Hannes Stein Der Komet

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Inhaltsangabe zu „Der Komet“ von Hannes Stein

'I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.'
Der Erste Weltkrieg hat nicht stattgefunden, Amerika ist Kontinent der Hinterwäldler: In diesem Roman gibt es keine Anglizismen, keine amerikanischen Erfindungen und keinen Krieg. Dafür ein Europa voller Juden, den Mond als deutsche Kolonie und Wien als Zentrum der Welt.
'I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus' lautet der Schlüsselsatz dieses Buches – denn damit fällt in Hannes Steins Roman Der Komet der Erste Weltkrieg aus. Gesprochen wird der Satz vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo, wo gerade jemand versucht hat, eine Bombe auf Franz Ferdinand zu werfen.

Das hat natürlich Folgen: denn ohne den Ersten Weltkrieg gibt es auch keinen Zweiten und keinen Kalten Krieg, keine Entkolonialisierung und keine Kollision mit dem Islam. Die europäischen Staaten versuchen ihre komplizierte Machtbalance zu erhalten – augusteischer Frieden herrscht auf der Welt.

Amerika ist ein zurückgebliebener Kontinent voller Cowboys, Goldgräber und Hinterwäldler; Europa bleibt das vorherrschend von Monarchen regierte Maß aller Dinge. Vor allem: Das liebenswerte, etwas bräsige k.u.k.-Reich mit seiner Hauptstadt Wien ist und bleibt der Nabel der Welt.

Hier, in der Hauptstadt des Vielvölkerreichs, dieser Stadt voller Juden, Psychoanalytiker und Wiener Schmäh, spielt Hannes Steins erster Roman. In dieser Szenerie lässt er seinen jungen und etwas tumben Protagonisten eine Liaison mit einer Gesellschaftsdame eingehen, deren Mann gerade auf dem Mond weilt (eine deutsche Kolonie, wo der Österreicher in seiner Eigenschaft als k.u.k.-Hofastronom aber arbeiten darf ). Die Nachrichten allerdings, die er von dort sendet, sind dramatisch. Ein Komet rast auf Kollisionskurs auf die Erde zu und soll in wenigen Monaten dort einschlagen.

Irgendwie interessant, so richtig reingekommen bin ich dennoch nicht. So habe ich leider nur ein hilfloses Schulterzucken dafür übrig ...

— elane_eodain

Unterhaltsames, satirisches Gedankenspiel über einen alternativen Geschichtsverlauf

— smayrhofer

Alles in allem eine anregende Unterhaltungslektüre mit Tiefgang und ein gelungenes Gedankenexperiment

— HeikeG

Was wäre passiert wenn, .... Wunderbar geschrieben, sehr unterhaltsam. Ein Buch bei dem man oft lachen und schmunzeln muss.

— scala

Fazit: Für geschichtlich interessierte, anspruchsvolle Leser, die sich besonders für die k.u.k.-Monarchie interessieren, ein äußerst interessanter, unterhaltsamer und auch sehr amüsanter Roman.

