Hannelore Jost

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Der Raub des Mondlicht-Steines

Der Raub des Mondlicht-Steines

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Erschienen am 15.12.2014
In den Zeichen der Zeit

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Erschienen am 15.07.2016

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Rezension zu "Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen" von Hannelore Jost

Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen
HanneloreJostvor 5 Jahren

Über Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen schrieb der Reporter Reinhard Kästner am 27. 06. 2012 im Döbelner Anzeiger:


"Erzählt wird eine Geschichte, die einen Bezug zur Gegenwart hat, denn es geht um den Schönheitswahn. Den erlebt die kleine Frieda für einen Tag im Land Wunderschönhausen, in dem Schönheit das oberste Gesetz ist. Doch schon bald merkt sie, dass der äußere Schein nicht das Wichtigste auf der Welt ist. Das alles erzählt Hannelore Jost ohne erhobenen Zeigefinger. ....."


Hier eine kleine Leseprobe aus diesem Buch.


Die Sonne schien warm auf Friedas Haut. Das Mädchen öffnete schnell ihre Augen. Sie stand auf einer Wiese, überall blühten weiße, gelbe, rote und blaue Blumen. Wie auf der Gebirgswiese, die Frieda im letzten Urlaub mit ihren Eltern so bewundert hatte.


Auf dieser Wiese spielten viele Prinzessinnen, Prinzen und Ritter. Sie schienen alle aus dem Malbuch gesprungen zu sein, welches noch auf Friedas Schreibtisch lag. Überall flatterten Schmetterlinge, kleine Käfer oder Bienen herum.


Frieda überlegte: Ob jedes Kind ebenfalls einen Schmetterling, einen Käfer oder eine Biene gemalt hat? Sie hörte die Kinder fröhlich singen, lachen oder vor Begeisterung in die Hände klatschen.


Überall flogen große regenbogenfarbene Kugeln herum. Eine blieb stehen und breitete sich zu einem riesengroßen Spiegel aus, mit einem Rahmen aus schwarzem Ebenholz und kleinen Armen und Beinen daran. In diesem Spiegel sah Frieda die Prinzessin, die sie selbst gemalt hatte. Sie drehte sich im Wind, so dass ihr langer Rock schwebte. Ihr lockiges schwarzes Haar war noch so, wie sie es selbst gemalt hatte. Sie hatte es natürlich länger gemalt, als es im Malbuch war. Und das Kleid – es glitzerte und strahlte im Sonnenlicht. Auch die silbernen Schuhe strahlten.


Frieda sah verliebt in ihr eigenes Spiegelbild und sprach vor sich hin: „Ja, so möchte ich aussehen.“


Plötzlich verblasste das Spiegelbild und es erschienen zwei übergroße Augen und ein kleiner Mund. Der Spiegel sprach: „Willkommen im Land Wunderschönhausen. Du bist die hübscheste Prinzessin hier, du darfst für einen Tag bleiben. Schönheit ist bei uns das oberste Gesetz. Alles und jeder muss schön sein. Achte immer darauf. Wer seine Schönheit verliert, wird unsichtbar.“


Nun wurde das Gesicht im Spiegel ernst und mahnte: „Berühre nicht das Wasser des Mondscheinsees! In diesem See herrscht seit vierhundert Jahren der grausame Lichtibus. Er nennt sich selbst König. Jeden Prinzen und jede Prinzessin, die das Wasser berühren, fängt er ein und hält sie für hundert Jahre auf dem Grund des Sees gefangen. Sie erleiden ein furchtbares Schicksal. Denke immer daran!“ Diese Worte klangen ernst, fast drohend.


„Nun wünsche ich dir noch viel Spaß“, fuhr das Gesicht im Spiegel fort. „Schau dir alles an, spiele und freue dich. Du kannst auch zum Frisör gehen oder zum Schneider, zur Kosmetik oder ins Nagelstudio. Mmmmm mmmmm ... Und denke daran: Berühre nicht das Wasser des Mondscheinsees!“


„Nun möchte ich mich von dir verabschieden.“ Mit einer kleinen Verbeugung verabschiedete sich der Spiegel von Frieda, wurde wieder zu der großen regenbogenfarbenen Kugel, flog nochmals um Frieda und Felix herum, hüpfte und murmelte fröhlich: „Schön, schön, schön.“ Dann flog er davon.


„Was war denn das?“, fragte Frieda.


