Tafeln mit dem Kaiser

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Positiv (3):
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Schön zum Schmökern, aber am besten in kleineren Häppchen

Kritisch (1):
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Leider langatmig, staubig und eine Überfülle an Informationen. Kann ich nicht empfehlen.

Alle 11 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tafeln mit dem Kaiser"

Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus?
Auf Grundlage des Menüheftes von Mai 1913 bis Januar 1914, das der legendäre Fernsehkoch Franz Ruhm von einem der Hofköche Kaiser Franz Josephs erhielt und das im Buch auszugsweise im Faksimile abgedruckt wird, verwebt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer das kulinarische Tagesprotokoll mit aktuellen Ereignissen und der Welt der großen Politik. Die Eröffnung der Adria-Ausstellung, die schließlich 560.000 Besucher anzog, ist ebenso Thema wie das Bankett für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der Besuch von Graf Zeppelin ebenso wie die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung der Balkan-Kriege. Letztere kulminierten natürlich in einem prunkvollen Galadiner, das Hannes Etzlstorfer detailliert beschreibt. Garniert wird das Buch mit ausgewählten Rezepten aus der k.u.k.-Hofküche – wie wäre es, bei der nächsten Einladung zu Hause einmal ein „Diner à la Kaiser Franz Joseph“ zu servieren?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218009072
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:01.03.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    elisabethjulianefriedericas avatar
    elisabethjulianefriedericavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Schön zum Schmökern, aber am besten in kleineren Häppchen
    In kleinen Häppchen servieren ...

    Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus?


    Aus dem Archiv des legendären Fernsehkochs Franz Ruhm stammen die auszugsweise im Faksimile abgedruckten Menühefte „Menus Sr.K. Und K. Apost. Majestät v. 4. Mai 1913 bis 29. Jänner 1914 Schönbrunn“. Kunst-und Kulturhistoriker und Sachbuchautor Hannes Etzlsdorfer stellt ausgehend von diesen Menüheften die privaten, gesellschaftlichen und politischen Ereignisse jener Tage zusammen.

    Eine interessante Idee, die leider nicht immer spannend zu lesen ist, aber immer schön zum Schmökern für zwischendurch. Man muss sich das Buch für kleine Warteeinheiten geschickt plazieren, dass man Geschichte in kleinen Häppchen geniessen kann. Ideal stelle ich mir das vor im Restaurant, während man auf das Essen wartet oder zuhause im Essbereich – oder im Wartezimmer eines Arztes bzw. einer Klinik...

    Für Geschichts- und Kochkunstinteressierte sicher eine interessante Lektüre, die Faksimile-Auszüge

    der Menühefte des Kaisers bekommt man sonst nicht zu Gesicht.

    Mir hat es gefallen, aber nicht am Stück, sondern in kleinen Häppchen serviert.



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    minoris avatar
    minorivor 4 Jahren
    Tafeln mit dem Kaiser

    Was wurde Adeligen und anderen mächtigen Personen kurz vor dem 1. Weltkrieg zu Essen serviert? Das Buch von Hannes Etzelstorfer und Franz Karl Ruhm geht dieser Frage auf Grundlage eines Menüheftes aus dem Jahr 1913 nach. Das kulinarische Tagesprotokoll wird mit aktuellen Ereignissen verknüpft und der Leser erhält einen Einblick in den Alltag des seit 1848 regierenden Kaisers Franz Joseph.

    Interessant war zu lesen, dass der greise Monarch neben einem pickepacke vollen Terminkalender sich auch noch selbst um die Speisefolgen zu Mittag und Abend kümmerte. Seine Köche machten Vorschläge und der Kaiser gab seinen Senf dazu.

    Das Buch ist als Zeitzeugendokument anzusehen, da der Speiseplan auf die Gäste des Kaisers abgestimmt wurden – gibt es so etwas vielleicht auch noch heute? Muss Angela Merkel im Ausland oft Sauerkraut essen oder serviert sie Obama etwa gar Hamburger? Die beiden Autoren arbeiten deutlich heraus, dass Essen nicht nur Nahrungsaufnahme darstellt, sondern auch gesellschaft-politische Aufgaben übernehmen kann.

