Hanne Tügel

 2.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Das Messias-Phantom, Projekt Schlaraffenland und weiteren Büchern.

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Sind wir noch ganz sauber?

Erscheint am 07.02.2019 als Taschenbuch bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH.

Dreck

Erscheint am 07.02.2019 als Taschenbuch bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH.

Alle Bücher von Hanne Tügel

Wege zur Weisheit

Wege zur Weisheit

 (2)
Erschienen am 17.01.2013
Sind wir noch ganz sauber?

Sind wir noch ganz sauber?

 (0)
Erschienen am 07.02.2019
Dreck

Dreck

 (0)
Erschienen am 07.02.2019
Das Messias-Phantom

Das Messias-Phantom

 (4)
Erschienen am 01.09.2004

Neue Rezensionen zu Hanne Tügel

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Rezension zu "Projekt Schlaraffenland" von Hanne Tügel

Rezension zu "Projekt Schlaraffenland" von Hanne Tügel
sddsinavor 7 Jahren

Ich bin vor allem durch den Klappentext auf dieses Buch aufmerksam geworden, da das Cover mich nicht so sehr anspricht. Erwartet hatte ich ein intelligentes, spannendes Buch mit einer tiefen Geschichte über die Lebensmittelindustrie. Bekommen habe ich ein paar interessante Fakten, die einen durchaus noch einmal über sein Essen nachdenken lassen. Die Geschichte in die das ganze verpackt wird ist dagegen aber absolut langweilig und überhaupt nicht fesselnd.

Zum Inhalt: Der Lebensmittelkonzern Fosco plant ein neues Glücksfett in Keksen verarbeitet, welches fröhlich und friedlich stimmen soll. Zu hohe Dosierungen machen Menschen allerdings lammfromm. Katharina, eine junge Psychologin bei Fosco, interessiert sich sehr für das neue Projekt. Im Laufe ihrer Arbeit entdeckt sie jedoch, dass Fosco bereit ist über Leichen zu gehen um das neue Projekt gelingen zu lassen...

Im Prinzip verspricht der Klappentext wirklich einiges an Spannung. Über Seiten passiert aber irgendwie gar nichts. Man bekommt zwar einen ganz guten Eindruck wie skrupellos diese Geschäftsleute doch vorgehen, aber der Rest erschien mir im Nachhinein einfach sinnlos.
Ständig werden die Perspektiven gewechselt, meist ist man als Leser nah bei Katharina und ihrem Privatleben. Sie war für mich keine gute Protagonistin, da wirklich keinerlei Identifikation mit ihr vorhanden war. Die Beschreibung ihrer Person war absolut unzureichend, ich habe sie immer als störend empfunden. Im Laufe des Buches entwickelt sich auch eine ganz schwache Liebesgeschichte, die allerdings kaum zuende verfolgt wird und für mich sehr konstruiert rüberkam, damit die Geschichte überhaupt irgendwie zusammenpasst.

Für mich war das Buch irgendwie konfus und absolut langweilig. Ich habe regelmäßig überlegt es abzubrechen, aber immer noch gehofft, dass ich irgendwann mal auf eine richtige Geschichte stoßen würde. So oft wie bei diesem Buch bin ich abends sicher noch nie eingeschlafen.

Die 2 Sterne gebe ich für doch einige interessante Fakten, die ich zwischendurch noch aufschnappen konnte, und das immerhin ansatzweise interessante Ende, wo man doch nochmal ganz kurz ein Aha-Erlebnis bekommt. Genau das hat mir auf den ganzen Seiten davor so sehr gefehlt.

Dieses Buch kann ich höchstens Leuten empfehlen, die sich für die bösen Geheimnisse der Lebensmittelindustrie interessieren. Obwohl mich dieses Thema auch nicht kalt lässt, fand ich das Buch einfach nur langweilig und Zeitverschwendung. Das Ende ist zwar ganz okay und die Fakten manchmal sogar noch interessant, aber das reicht mir nicht um mich durch ganze 350 Seiten zu quälen. Für mich einfach nur: ein sehr sehr langatmiges und langweiliges Buch.

