Hannele Klemettilä Das Mittelalter-Kochbuch

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Inhaltsangabe zu „Das Mittelalter-Kochbuch“ von Hannele Klemettilä

Üppige Gelage und grobe Tischmanieren, krügeweise Bier und dazu Spanferkel, bis dem Ritter das Wams platzt. So war das doch im Mittelalter? Hannele Klemettilä weiß es besser. Sie hat in Originalquellen und aktueller Forschungsliteratur gestöbert und kredenzt mit diesem Buch eine sorgfältig zubereitete Geschichte mittelalterlicher Ess- und Kochkultur, veredelt mit zahlreichen Farbabbildungen. Sie erzählt von verführerischen Gewürzen, von Sitten und Gebräuchen, vom 'täglich Brot' und göttlichen Nachspeisen. Über 60 ausgewählte Rezepte hat sie so aufbereitet, dass auch heutige Köche und Köchinnen auf den Geschmack des Mittelalters kommen können.

Garantiert ein anderes Kochbuch als gewohnt. Für mutige, für offene und für neugierige Köche und vor allem: Für Mittelalter-Liebhaber! Top!

— Floh
Floh

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  • Das Mittelalter in all seinen (Geschmacks-) Sinnen erleben. Informatives, historisches und Sitten!

    Das Mittelalter-Kochbuch
    Floh

    Floh

    Ich bin großer Mittelalter-Fan und besuche gerne diese Märkte um Gaukler und Narren und mag auch die dort angebotenen Gerichte und Speisen. So kam ich mit einem Standinhaber ins Gespräch und als mir "Das Mittelalter Kochbuch" von diesem Mitarbeiter auf einem mittelalterlichen Markt, einem MPS, empfohlen wurde, da war ich ganz interessiert und musste dieses Buch ausfindig machen. Im Anaconda Verlag habe ich dann dieses Prachtstück an Kochbuch von der finnischen Autorin und Historikerin Hannele Klemettilä entdeckt. Bereits als meine Lieferung des Buches kam, musste ich es sofort öffnen und einen Blick hineinwerfen. Und ich kann sagen: Dieses Kochbuch ist garantiert ganz anders, als jene Kochbücher, die sonst in meiner Küche zu finden sind. Ich habe schon viel über die mittelalterlichen Gelage und Essriten gehört, aber dass was ich hier zu lesen und zu bieten bekomme, ist mehr als ein allumfassender Speiseplan, es ist eine Reise zurück in vergangene Zeiten mit allerlei Hintergrund und recherchierten Wissen um Gebräuche, Sitten, Gesellschaft, Möglichkeiten und Grundlagen. Ein garantiert ganz anderes und überraschendes Kochbuch, bei dem man keine Hochglanz-Modern-Fototechnik erwarten sollte. Die Speisen bleiben eine Inspiration. Erschienen im Anaconda-Verlag (http://www.anacondaverlag.com/) Inhalt / Beschreibung: "Üppige Gelage und grobe Tischmanieren, krügeweise Bier und dazu Spanferkel, bis dem Ritter das Wams platzt. So war das doch im Mittelalter? Hannele Klemettilä weiß es besser. Sie hat in Originalquellen und aktueller Forschungsliteratur gestöbert und kredenzt mit diesem Buch eine sorgfältig zubereitete Geschichte mittelalterlicher Ess- und Kochkultur, veredelt mit zahlreichen Farbabbildungen. Sie erzählt von verführerischen Gewürzen, von Sitten und Gebräuchen, vom 'täglich Brot' und göttlichen Nachspeisen. Über 60 ausgewählte Rezepte hat sie so aufbereitet, dass auch heutige Köche und Köchinnen auf den Geschmack des Mittelalters kommen können." Meinung: Mit einem Vorwort meldet sich die Historikerin und Autorin dieses besonderen Kochbuches zu Wort, hier gibt Hannele Klemettilä kurze Einblicke in ihre Arbeit, in ihre Recherchen, ihr Denken und dem Wunsch, geschichtliche, kulturelle und von Gesellschaftsformen geprägte Küche a la Mittelalter an die Leser und Köche zu bringen. Es gibt nichts wertvolleres für Mittelalterinteressierte, als die Schätze der Vergangenheit, der Überlieferungen, der regional unterschiedliches Abwandlungen und das Leben der damaligen Zeit und Epoche als ganz neue Menuevorschläge und auf heutiger Zeit adaptierte Methoden und Möglichkeiten nachzu kochen und zu erleben. Also, ran an die (Ton-) Töpfe und Möglichkeiten, die die eigene Heimat in seiner längst vergessenen Vergangenheit und Geschichte zu bieten hat. Neben vielen facettenreichen und abwechslungsreichen Gerichten und Speisen durch die mittelalterliche Epoche und Speisen geprägt, gibt es immer wieder tolle Tipps, Anekdoten, Assoziationen und Erlebtes von Land und Leute und von den fundierten Recherchen in unzähligen Archiven der Autorin Hannele Klemettilä selbst. Gerade wegen derfür uns so erscheinenden Neuartigkeit und Andersartigkeit der verschiedenen Gerichte und Verarbeitung und Zubereitung der Lebensmittel, ist dieses Buch ein ganz besonderes Kochbuch und eher ein Erlebnis als ein Kochbuch für den Alltag. Man sollte es nicht als Grundkochbuch oder Standardwerk betrachten, sondern für besondere Momente, Feste oder