Hanne Tügel Wege zur Weisheit

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wege zur Weisheit“ von Hanne Tügel

Der Traum vom richtigen Leben und wie man ihn verwirklicht Weisheit lässt sich nicht erlernen wie eine Fremdsprache, man kann sie nicht herbeizwingen und man bekommt sie nicht verliehen wie eine Auszeichnung. Und doch gibt es Wege, dem Schicksal gelassen, achtsam und mit Humor zu begegnen. Die Wissenschaftsjournalistin und GEO-Redakteurin Hanne Tügel hat sich aufgemacht, die vielfältigen Vorstellungen und Lehren des hohen Ideals Weisheit zu ergründen und sie auf ihre Alltagstauglichkeit hin zu prüfen. Ob Buddhismus, Philosophie oder die Traumzeit der Aboriginies, neugierig erkundet sie die vielfältigen Konzepte, mit denen sich Menschen seit Jahrtausenden Einsicht erhoffen und sieht sich an, wie sie uns dem Traum vom richtigen Leben näher bringen. Dabei begegnet sie u.a. Neurowissenschaftlern, Caféhausphilosophen, Musikern, Dichtern und Weisheitsforschern - eine spannende Reise, die uns alle ein Stück weiser macht. 'Es gibt etliche ›Wege zur Weisheit‹ […], zeigt die Wissenschaftsjournalistin Hanne Tügel in ihrem gründlich recherchierten Buch, in dem sie die vielfältigen Vorstellungen und Lehren des hohen Ideals ergründet und auf ihre Alltagstauglichkeit hin prüft.' Psychologie Heute 'Tügels Darstellung zeichnet sich vor allem durch ihren weichen, einfühlsamen Ton aus. […] Hanne Tügel zeichnet anschaulich und klug nach, was weise Menschen quer durch alle Epochen und Erdkreise auszeichnet – nämlich vor allem Mitgefühl, Humor, Toleranz und Gelassenheit. Ein Buch, das Lust macht, sich davon eine Scheibe abzuschneiden.' Gehirn & Geist

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

An der Seite von Douglas Preston erlebt man die kompl. Vorbereitung und Ausführung mit allen Schwierigkeiten einer archäologischen Expeditio

Sigrid1

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

Wir hätten gewarnt sein können

Zusammenstellung bisheriger Aussagen Trumps.

kvel

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Wege zur Weisheit" von Hanne Tügel

    Wege zur Weisheit
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. September 2011 um 13:07

    Wegweisungen verschiedenster Richtungen „Beende das Gerede, schließe die Türen, dämpfe den Eifer, löse die Verwirrung, mindere den Glanz, finde den Grund“. Diese alten Worte Laozis weisen einen der möglichen Wege zur Weisheit und legen zugleich das Dilemma mit der Weisheit offen. Während es über Jahrhunderte durchaus gesellschaftlich in Teilen anstrebenswert war, „weise“ zu werden und die entsprechenden Wege eine gewisse, allgemeine Wertschätzung fanden, wirken diese alten Worte gegenwärtig wie ein absolutes Gegenprogramm zur anerkannten Ausrichtung modernen Lebens. Volle Terminkalender zeugen von Wichtigkeit, geschliffene Rede führt mehr zur Anerkennung als Schweigen, offene Türen dienen dem Vorwärtskommen, Eifer zeugt von Ehrgeiz und im Glanz möchte man sich sonnen. Und dennoch ist jene im Buch mehrfach betonte innere Suche nach Ausgeglichenheit, Souveränität und Umsetzung der eigenen Erfahrungen weiterhin lebendig. Nur nicht „einfach so“ zu haben, zu heben, nicht trainierbar. Daher geht Hanne Tügel einen deduktiven Weg, um dem Ideal auf die Schliche zu kommen. Ist das Ganze nicht „einfach so“ fassbar, könnte der Weg über die Einzelteile, aus denen sich das größere Ganze der Weisheit zusammensetzt, eher gangbar sein. Hier setzt sie mit ihren Recherchen an und bietet im Buch einen breiten Blick auf die verschiedensten Herangehensweisen und Definitionen von Weisheit. Von der Weisheit Salomos, von empirisch wissenschaftlichen Untersuchungen über durchaus auch eine „Entzauberung“ bekannter „Gurus“ (Gandhi, der auch starrsinnig sein konnte, Krishnamurti, der ein rechter Frauenheld war, Mutter Theresa, die nicht in allem „nur gut“ gehandelt hat). Und kommt immer mehr einem destillierten Kern nahe, den man „Alltagsweisheit“ nennen könnte. Einem Kern, der für jeden wie greifbar im Raume steht, der sich eher im Kleinen denn im Großen entwickeln kann, der nicht an „strahlende“ Persönlichkeiten sich knüpft sondern an die alltäglichen Möglichkeiten des einzelnen. Allerdings, „man muss sich in gewisser Weise selber überlisten, um diesen Schatz zu heben“. Karl Jaspers führt die Autorin in diesem Sinne, ein wenig wie nebenbei, ein. Jaspers, welcher der Zeit der Muße, des Träumens, der Selbstvergewisserung den wichtigsten Platz im bewussten Leben einräumen möchte. „Wer nicht täglich eine Weile träumt, dem verdunkelt sich der Stern, von dem alle Arbeit und jeder Alltag geführt werden kann“. Hier findet sich nun die Essenz der Gedanken des Buches. Weisheit ist eine Sehnsucht des Menschen, die sich auf innere Souveränität, Ruhe, Gelassenheit und Selbstgewissheit richtet. Die einhergeht mit einer Haltung der Welt gegenüber, die bereit ist, die eigenen Grenzen zu erkennen, Selbsteinsicht zu zeigen, Verschiedenheit zu tolerieren, emotionale Balance zu finden, ethisches Verhalten zu kultivieren und noch einiges mehr. Die man nur erlangt, wenn man sich „Zeit für die Weisheit“ im Jasperschen Sinne nimmt. Wie das werden kann, wie der Weg vom Ideal zur Praxis gefunden und gegangen werden kann, wie jenes „eigentlich bin ich ganz anders, nur komm ich so selten dazu“ im Leben bearbeitet werden kann, all dies beleuchtet Tügel im Buch aus verschiedenen Blickrichtungen, Denkrichtungen, philosophischen Traditionen und legt so ein Brevier der Weisheit vor Augen. Verständlich und fundiert regt das Buch Seite für Seite dazu an, sich selbst mehr in den Blick zu nehmen und die eigene (oft nutzlos hektische) Alltagsgestaltung an dem zu überprüfen, was die eigentliche Sehnsucht und die eigentliche Zielvorstellung sein mag. Weisheit als Lebenshaltung, die hat auf keinen Fall ausgedient, das spürt man dem Buch umfassend ab. Wer im 14. Kapitel dann für sich anzunehmen versteht, das die „Business Punks“ einen einfachen Irrweg darstellen und das der andere Weg sich mit allen Rückschlägen und zivilisatorischen Gefährdungen lohnt, der wird einen hohen Gewinn aus der Lektüre des Buches ziehen können.

    Mehr