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M

Rezension zu "Wege zur Weisheit" von Hanne Tügel

Rezension zu "Wege zur Weisheit" von Hanne Tügel
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Wegweisungen verschiedenster Richtungen

„Beende das Gerede, schließe die Türen, dämpfe den Eifer, löse die Verwirrung, mindere den Glanz, finde den Grund“.
Diese alten Worte Laozis weisen einen der möglichen Wege zur Weisheit und legen zugleich das Dilemma mit der Weisheit offen. Während es über Jahrhunderte durchaus gesellschaftlich in Teilen anstrebenswert war, „weise“ zu werden und die entsprechenden Wege eine gewisse, allgemeine Wertschätzung fanden, wirken diese alten Worte gegenwärtig wie ein absolutes Gegenprogramm zur anerkannten Ausrichtung modernen Lebens.

Volle Terminkalender zeugen von Wichtigkeit, geschliffene Rede führt mehr zur Anerkennung als Schweigen, offene Türen dienen dem Vorwärtskommen, Eifer zeugt von Ehrgeiz und im Glanz möchte man sich sonnen.

Und dennoch ist jene im Buch mehrfach betonte innere Suche nach Ausgeglichenheit, Souveränität und Umsetzung der eigenen Erfahrungen weiterhin lebendig.
Nur nicht „einfach so“ zu haben, zu heben, nicht trainierbar.
Daher geht Hanne Tügel einen deduktiven Weg, um dem Ideal auf die Schliche zu kommen. Ist das Ganze nicht „einfach so“ fassbar, könnte der Weg über die Einzelteile, aus denen sich das größere Ganze der Weisheit zusammensetzt, eher gangbar sein.
Hier setzt sie mit ihren Recherchen an und bietet im Buch einen breiten Blick auf die verschiedensten Herangehensweisen und Definitionen von Weisheit. Von der Weisheit Salomos, von empirisch wissenschaftlichen Untersuchungen über durchaus auch eine „Entzauberung“ bekannter „Gurus“ (Gandhi, der auch starrsinnig sein konnte, Krishnamurti, der ein rechter Frauenheld war, Mutter Theresa, die nicht in allem „nur gut“ gehandelt hat).

Und kommt immer mehr einem destillierten Kern nahe, den man „Alltagsweisheit“ nennen könnte. Einem Kern, der für jeden wie greifbar im Raume steht, der sich eher im Kleinen denn im Großen entwickeln kann, der nicht an „strahlende“ Persönlichkeiten sich knüpft sondern an die alltäglichen Möglichkeiten des einzelnen. Allerdings, „man muss sich in gewisser Weise selber überlisten, um diesen Schatz zu heben“.

Karl Jaspers führt die Autorin in diesem Sinne, ein wenig wie nebenbei, ein. Jaspers, welcher der Zeit der Muße, des Träumens, der Selbstvergewisserung den wichtigsten Platz im bewussten Leben einräumen möchte. „Wer nicht täglich eine Weile träumt, dem verdunkelt sich der Stern, von dem alle Arbeit und jeder Alltag geführt werden kann“.
Hier findet sich nun die Essenz der Gedanken des Buches. Weisheit ist eine Sehnsucht des Menschen, die sich auf innere Souveränität, Ruhe, Gelassenheit und Selbstgewissheit richtet. Die einhergeht mit einer Haltung der Welt gegenüber, die bereit ist, die eigenen Grenzen zu erkennen, Selbsteinsicht zu zeigen, Verschiedenheit zu tolerieren, emotionale Balance zu finden, ethisches Verhalten zu kultivieren und noch einiges mehr. Die man nur erlangt, wenn man sich „Zeit für die Weisheit“ im Jasperschen Sinne nimmt.

Wie das werden kann, wie der Weg vom Ideal zur Praxis gefunden und gegangen werden kann, wie jenes „eigentlich bin ich ganz anders, nur komm ich so selten dazu“ im Leben bearbeitet werden kann, all dies beleuchtet Tügel im Buch aus verschiedenen Blickrichtungen, Denkrichtungen, philosophischen Traditionen und legt so ein Brevier der Weisheit vor Augen.

Verständlich und fundiert regt das Buch Seite für Seite dazu an, sich selbst mehr in den Blick zu nehmen und die eigene (oft nutzlos hektische) Alltagsgestaltung an dem zu überprüfen, was die eigentliche Sehnsucht und die eigentliche Zielvorstellung sein mag. Weisheit als Lebenshaltung, die hat auf keinen Fall ausgedient, das spürt man dem Buch umfassend ab. Wer im 14. Kapitel dann für sich anzunehmen versteht, das die „Business Punks“ einen einfachen Irrweg darstellen und das der andere Weg sich mit allen Rückschlägen und zivilisatorischen Gefährdungen lohnt, der wird einen hohen Gewinn aus der Lektüre des Buches ziehen können.

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