Hannes Klug

 4.5 Sterne bei 29 Bewertungen

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Viktor und der Wolf

Viktor und der Wolf

 (20)
Erschienen am 21.05.2016
Schauplatz Film: New York

Schauplatz Film: New York

 (0)
Erschienen am 01.10.2015

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szebrabookss avatar

Rezension zu "Viktor und der Wolf" von Hannes Klug

Eine klare Leseempfehlung
szebrabooksvor 2 Jahren

 In dem Buch geht um Viktor, der mit seiner Mutter in der Nähe des alten Güterbahnhofes wohnt, auf dessen Gelände er trotz Verbot seiner Mutter spielen geht. Eines Tages entdeckt er dort einen Wolf und natürlich erzählt er dies seiner Mutter. Diese will im anfangs nicht glauben, bis in der Zeitung ein Bericht über einen Wolf erscheint. Der Wolf wurde gefangen und in einen Tierpark gebracht, doch Viktor findet, dass der Wolf frei sein sollte...

Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen, vor allem wenn ihr jüngere Geschwister/ Kinder zu Hause habt. Das Buch ist eher für Jungen gedacht, da der Protagonist ebenfalls einer ist, aber ich finde, dass auch Mädchen das Buch lesen sollten. 
Das ganze Buch wird aus der Sicht eines personalen Erzählers erzählt, was meistens der Fall bei Kinderbüchern ist. Dennoch erfährt man von Geschehnissen, an denen Viktor oder der Wolf beteiligt sind. Interessant war für mich, dass der Autor als zweiten Protagonisten ein Tier genommen hat.
Was ich ebenfalls toll fand, ist, dass man etwas über Wölfe erfährt. Also ist auch ein Lerneffekt mit dabei, was bei Büchern immer toll ist, da man nicht nur zum Vergnügen liest.
Da das Buch nur 192 Seiten hatte, hatte ich es an einem Tag durch. Aber wenn man vorliest, kann man das Buch auch Kapitel für Kapitel lesen. Dennoch fand ich es schade, dass es so kurz war. Es war viel zu schnell vorbei.
Man findet auch immer wieder Illustrationen, die wirklich gut passen, da sie an den besonderen und spannenden Stellen sind. Ich finde, dass so was in ein Kinderbuch gehört, da ein Buch somit "spannender" gemacht wird.

"Viktor und der Wolf" von Hannes Klug ist wirklich ein tolles Kinderbuch, weshalb ich 4 von 5 möglichen Sternen vergebe und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Rezension zu "Viktor und der Wolf" von Hannes Klug

Viktor und der Wolf
liberiariumvor 2 Jahren

PLOT


Viktors Leben ändert sich auf einen Schlag, als er eines Tages einen verletzten Wolf am Bahndamm sieht. Er spürt, dass ihn irgendetwas mit dem Tier verbindet und auch Tage später geht ihm der Wolf nicht mehr aus dem Kopf. In der Schule hat es Viktor sowieso schon schwer, weil sich seine Klassenkameraden oft über ihn lustig machen und auch seine Mutter ist anfangs skeptisch, weil ihr Sohn nur noch über den Wolf spricht. Viktor setzt alles in Bewegung und findet heraus, dass der Wolf in einen Wildpark gebracht wurde. Er will dem Wolf helfen – und mit einem Mal muss er nicht den ganzen Tag an den Ärger in der Schule oder die Trauer über den Tod seines Vaters denken. Viktor hat ein neues Ziel.


MEINUNG

Als ich den Klappentext las und das Cover sah war mir klar: dieses Buch musst du lesen! Mit nicht einmal 200 Seiten konnte ich es auch relativ schnell beenden, zumal sich der Roman von seiner Zielgruppe her sowieso eher an ein deutlich jüngeres Publikum richtet. Ab zehn Jahren wird er empfohlen und mein zehnjähriges Ich hätte das Buch vermutlich genauso verschlungen, wie ich es erst kürzlich tat.
Die Kapitel sind kurz, die Sprache durchwachsen. Mal lassen sich eher simple Sätze finden, andernfalls wird auch nichts beschönigt: wenn der Wolf Fleisch frisst, dann ist das eben so und es wird als etwas Natürliches dargestellt, worüber ich sehr dankbar war. Im Buch findet man zudemIllustrationen von Barbara Korthues, um die eigenen Vorstellungen zu bereichern.

