Hannes Etzlstorfer Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

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Inhaltsangabe zu „Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser“ von Hannes Etzlstorfer

Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg – der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhöchsten Amüsements.
Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien – Zar Alexander I., König Friedrich Wilhelm III. und Gastgeber Kaiser Franz I. – zu bestaunen. Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert
auf den von den Staatsgästen zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch. Auch Kaiser Franz seufzte: „Wenn das noch lang so weitergeht, laß i mi pensionieren …“
Die Entwicklung der diplomatischen Bemühungen interessierte die Bevölkerung nur wenig, zu spärlich waren die Informationen, die aus den Konferenzsälen nach draußen drangen.
Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die für einige Monate zum uneingeschränkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde – mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen für die ansässige Bevölkerung.

Manchmal hat mir ein wenig der rote Faden gefehlt, ansonsten aber sehr interessant und auch amüsant.

— sofie

Ein Sachbuch über eine geschichtsträchtige, sehr spannende Thematik, das aber in der Umsetzung ein wenig unausgereift wirkt.

— Marjuvin

Hier wurden die Feste gefeiert wie sie fallen. Ein Buch, Beschrieben vom ausergewöhnlichen Treiben auf dem Wiener Kongress.

— Postbote

Ein großartiger Blick hinter die Kulissen eines bedeutenden Stücks der Weltgeschichte.

— Buchgespenst

Geschichtliches lehrreich und lesenswert verpackt

— esposa1969
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  • Leserunde zu "Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser" von Hannes Etzlstorfer

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Maskenbälle, Festkonzerte, Schlittenfahrten, Feuerwerke  Worum geht's? Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg – der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhöchsten Amüsements. Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien – Zar Alexander I., König Friedrich Wilhelm III. und Gastgeber Kaiser Franz I. – zu bestaunen. Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert auf den von den Staatsgästen zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch. Auch Kaiser Franz seufzte: „Wenn das noch lang so weitergeht, laß i mi pensionieren …“ Die Entwicklung der diplomatischen Bemühungen interessierte die Bevölkerung nur wenig, zu spärlich waren die Informationen, die aus den Konferenzsälen nach draußen drangen. Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die für einige Monate zum uneingeschränkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde – mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen für die ansässige Bevölkerung.  Erscheinungstermin: 25. August 2014   Hannes Etzlstorfer geboren 1959, ist Kunst- und Kulturhistoriker, Ausstellungskurator und Kulturjournalist in Wien. Konzeption und Mitarbeit an mehr als 60 Ausstellungen zur Kunst- und Kulturgeschichte im In- und Ausland. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher.   >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr mehr über die Hintergründe des Wiener Kongresses erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 21. August für eines von 10 Leseexemplaren von "Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Der Wiener Kongress, wie war das damals eigentlich genau ??

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    kriminudel

    15. October 2014 um 23:27

    Vor vielen Jahren wurde das Thema im Schulunterricht kurz angesprochen, mehr aber auch nicht. Ich wusste lediglich, dass es um die Neuordnung Europas ging und viel gefeiert wurde. Das sehr interessante und informative Buch von Hannes Etzlstorfer hat mir  die Zeit, die Menschen und vor allem die Teilnehmer sehr gut näher gebracht. Da Wien meine persönliche Lieblingsstadt ist, konnte ich mir die verschiedenen Örtlichkeiten sehr gut vorstellen und werde bei meinem nächsten Besuch einige Orte mit anderen Augen sehen. Aufgrund des tatsächlich stattgefunden Kongresses handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Unterhaltungsroman, sondern um eine Ansammlung von vielen Informationen rund um ein historisches Ereignis. Dem Autor ist es sehr gut gelungen zu beschreiben wie eine Stadt und ihre Bewohner unter  der Belastung, den Kosten und den vielen Besuchern gestöhnt hat. Für alle, die sich für Geschichte interessieren kann ich deshalb eine Leseempfehlung abgeben und freue mich, dass der Wiener Kongress für mich nun nicht mehr nur ein Begriff ist, sondern  ein Stück Geschichte. Ergänzend zum Buch möchte ich noch auf folgenden Link verweisen, hier kann man den Autor über sein Buch sprechen hören: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2254790/Hannes-Etzlstorfer-auf-dem-blauen-Sofa#/beitrag/video/2254790/Hannes-Etzlstorfer-auf-dem-blauen-Sofa