    Neben den Einblicken in die Vorlieben des Kaisers (er war ein absoluter Schellesser, der gerne auf Altbewährtes zurückgriff, Neues kam nicht auf seinen Speiseplan) gefielen mir besonders die kurzen Anekdoten aus der damaligen Zeit. Kurze Rezepte und interessante Fotografien geben einen Einblick in das damalige Leben der Reichen und Mächtigen Europas.

    Die Menükarten geben Aufschluss was gegessen wurde und die Autoren haben penibel jeden Tag recherchiert und stellen kurz dar, was im Wien der damaligen Zeit sonst noch so passiert ist. Teilweise geschah einfach nichts Weltbewegendes und so erscheint dann das geschilderte Tagesgeschehen einfach zu unbedeutend um noch als spannend durch gehen zu können.

    Weiter hatte ich als Nichtösterreicherin meine Probleme, alle Zusammenhänge zu durchschauen. So hätte eine Tafel des Königshauses mir das Verstehen der familiären Zusammenhänge doch sehr geholfen.

    Das Buch ist meiner Meinung nach für Studenten der Geschichte und anderen an der österreichischen Monarchie interessierten Menschen zu empfehlen.

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    Orishas avatar
    Orishavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider langatmig, staubig und eine Überfülle an Informationen. Kann ich nicht empfehlen.
    Vertane Zeit

    Was hat Kaiser Franz Joseph gespeist? Was hat er getrunken? Wie liefen seine Empfänge, Abendessen, Gala-Diners ab? Das Schönbrunner Menübuch aus dem Jahre 1913/14 nimmt Hannes Etzlstorfer als Ausgangspunkt, um private, gesellschaftliche und politische Geschehnisse miteinander zu verknüpfen und ein Bild zu zeichnen, dass dem Leser den österreichischen Monarchen näher bringen soll. 

    Leider ist das nicht gut gelungen. Teilweise empfand ich die verknüpften Ereignisse an den Haaren herbei gezogen und es wirkte oftmals so, als habe man nicht genügend Material um das Buch zu füllen. Daneben fehlen mir als Leser viele Angaben. Neben einem Personenindex und einem Stammbaum der kaiserlichen Familie fehlen mir vor allem Erklärungen und Definitionen. Die Informationen sind bunt gemischt und teilweise erschlagen sie den Leser. Zudem wird vieles nur angerissen, aber nicht weiter ausgeführt. Das Potential wurde hier eindeutig verschenkt. 

    Ein letzter Kritikpunkt ist die Schreibweise: sie ist staubig und trocken. Zudem habe ich mich ein ums andere Mal gefragt, ob sich Herr Etzlstorfer überhaupt mit der Hofkultur auskennt. Kommentare, wie auf S. 102, wo eine Rede des Kaisers zitiert wurde, und Herr Etzlsdorfer hierzu schreibt "[...] ob denn alle diese verstehen würden[...]", kann ich nicht nachvollziehen. Denn in höfischen und Gelehrtenkreisen wurde auch entsprechend gesprochen. Um nur mal ein Beispiel von mehreren zu nennen. Hier hätte ich mir durchaus mehr Objektivität gewünscht.

    Fazit: Verschenktes Potential mit einer Überfülle an Informationen und einem staubig, trockenem Schreibstil. 

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    buechermaus88s avatar
    buechermaus88vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gelungene Verbindung von historischen Hintergründen und Menüwahl.
    Gelungenes Buch

    Inhaltsangabe von Amazon:

    Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus? Auf Grundlage des Menüheftes von Mai 1913 bis Januar 1914, das der legendäre Fernsehkoch Franz Ruhm von einem der Hofköche Kaiser Franz Josephs erhielt und das im Buch auszugsweise im Faksimile abgedruckt wird, verwebt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer das kulinarische Tagesprotokoll mit aktuellen Ereignissen und der Welt der großen Politik. Die Eröffnung der Adria-Ausstellung, die schließlich 560.000 Besucher anzog, ist ebenso Thema wie das Bankett für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der Besuch von Graf Zeppelin ebenso wie die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung der Balkan-Kriege. Letztere kulminierten natürlich in einem prunkvollen Galadiner, das Hannes Etzlstorfer detailliert beschreibt. Garniert wird das Buch mit ausgewählten Rezepten aus der k.u.k.-Hofküche – wie wäre es, bei der nächsten Einladung zu Hause einmal ein „Diner à la Kaiser Franz Joseph“ zu servieren?