Direkt am Anfang überraschte mich das Buch damit, dass das erste Kapitel aus der Sicht des Wolfes geschrieben ist. Ungewöhnlich, aber relevant, um als Leser auch das Tier verstehen zu können. Dabei achtet Hannes Klug darauf, dass der Wolf möglichst realistisch dargestellt wird und nicht als phantastisches Wesen oder gar menschlich auftritt. Allerdings wechselt die Perspektive vermehrt, sodass der Leser eher Viktors Pfaden folgt, als denen des Wolfes. Die Geschichte wird aus der dritten Person Singular erzählt.
Durch den Perspektivenwechsel sind die Protagonisten klar verteilt und der Titel sagt es ja eigentlich schon: hier geht es um Viktor und den Wolf. Viktor ist ein elfjähriger Junge, der mit seiner Mutter in der Nähe eines Bahnhofsgeländes lebt, seitdem sein Vater bei einem Unfall verstarb. Er leidet auch heute noch darunter, ist lieber für sich allein und hat auch in der Schule deshalb nicht viele Freunde. Wahrscheinlich fühlt er sich deshalb zu dem einsamen Wolf hingezogen, den er liebevoll Streuner nennt. Man kann eigentlich gar nicht anders, als die beiden direkt in sein Herz zu schließen – ich jedenfalls kam nicht drum herum! 

Neben einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Tier und Mensch sind aber noch weitere Themen relevant, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Insbesondere der Außenseiter-Status von Viktor wird hervorgehoben. Er schottet sich ab und wird in der Schule von seinen Klassenkameraden geärgert. Die Provokation geht soweit, dass Viktor auch handgreiflich wird und er erst verstehen muss, wie man mit Mobbing umgeht. Das Buch gibt einen Ansatz, wie sich Kinder verhalten können, wenn sie Probleme mit ihren Mitschülern haben und zeigt beispielhaft, wie sehr Kinder unter Streit in der Schule leiden. 
Auch der Tod des Vaters wird thematisiert und es hat mir sehr gut gefallen, wie der Autor damit umgegangen ist. Natürlich ist das Kind sehr lange davon betroffen, leidet regelrecht unter Depressionen und gerade in einem so jungen Alter – Viktor ist neun Jahre alt, als der Unfall passierte – muss es sehr schwer sein, damit zu leben. Viktor schafft es durch die Beziehung zu dem Wolf den Verlust zu kompensieren, wird wieder fröhlicher und hat etwas, dass sein Leben bestimmt. Er lässt sich nicht länger von der Trauer herunterziehen und versteht, dass es Dinge gibt, für die es sich zu leben lohnt.
Dadurch, dass Viktor nur noch einen lebenden Elternteil hat, vertraut er sich oft seiner Mutter an. Diese nimmt ihn gerade zu Beginn des Romans noch nicht richtig ernst und glaubt ihm nicht, wenn er über den Wolf spricht – ja, das brach mir manchmal schon das Herz. Die Mutter war mir zeitweise wirklich unsympathisch, doch gewann sie im Verlauf der Geschichte diese verlorene Sympathie wieder zurück. Sie – und auch die Lehrerfigur – ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sein Kind bei einem Projekt unterstützen sollte. 

War es mir anfänglich noch etwas seltsam vorgekommen, dass einige Perspektiven aus der Sicht des Wolfes geschildert wurden, konnte ich mich immer mehr damit anfreunden. Letztendlich verspürte auch ich die Zuneigung zu dem Tier, hatte zeitweise wirklich Mitleid mit ihm. Man lernt den Wolf zu verstehen und erfährt einiges über ihn, was man vielleicht noch nicht wusste. Das Buch war in jedem Fall lehrreich! Und man spürt, dass sich Hannes Klug sehr eingehend mit Wölfen beschäftigt hat, wie er in seinem Nachwort auch bestätigt. 
Zunehmend wird man auch von Viktors Aktionismus gepackt. Es ist zwar nicht ganz lehrreich, wenn er seine Schulsachen einfach völlig außer Acht lässt, um beim Wolf zu sein, aber man kann gut nachvollziehen, warum der Junge die bedrohte Tierart schützen möchte. Viktor setzt sich für etwas Gutes ein, von dem man sich am liebsten noch beim Lesen eine Scheibe abschneiden möchte.