— Bellexr

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  • Was wäre wenn

    Der Komet

    walli007

    06. January 2016 um 10:14

    In Sarajewo hat das Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand nicht stattgefunden, denn der zukünftige Monarch war schlau genug nach einem ersten gescheiterten Versuch, sich nicht noch einmal der Gefahr auszusetzen. Damit wurde nicht nur der erste sondern auch der zweite Weltkrieg verhindert und die Weltordnung wurde wie vor dem ersten Weltkrieg erhalten, dass heißt Europa wird hauptsächlich von Königen regiert. Im Wien der k. u. k. Monarchie lebt es sich gemütlich. Es ist eine Hochburg der Psychoanalyse. In den Salons finden elitäre Veranstaltungen statt und eben bei einer solchen Veranstaltung trifft der schüchterne Alexej von Repin auf die Gastgeberin Barbara Gottlieb. Was wäre wenn das Attentat von Sarajewo nicht stattgefunden hätte, welche eine Idee. Mit Wiener Kaffeehaus Atmosphäre erzählt der Autor von einer Welt, die der heutigen schon ähnlich ist, die sich aber doch ganz anders entwickelt hat. Auf Fernseher wollte der Autor in seiner Utopie nicht verzichten, die Entwicklung der mobilen Telefone und einiger anderer Modernitäten steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Die Menschen sind satt, in Europa gab es bis auf kleine Scharmützel seit hundert Jahren keinen Krieg mehr, die Kolonien wurden verteilt und die Menschen dort verhalten sich brav. Einzig Amerika steht für sich, allerdings mehr wie im wilden Westen als als Weltbeherrscher. So brav und bieder das Leben der Menschen verläuft, haben sie doch ihre Wünsche und Sehnsüchte. Da hinein platzt die Nachricht von einem Kometen, der die Erde zu zerstören droht. Eine witzige Idee, zu der es ein Drehbuch geben müsste. Gut kann man sich die Filmbilder vorstellen, die bei einer filmischen Umsetzung über den Bildschirm flimmern würden. In Worten dargestellt gerät die Handlung, obwohl sie weniger als 300 Seiten umfasst, manchmal etwas sehr in die Beschreibung der Umstände und der Geschichte, die so oder so ähnlich stattgefunden hat oder eben nicht. Trotzdem bangt und hofft man mit den Menschen der Katastrophe entgegen.

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  • Geniale Idee - aber leider hölzerne und anstrengende Umsetzung

    Der Komet

    N9erz

    30. April 2014 um 19:04

    Die Geschichte wie wir sie kennen (erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg, der kalte Krieg,...) hat nie stattgefunden. Statt dessen ist Thronfolger Franz Ferdinand nach dem gescheiterten Attentats Versuch 1914 einfach nach Hause gefahren und hat alles verändert. Dadurch kommen wir in ein 20. Jahrhundert, in dem die Nachfahren von Hitler und Stalin als 0815 Menschen unter uns leben, geplagt von Alpträumen mit unserer heutigen Geschichte. Die neue Zeit sieht vor, dass man jetzt von Schwechat getrost auf den Mond fliegen kann und so manch andere Erfindung einzu gehalten hat (oder auf der Zeitleiste einfach verschollen geblieben ist). Doch dann kommt die traurige Wahrheit - ein Komet ist im Anflug auf die Erde. Was wird wohl dann passieren? ----- Mich hatte der Roman mit seiner Idee eigentlich sofort in seinen Bann gezogen. Allerdings kam dann bereits nach wenigen Seiten die Ernüchterung - das Buch war so gar nicht meins. Dafür, dass im Klappentext angekündigt wird, dass "kein Auge trocken bleibt" waren schon die ersten Seiten und Kapitel extrem trocken und langwierig. Die Charaktere sind mir gar nicht ins Blut übergegangen. Dadurch, dass scheinbar alle Namen mit A anfangen (zumindest bekam ich diesen Eindruck) hatte ich binnen kürzester den Überblick verloren, um welche Person es sich gerade handelte und in welchem Zusammenhang sie stehen. Zusätzlich zu den Charakteren die für mich einfach sehr entfernt geblieben sind, trieft das Buch nur so vor Nostalgie und Schwärmerei in der "guten alten Zeit". Es scheint nicht nur so zu sein, dass große Ereignisse nicht stattgefunden haben, sondern die Welt einfach im Jahre 1914 stehen geblieben ist. Einzig die Forschung hat technischen Fortschritt betrieben. Passend dazu scheint man sich über große Teile hinweg einfach nur einer Psychoanalyse zu befinden, die einem eher den Kopf verdreht als ihn wieder gerade zu rücken. Hinzu kommt noch, dass sprachlich eine sehr trockene Umgangsform und extrem hölzerne Dialoge vor einem liegen. Ich konnte der Geschichte kaum wirklich gemütlich und angenehm folgen, sondern musste mich wirklich konzentriert (und ohne jede Störung) hinsetzen und lesen. Dadurch empfand ich das Ganze nicht wirklich als Entspannung sondern eher als Anstrengung. Ich hatte mir etwas unterhaltsameres erwartet und keine anstrengende Liebeshymne an die Habsburger Zeit. Auch wenn man den ein oder anderen wirklich witzigen Aspekt aus dem Buch ziehen kann, so war ich weit davon entfernt Tränen zu lachen. Einzig und allein für die eigentlich geniale Idee muss ich einen Zusatzpunkt vergeben.