„Oh“, sagte Felix, „das ist einer der Wächter der Schönheitspolizei. Sie achten darauf, dass alles hier im Land Wunderschönhausen schön anzuschauen ist. Du brauchst dich aber nicht vor ihnen zu fürchten. Wenn du dich schmutzig gemacht hast, kommen sie mit einer Waschschüssel und waschen dich blitzeblank von Kopf bis Fuß, säubern dein Kleid und kämmen dein Haar, dass jede Locke wieder richtig an seiner Stelle sitzt. Oder sie putzen dir deine Schuhe.“

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Esantor und der Weihnachtsmann-Detektor

von Hannelore Jost



Ein gewaltiger, eisiger Orkan wehte so heftig, dass alles weggerissen wurde. Selbst große Eisbären wurden wie Papierschnipsel im Wind herumgewirbelt. Nur die junge, unerfahrene Eisbärenmutter Rettumtug und ihre zwei kleinen Eisbärenkinder Rhoppalk und Räbgulk waren noch unterwegs. Rettumtug rief den beiden Kleinen zu, sie sollten sich bei ihr gut festhalten, damit der immer heftiger werdende Schneesturm sie nicht wegträgt. So aneinander festgeklammert, kamen sie in der großen Eisbärenschutzhöhle an. Esantor lässt sie herein. „Kommt schnell herein, hier ist es kuschelig warm und der heftige Orkan kann uns nichts anhaben. Ruht euch etwas aus, bis das Wetter sich bessert.“
Rettumgut bedankt sich, setzt sich in eine Ecke. Müde schließt sie ihre Augen. Erschöpft murmelt sie: „Nur gut, dass wir hier Zuflucht gefunden haben. Stört die Erwachsenen nicht, ruht euch aus und seid leise!“
Aber wie alle Kinder sind, können beide nicht stillsitzen. Sie tollen herum und stellen viele Fragen. Besonders Räbgulk will alles wissen. 
Da ihre Mutter Rettumgut schläft, gehen sie zu ihrem Eisbärengroßvater Esantor und wollen mit ihm spielen. 
Esantor ist ein weiser, alter Bär, ein guter Typ, oft etwas brummig, aber immer hilfsbereit. 
„Warum hast du eine rote Nase?“, fragte der wissbegierige Räbgulk seinen Eisbärengroßvater. „Und warum haben wir alle schwarze Nasen?“.
„Nun, das ist eine lange Geschichte“, beginnt Esantor zu erzählen.  Rhoppalk und Räbgulk setzten sich zu ihm und lauschten. Sie waren so leise, das nur das Getöse des eisigen Schneesturms zuhören war. Es klang, als ob aller Schnee und Eis vom Himmel auf die Erde fallen würde und sie unter meterdicken Schnee begraben werden.
„Ich war damals ein kleiner Eisbär mit einer schwarzen Nase, genauso wie ihr. Ein Schneesturm tobte, der stärker nicht sein konnte. Unsere Mama rief uns, aber ich konnte und wollte ihr auch nicht folgen und trödelte herum. Ich übte mich in Robben erschrecken. Mit meiner Tatze verdeckte ich meine schwarze Nase. So konnte mich keiner sehen, auch keine Robbe. 
Plötzlich erfasste mich ein besonders starker Schneesturm. Ich wurde herumgewirbelt und flog bis in die Wolken hinauf. Schließlich landete ich etwas unsanft in einer großen Schneewehe. Der schreckliche Eissturm blies mir ins Gesicht und ich fror erbärmlich. Ich lief weiter, immer weiter und weiter. Der Eissturm heulte, als ob aller Schnee der Welt auf einmal vom Himmel fallen wollte. Ich konnte nichts sehen und nichts hören. So hielt ich meine Nase in den Wind, vielleicht konnte ich meine Mama wittern?  Aber da war nichts. Und so lief ich weiter. Ich wollte mich schon hinlegen und sterben, da gab auf einmal der Schnee unter meinen Tatzen nach und ich rutschte in eine große Schneehöhle und landete auf einem braunen, weichen Sack. Schnell hielt ich meine schwarze Nase zu, damit mich ja niemand sehen konnte. 