FAZIT

Der Roman war spannend, manchmal auch lustig, an vielen Stellen traurig und etwas melancholisch. Mich hat Viktor und der Wolf aber auf alle Fälle überzeugt! Es war schön, dass die Kapitel kurz und knackig waren und dazu auch noch mit Illustrationen geschmückt wurden. Die Geschichte fordert zum Handeln auf und man bekommt selbst richtig Lust, etwas Gutes zu tun. Ich vergebe für dieses schöne Kinderbuch vier von fünf möglichen Lesebrillen!

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Bücherfüllhorn-Blogs avatar

Rezension zu "Viktor und der Wolf" von Hannes Klug

Alles passt. Eine durch und durch stimmige Geschichte. Wundervoll.
Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren

Dies ist mein erstes Buch von Hannes Klug. Die Geschichte ist ganz und gar stimmig, der Erzählton ist ruhig und angenehm. Mir haben vor allem die detaillierten Beschreibungen gefallen, die ich weiter untern hier im Text unter „Sonstiges“ zusammen gefasst habe. Der Autor beschreibt Kleinigkeiten, zum Beispiel dass die Fußmatte noch ein Stücken weiter gerutscht ist, als Viktor drauf sprang. Dies ist eigentlich unnötig zu erwähnen, aber genau diese „Kleinigkeiten“ machen den Charme der Geschichte aus und erweitern so meine bildliche Vorstellungskraft. Ich konnte es mir genau so vorstellen: Treppe runterspringen, auf der Fußmatte landen, Fußmatte rutscht ein wenig nach. Genauso passiert es auch ungestümen Kindern im echten Leben. Kleinigkeiten eigentlich, aber umso wirkungsvoller. Genau wie die beiläufige Szene, als Viktor am alten Güterbahnhof spielt, und mit einem Ast die Brennnesseln nieder schlägt. Das ist so typisch für Kinder.

 

 

Viktor ist seit dem Tod seines Vaters und dem damit verbundenen Umzug rastlos. Er sondert sich von seinen Freunden und Mitschülern ab, stromert durch die Gegend und entdeckt so einen Wolf.

Mir gefiel die Idee, dass die Mutter die Zeitungsausschnitte über den Wolf sammelte und in eine Mappe heftete, so dass Viktor immer gleich nachschauen konnte, wenn er nach Hause kam, ob es etwas Neues über „seinen“ Wolf gab. Witzig fand ich die Aktion, als er im Tierpark das Hühnergehege reinigen muss. Da werden bestimmt einige Kinder beim Lesen das Gesicht verziehen.

 

Außer Viktor und seiner Mutter treten noch Tierpfleger Konrad, seine Tochter Klara und zwei „böse“ Klassenkameraden von Viktor auf. Alle sind charakterlich so vorstellbar, dass ich die Personen sofort bildlich im Kopf hatte.

 

Im Laufe des Textes wird auch erwähnt, dass eine Fellanalyse im Senckenberg Institut gemacht werden soll, damit sich feststellen lässt, wo genau der Wolf herkommt. Ich finde das sehr gut recherchiert und möchte an dieser Stelle auch auf die Senckenberg Zeitschrift aufmerksam machen.

 

Das Schöne an diesem Buch ist, abgesehen von der Geschichte, die Wissensvermittlung zum Thema Wolf. Bis auf eine Szene, als Viktor in der Klasse sein Wissen zum Thema Wolf teilt, fand ich diese wie nebenbei und unauffällig integriert. In besagter Szene war mir der Erzählton zu sehr Fachbezogen, ich konnte mir nicht so ganz vorstellen, dass dies alles von Viktor selber kommen konnte

 

Unerwartet war die Wendung, als Viktor vom Wolf gebissen wird. Diese Szene fand ich richtig klasse und sehr lehrreich. Überraschend und sehr schön war die Geschichte zudem aus der Perspektive des Wolfes erzählt. Sehr berührend. 

 

Ausführlicher berichte ich in meinem Kibureich-Blog darüber.

