„Möwenschrei und Meuchelmorde“ ist eine Mischung aus Lehrbuch, Geschichtsbuch und Sammlung historischer Kurzkrimis verschiedener Autoren.
Jeder Abschnitt beginnt mit einer Erklärung zur Flora, Fauna und Geschichte der jeweiligen Ostfriesischen Insel. Das finde ich sehr praktisch, zumal es bei einigen Geschichten auch dem besseren Verständnis dient.
Die Kurzkrimis spielen im letzten Jahrtausend, so dass der Leser auch sehr schön die Entwicklung der Entwicklung der Inseln in ihren Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschieden verfolgen kann. Es geht um Kriege, Sturmfluten und Übergriffe innerhalb der Inselbewohner aber auch um mondäne Seebäder und historische Persönlichkeiten.
Natürlich geht es in den Geschichten immer um Mord. Das Leben auf den Inseln war oft einsam und düster, Grausamkeiten bestimmten das Zusammenleben. Außerdem waren die Bewohner den Unbilden des Wetters und des Meeres mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert.
Nicht alle Geschichten haben meinen Geschmack 100%ig getroffen, aber das kann bei 19 verschiedenen Erzählern und Erzählstilen auch niemand verlangen. Ich fand das Buch trotz allem interessant und lehrreich und empfehle es allen Urlauber und Fans der Ostfriesischen Inseln.