Vor mir stand ein komischer, großer Eisbär mit einem rotem Umhang und einer weißen Nase. Sein Fell im Gesicht war weiß und besonders lang. Seine Ohren waren unter einer roten Zipfelmütze verborgen und zwei seiner Tatzen versteckte er in einer Art ledernen Sack. So einen Eisbären hatte ich noch nie gesehen. Wie nur wie wollte er sich an die Robben heranschleichen. So große Tatzen, um sich dahinter zu verstecken gab es doch nicht. 
Nun sah mich der komische Eisbär mit dem rotem Umhang an. Und brummte: »He kleiner Eisbär, wo kommst du denn her? Du hast dich wohl verlaufen?«  Ich schaute mich um, ob er mich meinte. Ich hielt mir doch die Nase zu, wie konnte er mich nur sehen. Aber hinter mir stand niemand. 
Nun sprach er weiter. »Du brauchst keine Angst zuhaben, ich bin der Weihnachtsmann.« Bückte sich und griff in den großen Sack, auf dem ich gelandet war. Er suchte lange und kroch fast ganz hinein. Schließlich zog er ein großes Stück Fleisch heraus und sagte: »Kleiner Eisbär, du hast sicher großen  Hunger, stärke dich erst einmal. Danach reden wir und ich werde sehen, was ich für dich tun kann.«
Ich schaute dem Weihnachtsmann an. Er konnte mich tatsächlich sehen, obwohl ich doch meine Nase verdeckte. Diese war zwischen meinen Tatzen so fest eingeklemmt, dass sie weh tat. 
Aber das Fleisch roch gut und ich hatte einen furchtbaren Hunger. Also nahm ich meine Tatzen von der Nase und fraß das Fleisch. Es schmeckte lecker. 
Danach sagte ich nur: »Danke!« Nun betrachtete ich den Weihnachtmann-Eisbär genauer. Ein komischer Eisbär. Nach einer Weile fragte ich ihn: »He Eisbär Weihnachtsmann, was machst du hier. Weißt du wo meine Mama ist? Der Schneesturm hat mich weit fortgetragen. Jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich bin. Ich möchte wieder zu meiner Mama!«
Der Weihnachtsmann schaute mich streng an. Mir war, als könne er durch mich hindurchschauen. »Esantor, du kennst mich nicht? Nun, man nennt mich  Weihnachtsmann, Nikolaus, Santa Claus, Sinterklaas, Väterchen Frost, Knecht Ruprecht oder Father Christmas. 
Zu Weihnachten bringe ich allen artigen Kindern und auch artigen Tieren Geschenke ins Haus. 
Mmmmm …. mmmm ... mmmm
Aber wie ich sehe, hast du deiner Mama nicht gefolgt, als sie dich rief. Deshalb bist du jetzt in dieser misslichen Lage.«
Etwas ärgerlicher fügte er hinzu. »Außerdem bist du auf meinem Weihnachtsmannsack gelandet. Das ist nicht gut, denn wer meinen Weihnachtsmannsack berührt, ist auf magische Art mit mir verbunden. Jeder, der meinen Weihnachtsmannsack berührt, bekommt einen Weihnachtsmann-Detektor. Da du besonders gut riechen kannst, ist er bei dir in der Nase.
Nun Esantor, schlafe ein wenig. Wenn der Sturm sich gelegt hat, bringe ich dich wieder nach Hause.«
Und so geschah es dann auch. Der Weihnachtsmann spannte seine Rentiere vor den Schlitten und wir fuhren mit dem Wind bis zu meiner Mama. Endlich war ich wieder zu Hause. Ich versprach dem Weihnachtsmann, immer auf meine Mama zuhören und verabschiedete mich vom ihm. 
Seit dieser Zeit habe ich eine rote Nase.“