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  • Der Wiener Kongress

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    ejtnaj

    09. October 2014 um 15:05

    Der Autor Hannes Etzlstorfer lässt mit diesem Buch den Wiener Kongress auferstehen. Eigentlich werden nur Erinnerungen und Aufzeichnung neu Zusammengetragen und erzählt. In Bezug auf den Kaiser wird teilweise sogar noch auf die Vorfahren zurückgegriffen, was mir ehrlich nicht so sehr gefallen hat. Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch auch nicht so ganz überzeugen, was ich ehrlich Schade fand, denn die Habsburger interessieren mich eigentlich sehr. Vielleicht lag es auch am Erzählstil und wie alle Informationen einfach nur zusammengetragen wurden ich weiß es nicht. Ich muss auch gestehen, dass ich noch etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe, weil ich einfach keinen Zugang zum Buch finden konnte. Vielleicht wäre es auch besser gewesen nicht zu sehr zwischen den Teilnehmern und den Schauplätzen und auch noch den Vergnügungen zu springen, so war es mir einfach zu durcheinander. Alles in allem konnte mich das Buch leider gar nicht überzeugen und ich vergebe für das Buch 2 von 5 Sternen.

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  • eine geschichtsträchtige, sehr spannende Thematik, ...wirkt aber in der Umsetzung unausgereift

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    Marjuvin

    01. October 2014 um 21:49

    Klappentext: Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg – der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhöchsten Amüsements. Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien – Zar Alexander I., König Friedrich Wilhelm III. und Gastgeber Kaiser Franz I. – zu bestaunen. Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert auf den von den Staatsgästen zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch. Auch Kaiser Franz seufzte: „Wenn das noch lang so weitergeht, laß i mi pensionieren …“ Die Entwicklung der diplomatischen Bemühungen interessierte die Bevölkerung nur wenig, zu spärlich waren die Informationen, die aus den Konferenzsälen nach draußen drangen. Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die für einige Monate zum uneingeschränkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde – mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen für die ansässige Bevölkerung. Rezension: Das Buch macht optisch und haptisch einen recht hochwertigen Eindruck und die Covergestaltung wirkt stimmig. Ich interessiere mich für historische Zusammenhänge und vor allem für das Alltagsgeschehen rund um politische Zusammentreffen. Die Thematik ist an sich sehr spannend, die Ausführungen lehrreich, aber ich stolperte beim Lesen über ein paar Kritikpunkte. Insgesamt empfand ich die Themenführung als unlogisch und wirr, als wäre der Autor seinen Gedankensprüngen gefolgt. Es wurden viele kleine Sidesteps eingefügt, die aber für mein Empfinden an anderer Stelle oder zu anderen Kapiteln zusammengeführt gehört hätten. Geldbeträge ich alten oder ausländischen Währungen wurden nur zum Teil in vergleichbare Eurobeträge umgelegt, Themen, die mehr Erklärung bedurft hätten bereits nach einem Absatz wieder fallen gelassen. Vermisst habe ich eine Karte des alten Wiens dieser Zeit, sodass für mich heute besser nachvollziehbar wäre, dass z.B. der 7 Bezirk schon als "ausserhalb" galt. Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich das Buch nicht gern gelesen habe. Es war interesssant und lehrreich, wirkt aber auf mich ein wenig unausgereift. Fazit: Ein Sachbuch, das für Menschen die viel Wert auf gute Strukturierung legen  Schwächen aufweist, aber dennoch lesenswert ist.

