Hannes Fricke

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Lebenslauf

Hannes Fricke, geb. 1967, studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie. Er arbeitet als Lektor im Verlag, liebt Musik und greift selbst gerne zur Gitarre.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hannes Fricke

Neue Rezensionen zu Hannes Fricke

Zwei verschriftlichte Interviews von 1964

In dem kleinen Buch sind zwei Gespräche von Hannah Arendt abgedruckt. Einmal ihr Interview bei Günther Gaus 1964 und einmal bei Joachim Fest im gleichen Jahr.

Ich merke an, dass die beiden Interviews bei YT zu finden sind, und die ich zum Durcharbeiten genutzt habe. Auch deswegen, weil ich beide Abdrucke schon kannte und so schneller durch die Seiten kam. So kam ich schneller zu den Stellen, die für mich interessant waren und wo ich dann meine Anmerkungen an die Seite schreiben konnte.

ABER: Beide Abdrucke sind nicht 1:1 übernommen. Hier und da fehlen Teile. Was mir beim Fest-Interview deutlich mehr aufgefallen ist und ich dann Probleme hatte, den Einstieg wiederzufinden. Da hätte ich mir von Verlagsseite her gewünscht, dass man da noch mal drüber sieht und abgleicht. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Informative Kurzbiografie

Jimi Hendrix (1942-1970) galt bereits zu Lebzeiten innerhalb der Musikszene als Ikone. Sein wildes E-Gitarrenspiel, gern auch mit den Zähnen, war legendär, sein Auftritt auf dem Woodstock-Festival ebenso. 

Doch welche Person steckte hinter dem genialen Musiker aus Seattle? Hendrix wuchs unter katastrophalen Verhältnissen auf. Seine Mutter trank und ging lieber aus, als sich um ihn und seinen Bruder zu kümmern. Sein Vater Al war gewalttätig und ebenfalls dem Alkohol verfallen. So verwundert es nicht, dass er das College abbrach, sich mit falschen Leuten umgab und kurzfristig der Army beitrat, um einer Haftstrafe zu entgehen. Musik war sein Ventil und seine Leidenschaft. Das Gitarrespielen brachte er sich selbst bei und konnte bis zum Schluss keine Noten lesen - wozu auch? Jegliche Theorie hätte sein virtuoses/psychedelisches Spiel sicherlich beschränkt. Nach wechselnden Engagements als Bassist bei Little Richard, Tina Turner usw., gründet er seine eigene Band, wobei er wenig verdient und zu viel LSD nimmt. Als Linda Keith ihn 1966 dann in New York entdeckt, gibt es kein Halten mehr und Gitarrengrößen wie Eric Clapton verneigen sich vor ihm.

Jimi Hendrix war speziell. Dies zeigte sich nicht nur in seinen Musikstücken, wie z. B. "Hey Joe" oder "Vodoo Child", die bis heute als schwer bis  unspielbar gelten, sondern auch an seinem femininen Kleidungsstil. Musik war sein Leben, Frauen spielten nur eine Nebenrolle, halfen ihm aber, wenn immer er finanziell zu straucheln drohte. Er verehrte Bob Dylan und liebte Science Fiction Literatur. 

Obschon er nicht lang wirkte, ist die Lücke, die er hinterlassen hat, groß. Die Umstände von Hendrix' Tod sind bis heute mysteriös. War es Mord, Selbstmord oder eine Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen? Sein früher Tod hat ihm auf jeden Fall einen Platz im Club 27 gesichert.

Der Autor Hannes Fricke ist gitarrenbegeistert und ein bekennender Bewunderer von Hendrix' Spielkunst. Dementsprechend ergeht er sich lang und breit über die musikalischen Arrangements, Texte und Gitarrenmodelle von Jimi Hendrix, was für mich als Nichtmusikerin beim Lesen zum Geduldsspiel wurde. Interessanter fand ich hingegen die Einblicke in Hendrix' Privatleben. Seine verträumte Art und seine Musikbesessenheit hat er gut herausgearbeitet. Auch erfährt man, dass der Musiker nicht immer pazifistisch dachte und zeitlebens ein getriebener, weil wurzelloser junger Mann gewesen zu sein scheint. 

Die im Buch enthaltenen Originalfotos und Grafiken belebten den Text und fassten die Fakten/Ereignisse gut zusammen.

FAZIT

Die richtige Einstiegslektüre für all jene Leser, die sich schnell und faktenbasiert über den Musiker Jimi Hendrix informieren möchten. 100 Seiten Musik, die sich lohnen gelesen und verstanden zu werden. 


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