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  • Sehr enttäuschend....

    Der Komet

    Mrs_Nanny_Ogg

    27. September 2013 um 11:12

    Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut! Ich fand das Gedankenexperiment sehr spannend, was wäre wenn es das Attentat von Sarajevo nicht gegeben hätte...... aber dann wurde ich sehr enttäuscht. Der Autor hat sich wirklich sehr genau und eingehend mit der österreichischen Geschichte auseinandergesetzt, doch leider sind die Witze, die er dann daraus konstruiert, nur zu verstehen, wenn man entweder ein Experte auf dem Gebiet ist, oder mühsam im Glossar nachschlägt, in dem die Geschichtszusammenhänge erklärt werden. Vielleicht liegt es auch an mir, da ich nicht all zu sehr in der österreichischen Kulturszene verwurzelt bin, doch immerhin wohne ich (eine Deutsche) nun schon seit über 11 Jahren in Österreich. Vielleicht entdecken andere auf jeder Seite einen Brüller! Ich fand das Buch wirklich nur noch langweilig, ich habe irgendwann dann nur noch teilweise die Seiten gescannt. Die eigentlich spannende Story geht total unter im Staub und Muff eines k.u.k.-Reiches, das sein Haltbarkeitsdatum schon längst überschritten hat. Schade! Ich glaube, man hätte es besser machen können. Worum es geht? Das Attentat von Sarajevo hat nicht stattgefunden, Franz Ferdinand ist einfach wieder nach Hause gefahren. Dies hat zur Folge, dass weder der erste noch der zweite Weltkrieg stattgefunden haben. Österreich bleibt eine Monarchie sowie viele andere Länder in Europa. Da kein Zwang zur Auswanderung bestand, ist das Land stark von jüdischer Kultur geprägt. Österreich und Deutschland sind wissenschaftlich führend, Amerika und Asien sind nur hinterwäldlerische Provinzen. Eines Tages wird ein Wissenschaftler zu einer Mission auf den Mond gerufen, der fest in der Hand von Deutschen ist. Ein Komet wird in wenigen Monaten auf die Erde treffen! Was kann man tun?

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  • Witzige Idee, missratene Umsetzung

    Der Komet

    ChiefC

    27. August 2013 um 13:23

    Witzige Idee, völlig missratene Umsetzung. Wie hätte sich die Geschichte entwickelt, wenn dies und jenes nicht geschehen wäre? Das ist eines der reizvollsten, wenn auch nicht originellsten, Gedankenspielchen für historisch Interessierte. Aber anzunehmen, dass sowohl die k.u.k-Monarchie als auch das russische Zarenreich weiterexistiert hätten, nur wenn das Attentat in Sarajewo gescheitert wäre, ist einfach abstrus – und auch phantasielos. Den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn hätte es eher früher als später so oder so zerrissen und auch das völlig verrottete Zarenreich wäre nach Revolutionswirren untergegangen, selbst wenn Lenin in Zürich geblieben wäre. Stein führt auch zu viele Personen ein und entsprechend Handlungsstränge nur gschlampert aus. Viele Passagen, etwa diverse Welterklärungs- sowie –untergangspredigten sind langatmig, ein Sammelsurium diverser Wissensgebiete und, so der Verdacht, nur dazu da, um den Leser auf diese unelegante Weise zu belehren. Die Anmerkungen zur Realgeschichte, als Glossar im hinteren Teil des Buches, sind teils interessant, strotzen aber vor Fehlern. Wo war da das Lektorat??? So folgte nach dem Tod Franz Josephs 1916 nicht für zwei Jahre „sein Sohn Karl.“ Karl, der letzte Kaiser, war der Großneffe Franz Josephs. Dieser hatte bekanntlich nur einen Sohn, Rudolf, der 1889 Selbstmord beging. Auch wird eine andere Person, Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen, 1948 „von den Sowjets aufgegriffen“ und stirbt dann 1947 (!). Der jüdische Dichter Ludwig Pfeuffer, geboren 1926, emigriert 1936 („also im Alter von zwölf (!!!) Jahren“). Wie gesagt, gschlampert, gschlampert. Außerdem hat der Autor einen ausgeprägten „Judentick“: Auch wenn man von der schönen Vorstellung ausgeht, der Holocaust hätte nie stattgefunden, die Nazis hätten weder Millionen Menschen noch ihre Synagogen und ihr sonstiges Erbe vernichtet: Die Juden wären dann heute zwar ein wichtiger und starker Teil des gesellschaftlichen Lebens aber sie wären dennoch eine, wenn auch bedeutende, Minderheit. Steins Buch erweckt aber den Eindruck, dass  es in Wien und anderswo, von ein paar christlichen Quotenfiguren wie dem Kardinal und dem ausnahmsweise nicht-jüdischen Psychoanalytiker (hach, wie originell) abgesehen, fast nur Juden gibt. Sorry, aber das ist einfach übertrieben, wenn nicht manisch. Mit diesen ganzen völlig überzogenen Unwahrscheinlichkeiten nervt und langweilt Stein den Leser ungemein. Man wäre fast froh, wenn endlich tatsächlich der Komet einschlüge, und sei’s nur, um dieser Lektüre ein Ende zu machen. Schade um einen schönen Einfall.    