    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt zum Thema Kaiser. Es hat dezente Farben und durch die rote Farbe wird der Titel hervorgehoben. Außerdem passen natürlich die Hofangestellten auf dem Cover, die das Essen bringen, sehr zum Thema. Außerdem gefällt mir auch sehr dieses geschwungene Muster zwischen Autor und Titel und zwischen Titel und Untertitel. Das wirkt edel und es sieht ein bisschen aus wie eine Speisekarte: Vorspeise (Autor), Hauptspeise (Titel) und Dessert (Untertitel).

    Der Inhalt ist sehr abwechslungsreich was das Lesen sehr interessant macht. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die hauptsächlich die Monate von Mai 1913 bis Januar 1914 darstellen. Das ist die Zeit, die im Menübuch dargestellt ist und nun kommt auch noch etwas Besonderes. In jedem Kapitel wird das Menü des Kaisers jeweils vorgestellt, auch, was am meisten vorkam oder auch, was der Kaiser gestrichen hatte. Aber das Besondere ist, dass es in diesem Buch tatsächlich auch richtige Rezepte gibt. Es sind nicht allzu viele, so wird es nicht als Kochbuch empfunden. Diese Idee finde ich sehr gut und es lockert das Buch auf. Genauso wie die Bilder. Es sind einige Fotographien im Buch enthalten, die den Kaiser oder auch seine Familie in dieser Zeit bei einigen Aktivitäten zeigen.

    Aber man muss keine Angst haben, dass es ein langweiliges Buch ist, dass nur über das Essen des Kaisers spricht. Der größte Teil ist Geschichte. Und das gefiel mir am besten. Ich interessiere mich sehr für Menschen und ihre Geschichten und hier wurden im zeitlichen Zusammenhang und auch im Zusammenhang mit dem Essen geschichtliche Hintergründe aufgezeigt. Und es blieb nicht oberflächlich, sondern es wird auch von heiklen Themen wie Homosexualität berichtet und Selbstmorden. Das sind auch heutzutage durchaus noch aktuelle Themen.

    Mein Fazit:

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen. Für mich ist das Buch auf jeden Fall ein Muss. Naja, vielleicht ist der Preis etwas hochgegriffen.

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    Grandvilles avatar
    Grandvillevor 4 Jahren
    Tafeln mit dem Kaiser

    Im Schönbrunner Menübuch "Menüs Sr. K. u. K. Apost. Majestät v. 4. Mai 1913 bis 29. Jänner 1914" sind die handschriftlichen Menüvorschläge der kaiserlichen Hofköche versammelt. Auf diesen wurde dem Kaiser täglich eine Auswahl an Speisen vorgeschlagen, die der Kaiser bei Nichtgefallen strich.

    Mit dem Menübuch als rotem Faden haben die beiden Autoren ein Bild der damaligen Zeit geschaffen. Wie war das Leben am Hofe, vor allem für den Kaiser? Was geschah damals in Wien und in der Welt, ein Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, als die Welt "noch in Ordnung" war?

    Ich finde es schwer, dieses Buch zu bewerten. Auf der einen Seite ist es sehr interessant. Gerade die eingestreuten Nebensächlichkeiten wie z.B. auf Seite 70 die Episode um Erzherzogin Mathilde, die heimlich rauchen wollte und sich dann aus versehen selbst in Brand gesetzt hat, weil damals Kleider mit Glyzerin verstärkt wurden um sie Fülliger aussehen zu lassen. Wer weiß das heute schon?
    Auf der anderen Seite ist das Buch ein wenig... ermüdend. Ich möchte nicht sagen 'langweilig', denn der Kaiser war nun mal ein Gewohnheitstier und so wiederholen sich viele Gerichte in regelmäßigen Abständen und vor allem auch der Tagesablauf. Frühstück, Aktenstudium, Audienzen, Mittagessen, Aktenstudium, Audienzen, Nachmittagskaffee, Audienzen, Dinner. So war es nun mal, da kann man nichts beschönigen. Da kommen die kleinen eingestreuten Geschichten aus Zeitgeschehen, Politik, Familie und Kultur gerade recht. Aber so recht hat zumindest bei mir die Auflockerung nicht funktioniert, gegen Ende war dann doch ein wenig die Luft raus.

