Hannes Jaenicke Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche

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Inhaltsangabe zu „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche“ von Hannes Jaenicke

»Eigensinnige und Querdenker sind die wahren Helden.« (Hannes Jaenicke)Bequemlichkeit, Überbürokratisierung und Herdentrieb führen in Deutschland zu einem kleinkarierten Mittelmaß, das wirkliche politische und gesellschaftliche Veränderung blockiert und sabotiert. Alternative Erziehungs- und Lebensmodelle – Fehlanzeige. Echte Startups – nicht in Sicht. Ambitionierte Spezialisten und Forscher – wandern aus. Eine moralische Instanz – gibt es nicht. Hannes Jaenicke fordert deshalb: Vergesst Eure Angst! Habt Mut zu Individualität und Eigensinn, zum Ausscheren aus dem System. Begegnet den kleinen und großen Helden des Alltags wertschätzend und motivierend und traut auch Euch zu, den Unterschied auszumachen. Offen und humorvoll erzählt er dabei von seinen Helden und Vorbildern – so viel Privates gab es noch nie von Hannes Jaenicke.

Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, ein Buch über stille Helden und was Helden ausmacht

— Kinderbuchkiste
Kinderbuchkiste

Hannes Jaenicke hat es wieder geschafft!Ich habe viel genickt,viel nachgedacht und auch geschmunzelt!Tolles Buch - für neue Helden!

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

Ein sehr pers. und ermutigendes Buch. Es regt zum Überdenken der eigenen Haltung an und zeigt auf, dass jeder ein echtes Vorbild sein kann.

— Artemis77
Artemis77

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    Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    23. July 2017 um 16:11

