Hannelore Hippe

 4,1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Die verlorenen Töchter, Oscar Wilde, Ein Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Literatin, Schauspielerin, starke Frau: Hannelore Hippe ist 1951 in Frankfurt am Main geboren und studierte Germanistik und Schauspiel. Nach ihrem Abschluss zog sie für einige Jahre nach Irland und Großbritannien, heute lebt sie in Köln und an der Mosel. Seit Mitte der Achtziger Jahre ist Hippe als freie Autorin und Journalistin tätig, arbeitete vor allem für die Hörfunksender der ARD. Sie war an zahlreichen Radio-Features und Beiträgen beteiligt, verfasste zudem Hörspiele und Hörbücher und schrieb mehrere Romane und Kurzgeschichten. Seit 2015 veröffentlicht sich auch unter dem Pseudonym Hannah O’Brien erfolgreich ihre irische Krimi-Reihe um Protagonistin Grace O’Malley.

Alle Bücher von Hannelore Hippe

Cover des Buches Die verlorenen Töchter (ISBN: 9783423218351)

Die verlorenen Töchter

(11)
Erschienen am 19.06.2020
Cover des Buches Oscar Wilde, Ein Leben (ISBN: 9783866102507)

Oscar Wilde, Ein Leben

(2)
Erschienen am 19.04.2007
Cover des Buches Albert Einstein (ISBN: 9783866106437)

Albert Einstein

(1)
Erschienen am 20.11.2008

Neue Rezensionen zu Hannelore Hippe

Cover des Buches Die verlorenen Töchter (ISBN: 9783423218351)
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Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

makama
Tysketoeser

Norwegen, während des 2. Weltkrieges - das Land ist besetzt. Ase verliebt sich in deutschen Soldaten und bringt im Sommer 1945 ein kleines   Mädchen zur Welt "Katrine". Das Kind wird ihr weggenommen und sie selbst muss ins Straflager. Ihr Kind wird nach Deutschland deportiert und wäschst unter falschen Namen in einem ostdeutschen Waisenhaus auf. Als junge Frau reist sie nach Norwegen um ihre leibliche Mutter zu finden - ein gefährliches Unterfangen. Im Herbst 1970 wird in Nordnorwegen die Leiche einer jungen Frau gefunden - wer ist sie und warum musste sie sterben?

Fazit und Meinung: Ein Stück deutsch-norwegische Geschichte - von beiden Seiten mit Schuld beladen. Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Buch. Ases und Katrines Schicksal haben mich tief berührt - aber das Buch ist nicht einfach zu lesen. Gerade bei den Sequenzen der ICH-Erzählung in der Gegenwart hat es recht lange gedauert bis ich die durchschaut habe - sie wird erst im letzten Kapitel aufgelöst und ist dann endlich eindeutig. Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht.

Cover des Buches Die verlorenen Töchter (ISBN: 9783423262057)
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Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

Blackfairy71
Ein unbekannter Aspekt norwegischer Geschichte

Im Herbst 1970 wird in einem Tal in der Nähe von Bergen die verkohlte Leiche einer Frau gefunden. Den Ermittlern gelingt es nicht, die Identität des Opfers festzustellen. Fünfundzwanzig Jahre zuvor, im Sommer 1945, bringt die Norwegerin Åse Evensen ihre Tochter Katrine zur Welt. Weil sie sich mit einem deutschen Besatzungssoldaten eingelassen hat, muss Åse in ein Straflager – und Katrine wächst in einem ostdeutschen Waisenhaus auf. Sie wird adoptiert und erfährt erst 1970 die Wahrheit über ihre Herkunft. Als sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter begibt, ahnt sie nicht, wie gefährlich diese Reise ist.

 

Ich gebe zu, dass mir dieser Teil der Geschichte bisher völlig neu war. Und selbst in Norwegen ist es wohl bis heute ein Tabuthema. Kein Wunder, denn wer würde schon gerne zugeben, dass norwegische Frauen und Mädchen während und auch nach Ende des 2. Weltkrieges in Arbeitslager gesteckt wurden, weil sie ein Kind von einem deutschen Soldaten erwarteten? Und dann wurden ihnen die Kinder auch noch weg genommen, nach Deutschland geschickt und dort in Waisenhäuser gesteckt. 

 

Die Autorin schreibt im Nachwort, dass sie zufällig auf die Akte zur "Toten von Isdal" gestoßen ist und ihr dabei die Idee zu diesem Roman kam. So ist es ihr gut gelungen, das Thema der Straflager und die Zustände in den Anfängen der DDR in eine fiktive Handlung einzubauen. Auch wenn der größte Teil davon und auch die Figuren frei erfunden sind, kann man sich gut vorstellen, wie es damals gewesen sein muss und dass solche Schicksale wie die von Ase oder Katrine keine Seltenheit waren.

 

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, der von Ase, der von Katrine/Kathrin und einer Ich-Erzählerin, die sich später als Nachfahrin von Ase entpuppt. Dadurch bekommt das Ganze noch mal ein realistischeres Bild. 

 

Fazit: Eine aufwühlende, ergreifende Geschichte, die ein Tabuthema anspricht und deutlich macht, dass nicht nur die Deutschen "Die Bösen" in diesem Krieg waren und auch andere Länder mindestens genauso viel Schuld auf sich geladen haben. 

Cover des Buches Die verlorenen Töchter (ISBN: 9783423262057)
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Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

HighlandHeart1982
Sehr interessante Thematik

Die verlorenen Töchter ist für mich das erste Buch, das ich von Hannelore Hippe gelesen habe.

Das Manuskript zu dem Buch hat die Autorin bereits im Jahr 1999 geschrieben, es wurde 2012 unter dem Titel Zwei Leben verfilmt, und kam letztlich 2018 erstmalig im DTV Verlag als Hardcover heraus.

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung

Die Thematik dieses Buches hat mich direkt angesprochen. Ich habe bereits vor Jahren mal eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen, in der unter anderem auch ABBA- Sängerin Annafrid zu Wort kam, ist die gebürtige Norwegerin doch selbst aus einer Beziehung zwischen einer Norwegerin und eines deutschen Besatzungssoldats hervor gegangen.

Ich muss sagen, dass ich ein paar Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil und besonders der Aufbau der Geschichte sind doch sehr ungewöhnlich (für mein empfinden).

Als ich dann allerdings in der Geschichte drin war, war es ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen.

Mit 224 Seiten ist dieses Buch relativ dünn und ich war ehrlich gesagt skeptisch, ob man so der Geschichte gerecht werden kann.

Dies ist der Autorin aber sehr gut gelungen, indem sie den Fokus aufs wesentliche gelenkt hat und sich nicht in ausschweifenden Beschreibungen verlor.

Das sie einen reellen Kriminalfall mit in die Handlung eingeflochten hat, der bis heute nicht geklärt wurde, finde ich ok, es hat aber letztlich die Handlung meiner Meinung nach nicht entscheidend voran gebracht.

Fazit

Die verlorenen Töchter hat mir mit kleinen Kritikpunkten wirklich gut gefallen. Allein die Tatsache, dass dieses Thema wohl in Norwegen Jahrzehntelang mehr oder minder Tot geschwiegen wurde, macht es interessant.

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