Hannelore Deinert

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Autor von Aus Feuer und Asche, Das Klassentreffen und weiteren Büchern.

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Das Klassentreffen

Neu erschienen am 27.09.2018 als Taschenbuch bei Books on Demand.

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Aus Feuer und Asche

Aus Feuer und Asche

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Erschienen am 27.02.2015
Anika und die Höhle der Erkenntnis

Anika und die Höhle der Erkenntnis

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Erschienen am 26.05.2017
Die Kinder der Seherin

Die Kinder der Seherin

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Erschienen am 18.10.2017
Hoppla, da kommt Anika!

Hoppla, da kommt Anika!

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Erschienen am 01.10.2016
Wie Vögel im Sturm – Ein Leben am Limit

Wie Vögel im Sturm – Ein Leben am Limit

 (0)
Erschienen am 01.09.2016
Mörder sind auch nur Menschen

Mörder sind auch nur Menschen

 (0)
Erschienen am 28.05.2018
Frederik Wolf – Im Tal der Erdmänner

Frederik Wolf – Im Tal der Erdmänner

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Erschienen am 01.11.2017

Neue Rezensionen zu Hannelore Deinert

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Rezension zu "Aus Feuer und Asche" von Hannelore Deinert

Der beunruhigend normale Alltag im 2. Weltkrieg
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Deutschland während des 2. Weltkrieges: Karins Mann Fritz ist an der Front, sie und ihre beste Freundin Hilde versuchen, soweit es geht, ihren Alltag zu bewältigen. An einem Abend gehen die beiden Frauen aus und Karin wird gegenüber einem Soldaten auf Heimaturlaub schwach. Kurze Zeit später muss sie feststellen, dass ihr Seitensprung nicht ohne Folgen geblieben ist. Wie soll sie das ihrem geliebten Mann klar machen? Und wie kann sie ihren Fehler vor sich selbst rechtfertigen?


"Aus Feuer und Asche – Das Katzenmädchen" war mein erstes Buch von Hannelore Deinert und hat mich über weite Strecken beeindruckt. Die Autorin nimmt sich dem Schicksal der Daheimgebliebenen in der Zeit nach 1939 an und zeigt, dass auch das Leben hinter der Front nicht immer einfach war.


Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben und man begleitet den Roman über mal Karin, die sich mit ihrem Sohn Andi mehr schlecht als recht durchs Leben kämpft und später auch mal ihre Tochter Fanny, ein Produkt einer einmaligen Nacht aus Leidenschaft. Dabei passiert im Leben der jungen Frau nun nichts spektakuläres, aber der Alltag im Kriegsdeutschland ist auch ohne nervenaufreibende Begebenheiten spannend und erschütternd zugleich.


Denn Hannelore Deinert berichtet vom Alltag der Daheimgebliebenen mit einer verstörenden Ruhe und ohne Gier nach Skandalen. Und gerade das macht für mich diesen Roman berührend. Denn erst durch das alltägliche wird dem Leser bewusst, wie selbst banale Angelegenheiten wie eine abgelehnte Einladung lebensbedrohlich werden konnten. Und so schlägt man sich gemeinsam mit Karin durchs Leben, bangt um ihren Ehemann und Soldaten, versucht sich mit der Familie zu versöhnen und hofft immer nur das Beste.


Überrascht hat mich, dass die Autorin kaum auf die politischen Geschehnisse zu dieser Zeit eingegangen ist. Oft hatte ich vergessen, in welcher Zeit die Geschichte spielt, denn es gibt kaum Verweise innerhalb des Romans. Hier bin ich mir unschlüssig, ob ich das gut oder ausbaufähig finde. Denn auf der einen Seite war es ganz angenehm, nicht mit bekannten und schon 100 Mal gelesenen Fakten überschüttet zu werden, auf der anderen Seite wirken die Figuren so ganz ohne politische Berührung weltfremd. Klar gab es auch im 3. Reich viele Leute, die sich nicht um die Politik gekümmert haben, aber ich glaube, Berührungspunkte gab es immer wieder. Daher hätte ich es nicht übel gefunden, wenn es etwas mehr Politik gegeben hätte.


Ein weitere Kritikpunkt, den ich habe: die Geschichte um Karin und ihre kleine Familie hätte locker doppelt so lang sein können. Hannelore Deinert erschafft genügend Situationen, aus denen sie weitere Handlungsstränge hätte machen können. Zudem hat sie mich bei einigen Stellen so neugierig gemacht, dass ich vor dem Buch saß und dachte: erzähl bitte weiter! Hier hätte die Autorin wirklich mehr aus ihrem Roman machen können. Denn nach dem Beenden sitze ich nun etwas enttäuscht da, weil die Story überraschend und zu zackig endete.


Der Stil von Hannelore Deinert ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist unaufgeregt, oft bildreich, ab und an aber auch unausgereift. Die Mischung konnte mich zwar überzeugen, doch wünsche ich mir beim nächsten Buch eine durchgängige tolle Sprache.


Fazit: eine berührende, aber leider zu kurze Geschichte aus dem Deutschland nach 1939. Dennoch kann ich das Buch empfehlen.

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