorteilhaftes Licht auf seinen Charakter.  Ich störte mich auch am Erzählton. Beispiel: Seite 170: "In dieser Situation handelte er jedoch wie ein Mann." Die Geisteshaltung, die hinter diesem Satz steckt, scheint mir reichlich antiquiert (allerdings passt sie gut zur verknöcherten, reaktionären Kaiserfamilie). Wessen Stimme ist das? Diejenige der Autorin? Diejenige einer nicht näher bezeichneten Sekundärquelle? Hier (und auch an weiteren Stellen) fehlt mir eindeutig die kritische Distanz. Interessant und sehr spannend finde ich den Schluss der fünften Geschichte. Man spürt, wie die Vergangenheit ihre Arme in die Gegenwart ausstreckt. :-) Die Porträts, Bilder und die Fotografien gefallen mir sehr gut. Sie machen die einzelnen Persönlichkeiten lebendiger. Es wird einem richtig bewusst, dass es hier um reale Schicksale geht.  FAZIT: "Kaiser Franz Joseph hat zu lange gelebt, zu lange regiert" Diesen Satz habe ich - sinngemäss - in einem Buch über Staatsmänner des Weltkrieges gelesen, das 1929 erschienen ist. Er scheint mir nach der Lektüre von "Skandalöse Amouren im Hause Habsburg" sehr zutreffend zu sein. Dieser Mann scheint den Bezug zur Realität mit den Jahren völlig verloren zu haben. Anders kann ich mir seine Reaktionen in den den diversen Geschichten nicht erklären.Erzherzog Leopolds Leben zum Beispiel wäre sicherlich vollkommen anders verlaufen, wenn er damals die Zustimmung zur Heirat mit seiner (hochadeligen!) Jugendliebe bekommen hätte. Auch die spätere Einweisung in eine geschlossene Anstalt zeigt nur, wie hinfällig das ganze System gewesen ist. Nach dem ersten Weltkrieg hat die Moderne endgültig Einzug gehalten und die Mitglieder des Hauses Habsburg wurden zu dem, was sie auch heute noch sind: Mitglieder einer Familie, die dank ihrer Vergangenheit noch immer wie exotische Insekten unter dem Vergrösserungsglas der Presse betrachtet, bestaunt und belächelt werden.Wie hat mir denn nun das Buch gefallen? Es war leichte, seichte Unterhaltung. Den Erzählton fand ich teilweise nicht angebracht, das hab ich bereits erwähnt. Die sieben Geschichten stützen sich zum grossen Teil auf Sekundärliteratur, die primären Quellen verleihen dem Ganzen Originalität und Charme. Die Abbildungen haben mir gut gefallen. Gewünscht hätte ich mir einen Stammbaum, der etwas Übersichtlichkeit in die vielen Leopolds, Heinrichs, Johanns, Marias, Louises etc. gebracht hätte.

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  • Die diplomatische Ehe...

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Heane

    Heane

    26. April 2013 um 15:42

    „Tu felix Austria nube“, schon Maria Theresia verheiratete ihre zahlreichen Kinder nach politischen und diplomatischen Dünkel, dass nicht alle HabsburgerInnen mit den arrangierten Ehen glücklich waren oder glücklich wurden liegt auf der Hand. Einige fügten sich in ihr Schicksal und suchten ihr Glück abseits der angetrauten PartnerInnen. Allerdings gab es auch unter den HabsburgerInnen RebellInnen. Menschen die bereit waren für ihre Liebe einzustehen und entgegen allen Konventionen daran festzuhalten. Politisches Kalkül, strenge Erziehung und starre Hofzeremonielle taten ihr übriges um junge Menschen in der Habsburger-Dynastie zu zerbrechen. Diesen tragischen Figuren nähert sich die Autorin ebenso empathisch wie warheitsgetreu. Hanne Egghardt schreibt in ihren Portraits in denen auch HabsburgerInnen dargestellt werden, die es nicht zu großem Weltruhm gebracht haben umso interessanter lesen sich diese Lebensläufe erfrischend abseits von übergroßen Figuren wie Kaiserin Elisabeth, Franz Joseph oder Maria Theresia. Die Autorin hat die dargestellten Lebensläufe gut recherchiert und bildhaft in Szene gesetzt, so lesen sie sich eher wie kurze historische Geschichten, denn trockene Geschichtsaufarbeitung. Als Österreicherin war mir natürlich so mancher Name ein Begriff, aber Hanne Egghardt hat auch abseits der bekannten Geschichten Details beschrieben, sodass auch eine noch so bekannte Geschichte den Touch des Neuen erhält. Ich bin in der Steiermark im südlichen Österreich beheimatet und somit war vor allem das Kapitel von Erzherzog Johann und seiner großen Liebe Anna Plochl für mich interessant und ich konnte einiges Neues lernen. Der Schreibstil hätte an manchen Stellen ein wenig flüssiger sein dürfen, aber insgesamt ein interessantes Werk für alle LeserInnen, die sich kurzweilig mit dem Leben der HabsburgerInnen durch die Jahrhunderte beschäftigen möchten.

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  • Kleine Geschichten von den Kaisers

    Skandalöse Amouren im Hause Habsburg
    Nymphe

    Nymphe

    21. April 2013 um 17:02

    In diesem Buch von Hanne Egghardt werden 6 Geschichten aus dem Hause Habsburg erzählt. Es geht um Söhne, die nicht gehorchen, Kaiser, die vergessen mit der Zeit zu gehen und natürlich um ganz viel Liebe, die nicht sein darf. Ich muss sagen ich fand das Buch insgesamt ganz nett. Es ist ist unterhaltsam geschrieben und versorgt den Leser mit ein paar neuen Informationen zu der Familie der Habsburger, aber mehr eben auch nicht. Leider finde ich, dass für ein Sachbuch für mich zu viel Spekulation vorhanden war und für einen Roman, war es nicht spannend genug. Es war also ganz nett.

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