Hannelore Hippe

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autorin von Oscar Wilde, Ein Leben, Die Hexe an der Wand und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hannelore Hippe

Literatin, Schauspielerin, starke Frau: Hannelore Hippe ist 1951 in Frankfurt am Main geboren und studierte Germanistik und Schauspiel. Nach ihrem Abschluss zog sie für einige Jahre nach Irland und Großbritannien, heute lebt sie in Köln und an der Mosel. Seit Mitte der Achtziger Jahre ist Hippe als freie Autorin und Journalistin tätig, arbeitete vor allem für die Hörfunksender der ARD. Sie war an zahlreichen Radio-Features und Beiträgen beteiligt, verfasste zudem Hörspiele und Hörbücher und schrieb mehrere Romane und Kurzgeschichten. Seit 2015 veröffentlicht sich auch unter dem Pseudonym Hannah O’Brien erfolgreich ihre irische Krimi-Reihe um Protagonistin Grace O’Malley.

Neue Bücher

Die verlorenen Töchter

 (1)
Neu erschienen am 26.10.2018 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Hannelore Hippe

Die verlorenen Töchter

Die verlorenen Töchter

 (1)
Erschienen am 26.10.2018
Oscar Wilde, Ein Leben

Oscar Wilde, Ein Leben

 (2)
Erschienen am 19.04.2007
Summer of Love

Summer of Love

 (0)
Erschienen am 13.10.2009
Albert Einstein, Ein Leben

Albert Einstein, Ein Leben

 (0)
Erschienen am 11.03.2008
Die Flucht aus der DDR

Die Flucht aus der DDR

 (0)
Erschienen am 15.04.2009

Neue Rezensionen zu Hannelore Hippe

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Eva_Maria_Nielsens avatar

Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

Tabuisierte Geschichte Norwegens und einer Familie
Eva_Maria_Nielsenvor einem Monat

Erst vor zwei Wochen hörte ich in einem Interview, dass sich Norwegen offiziell bei den norwegischen Deutschenflittchen entschuldigt hat. 

Dieses Tabuthema der norwegischen Geschichte ist in diesem Roman verarbeitet worden. Immer noch schämen sich viele Länder zuzugeben, dass sie breitwillig mit den Nationalsozialisten zusammen gearbeitet haben. Widerstand ist eben immer salonfähiger als Anpassung.

Ich war natürlich sofort sehr gespannt, als ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhielt. 
Deutschenflittchen konnten natürlich Frauen sein, die sich durch den Kontakt mit der Besatzungsmacht besseres Essen sichern wollten. Aber bei Aase ist es anders. Sie mag keine Deutschen, sie fürchtet sie, bis sie durch Zufall Kurt kennenlernt, einen jungen, sympathischen Soldaten mit sehr guten Manieren. Er ist viel aufmerksamer und höflich als die norwegischen Männer, und 
sie verlieben sich ineinander; hoffen auf eine gemeinsame Zukunft, wenn alles vorbei ist. Beide fühlen zum ersten Mal in ihrem Leben: Ich werde gesehen. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir: Der Mensch muss erleben, dass er gesehen wird, damit er sein volles Potential entfalten kann.
So echt die Liebe zwischen Kurt und Aase ist, sie steht unter keinem guten Polarstern. Ganz im Gegenteil. 

Der Roman ist in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Da ist Aase, die sich in Kurt verliebt,
Dann taucht 1970 eine Tote in Norwegen auf, und niemand weiß, warum sie sterben musste, doch schon bald führen alles Spuren in die Vergangenheit.

Der Roman ist gemächlich erzählt, so wie das Gemüt der Menschen jenseits des Polarkreises, die Stimmung, das Lebensgefühl, die Natur, das Polarlicht, das alles ist meisterhaft eingefangen. 

Mich hat der Roman sehr berührt, viel mehr als ein bluttriefender Thriller. Hier geht es um Schicksale, um das, was Menschen wirklich erlebt haben. Das ist grausamer als vieles, was wir in der Fiktion erdichten.
Vor allem zeigt dieses Buch, wie weit die häßlichen Krallen des Krieges sich bin in die heutige Zeit erstrecken - so dass man sich erst jetzt offiziell bei den Frauen in Norwegen entschuldigt, denen man ihre Kinder wegnahm und die Staatsbürgerschaft aberkannte. 

Eine Buch, das ich nicht als Krimi einordnen würde, sondern als Gesellschaftsroman oder als Familiensaga. 
Aber egal, wo man ihn einordnet - er ist ein Buch, das berührt und aufruft: Krieg, egal auf welcher Seite man kämpft, hat schlussendlich immer nur Verlierer.  Die die den höchsten Preis zahlen, sind die Kinder. 

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