 

Fazit:

Ein wundervolles Buch, das alleine schon durch die Cover-Illustration besticht. Auch die Illustrationen im Buch passten perfekt. Die Geschichte hat einen wunderbaren ruhigen Erzählton, der wie nebenbei viel lehrreiches über Wölfe vermittelt. So eine Kombination findet man eher selten, meistens sind die Sachinfos dann sehr textlastig, hier aber nicht. Der Erzählstil mit vielen erwähnten Kleinigkeiten lies bei mir sofort Bilder im Kopf entstehen. Die Geschichte selber ist sehr stimmig. Ein schönes Buch, eine tolle Geschichte. Ich habe dazu Lust bekommen, noch andere Bücher des Autors zu lesen und auch meinem Sohn schmackhaft zu machen. Lesealter 10-12 Jahre.

Lieblingsbuch!

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Gespräche aus der Community

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hannesklugs avatar
Liebe Lovelybooks-Gemeinde,

am 21. Mai erscheint mein neuer Roman "Viktor und der Wolf" (ab 10 Jahren), und ich möchte ihn gerne mit euch gemeinsam lesen und diskutieren. Der Verlag (Rowohlt) stellt dazu 15 Exemplare zur Verfügung. In dem Buch geht es um die Geschichte des 11-jährigen Viktor, dessen Vater bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Als Viktor einem verirrten Wolf begegnet, setzt er sich gegen alle Widerstände für dessen Leben ein und schafft es, sich allmählich mit dem verängstigten Tier anzufreunden. Dabei kommt er einer Bande von Wilderern auf die Spur, die mit bedrohten Tieren Handel treiben. Aber was soll jetzt aus dem Wolf werden ...?

Eine Leseprobe des Buchs findet ihr hier:
http://www.rowohlt.de/download/file2/sixcms_filename/3403679/Klug_Viktor_und_der_Wolf.pdf

Bitte beantwortet für die Bewerbung folgende Frage bzw. schreibt mir, was ihr darüber denkt:
Wie gefährlich sind eigentlich Wölfe für den Menschen?

Ich freue mich auf eure Antworten und auf die Leserunde!

Viele herzliche Grüße,
Hannes


Blausterns avatar
Letzter Beitrag von  Blausternvor 2 Jahren
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Liebe Leser,

soeben ist mein erster Roman "Ich, Xi Lao Peng und die Sache mit meinem Bruder" im Rowohlt Verlag erschienen. Das Buch ist für ein Lesealter ab zehn Jahren empfohlen. Da ich sehr gespannt auf eure Reaktionen dazu bin, möchte ich eine Leserunde starten.
Ich werde die Leserunde während der gesamten Laufzeit betreuen und euch auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der Zeitraum für die Leserunde soll zwei Wochen betragen. Ich verlose zehn Bücher, die dann vom Verlag an die Gewinner geschickt werden. Die Bewerbung endet am Freitag, 8.5.2015.

Bitte beantwortet dafür folgende zwei Fragen:
1. Was ist über dem Eingang des Shaolin-Klosters auf dem Songshan-Berg dargestellt?
2. Warum möchtest du an dieser Leserunde teilnehmen?

Hinweise für die erste Frage gibt es in der Leseprobe des Buchs, die online zu finden ist:
http://www.rowohlt.de/fm90/131/Klug_Ich_Xi_Lao_Peng_und_die_Sache_mit_meinem_Brud.pdf

Klicke dazu den Link an oder kopiere ihn in deinen Browser.

Kurzzusammenfassung des Buchs:
Ricky ist 11 Jahre und liebt Kung-Fu. Dumm nur, dass er niemanden zum Trainieren hat, außer seinen Phantasiefreund Xi Lao Peng. Überhaupt hat es Ricky gerade nicht leicht: Sein großer Bruder Micha nervt tierisch, Rickys Eltern haben in ihrer Tischlerei richtig Stress, und sein bester Freund Simon will immer bloß Vögel beobachten. Doch alles ändert sich, als die coole Alex nach Herzfeld zieht ...

Ich freue mich sehr über eure Teilnahme!

Euer
Hannes Klug
hannesklugs avatar
Letzter Beitrag von  hannesklugvor 3 Jahren
Danke! Eine schöne Rezension.
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