    Über uns Menschen und stille Helden"Über uns Menschen"? Was meint sie jetzt damit? Werden einige fragen.Ich habe lange überlegt was ich als Leitgedanken wähle."Über Menschen, die authentisch, taff und viel Eigeninitiative sich einsetzten?Wäre das eine Alternative?Ich weiß nicht, denn das Buch ist vielseitig wie das Leben.Zwar wird hier der Mensch als Herdentier als Ausgangspunkt für das Buch dargestellt, doch schon bei lesen des Klappentexts wird klar, dass es eigentlich um viel mehr um etwas anders geht.Ich kann nach der Lektüre dieses Buches zwar verstehen wieso dieser provokante Titel gewählt wurde, dennoch komme ich, für mich persönlich, nicht drum rum zu sagen, dass ich mir für dieses wirklich tolle Buch einen anderen gewünscht hätte.Irgendwie schreckte mich der Titel ab es zu lesen.Als ein Kollege es mir gab, mit der Bitte es doch zu besprechen schluckte ich und legte es erst einmal zur Seite. Schließlich gab es noch andere Bücher, die warteten.Ich kannte Hannes Jaenicke, sowohl als Schauspieler als auch durch seine Dokus.Ich fand es toll wie er sich immer wieder engagierte und auch unbequeme Themen in Angriff nahm.Eigentlich hätte jemand zu dem Buch ein Nachwort schreiben müssen, denn ich sehe ihn genauso als Held wie die anderen, die er in seinem Buch erwähnt.Trotz aller Sympathie machte mich der Titel nicht neugierig sondern schreckte mich ab, naja abschrecken ist eigentlich das falsche Wort, er lockte mich nicht. Schade, muss ich nun sagen, denn als ich das Buch dann doch Tage später in die Hände nahm konnte ich es kaum noch weg legen. Laß es in einem durch. Gott sei dank hatte ich an dem Tag die Zeit dazu.Wie so oft musste ich feststellen, alles hat seine Zeit und nun war anscheinend wirklich die Zeit. Hätte ich es Tage zuvor nur anlesen und wieder weglegen müssen, weil anders wichtiger war, hatte ich nun die Ruhe und Muße, den Luxus es wirklich ohne Pause lesen zu können.Hannes Jaenickes Buch ist einfach und klar geschrieben. In jedem Wort das man liest hat man das Gefühl seine Stimme zu hören, die es einem vorliest, erzählt. Wunderbar leicht fließen die Worte. Keine verschachtelten langen Sätze, keine schwierigen Wörter, keine komplizierten Denkweisen. Einfach wunderbar erzählend.Er stellt Fragen, hinterfragt, gibt Antworten, erzählt von sich und seiner Familie, seinen Erlebnissen und Begegnungen meist mit den stillen Helden der Gesellschaft. Dabei heißt still nicht immer gleich unbekannt, denn Hannes Jaenicke stellt uns auch Helden vor, die wir kennen, nur in anderer Form.Was Promis, im Stillen für Umwelt und Menschen, denen es nicht so gut geht, leisten ist nicht nur sehr bemerkenswert sondern richtig wichtig. Das dies in den Medien kaum erwähnt wird um so erstaunlicher.Wenn schon Promis mit ihrem Promibonus mit ihren Engagement nicht bzw. nur wenig Beachtung finden, dann ist es nicht mehr verwunderlich, dass die meisten Helden überhaupt nicht erkannt, bemerkt werden.Aber was macht einen Helden aus?Wieso der Titel"Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche?"Hannes Jaenicke berichtet von Massenphänomenen, sei es im Bereich der Mode oder auch im Bereich der Verhaltensweisen. Besonders deutlich wie gefährlich Herdenverhalten sein kann wird deutlich wenn er von einem Versuch berichtet. bei dem Probanden, die eigentlich für einen anderen Testzweck zusammen sitzen Rauch ausgesetzt werden. Langsam wird immer mehr Rauch eingeleitet. Man sollte doch denken, dass alle nach dem Bemerken, die anderen warnen und den Raum verlassen.Nein, jeder beobachtet heimlich das Verhalten des anderen. Da keiner aufsteht, bleiben mehr oder weniger alle im Raum.Unvorstellbar?Ich kann es auch nicht nachvollziehen, denkt man jedoch weiter, an die vielen Dinge, die täglich passieren ( und auch hiervon wird berichtet) wo weg gesehen wird weil alle weg sehen dann erkennt man deutlich, dass die meisten Menschen der Herde folgen.  Nur Herdentiere sind soziale Tiere, die für die Mitglieder ihrer Herde schützen. Wenn  jedoch ein Herdentier der Menschen bedroht ist wird es von der Herde nicht beschützt. Wieso ?Was erwartet die Herde Mensch von ihren Mitgliedern? Was für Leittiere, Helden haben wir , denen es sich lohnt zu folgen. Die wirklich gut für einen sind?Wenn man Hannes Jaenicke folgt erkennt man, wie unbewusst man vieles mit macht, dem Strom folgt um nicht aufzufallen, obwohl man eigentlich etwas anders will oder denkt.Da hilft man einem Penner nicht weil die Gesellschaft einen dann vielleicht ähnlich ausgrenzen, beschimpfen würde.Wie dumm ist das?Aber wieso wundere ich mich?Ich selbst habe doch mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Eigeninitiative nicht gewollt wird, gute Ideen boykottiert werden weil nicht sein kann was nicht sein darf , oder heißt es umgekehrt "was nicht sein darf das nicht sein kann?"Das frage ich mich fast täglich. Wie auch immer wenn es nicht Menschen gäbe, die aus der Reihe tanzen, sich über Konventionen, und Uniformität hinweg setzen würden, würde sich nie etwas verändern, würde vieles wie das Klima, Natur, Armut immer schlimmer.Würden alle denken, "ich als Einzelner kann doch eh nichts erreichen ,also brauch ich auch nicht anfangen" dann wäre unserer Welt wirklich nicht mehr zu helfen.Gott sei dank gibt es die "Helden" die stillen Helden, die sich einsetzten, helfen, engagieren.Ihnen gibt dieses Buch auf besondere Weise eine Lobby die schöner nicht sein kann.Es öffnet all denen die Augen, die wenigstens noch offen sind für neues bzw. fremdes Denken.Ich fürchte nur, dass es genauso viel engstirnige Menschen gibt, denen das hier alles egal ist. Aber die werden auch nichts von dem Erfahren, was in diesem Buch steht.Mit klaren, empathischen Worten erzählt Hannes Jaenicke von den Begegnungen mit Menschen die seiner Meinung nach ein Beispiel für diese Helden sind. Dabei lässt er uns immer und immer wieder auch an seinem Leben teilhaben. An dem heutigen genau wie an dem seiner Kindheit. Einer Kindheit im Wandel, mit vielen einschneidenden prägenden Erlebnissen.Gerade diese Mischung liefert den Zugang zu einem Thema, dass eigentlich jeden etwas angehen sollte. Über das jeder nachdenken sollte.Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch Teil des Unterrichts in Schulen wird um schon frühzeitig der Jugend das immer größere werdende Gruppendenken, die Uniformierung  und die Gefahren, die dieses birgt, vor Augen zu halten.*Eine klare Leseempfehlung