    Gefallen haben mir die Abbildungen der Vorschlagskarten, wobei ich da auch anmerken muss: nach der 10. wäre es auch gut gewesen, denn ein großer Unterschied ist nicht zu finden. Auch die wenigen eingestreuten Abbildungen z.B. der Kaiser am Bahnhof beim Empfang einer anderen königlichen Hoheit oder zusammen mit Familienmitgliedern haben mir gefallen. Leider ist es aber so, dass die Bilder alle recht dunkel sind und ich nur schwer auf ihnen etwas erkennen konnte. Zu dem sind einige Bilder auch recht klein und hätte ich mir größer gewünscht.

    So hat dieses Buch gute Seiten und nicht so gute. Die viele Recherchearbeit der Autoren und man merkt dem Buch an, wie sehr ihnen das Thema am Herzen liegt. Was mir ein wenig gefehlt hat, wäre vielleicht ein etwas größere Blick hinter die Kulissen gewesen. Das hätte für mich vielleicht das Buch auch noch ein wenig mehr aufgelockert und man wäre bei den Menükarten mehr bei der Stange geblieben. Wie war so das Leben als Angestellter der Küche? Wie ist man überhaupt angestellt worden, was passierte mit den Angestellten nachdem die Monarchie abgeschafft wurde, wo lebten sie? Was dachte die Köche über den Geschmack des Kaisers? Gab es überhaupt oder mehr Anekdoten über die Ablauf eines Dinners beim Kaiser, darüber was die Teilnehmer hinterher wo und wie gegessen haben? Denn "satt" wurde man wohl nicht. Vermutlich gibt es solche Geschichten nicht in großem Maße, denn das wäre ja aus respektlos gewesen. Aber interessiert hätte es mich schon. So was das Buch dann gegen Ende ein wenig "trocken" für mich, dass ist schade, denn in dem Buch steckte für mich viel Potential.

    Da ich keine 3,5 Sterne vergeben kann, entscheide ich mich für 3.

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    kubines avatar
    kubinevor 4 Jahren
    Ein Stück Zeitgeschichte

    Das Schönbrunner Menübuch von Mai 1913 bis Januar 1914 beschäftigt sich nicht nur mit der Frage was es beim österreichischen Kaiser Franz Joseph zu essen gab, sondern zeichnet auch ein Stück Zeitgeschichte nach.

    Die überlieferten Mittags- und Abendmenüs der einzelnen Tage sind dabei eingebettet in das aktuelle Tagesgeschehen. Ob diplomatische Gespräche mit Vertretern der in die Balkan-Kriege verwickelte Staaten, Treffen mit anderen königlichen Häuptern oder Familienanlässe spiegeln sich auch immer in der Essensfolge wieder. Zeitungsberichte zu den tagesaktuellen Nachrichten beleuchten den Hintergrund und zeigen einen Einblick in das Leben kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs. Abgerundet wird das ganze durch Fotos, Anekdoten zu einzelnen Personen und Gerichten und den dazugehörigen Rezepten.

    Eigentlich ein tolles Konzept. Leider hapert es an der Umsetzung. Das Ganze wird sehr sachlich und teilweise zu detailgetreu geschildert. Als Leser ist man dann konfrontiert mit Namen über Namen aus dem politischen, kulturellen, militärischen und königlichen "Who is Who" der damaligen Zeit in Österreich. Mit den wenigsten Namen konnte ich etwas anfangen - da ist man dann schnell gelangweilt. Das können auch die wenigen Anekdoten, z.B. vom Leibkammerdiener, nicht ausgleichen.

    Die Menüs sind in französischer Sprache, der Küchensprache und auch in den Königshäusern der damaligen Zeit üblich, abgefasst. Zwar werden im Text die meisten Begriffe übersetzt, allerdings wäre hier ein zusätzlicher Anhang wünschenswert, wo nicht französisch sprechende Leser noch einmal nachschauen könnten.