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  • Nahezu gruselig, so genial...

    Der Komet

    DavidGLWeiss

    27. July 2013 um 16:33

    Nach der Lektüre dieses wirklich sehr gut recherchierten Buches (sowohl historisch als auch sozial-spezifisch was Österreich angeht), kommt mir der Verlauf der Geschichte wie wir ihn kennen und die Zeit, in der wir darob leben, geradezu grotesk vor, fast wie ein böser Witz oder ein Alptraum. Eine Welt ohne Weltkriege, ohne Holocaust, und das nur, weil eine Limousine zur richtigen Zeit umgedreht hat... Eine bessere Welt? Ich grüble, seit ich das (wirklich unterhaltsame) Buch beendet habe...

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  • Tolle Grundidee, aber die Umsetzung ...

    Der Komet

    SharonBaker

    27. May 2013 um 21:29

    Wien ist der Mittelpunkt der Welt und die Monarchie lebt weiter. Der Kaiser hält die Fäden der Macht, von ganz Europa, in der Hand. Denn der erste und zweite Weltkrieg fand nicht statt. Wir begleiten Alexej von Repin mit seinem Freund zur einer Einladung der Familie Gottlieb. Dort lernt er die entzückende Gastgeberin kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Aber da gibt es ja noch ihren Ehemann, wie gut das er auf kaiserliche Geschäftsreise gehen muss und zwar fliegt er auf dem Mond, zur deutschen  Außenkolonie. Dort macht er eine erschreckende Entdeckung. Ein Komet stürzt auf die Erde nieder und zwar genau auf Wien. Was kann man machen? Nichts! Ist die Antwort, und so erleben wir die letzten Tage einer kaiserlichen Welt, im Kaffeehaus, beim Kaiser, im Liebesnetz und natürlich auch beim Psychoanalytiker. Aber gibt es wirklich kein Fünkchen Hoffnung? Als ich damals das Buch bekommen habe, war ich total begeistert von der Idee, das Wien immer noch eine Weltherrschaft ist und vom Kaiser regiert wird. Keine Kriege, keine Vertreibungen, alles Schlimme nicht geschehen. Allerdings war die Vorstellung in meinen Kopf und die geschriebene Geschichte nicht annähernd passend und ich bin ein bisschen verwirrt. Ganz ehrlich weiss ich immer noch nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Klar die Idee ist immer noch genial, aber die Umsetzung war so anders als gedacht. Irgendwie fehlte mir der rote Faden im Buch. Klar wir haben den Kometen, aber trotzdem konnte mich die Geschichte nicht immer gedanklich halten. In jeden Kapitel wird jemand anderes vorgestellt und seine gesellschaftliche Umwelt für uns Leser gezeichnet. Dadurch sprang man immer wieder in andere Geschehen, die miteinander nicht wirklich was zu tun hatten. Im ersten Moment interessant, aber auch recht anstrengend zum lesen. Apropo lesen, was mich persönlich sehr im Lesefluss gestört hat, war das lange Glossar mit geschichtlichen Ereignissen die erläutert wurden. Klar ist es immer gut ein bisschen Hintergrund zu haben, aber für mich zuviel. Denn obwohl hier die Weltkriege nicht stattgefunden haben, spielen sie doch eine große Rolle. So bekommt der Psychiater im Buch einen ganz besonderen Fall, nämlich einen Patienten mit Albträumen. Diese sind, für den Leser völlig klar, Szenen aus dem zweiten Weltkrieg und so hat man oft doch ein Thema vor Augen, womit man in dieser Weise nicht gerechnet hat. Auch die Religion bekommt hier Raum, und wir erleben wie ein Rabbiner und ein Kardinal über die Welt sprechen, natürlich im Caféhaus. Also erleben wir von allen etwas, aber nicht wirklich durchgehend. Sprachlich hat es mir allerdings sehr gut gefallen, auch wenn ich oft ein Fremdsprachenbuch gebraucht hätte. Wir erleben hier mal eine andere Geschichte mit dem Vermerk „Was wäre wenn... „ passiert. Eine Utopie, ein Märchen, ein Wien das trotz neuer Geschehnissen kulinarischen und kulturell weiter wie sonst dahin plätschert? Mir erschließt sich leider nicht wirklich, was uns der Autor im tieferen Sinne sagen möchte, denn ein richtiger Aha-Effekt blieb bei mir aus. Auch hätte ich mir bei der ganzen Geschichte mehr wienerischen Humor gewünscht. Für den Leser der die schnelle und angenehme Unterhaltung sucht, ist dieses Buch nix, denn auf diese Geschichte muss man sich einlassen können. Aber auch der anspruchsvolle Leser muss wissen, worauf er sich hier einlässt um dem geschriebenen eine Chance zu geben.