einfach für einen besonderen Dinerabend mit Freunden oder Familie bewerten. Ab Seite 167 werden typische Rezepte für Köche von heute modifiziert und diese für uns alltagstauglich dargestellt und erklärt. Ein Erlebnis und eine neue Herausforderung ist es dennoch. Die Köche, die sich dieses besondere Kochbuch angeschafft haben, dürfen keine modernen Hochglanzfotografien der Gerichte und Speisen erwarten, hier findet man alte Bilder aus Archiven und Überlieferungen, keine Speisen oder perfekt arrangierte Teller. Hier bleibt es der Phantasie offen, wie das Zubereitete anschließend aussieht. Das finde ich ganz toll. Ein möglicher Minuspunkt in der modernen Zeit der Allergien, Diäten und Ernährungsformen und Kalorienzähler, oder für die jenigen, die darauf achten wollen oder gar achten müssen: Es gibt keine Nährwertangaben zu den Gerichten. Kalorien, Fette und Eiweiße werden nicht explizit genannt. Loben möchte ich jedoch die stimmigen Mengen- und Zeitangaben. Hier kann man sich auf die Werte verlassen. Hier gibt es leckere, neuartige, bodenständige, bestimmt gesunde, schmackhafte, reichhaltige und abwechslungsreiche Küche. Ein rundum gelungenes (Geschichts-) Kochbuch, welches zwar nicht ganz übersichtlich oder schnell zu durchschauen ist, aber ein Gaumen- und Kocherlebnis der ganz neuen Art beschert. Dieses komplexe Buch ist trotz der Stärke und des Umfangs recht handlich, von idealem Format und lässt sich mühelos beim Kochen aufgeschlagen bereit legen. eigene Erfahrung: Das lies ich mir ja nicht nehmen und habe die freien Tage nun genutzt, mal etwas neues auszuprobieren. Vom Gucken und Anschauen wird man nicht satt, und kann sich auch keine eigene Meinung bilden, also habe ich mich zunächst an ein leicht anmutendes Rezept gewagt und das Rezept "Reis als Beilage zu Fleisch" von Seite 174 probiert. Die Mandelmilch, die zu dem gekochten Reis gegeben wird habe ich auch selbst mühelos zubereitet (Mandelmilch gäbe es aber auch fertig im Supermarkt zu kaufen). Diesen Reis in Fleischbrühe und Mandelmilch gegart habe ich mit Fleischklößen vom Schwein von Seite 188 serviert, da auch hier die Mandelmilch von Seite 212 verwendet wurde. Beide Komponenten zusammen ergaben ein wirklich leckeres und neu nuanciertes Gericht ohne großen Aufwand und Exotik. Hier habe ich strikt nach Anleitung gekocht und habe jedoch die Schwarzen Johannisbeeren aus der Tiefkühlung verwendet. Irgendwann werde ich ein vollständiges Menue heraussuchen und ein richtiges Mittelalter-Dinner zaubern. Auch ohne großer Kocherfahrung lässt sich aus diesem Kochbuch ein tolles Essen zaubern. Suppen, Soßen, Desserts, Getränke, Häppchen, Beilagen, Überbackenes, Gratiniertes, Geschmortes, Gebratenes, gedünstetes, Herzhaftes, Süßes, Flüssiges oder Festes, Basis oder Grundlage oder schon verfeinert und abgewandelt.....Hier gibt es alles, was der Gaumen liebt und was die Regionen Europas herzugeben hatten. Illustrationen / Angaben: Zu jedem Gericht finden wir eine detaillierte Schrit-für Schritt-Anleitung und einige Illustrationen aus vergangenen Zeiten. Großer Pluspunkt sind die altertümlich gestalteten Schriftarten, die Bilder und das mittelalterliche Gesamtdesign. Eine schöne Auswahl, die noch Raum für eigene Phantasie und Vorstellungen lässt. Die Mengenangaben sind klar und treffend. Hier gibt es auch eine kurze Erklärung und auch einige mögliche Varianten oder Tipps und die Quelle, die die Autorin benutzt hat. Die Gerichte sind in der Regel für 4 Personen bemessen. Das passte auch. Hannele Klemettilä gibt jedoch nicht nur Einblick in das Kochgeschirr des Mittelalters, sie erzählt auch Geschichten über Land, Leute, Region und Vorlieben. Tradition, Gewohnheit und viele Anekdoten. Die Autorin: Hannele Klemettilä wurde in Helsinki geboren. Ihre Reifeprüfung absolvierte sie im Jahre 1985, dannach lebte Hannele Klemettilä mehrere Jahre im Ausland, vor allem in Paris. Klemettilä ist Historikerin und hat einen Doktor in mittelalterliche Geschichte, den Titel erlangte sie an der Universität Leiden in den Niederlanden im Jahr 2005. Klemettilä ist spezialisiert auf Forschung in der Kulturgeschichte des späten Mittelalters. Ihre besonderen Interessen sind Tod, Gewalt, Grausamkeit, Anderssein, Küche, Tiere und Natur. Die Autorin hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht und Quellen zu vielen Archiven und Museen. Fazit: Ein garantiert ganz anderes Kochbuch! Wer sich für Geschichte und das Mittelalter interessiert, der sollte auch mal die damalige Küche kosten. Ein ganz anderes Kocherlebnis für alle Sinne, ganz toll für besondere Anlässe. 4 Sterne Empfehlung!

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