    Toll hingegen sind die angegebenen Rezepte. Sie stammen aus einem alten österreichischen Kochbuch der Kaiserzeit, was man zum Teil auch merkt, aber so kann man auch mal kaiserliche Genüsse servieren. Das es dann doch weniger sind als man erwartet, liegt aber wohl doch an den erstaunlicherweise oft wiederholten Speisen.

    Ein Blick hinter die Kulissen, sprich auch den Alltag samt den dazugehörigen Problemen der Hofküche, habe ich aber vermisst. Es werden zwar am Anfang ein paar Dinge erwähnt, aber dennoch blieben zumindest bei mir ein paar Fragen offen.

    Alles in allem ist es zwar ein durchaus interessantes Buch, aber es für eine Zielgruppe zu empfehlen fällt schwer. Als reines historisches Sachbuch ist zu oberflächlich, für den normalen Leser zu detailliert und zu wissenschaftlich, was langweilen könnte. Als Rezept- und Kochbuch allein wird es auch nicht genügen. Wer aber ein Stück authentische Zeitgeschichte erleben möchte, sollte zumindest mal reinschauen.

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    Curins avatar
    Curinvor 4 Jahren
    Interessantes Buch rund um den Kaiser

    In diesem Buch werden rund um das Thema ,, Tafeln mit dem Kaiser``die Monate von Mai 1913- Januar 1914 die gesellschaftlichen und auch politischen Ereignisse wiedergegeben. In den Kapiteln finden sich immer wieder Rezepte und Ausschnitte aus dem ,,Schönbrunner Menübuch``, so dass man die erwähnten Speisen nachkochen kann.
    Jedoch sollte man beachten, dass es sich hierbei keineswegs um ein Kochbuch handelt. 
    Die Inhalte werden dem interessierten Leser gut vermittelt, aber setzen auch gewisse Grundkenntnisse der Geschichte und der kaiserlichen Familie voraus. Daher hätte ich mir zu Beginn einen Stammbaum oder eine Personenliste gewünscht, damit ich bei Bedarf nachschlagen kann.
    Auch Begriffe wie der ,,Dreibund`` sind sicherlich nicht jedem geläufig.
    Durch das Lesen dieses Buches habe ich einiges über die Herkunft und Namensgebung verschiedener Speisen gelernt wie über das ,Fürst- Pückler Eis``. Besonders gefallen haben mir auch die eingestreuten Zitate, die den sonst etwas zu sachlichen Text ein bisschen aufgelockert haben.
    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber teilweise war es mir etwas zu trocken. Wer sich für das damalige gesellschaftliche Leben rund um den Kaiser und für die Zeit vor dem 1. Weltkrieg interessiert, sollte dieses Werk einmal lesen!

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    ejtnajvor 4 Jahren
    Tafeln mit dem Kaiser

    Die Menüs für den Kaiser wurden in Büchern festgehalten, die diesem Vorgelegt wurden um die Gerichte absegnen zu lassen.
    Ein Buch hat bei dem bekannten Koch Franz Ruhm die Jahrzehnte überlebt und so kann man hier die Vorschläge vom 4. Mail 1913 bis zum 29. Januar 1914 nachvollziehen. Nur die Sommermonate in Ischl sind nicht mit dabei und natürlich auch nicht wenn er auswärts gespeist hat.
    Hannes Etzlstorfer hat dazu Geschichte und Begebenheiten herausgesucht die etwas über die Geschichte der Habsburger und der Menüs erzählt.

