Hannelore Elsner

 4.5 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf von Hannelore Elsner

Hannelore Elsner, geboren 1942 in Burghausen/ Oberbayern, begann nach ihrer Schauspielausbildung in München Ende der Fünfziger Jahre ihre Karriere mit ersten Filmauftritten. In den Sechzigern folgten Engagements an Theatern, Rollen in Unterhaltungsfilmen, auch die deutschen Autorenfilmer wurden früh auf sie aufmerksam. Ab den Siebziger Jahren feierte Hannelore Elsner Erfolge mit Kino- und Fernsehfilmen, große Popularität erlangte sie ab 1994 als Titelfigur der ARD-Serie "Die Kommissarin". Ihr Aufsehen erregendes Kino-Comeback erlebte sie im Jahr 2000 mit Oskar Roehlers "Die Unberührbare". Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Hanna Flanders wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis. Neben der Goldenen Kamera, dem Telestar und dem Grimme-Preis erhielt sie zahlreiche Auzeichnungen und Ehrungen für ihre Rollen in "Mein letzter Film" (2002), "Alles auf Zucker" (2005), "Kirschblüten – Hanami" (2007) und "Das Blaue vom Himmel" (2011). Im selben Jahr erhielt sie den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises. Hannelore Elsner starb am 21. April 2019 an den Folgen einer Krebserkrankung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannelore Elsner

Cover des Buches Im Überschwang (ISBN:9783442156375)

Im Überschwang

 (14)
Erschienen am 21.01.2013
Cover des Buches Meine schönsten Weihnachtsgeschichten (ISBN:9783451062919)

Meine schönsten Weihnachtsgeschichten

 (2)
Erschienen am 04.08.2010
Cover des Buches Schwarze Nächte (ISBN:9783867173971)

Schwarze Nächte

 (0)
Erschienen am 16.02.2009
Cover des Buches Im Überschwang (ISBN:9783839810934)

Im Überschwang

 (0)
Erschienen am 08.06.2011
Cover des Buches Ein Sommernachtstraum (ISBN:9783783128543)

Ein Sommernachtstraum

 (0)
Erschienen am 01.06.2006

Neue Rezensionen zu Hannelore Elsner

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Rezension zu "Im Überschwang" von Hannelore Elsner

Faszinierend
Norbert_Hvor 5 Monaten

Dieses Buch lässt mich überrascht und mit einem lachende und einem weinenden Auge zurück. Es ist für mich wirklich überraschend ehrlich und faszinierend zugleich. Frau Elsner berichtet über Phasen in ihrem Leben und ich habe nachdem ich dieses Buch gelesen habe, ein anderes Bild von ihr. Mit gefielst brachiale Ehrlichkeit mit der sie hier schreibt und kein Blatt vor den Mund nimmt und Dinge beim Namen nennt. Mit hat diesesBuch gefallen, gut getan, mit ein Lächeln und Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert und auch hier und da eine melancholische Seite entfacht. Ich war dann etwas traurig, als ich es fertig gelesen hatte. Schade, dachte ich bei mir - warum ist das Buch schon zu Ende. Aus meiner Sicht ein empfehlenswertes Buch, was als Hörbuch noch gestoppt wird.

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Rezension zu "Im Überschwang" von Hannelore Elsner

Rezension zu "Im Überschwang" von Hannelore Elsner
rumble-beevor 8 Jahren

Biographien gehören für mich mit zu den am schwersten zu rezensierenden Büchern. Denn man bewegt sich auf einem unglaublich schmalen Grat, wenn man über solche Bücher spricht. Gefallen sie einem, liegt das nicht selten daran, dass die Person schlicht ein interessantes Leben geführt hat. Da kann der Schreibstil noch so flüchtig oder stümperhaft sein. Gefallen sie einem nicht, gilt im Umkehrschluss ähnliches.

Bei Hannelore Elsner wird die Lage zusätzlich dadurch kompliziert, dass ich sie schon vor dem Lesen des Buches als Person und Schauspielerin sehr mochte. Ich musste mich sehr anstrengen, das Buch wirklich "als Buch" zu lesen, um zu wissen, ob es nun ein gutes Buch ist oder nicht. Damit ich mich sachlich dazu äußern kann. Sagen wir es vorneweg mal so: Ich habe es, auch "als Buch", gerne gelesen, habe Stil und Wärme genossen. Dennoch verleihe ich "nur" vier Sterne, weil ich mich eben auch zu sagen traue, dass mir einige Dinge aufgefallen sind, die ich mir als Leser anders gewünscht hätte.

