Hannelore Hippe

 4 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorin von Die verlorenen Töchter, Oscar Wilde, Ein Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hannelore Hippe

Literatin, Schauspielerin, starke Frau: Hannelore Hippe ist 1951 in Frankfurt am Main geboren und studierte Germanistik und Schauspiel. Nach ihrem Abschluss zog sie für einige Jahre nach Irland und Großbritannien, heute lebt sie in Köln und an der Mosel. Seit Mitte der Achtziger Jahre ist Hippe als freie Autorin und Journalistin tätig, arbeitete vor allem für die Hörfunksender der ARD. Sie war an zahlreichen Radio-Features und Beiträgen beteiligt, verfasste zudem Hörspiele und Hörbücher und schrieb mehrere Romane und Kurzgeschichten. Seit 2015 veröffentlicht sich auch unter dem Pseudonym Hannah O’Brien erfolgreich ihre irische Krimi-Reihe um Protagonistin Grace O’Malley.

Alle Bücher von Hannelore Hippe

Cover des Buches Die verlorenen Töchter (ISBN: 9783423262057)

Die verlorenen Töchter

 (6)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Oscar Wilde, Ein Leben (ISBN: 9783866102507)

Oscar Wilde, Ein Leben

 (2)
Erschienen am 19.04.2007
Cover des Buches Albert Einstein, Ein Leben (ISBN: 9783866105171)

Albert Einstein, Ein Leben

 (1)
Erschienen am 11.03.2008
Cover des Buches Die Flucht aus der DDR (ISBN: 9783866107793)

Die Flucht aus der DDR

 (0)
Erschienen am 15.04.2009
Cover des Buches Summer of Love (ISBN: 9783866108936)

Summer of Love

 (0)
Erschienen am 13.10.2009

Neue Rezensionen zu Hannelore Hippe

Neu

Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

Sehr interessante Thematik
HighlandHeart1982vor 7 Monaten

Die verlorenen Töchter ist für mich das erste Buch, das ich von Hannelore Hippe gelesen habe.

Das Manuskript zu dem Buch hat die Autorin bereits im Jahr 1999 geschrieben, es wurde 2012 unter dem Titel Zwei Leben verfilmt, und kam letztlich 2018 erstmalig im DTV Verlag als Hardcover heraus.

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung

Die Thematik dieses Buches hat mich direkt angesprochen. Ich habe bereits vor Jahren mal eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen, in der unter anderem auch ABBA- Sängerin Annafrid zu Wort kam, ist die gebürtige Norwegerin doch selbst aus einer Beziehung zwischen einer Norwegerin und eines deutschen Besatzungssoldats hervor gegangen.

Ich muss sagen, dass ich ein paar Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil und besonders der Aufbau der Geschichte sind doch sehr ungewöhnlich (für mein empfinden).

Als ich dann allerdings in der Geschichte drin war, war es ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen.

Mit 224 Seiten ist dieses Buch relativ dünn und ich war ehrlich gesagt skeptisch, ob man so der Geschichte gerecht werden kann.

Dies ist der Autorin aber sehr gut gelungen, indem sie den Fokus aufs wesentliche gelenkt hat und sich nicht in ausschweifenden Beschreibungen verlor.

Das sie einen reellen Kriminalfall mit in die Handlung eingeflochten hat, der bis heute nicht geklärt wurde, finde ich ok, es hat aber letztlich die Handlung meiner Meinung nach nicht entscheidend voran gebracht.

Fazit

Die verlorenen Töchter hat mir mit kleinen Kritikpunkten wirklich gut gefallen. Allein die Tatsache, dass dieses Thema wohl in Norwegen Jahrzehntelang mehr oder minder Tot geschwiegen wurde, macht es interessant.

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Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

Die Folgen des Krieges
Taluzivor 2 Jahren

Die Norwegerin Åse Evensen lässt sich im Sommer 1945 mit einem Besatzungssoldaten ein. Für Beide scheint es die große Liebe zu sein. Aber plötzlich wird Kurt strafbesetzt und die schwangere Åse kommt in eine Einrichtung für gestrauchelte Frauen. Dort bringt sie ihre Tochter Katrine zur Welt, die gleich nach der Geburt weg gebracht wird. Als Åse wieder zu Hause ist, macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter.