    Ganz ehrlich, ich weiß nicht so recht was ich von dem Buch halten soll. Als ich die Beschreibung und auch den Titel des Buches las, ging ich eigentlich mehr davon aus, dass es wie ein Kochbuch ist und die Geschichten oder Anekdoten wie ein Bonmot die Rezepte würzen.
    Aber es ist eher das Gegenteil der Fall, denn hier wird eigentlich mehr oder weniger das Leben der Habsburger erzählt und die Menüs sind eher die Zugabe dazu ab und zu gibt es auch Rezepte aber das ist eher die Ausnahme.
    Wenn wenigstens die Erzählungen weniger einer Aufzählung geglichen hätte, sondern dann eher Anekdoten gewesen wären. Doch hier hat der Autor mehr Zitate aus Zeitungen eingefügt als dass man etwas anderes gelesen hätte was man noch nicht in einem Buch über die Habsburger gelesen hätte.
    Damit aber nicht alles negativ ist was ich über das Buch schreibe, hebe ich nun die Bilder hervor, die meistens zu Beginn eines neuen Kapitels, als einem neuen Monat, abgedruckt sind. Diese zeigen den Kaiser oder einen der Erzherzöge.
    Gut gefallen hat mir auch, dass die Menükarten im Original abgedruckt sind, nur die deutschen Namen der Speisen hätte man extra nochmal aufzeigen können, denn wer kann heute noch die alte Schrift lesen und heute spricht auch nicht jeder Französisch, außer man hat es in der Schule gelernt.
    Die Menükarten hätte man darunter auf Deutsch nochmal abdrucken können.
    Was auch störend war, war wenn bei den wenigen Rezepten das Gewicht in Deka angegeben war, denn nicht jeder kennt diese Gewichtseinheit. Wenigstens im Anhang hätte man es erklären können.

    Mir hat das Buch zu lesen wirklich keine Freude bereitet und hat mich eher enttäuscht, vielleicht hatte ich auch andere Erwartungen an das Buch.
    Wenn ich allerdings den Preis für das Buch anschaue, finde ich ihn nicht vollständig gerechtfertigt.
    Mit ganz viel gutem Willen gebe ich dem Buch 3 Sterne.

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    Florencas avatar
    Florencavor 4 Jahren
    Tafeln mit dem Kaiser

    Inhalt: Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus?

    Auf Grundlage des Menüheftes von Mai 1913 bis Januar 1914, das der legendäre Fernsehkoch Franz Ruhm von einem der Hofköche Kaiser Franz Josephs erhielt und das im Buch auszugsweise im Faksimile abgedruckt wird, verwebt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer das kulinarische Tagesprotokoll mit aktuellen Ereignissen und der Welt der großen Politik.

    Die Eröffnung der Adria-Ausstellung, die schließlich 560.000 Besucher anzog, ist ebenso Thema wie das Bankett für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der Besuch von Graf Zeppelin ebenso wie die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung der Balkan-Kriege. Letztere kulminierten natürlich in einem prunkvollen Galadiner, das Hannes Etzlstorfer detailliert beschreibt.

    Garniert wird das Buch mit ausgewählten Rezepten aus der k.u.k.-Hofküche – wie wäre es, bei der nächsten Einladung zu Hause einmal ein „Diner à la Kaiser Franz Joseph“ zu servieren

    Text und Cover nach K&S Verlag

    Cover: Auf dem Cover des Buches sieht man die kaiserlichen Diener, wie sie ihrem Herren das Essen bringen. Mir gefällt das Cover total gut, da es wie aus einer anderen Zeit wirkt. Das Buch spielt vor genau hundert Jahren und in diese Zeit passt die Umschlagillustration einfach total gut.

    Schreibstil: Beim Schreibstil muss man beachten, dass es sich um ein Geschichtsbuch handelt, aber ganz ehrlich gesagt, es hat sich absolut zäh gelesen. Geschichte soll zwar sachlich geschrieben sein, aber so, dass man es locker lesen kann. Ich hab mir beim Lesen echt schwer getan und hatte mir auch schon überlegt abzubrechen, weil es einfach auch zu viele Informationen auf einmal waren. Der Autor hätte sich an manchen Stellen etwas mehr Zeit nehmen und die ganzen Erzherzöge einmal näher erläutern können.

    Meine Meinung: Ich persönlich fand es interessant, was der Kaiser so alles gegessen hat. Es wurden ihm meistens mehr als zehn Speisen zum Dinner vorgeschlagen von denen er oftmals die Hälfte streichen ließ. Dass ein Kaiser sich persönlich die Zeit nimmt die Speisekarte zu ändern, fand ich schon sehr außergewöhnlich.

    Man hat aber auch gemerkt, dass der Kaiser schon sehr alt war und die vielen Termine lieber seiner jüngeren Verwandtschaft überlassen hat.

    Was mich total gestört hat, waren die vielen Anspielungen auf den ersten Weltkrieg. Natürlich begann dieser 1914, hat aber nichts mehr mit dem Menü-Buch zu tun, welches schon im Januar 2014 endete und der Krieg erst später begann.

