Hannes Glanz Der ferne Zwilling

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Inhaltsangabe zu „Der ferne Zwilling“ von Hannes Glanz

Auf einer viel befahrenen Kreuzung in Salzburg rast ein Kleinwagen in einen LKW. Ein junger Musikstudent kommt dabei ums Leben. Die Mutter des Opfers glaubt nicht an die Unfalltheorie der Polizei, und tatsächlich findet sich ein Schlafmittel im Blut des jungen Mannes. Inspektor Raimund Maringer, eben erst aus der Steiermark in die Mozartstadt übersiedelt, beginnt zu ermitteln. In unermüdlicher Kleinarbeit kommt er hinter ein Geheimnis, das so erstaunlich wie erschreckend ist. In spannender und meisterlicher Erzählweise lässt der Autor das Bild eines sensiblen Mannes mittleren Alters entstehen. Das neue Mitglied unter den literarischen Ermittlern beeindruckt durch seinen messerscharfen Verstand, Durchsetzungsvermögen, kühle Logik und Hartnäckigkeit. Der Autor Hannes Glanz wurde 1972 in Graz geboren und wuchs in der südoststeirischen Stadt Feldbach auf. Seit Juni 1996 lebt und arbeitet er in Salzburg. Bisher acht Veröffentlichungen, davon sechs im Weishaupt Verlag. (Quelle:'Buch/01.08.2013')
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  • Der ferne Zwilling

    Der ferne Zwilling
    Chimiko

    Chimiko

    15. January 2014 um 12:09

    Ich muss sagen, ich hatte dieses Buch zwischendurch abgebrochen. Hätte ich nicht diesen Zwang, alles zu Ende lesen zu müssen, egal ob es mir gefällt oder eben nicht, hätte ich den Krimi vermutlich nicht beendet. Von den Charakteren her habe ich zwar durchaus Sympathien für Kommissar Maringer, seine Unterstützung Carina sowie für die interessante Pathologin, doch das allein reicht nicht, um das Buch gut zu machen. Mal abgesehen davon, dass der Erzählstrang mit der Gerichtsmedizinerin für mich etwas abrupt endete und stellenweise doch so wirkte, als würde da noch die Fortsetzung fehlen. Insbesondere Maringers einfühlsame Ermittlungsmethode fand ich sehr ansprechend, wenn ich auch hier wiederum mich manchmal doch fragte, wie ein Ermittler einen so hohen Posten begleiten kann, wenn er beispielsweise nicht einmal weiß, ob man per E-Mail Bilder verschicken kann. Dieses technisch Zurückgebliebene ist zwar sicher charmant, doch ist das bei einem - wenn auch nicht mehr jungen, aber auch nicht dem Rentenalter nahen - Kommissar wirklich so wahrscheinlich und so stark ausgeprägt? Es war für mich etwas übertrieben dargestellt, in der Übertreibung aber eben nicht gelungen, sonst hätte ich mir diese Fragen vielleicht gar nicht gestellt. Auch inhaltlich bin ich einfach nicht überzeugt worden. Zum Einen war der Täter schon sehr früh bekannt, zum Anderen wirkten das Motiv und auch die Hinweise auf eben dieses Motiv oft sehr an den Haaren herbeigezogen. Mal abgesehen davon bietet - Achtung Spoiler! - der Titel auch genug Hinweise darauf. Das Endergebnis war mir zu absurd, ein zu großer Zufall und somit sehr realitätsfern. Dann gab es da noch die Traumsequenzen zwischen der Handlung. Diese haben mich immer wieder im Lesefluss gestört, haben nicht reingepasst, so dass ich sie irgendwann nicht mehr gelesen habe. Sicher war das eine nette Idee und hätte auch sehr interessant und spannungsaufbauend werden können, doch die Umsetzung gefiel mir nicht so gut. Im Gegenteil, ich war immer etwas genervt bei den Träumen und habe so schnell wie möglich weitergeblättert. Auch der sympathische Maringer konnte hier nicht mehr viel herausholen, obwohl zumindest einige Dialoge im Rahmen der Ermittlung sich wirklich hervorragen lesen ließen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass der Schreibstil durchweg so interessant gewesen wäre. Dennoch finden sich immer wieder Längen und auch Unsicherheiten wieder. Es gab Szenen, in denen der Stil gestelzt und erzwungen wirkte. Dabei gab es ja auch durchaus angenehme Momente, in denen es richtig Spaß gemacht hat, zu lesen. Diese waren jedoch viel zu selten. Ich hatte das Gefühl, der Autor hat sich bemüht, eine etwas andere Sprache zu nutzen als er eigentlich selbst spricht oder schreibt. Dadurch hatten einige Stellen etwas sehr Unnatürliches und ließen mich als Leserin dadurch stocken. Insbesondere die Traumsequenzen wirken sehr hochgestochen und nicht sehr flüssig. Fazit Leider konnte das Buch mich nicht begeistern: Weder Motiv, Täter oder Tathergang noch der Schreibstil überzeugten mich. Zwar war das Personal durchaus interessant, aber gerade der Kommissar verlor durch Überspitzung seiner Eigenschaften doch wieder etwas.

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  • Maringer's erster Fall

    Der ferne Zwilling
    bs1958

    bs1958

    19. November 2013 um 16:15

    Ein Unfalltod wird als Selbstmord zu den Aktengelegt. Damit gibt sich die Mutter des hochbegabten, behinderten Musikstudenten nicht zufrieden. Sie kann die Freundschaft zu einem ehemaligen Schulkameraden, der zu jener Zeit in sie verliebt war, reaktivieren. Bei ihrer Suche nach einem Beamten (Maringer wurde vor kurzem als Kommissar nach Salzburg versetzt) der ihr helfen soll den "Mord" an ihrem Sohn aufzuklären, treffen die Beiden zufällig aufeinander. Maringer übernimmt diesen "Fall" nur aus Sentimentalität und nicht weil er von ihrer Mordtheorie überzeugt ist. Die Blutanalyse, die er dennoch in Auftrag gibt, bringt ein im Blut enthaltenes Schlafmittel zum Vorschein. Das stärkt einerseits die Theorie zum Selbstmord, aber andererseits ...... Wenn Maringer etwas anfängt, dann bringt er es auch zum Ende. Darum sucht er in mühevoller Kleinarbeit, moderne Hilfsmittel sind nicht so sein Ding, nach weiteren Puzzleteilen. Er wird fündig, und was für ein Bild diese Teile dann ergeben ist unglaublich. Dem Autor Hannes Glanz ist ein guter, runder Krimi gelungen. Das Ermittlerduo nebst Pathologin sind sehr gut gezeichnet. Von diesem Trio würde ich gerne noch mehr lesen. Einzig die Traumdeutungen zwischen einzelnen Kapiteln empfand ich als sehr nervig. Sie haben den ansonsten sehr guten Lesefluss gestoppt. Auf diese sollte wirklich verzichtet werden, sollte es weitere Fälle dieser Ermittler geben. Trotz dieses kleinen Manko's ist "Der ferne Zwilling" eine Leseempfehlung wert.

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