Rhoppalk und Räbgulk lauschten gespannt. Sie bemerkten nicht, dass der Eissturm nachgelassen hatte und Sonnenstrahlen durch die dicke Schneedecke glitzerte. Auf einmal sah die Welt wieder viel, viel freundlicher aus.
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Hier eine kleine Leseprobe: 

„Haaaa-daaa-daaa" 
Das Malbuch lag auf Friedas Schreibtisch. Der Heilige Ibis darin war lebendig geworden. 
„Haaaa-daaaa-daaaa. Frieda, du musst uns helfen! Wunderschönhausen ist krank! Wir alle sind krank!" 
„Hallo, Hüter der Magie!", begrüßte Frieda den Heiligen Ibis. „Was ist mit Wunderschönhausen? Wie krank ist es? Kann Wunderschönhausen überhaupt krank werden?"
„Haaaa-daaaa-daaaa, Frieda suche die weiße Feder und schwinge sie über deinem Kopf. Danach gehst du unter dem Regenbogen hindurch. Beeile dich, du musst uns helfen!"
Frieda holte die weiße Feder und schwang sie über ihrem Kopf, aber nichts geschah.
„Das habe ich mir sicher nur eingebildet."
Frieda setzte sich wieder an ihren Schreibtisch und malte. Sie zeichnete und wie von selbst erschienen der Mondlicht-Stein und danach der Mondscheinsee mit seinem magischen, gelben Licht. Dann malte sie Ritter Paul von Rittersgrün, die Kampfhornisse Rosinante und den bunten Schmetterling Felix. Für Paul, Rosinante und Felix nahm sie sich besonders viel Zeit. Schließlich hatten sie gemeinsam viele spannende und gefährliche Abenteuer erlebt. So besiegte Frieda den bösen König Lichtibus. Der bunte Schmetterling Felix, ihr bester Freund in Wunderschönhausen, half ihr dabei. 
Frieda, Paul, Rosinante, Felix und viele andere befreiten den Mondlicht-Stein aus der Gefangenschaft des bösen Trolls. Und dann brachten sie den Heiligen Ibis seine Zauberbrille zurück. So konnten sie Wunderschönhausen ein drittes Mal retten. 
„Meine Freunde habe ich echt gut getroffen, sie sehen aus, als wären sie lebendig", freute sich Frieda. Sie wünschte sich so sehr nach Wunderschönhausen zurück, nur für einen Tag, um mit Ritter Paul von Rittersgrün spielen zu können.  
Auf einem neuen Blatt zeichnete nun Frieda die Bienenkönigin und die Honigsammlerin Bruni. Daneben saß der Heilige Ibis. 
Der Heilige Ibis, das ist in Wunderschönhausen der Hüter der Magie. Dieser erschuf gerade einen riesengroßen Regenbogen, der über das gesamte Blatt reichte. Hinter dem Regenbogen befanden sich die bösen Moormonster. Einige flogen unter dem Regenbogen hindurch und wurden wieder die regenbogenfarbenen Kugeln, die guten Wächter der Schönheitspolizei. 
Frieda schaute aus dem Fenster. Große Regentropfen prasselten an die Glasscheibe. „Tak, tak, tak." Es mussten schon riesige Regentropfen sein, um so an die Fensterscheibe zu tackern. Eine große Gewitterwolke schickte Blitze zur Erde, gewaltige Blitze, gefolgt von einem lauten Donner. Ein Blitz stärker als der andere und jeder Blitz tauchte die Straße in weißes, grelles Licht. 
„Genau wie das magische, gelbe Licht des Mondscheinsees", dachte Frieda. 
Es war schon spät. Die Straßenlaterne vor ihrem Haus spendete spärlich etwas Licht. Frieda wunderte sich, dass ihr das schöne und zugleich auch schaurige Gewitter gefiel. Normalerweise hatte sie große Angst vor so starken Blitzen und dem nachfolgenden Donner. 
Sie hatte noch nicht zu Ende gemalt, da war ein gewaltiger Donner in ihrem Kinderzimmer zuhören. 
Frieda hielt sich vor Schreck die Ohren zu. Wie konnte es nur passieren, dass dieses Gewitter plötzlich in ihrem Zimmer war. 
Sie schaute sich um, doch außer dem lautem Donnergrollen war nichts weiter geschehen. 
Sie wollte weiter malen, als ein lautes „Haaaaa-daaaaaaa-daaaaa" ertönte. Diesen Ruf kannte Frieda doch. Es war der Schrei des Heiligen Ibisses, dem Hüter der Magie. 
„Höre ich schon wieder Gespenster?", Frieda schüttelte den Kopf. 
„Haaaa-daaa-daaa", ertönte wieder der Ruf des Heiligen Ibisses. Also hatte Frieda sich doch nicht verhört. 
„Haaaa-daaaa-daaaa, Frieda, du musst uns helfen! Wunderschönhausen ist krank! Wir alle sind krank! Frieda, du musst Wunderschönhausen heilen! Das kannst du doch?"   
„Hallo, Hüter der Magie! Was ist mit Wunderschönhausen? Wie krank ist es? Kann Wunderschönhausen überhaupt krank werden?"
„Haaaa-daaaa-daaaa. Frieda, suche die weiße Feder und schwinge sie über deinem Kopf. Danach gehst du unter dem Regenbogen hindurch. Anders kann ich dich nicht nach Wunderschönhausen holen. Anders wäre das viel zu gefährlich. Beeile dich bitte, du musst uns helfen."
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