    Des Weiteren werden in meinen Augen wichtige Ereignisse, wie der Geburtstag der Kaiser einfach übergangen. Diese war zwar zu diesem Zeitpunkt schon tot, aber erwähnen könnte man es in meinen Augen schon einmal kurz, vor allem da seine Kinder auch oft genug erwähnt wurden.

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    hermines avatar
    herminevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Einblicke in Wiener Kochkunst und Bankettkultur!
    Interessante Einblicke in die Wiener Hofküche

    "Tafeln mit dem Kaiser" von Hannes Etzlstorfer und Franz Karl Ruhm handelt vom Alltag und von der Geschichte rund um das Schönbrunner Menübuch. Der Leser wird mittels Menüfolgen und auch kleinen Anekdoten an den Hof von Kaiser Franz Joseph entführt.  So wird der Zeitraum zwischen Mai 1913 und Januar 1914 beschrieben.
    Das Anliegen der Autoren ist es, zu untersuchen, wie Politik, Gesellschaft und Küche zusammenspielen. Am Ende fehlt dazu leider ein Fazit.
    Kleine Geschichten lockern die dargestellten Menüfolgen auf und tragen zur leichteren Lesbarkeit des Buches bei.
    Die beigefügten Rezepten regen zum Nachkochen an und geben einen guten Einblick in die damalige Zeit.
    Persönlich interessant fand ich die Tatsache, dass die Macht des Kaisers sich auch bei der Zusammenstellung der Menüs und dem Zeitrahmen des Banketts zeigte. Der Kaiser hatte einen straff durchgeplanten Tagesplan zu bewältigen und war trotz der üppigen Speisen schlank.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

    Tafeln bis zuletzt - in der Abenddämmerung der Monarchie

    Worum geht's?

    Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus?

    Auf Grundlage des Menüheftes von Mai 1913 bis Januar 1914, das der legendäre Fernsehkoch Franz Ruhm von einem der Hofköche Kaiser Franz Josephs erhielt und das im Buch auszugsweise im Faksimile abgedruckt wird, verwebt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer das kulinarische Tagesprotokoll mit aktuellen Ereignissen und der Welt der großen Politik.

    Die Eröffnung der Adria-Ausstellung, die schließlich 560.000 Besucher anzog, ist ebenso Thema wie das Bankett für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der Besuch von Graf Zeppelin ebenso wie die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung der Balkan-Kriege. Letztere kulminierten natürlich in einem prunkvollen Galadiner, das Hannes Etzlstorfer detailliert beschreibt.

    Garniert wird das Buch mit ausgewählten Rezepten aus der k.u.k.-Hofküche – wie wäre es, bei der nächsten Einladung zu Hause einmal ein „Diner à la Kaiser Franz Joseph“ zu servieren?

    Erscheinungstermin: 15. März 2014

    Hannes Etzlstorfer

    geboren 1959, Kunst- und Kulturhistoriker, Ausstellungskurator, Kulturjournalist und Buchautor. Konzeption und Mitarbeit an zahlreichen Ausstellungen zur Kunst- und Kulturgeschichte im In- und Ausland.

    Franz Karl Ruhm

    Sohn des legendären Kochs Franz Ruhm, stellte dem Verlag das Original der „Menüs Sr. K. und K. Apost. Majestät v. 5. Mai 1913 – 29. Jänner 1914, Schönbrunn“ aus dem Archiv seines Vaters zur Verfügung und verfasste das Vorwort zu diesem Buch.

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    Bewerbung zur Leserunde:

    Wenn ihr mehr über die Lieblingsspeisen und Gäste des Kaisers erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 13. März 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Tafeln mit dem Kaiser". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

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    Letzter Beitrag von  Verlag_Kremayr-Scheriauvor 4 Jahren
    Kleiner Tipp in eigener Sache. Auf FB stellen wir gerade unser Herbstprogramm vor. Titelraten und Autorenraten ist angesagt. https://www.facebook.com/kremayr.scheriau Danke wieder einmal für euren Einsatz und eure Rezensionen. Wir freuen uns schon auf weitere Leserunden im Herbst!
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