Aber Katrine wächst in einem ostdeutschen Waisenhaus auf und wird adoptiert.

25 Jahre später wird die verkohlte Leiche einer Frau gefunden. Sie kann nicht identifiziert werden.

Wer ist diese Frau?


„Die verlorenen Töchter“ von Hannelore Hippe ist ein Roman, der sich mit dem Schicksal der Besatzungskindern in Norwegen nach dem 2. Weltkrieg auseinandersetzt. Die Geschichte lässt sich locker und leicht lesen. Ratzfatz hat man das Buch beendet.

Die Charaktere Kurt und Åse wirken sympathisch und authentisch. Leider ist Kurts Schicksal schnell besiegelt. Erschreckend was Menschen zu Zeiten des Krieges widerfahren ist. Wie viele Familien auseinandergerissen wurden oder nie zusammenfinden durften. Das ist schon erschreckend und darf nicht in Vergessenheit geraten. Diesen historischen Teil des Romans hat die Autorin Hannelore Hippe gut recherchiert und gekonnt eingebaut in die fiktive Geschichte.

Obwohl die Familienverhältnisse durch den Wechsel der Erzählperspektive etwas verwirrend waren. Besonders die Ich-Erzählerin blieb lange rätselhaft.

Aber zum Schluss klärt sich alles auf.

„Die verlorenen Töchter“ von Hannelore Hippe ist ein fundierter Roman, der absolut lesenswert ist.

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Rezension zu "Die verlorenen Töchter" von Hannelore Hippe

Sehr ergreifend
linasuevor 2 Jahren

★★★★☆  (4 von 5 Sterne)

Inhalt:

Die junge Norwegerin Åse Evensen zieht vom Land in die Stadt um sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Schnell findet sie auch eine kleine Wohnung und einen Job. Doch die Missstände zwischen den Norwegern und den Deutschen machen die Lage in Norwegen nicht besser. Doch eines Tages verliebt sich Åse Evensen, ausgerechnet in den deutschen Soldaten Kurt. Heimliche Treffen sind an der Tagesordnung, an immer verschiedenen Orten, doch die Liebe der beiden wächst immer mehr. Doch als Kurt versetzt wird und Åse merkt, dass sie schwanger ist, wendet sich das Glück und ab den Moment ist es ein Kampf für Åse Evensen  - ein Kampf um ihre Liebe, die Hoffnung und Gerechtigkeit.

Meinung:

Ein wirklich interessanter Roman. Man begleitet Åse Evensen auf ihre Reise zum erwachsen werden und durchlebt Freude sowie Leid. Man fühlt sehr stark mit und es wird einem Bewusst, was manche Frauen zu der damaligen Zeit, für ein schweres Leben hatten – gerade die, die als Deutschen-Flittchen beschimpft wurden, wurden von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ich finde die Geschichte sehr emotional und mich hat sie sehr bewegt. Auch die norwegische Atmosphäre mochte ich sehr gern.


Cover und Titel:

Das Cover finde ich sehr schön. Man sieht eine junge Frau und die norwegische Landschaft, was sehr passend zur Geschichte ist. Den Titel finde ich auch sehr gelungen, da man es am Ende erst richtig versteht.

Die Geschichte:

Die Geschichte ist sehr Emotional. Die Kapitel sind in verschiedenen Jahren aufgeteilt – man durchreist eine längere Zeit mit Åse Evensen , Kurt und ihrer Tochter. Der Aufbau gefiel mir sehr. Anfangs war ich sofort in die Geschichte drin, jedoch verwirrte mich etwas das Ende, weshalb ich diese Geschichte sicherlich noch einmal lesen werde, weil ich es verstehen möchte. 

Die Charaktere:

Die Charaktere sind sehr sympathisch und man fühlt mit ihnen mit. Man gewöhnt sich schnell an die Protagonisten und sie bleiben im Kopf und Herz.


Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr schön, er ist leicht und einfach zu verstehen. Norwegische Worte werden meist nochmal ins deutsche übersetzt, damit auch versteht was gemeint ist. Ich konnte leicht die Realität ausblenden und mich komplett auf die Geschichte einlassen.


Fazit:

Ein sehr schöner und emotionaler Roman, der teilweise auf wahre Begebenheiten basiert. Ich kann diesen Roman wirklich jeden empfehlen, der sein Herz für solche Geschichten öffnen kann.

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