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  • Die Feste wurden gefeiert wie sie fallen

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    Postbote

    Am 25. September 1814 wurde der Wiener Kongress von den drei Monarchen Zar Alexander I, König Friedrich Wilhelm III und Gastgeber Kaiser Franz I  feierlich eröffnet. Voraussetzung für die Verwirklichung des Kongresses war die Bezwingung von Napoleon. Dies erfolgte am 30. März 1814. Am 28. April kam er ins Exil auf die Insel Elba. Zar AlexanderI schlug vor diesen Kongress in Wien abzuhalten. Österreich zeigte eine gute Haltung zu dieser Zeit und sollte mit dem Wiener Kongress gewürdigt werden. Auf dem Kongress sollten ungelöste politische Fragen gelöst werden. Es gab einen nie dagewesenen  Ansturm von Gästen aus allen Rängen und Ländern der Monarchie, Adels, Politiker mit samt Gefolge. Wien bekam auf einmal Unterkunftsprobleme. Es gab aber dann auch Quartiere die ca.1 Stunde von Wien entfernt waren. Caballini, der Hofmobiliendirektor, hatte die schwere Aufgabe Räume für 1000 Personen zu finden und auch zu möbilieren. Teuer durfte das ganze natürlich auch nicht sein. Zum Teil waren da Möbel dabei die ca.70 Jahre alt waren. Kaiser Franz I war ja auch ein ziemlich sparsamer, wenn nicht auch knickig. Ganz abgesehen davon, seine dritte Ehefrau Kaiserin Maria. Sie hatte Geschmack und Stil für Teure und Ausgefallene Einrichtungsgegenstände das sie voll und ganz ausschöpfte. Nun zur eigentlichen Beschreibung des Buches. Hier in diesem Buch wird beschrieben wie man zu Zeiten des Kongresses gefeiert, getanzt und gehurt hat. Letzteres sehr ausgiebig was so in Wien nie mehr stattfand. Selbst die Monarchen suchten und fanden das richtige für Ihre Liebesspiele. Zum Beispiel, hinterlies Kaiser Joseph II nicht gerade den besten Ruf im Rotlichtmilleu. Nach seinem Besuch im Bordell wollte er doch noch tatsächlich Nachverhandlungen vom Preis des Liebesdienstes haben. Die Zuhälter haben den Kaiser unsanft durch die Tür befördert. Noch heute steht ein Spruch im Haus der Gutenberggasse 13. Durch dieses Thor im Bogen/ ist Kaiser Joseph geflogen. Die Theater und Musikwelt wurde auch reichlich aufgeführt. Unter anderem, auch mein Lieblingstück, die Zauberflöte und Beethoven selbst trat auf. Es wurden Polonaisen erstellt, die sehr beliebt waren. Bei all den Feierlichkeiten und dem bunten Reigen aller Art gab es unter anderem bei den kulinarischen Genüssen kaum Grenzen. Tonnen von Fleisch, Beilagen und Nachtischen wurden tagtäglich verarbeitet. Nachts bei den Tänzen waren in den grossen heisen Tanzsälen das Speiseeis  sehr beliebt. Die Tanzsäle wurden auch Redouten genannt. Zum Teil fassten diese Säle an die 6000 Personen. Man bedenke, damals gab es keine Klimaanlage. Die Wahl der Kleidung und der Mode wurde in diesem Buch auch zum Thema. Frauenmode, Herrenmode und auch Kindermode wurde beschrieben. Vor allem hatte die Beamtenkleidung hier einen grossen Stellenwert. Viele Amtsränge waren farblich markiert. Es hies einfach, damals wie heute, Sehen und Gesehen werden. Es gab hier noch viel mehr Aufzählungen an Vergnügungen die ich gar nicht alle aufzählen kann. Ich war überrascht von den vielen ausgefallenen Ideen. Bei so viel Festen und Menschen glaubt man eigentlich das es bestimmt auch Unruheherde gab. Aber, so wurde beschrieben herrschte sehr viel Anstand und Volksordnung. Kaiser Franz I war aber doch in manchen Dingen rund um den Kongress sehr mistrauisch. Es sandte deshalb auch Spione aus, selbst Papierkörbe wurden durchforstet. Vorgestellt werden einige Monarchen und Ihre Charakterzüge, fand ich sehr lehreich zu lesen. Politische Entscheidungen kommen hier auch zur Sprache. Vor allem wurde damals die Schweizer Neutralität entschieden. Kleinigkeiten wie Billets verteilt wurden. Aber auch warum die Russen fast  die Oberhand auf dem Kongress hatten, wurden hier zum Thema in diesem Bunten, Vielseitig, Beschriebenen Reigen. Und noch vieles mehr. Das Buch ist in einzelne Haupthemen als Kapitel aufgeteilt. Danach kommen kurze Haupthemen zum Kapitel in kleinen übersichtlichen Partien zu lesen. Der Schreibstil ist verständlich. Fast alle Aussagen oder Zeitungsberichte kommen in diesem Deutsch von damals. Übersetzt ins heutige hätte mir besser gefallen. Aber das kann man trotzdem akzeptieren. Ich bin wunderbar Geschichtlich informiert worden über dies Einmalige Event des Wiener Kongresses. Vieles war mir so nicht bekannt.  