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  • Ein ermutigendes Buch

    Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche
    Artemis77

    Artemis77

    22. June 2017 um 19:42

    Das Buch liest sich flüssig. Jaenicke redet darüber, was in seinen Augen in Deutschland (was aber auch hier in der Schweiz oder auch wo anders genau so ist) schief läuft. Wieso haben wir keine Helden/Vorbilder mehr? Sind die Vorbilder, die uns die Medien auftischen wirklich gute Vorbilder? Er zeigt aber auch, wer seine persönlichen Helden sind und das sind neben Götz George auch Leute wie seine Nachbarin, seine Mutter oder der Taxifahrer, der ihn seit Jahren fährt, wenn er einen braucht. Und er zeigt anhand von diesen Beispielen, wieso jeder ein Held/Vorbild sein kann, wenn man den Mut hat auch mal nicht mit der Herde zu laufen und nur Ärsche anschaut. „Jeder von uns bekommt mit schöner Regelmässigkeit einen Arschtritt, egal ob das Schicksal ihn uns verpasst, widrige Umstände oder garstige Mitmenschen. Und jeder von uns hat nach diesem Tritt zwei Optionen: a) die Opfer-Variante: stolpern, auf die Fresse fallen und jammern. Oder b) die Helden-Variante: man nimmt den Schwung des Arschtritts, um vorwärtszukommen“ (Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche Ebook S. 165) Ich kann das Buch allen empfehlen, die bereit sind vielleicht auch mal das eigene Handeln und Tun zu überdenken, die gerne einfach auch den Schauspieler Hannes Jaenicke persönlich „erleben“ möchten oder einfach gerne mal wieder etwas spannendes und ehrliches lesen möchten.

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  • Kein schöner Anblick

    Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche
    Patno

    Patno

    20. June 2017 um 20:58

    "Irgendjemand schwärmt von einem Buch, das ich unbedingt lesen muss? Schon stehe ich an der Kasse im Buchladen und kaufe es." Ups, da bin ich wohl nicht der Herde gefolgt, denn ich habe dieses Buch ganz allein gefunden. Irgendwann las ich einen Post von Hannes Jaenicke auf Facebook. Seine Meinung fand ich interessant. Also markierte ich die Seite mit "Gefällt mir!" So erfuhr ich auch von seinem Buch "Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche." Ich fand den Buchtitel echt originell und wollte wissen, was dahintersteckt, den Autor Hannes Jaenicke kennenlernen und herausfinden, ob ich seine Ansichten teilen kann. Gleich zu Beginn des Buches hatte ich - Die Wahl der Qual - Herde oder Held? Keine einfache Frage! Sind wir Helden, wollen wir überhaupt als solche in Erscheinung treten, oder besser mit dem Strom mitschwimmen? Was antwortet Ihr, wenn man Euch fragt, welche Person euer Vorbild ist? Natürlich sind wir beeindruckt von Menschen, die Haltung bewahren, Rückgrat zeigen. Aber mal Hand aufs Herz, es ist doch mitunter auch ganz schön in der Herde mitzutrotten, sich führen und leiten zu lassen. Und doch möchten wir manchmal ausscheren und querdenken. Aber es könnte auch sein, dass die Herde uns schnell als Querulant abstempelt, uns vielleicht sogar ausgrenzt. Wollen wir das wirklich? Hannes Jaeneckes Buch zeigt die "Für" und "Wider" auf, macht Mut zum Vor-, Nach- und Querdenken. Einmal den Erwartungen trotzen und eigene Wege gehen! Ausscheren aus dem System und Individualität an den Tag legen! Im Epilog gibt es schließlich noch eine Anleitung - Wie man Held wird - Be a Mensch! Mit seinem charmant-kritischen Schreibstil, der von einer humorvollen Note durchzogen ist, hat mich der Autor schnell in seinen Bann gezogen. An einem Abend habe ich die 182 Seiten verschlungen. Nun ja, hier teilt schon jemand ziemlich deutlich aus, zeigt jedoch auch auf, wie es seiner Meinung nach besser gehen kann. Doch bezieht er sich durchaus mit ein und kommt dabei gar nicht neunmalklug rüber. Zwischen den Zeilen versteckt sich ein ziemlich großer Haufen Gesellschaftskritik und es lohnt sich, einfach einmal über einige Dinge genauer nachzudenken, ohne dass man zwangsläufig alle Gesichtspunkte genauso betrachten muss. Es geht wohl im Kern darum zu sensibilisieren, wachzurütteln und einfach mal Traute zu zeigen! Das Buch liest sich nicht wie ein reines Sachbuch, denn Hannes Jaenicke lässt auch viel Persönliches einfließen. So erzählt er z.B, dass es in seiner Kindheit keinen Fernseher gab, weshalb er selbst viel gelesen hat, besonders Abenteuerbücher. Offensichtlich hat ihn das geprägt, denn ferne Länder scheinen eine magische Anziehungskraft auf ihn auszuüben. Übrigens, Hannes Jänicke verschenkt gern das Buch "Man's Search for Meaning" "...trotzdem Ja zum Leben sagen" von Viktor Frankl und ich werde künftig "Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche" als kleines Mitbringsel für gute Freunde verschenken. Ein interessantes Buch, dass nicht nur nachdenklich stimmt, sondern auch super unterhaltsam ist (Ich sage nur Götz George)! Meine 5 Sterne-Leseempfehlung! P.S. Falls ich Hannes Jänicke irgendwo in einem Restaurant begegnen sollte, so wie er einst Bruce Springsteen, werde ich auf ihn zugehen und ihm sagen, dass er ein interessanter Mensch ist, der es versteht mich zu unterhalten, ob als Schauspieler oder Buchautor.

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