Ich habe es so empfunden, dass das Buch im wesentlichen in zwei Teile zerfällt. Oder anders gesagt, dass sich die Schreibweise nach der Hälfte ändert. Kindheit und Jugend, bis hin zu den ersten Rollen in Filmen, empfand ich als ein "organisches Ganzes". Die Autorin vermittelt hier ein kontinuierlich gewachsenes Bild ihrer selbst. Alles strahlt eine unmittelbare Sinnlichkeit und Freude am Leben aus, und einen starken Bezug zu "ihren" Menschen, wie sie selber auch sagt. Natur, Klosterschule, Verlusterfahrungen, Einsamkeit - durch diese ganze Zeit hindurch blieb sie doch "sie selbst", und entwickelte ihre Persönlichkeit.

Mehr oder weniger durch Zufall wurde sie Schauspielschülerin, und bekam ihre ersten Rollen. Die sie im Prinzip auch nur annahm, um erstmal was zu verdienen. Und genau hier beginnt die erzählerische Kontinuität zu bröckeln. Sie erklärt eigentlich nie genau, warum sie nun doch Schauspielerin blieb. Es werden einfach nur noch bekannte Rollen aufgezählt, Filme, Projekte. Und wichtige Menschen, die ihr begegneten, und die wichtig für ihre Karriere waren. Spätestens mit der Geburt ihres Sohnes wird das Buch dann nur noch anekdotisch, und das fand ich halt schade.

Sicher ist es schwierig, "alles" aus einem Leben zu erzählen - ja wenn nicht gar unmöglich. Dennoch, ich fand, sie hat ab der Mitte des Buches nur noch Rosinen herausgepickt, und jeweils ein wenig kommentiert. Besonders bei ihren Männergeschichten hatte ich den Eindruck, dass sie viel weggelassen hat, vieles nur angerissen. Das mag natürlich auch daran liegen, dass ich persönlich grundsätzlich andere Vorstellungen habe, was "Beziehungen" angeht. Aber merkwürdig ist es schon: Männer, mit denen sie eine lebenslange Freundschaft verband oder verbindet, werden ausführlich porträtiert, wohingegen diejenigen, mit denen sie sogar verheiratet war, nur am Rande erscheinen. Und der Vater ihres Sohnes, der Regisseur Dieter Wedel, wird sogar beinahe vollkommen verheimlicht. Nur in gefühlten zwei Sätzen taucht er auf. Namentlich sogar nur ein einziges Mal, ich habe gezählt! Nun, und es wird erlaubt sein, sich darüber zu wundern.

Mir fiel auch auf, dass die Kapitel über ihre späteren Rollen im Prinzip nur für diejenigen Leser wirklich verständlich sind, die Hannelore Elsner in diesen Rollen auch gesehen haben. Jemandem, der sie als "Die Unberührbare" oder als Gräfin Rostova in "Krieg und Frieden" nie gesehen hat, wird nicht wirklich erklärt, worum es in diesen Rollen eigentlich geht, wie sie an die Rollen kam, wer diese Personen waren. Das muss man sich alles aus dem Kontext zusammenreimen. Ein Film-Lexikon ist dieser Teil des Buches also sicher nicht! Es wirkt eher wie Auszüge aus ihrem persönlichen Tagebuch. Und als vollkommen verquast und vergeistigt empfand ich schließlich ein Gespräch, ein Interview, das gegen Ende des Buches wiedergegeben wird, und das sie mit ihrer persönlichen Assistentin über ihr Herangehen an die Schauspielerei führte. Das kann man getrost weglassen, und verpasst nichts wesentliches.

Wie gesagt, verleihe ich dennoch vier Sterne. Und das liegt einfach an der Sprache, und an der Persönlichkeit, die durch diese Zeilen hindurchschimmert. Authentisch wirkt das, was sie da von sich gibt, allemal, stilistisch sehr ansprechend, und durch und durch sinnlich. Halt nur gegen Ende recht "auszugsweise". Als echter Fan kann man bedenkenlos zu diesem Buch greifen. Als Laie, der sich über die Person Hannelore Elsner grundsätzlich informieren möchte, nur bedingt.

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Rezension zu "Im Überschwang" von Hannelore Elsner

Rezension zu "Im Überschwang" von Hannelore Elsner
Cibo95vor 9 Jahren

Ein gutes Buch ... Hannelore Elsner schreibt gefühlvoll über ihr interessantes Leben, über das junge Mädchen, das schon viel vom Schicksal erleiden muss und über den Werdegang der Schauspielerin. Eine sensible Frau, die ihren eigenen Weg gegangen ist ... auf ihrem Weg begegnen ihr viele Menschen, besonders Männer, die immer nur für kurze Zeit ihren Weg kreuzen. Mein Lieblingsfilm mit ihr ist "Hanami - Kirschblüten". In ihrer Biografie erzählt sie, wie sie sich auf ihre Rollen vorbereitet, wie sie in die Charaktere eintaucht. Das macht sie meiner Meinung nach sehr überzeugend.

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