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    dieFlo

    30. September 2014 um 08:43
  • Lasst die Party beginnen! – Von einem Ende war nie die Rede…

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    Buchgespenst

    14. September 2014 um 19:09

    Der Sieg über Napoleon rief die Mächtigen Europas an den Verhandlungstisch, denn jeder wollte sicherstellen, genug vom Kuchen abzubekommen. Kaiser Franz I. hatte die zweifelhafte Ehre als Gastgeber auserkoren zu sein und versuchte zwischen Spar- und Repräsentationszwang den Anforderungen gerecht zu werden. Die Party, die um den Kongress herum stattfand ist bis heute legendär und lieferte schon damals Bonmots und Skandale für die Klatschpresse. Das Buch gewährt einen perfekten Blick hinter die Kulissen der Weltpolitik bzw. einen detaillierten Blick auf die Kulissen. Was am Verhandlungstisch beschlossen wurde, kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen, doch das bunte Volksfest drum herum wird einem hier mit gut recherchierten Quellen, sogar in Originalzitaten, vorgestellt. Verständlich geschrieben ohne anspruchslos zu sein, reich bebildert ohne banal zu werden zieht einen das Buch sofort in seinen Bann. Ich hätte mir gewünscht, dass auch die politische Dimension mit einbezogen wird, vom Verhandlungstisch erfährt man so gut wie nichts, doch dann hätte es wohl 200 Seiten mehr gegeben. Ich habe das Buch in einem Zug verschlungen. Es hat mir ein interessantes Stück Weltgeschichte näher gebracht. Die Bilder führen einem die Zeit auch plastisch vor Augen. Die Komplexität der Politikparty, die ungeahnte Ausmaße annahm, zieht einen in denselben verheerenden Strudel wie das damalige Volk. Es beginnt als Friedensfeier und artet in einen Taumel aus, dessen Ende nicht abzusehen ist. Es gibt viel zu entdecken und zu schmunzeln.

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  • Redouten, Karoussel & Köllnerwasser

    Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel und Köllnerwasser

    esposa1969

    14. September 2014 um 00:29

    Hallo liebe Leser, heute berichte ich euch über dieses Buch, welches ich in einer Leserunde lesen durfte: == Der Wiener Kongress - Redouten, Karoussel & Köllnerwasser == Autor: Hannes Etzlstorfer == Buchrückentext: == Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg – der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhöchsten Amüsements. Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien – Zar Alexander I., König Friedrich Wilhelm III. und Gastgeber Kaiser Franz I. – zu bestaunen. Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert auf den von den Staatsgästen zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch. Auch Kaiser Franz seufzte: „Wenn das noch lang so weitergeht, lass´  i mi pensionieren …“ Die Entwicklung der diplomatischen Bemühungen interessierte die Bevölkerung nur wenig, zu spärlich waren die Informationen, die aus den Konferenzsälen nach draußen drangen. Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die für einige Monate zum uneingeschränkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde – mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen für die ansässige Bevölkerung. == Das Cover: == Ich finde das Cover wunderschön und mich erinnert die Illustration spontan an Wilhelm Busch´s Fromme Helene. Ein Cover, das sofort in die Augen sticht und dazu veranlasst, das Buch in die Hand zu nehmen, um sich näher damit zu beschäftigen. == Leseeindrücke: == Zuerst fand ich einige Schreibweisen bestimmter Wörter andersartig, aber interessant. Da diese in Kursivschrift stehen und mit Fußnoten versehen sind, finden wir hinten im Anhang  des Buches die Erklärung dieser Worte, was ich nicht nur sehr hilf- sondern auch als lehrreich empfinde. Wir lesen von der Zeit des Wiener Kongresses (der in der Überschrift "Congreß" geschrieben wird, im Text eben dann "Kongress", aber man weiß ja was gemeint ist und dass eben Anfang des 19. Jht. (1814/15) die Schreibweise eben so korrekt war. Da es diesen Wiener Kongress ja wirklich gab, ist dieses Buch somit ja fast schon ein Sach- bzw. Geschichtsbuch und der Leser lernt hier über Begebenheiten der vergangenen Zeit, die er sonst evtl. nie erfahren hätte. (Ehrlich gesagt wusste ich bis zu dem Buch nicht einmal, dass es einen Wiener Kongress je gab, geschweige denn für was dieser gut gewesen war) Auch die skizzierten Portraits der in dieser Zeit lebenden Persönlichkeiten, die in irgendeiner Form eine Affinität zum Wiener Kongress aufwiesen, sind interessant von diesen zu lesen und sich eben diese dann auch bildlich vorzustellen. Selbst Napoleon oder der russische Zar  (= Kaiser) Alexander I. oder auch Kaiser Franz I. von Österreich, sowie Friedirch Wilhelm III. von Preußen kommen in diesem Leseabschnitt nicht zu kurz. Auch einen "Kutscher Europas" hatte ich noch nie zuvor gekannt und finde es sehr interessant auf solche Entdeckungen zu stoßen. Die Skizze auf S. 44 lässt sich einem gut den Temporalkolorit zu diesem Kongress vorstellen. Wochenmärkte wurden ebenso unter die Lupe genommen, wie Papierkörbe der hohen Gäste in der Hofburg ausspioniert und untersucht wurden. So ein Wiener Kongress gilt gut vorbereitet zu sein. Bei etwa einer Viertel Million Einwohner, die Wien anno 1814 zählte war es logistisch zur damaligen Zeit eine riesige Herausforderung alle Gäste entsprechend unterzubringen. Die allerhöchsten Herrschaften wurden in der Wiener Hofburg untergebracht. eine Skizze von dessen äußeren Erscheinungsbild, sowie  das Innere der Winterschule zeigen und verdeutlicht die seinerzeitigen Örtlichkeiten auf. Ich bin ganz im Banne der damaligen Zeit vertieft. Die Beutelschneider ... (Mit Beutelschneider wurde im Mittelalter ein Dieb bezeichnet, der den am Gürtel befestigten Geld- oder Almosenbeutel samt Inhalt abschnitt. Heute bezeichnet man im übertragenen Sinne auch einen Anbieter überteuerter Waren oder Dienstleistungen als Beutelschneider. quelle:wikipedia.de) ... sind auch etwas Neues, das ich hier erfahren durfte. Jetzt kann ich mir auch zusammenreimen, was ein Karussell mit den Hofreitern zu tun hat (daher haben die alten Karussells auf Jahrmärkten zumeist Reitpferde drauf). Sehr salomonisch auch das Zitat von Seite 14 >> Ein Diplomat, der "ja" sagt, meint "vielleicht", der "vielleicht" sagt, meint "nein", der "nein" sagt, ist kein Diplomat. Eine Dame, die "nein" sagt, meint "vielleicht", die "vielleicht" sagt, meint "ja", die "ja" sagt, ist keine Dame.<< Insgesamt  haben mich die 15 Kapitel verteilt auf 221 Seiten samt Anmerkungen - Kapitelkennzeichnung erfolgt ganz altertümlich in römischen Zahlen bestens unterhalten und angenehm belehrt. Ich hätte nie erwartet, dass mich so ein Wiener Kongress aus ehemaligen Zeiten in seinen Bann ziehen würde und mich dermaßen beschäftigen und interessieren würde. Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen! Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte © esposa1969

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