Hannes Nygaard Das Dorf in der Marsch

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Inhaltsangabe zu „Das Dorf in der Marsch“ von Hannes Nygaard

Bauer Reimer Reimers staunt nicht schlecht, als er am Morgen im Bullauge seiner Biogasanlage einen menschlichen Finger entdeckt. Gehört er dem aus mysteriösen Gründen untergetauchten Bürgermeister? Oder gibt es einen Zusammenhang mit dem Streit um die geplante Windkraftanlage? Christoph Johannes und Große Jäger, die Kultkommissare aus Husum, stoßen in der scheinbaren Idylle auf unheilvollen Allianzen und etliche Verdächtige: Denn die Nachbarn sind einander in herzlicher Mordlust verbunden.

Spannend, kurzweilig und mit viel Lokalkolorit!

— MickeyK

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  • Interessante Geschichte, aber Erzählstil ist unpassend

    Das Dorf in der Marsch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2014 um 16:42

    In dem kleinen Dorf Everschopkoog, mitten in Nordfriesland, wird in einer Biogasanlage ein menschlicher Finger mit einem Ring gesichtet. Der Verdacht liegt nahe, dass der restliche Mensch ebenfalls in dem Behälter steckt, wie Hauptkommissar Christoph Johannes und sein Kollege Große Jäger dem entsetzten Landwirt mitteilen. Während das Behältnis abgepumpt wird, befragen sie schon einmal die anderen Dorfbewohner und stoßen auf eine Wand aus Hass, Neid und Dummheit... Die Geschichte, die geschildert wird, ist sehr interessant, ebenfalls die Figuren, die um die Kommissare, die die Hauptfiguren bilden, auftauchen. Jedoch ausgerechnet die beiden Hauptcharaktere gehen so gar nicht. Ihre betone Flapsigkeit und Ironie geht einem nach 2 Seiten gehörig auf den Keks. Das wäre noch zu verkraften, wenn nicht der restliche Erzählstil ebenfalls nicht so gut gelungen wäre: Er wechselt zwischen schwülstigen Ausuferungen zur wunderschönen Landschaft und dem weniger schönen, aber typischen und daher ebenfalls bezaubernden Wetter und Klima, der sehr oberlehrerhaft vorgetragenen Informationen über Bräuche und Geschichte Nordfrieslands (ansonsten finde ich solche Hintergrundinfos sehr positiv bei einem Regionalkrimi, aber hier kommen sie so geballt und unpassend daher dass es stört) und dann noch die Dialoge zwischen den Kommissaren (s. o.), das ist dann einfach zuviel für mich. Wirklich sehr schade um den schönen Mordfall, weil ich Regionalkrimis wirklich sehr gerne lese. Hier musste ich mich überwinden, bis zum Schluss durchzuhalten. Es war wirklich nicht leicht und das Problem ist, wenn es am Erzählstil liegt, sind die anderen Krimis vom Autor vermutlich ähnlich (bei einem Thema, was einem nicht gefällt, könnte man wenigstens ausweichen, solange der Erzählstil in Ordnung ist). Eine Empfehlung kann ich nur bedingt aussprechen. Am besten ist es, wenn man sich vorher mittels einer Leseprobe einen Eindruck verschafft, ob einem der Erzählstil liegt oder nicht, sonst ist es echt eine Qual. Es gibt bestimmt auch Leute, die den Erzählstil witzig und gelungen finden. Mein Fall war es aber leider nicht.

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  • Wie kommt der Finger des Friesen in den Fermeter?

    Das Dorf in der Marsch

    Krinkelkroken

    09. October 2013 um 14:44

    Hannes Nygaards Krimi spielt, so der Untertitel, hinterm Deich. Mit diesem Kriminalroman liegt ein weiterer Band der Erfolgsserie vor, in der Hauptkommissar Christoph Johannes und Oberkommissar Große Jäger in der nordfriesischen Kreisstadt Husum dem Verbrechen auf der Spur sind. Der Fall hat einen ekelerregenden Auftakt: Bauer Reimer Reimers, auf biologischen Anbau und nachhaltiger Energiegewinnung spezialisiert, findet im Fermenter einen menschlichen Finger, an dem noch der Ehering steckt. Der gruselige Fund lässt sich zunächst keinem Menschen zuordnen, da in der Biogas erzeugenden Häckselanlage alles zu Brei zermahlen wird. Ein zweiter Toter wird zudem gefunden, dessen Ende für niemanden von Interesse sein kann. Also ein kniffliger Fall für das bewährte Ermittlerduo von der friesischen Westküste… Nygaard entführt den Leser in ein Dorf, in dem die Interessen unterschiedlicher nicht sein können. Die einen kämpfen um die Existenz, indem sie auf moderne Hightech-Landwirtschaft und Windkraftenergie setzen. Die anderen wollen ein beschauliches nostalgisches Dörfchen. Zudem gibt es Zwist zwischen arbeitenden Alteingesessenen und Neuhinzugezogenen, die einen ruhigen Lebensabend in einem verschlafenen Nest an der Küste verbringen wollen. Das ist Everschopkoog nun wahrlich nicht. Auch hier gibt es einen verantwortungslosen Umgang mit einer HIV-Erkrankung, auch hier setzt man – aufgeschreckt durch den Mord in Emden – einem vermeintlich pädophilen Einwohner nach, hier gibt es Lug und Betrug, Egoismus und Dummheit. Vor allem in der Altbäuerin Reimers, die von bösartiger Tratschsucht gezeichnet ist, entwirft Nygaard ein Bild dörflichen Zusammenlebens, aus dem jede Harmonie ausradiert ist. Das bedeutet nicht, dass der Krimi ohne Klischees auskommt. Aber Land und Leute erscheinen bei Nygaard eben nicht als Versatzstücke einer Idylle, die in einen Touristenführer gehört. Auch mit der Lösung des Falls sind die Probleme des Landstrichs nicht beseitigt. Im Übrigen ist der Krimi souverän und mit gutem Spannungsbogen erzählt. Kritisch anzumerken ist die thematische Überfrachtung, die nicht zur Komplexität des Geschehens beiträgt, sondern gewollt konstruiert erscheint. Das Motiv für den Mord kann kaum überzeugen. Und störend ist, dass Johannes den Schlüssel zum Verständnis des Falls am Schreibtisch findet. Sein Gedankenblitz bleibt dem Leser verborgen, so dass er sich jedes Mitgrübeln über den Mörder sparen kann, weil er zum Schluss vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Wen das nicht stört, dem weht an ein paar Leseabenden die frische friesische Landluft um die Nase. Man bekäme Lust, einmal hinzufahren. Wenn da nicht die Sache mit dem abgesäbelten Finger im Fermenter wäre…

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