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  • Der Komet

    Der Komet

    bengtler

    13. April 2013 um 10:53

    Da sich jeder selbst eine Inhaltszusammenfassung raussuchen kann, erspare ich mir das mal an dieser Stelle. Insgesamt ein guten Buch. Zu Beginn habe ich es regelrecht verschlungen. Gegen Ende empfand ich es dann jedoch ein wenig zäh. Dies lag wiederum an meiner Unkenntnis von diversen Fachbegriffen (besonders bei den vielen, die mit der jüdischen Religion/Kultur in Verbindung stehen). Trotzdem hat mir die Idee, Umsetzung und die versteckten Anspielungen sehr gefallen. Die Anspielung auf diverse Filme bzw. deren Umgestaltung (da das Film-"Hollywood" gar nicht erst existiert) trafen bei so einem kleinen Filmenjunkie direkt ins Schwarze. Leider ist die Auflösung - also das Ende - ein wenig kurz geraten.

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  • Oh, du lieber Augustin, alles ist hin...

    Der Komet

    HeikeG

    07. April 2013 um 14:54

    Fast wie aus einem utopischen Roman von H. G. Wells muten die Albträume eines August Biehlolawek an, die dem Psychoanalytiker Dr. Anton Wohlleben in seiner Privatpraxis in bester Wiener Lage offenbart werden. Auf der Couch liegend gibt ihm dieser schwierige Patient immer wieder Rätsel auf. Sein fundiertes Fachwissen scheint am Ende zu sein. "Seit ein paar Monaten fantasierte der Mann jetzt schon vom Weltuntergang. Ihm träumte, Europa sei von einem oder zwei (warum nicht gleich drei oder vier?) Kriegen verwüstet worden; die Kultur liege in rauchenden Trümmern, der Kaiser residiere nicht mehr in Schönbrunn; von der Alten Welt sei nicht einmal mehr eine Erinnerung übrig geblieben - alles wüst und leer." Was ist es nur, dass diesen Mann im ausgehenden 20. Jahrhundert - wir schreiben das Jahr 1999 - in der blühenden Donaumetropole so arg plagt? 1999? In welche abgekapselte Welt hat sich der arme Dr. Wohlleben denn da zurückgezogen? Genau diese Alpträume wurden doch wahr. Es gab den 1. und auch den 2. Weltkrieg. Auch wenn sich die Menschheit wieder "aufgerappelt" hat, so lag doch damals alles genauso in Trümmern wie von Biehlolawek fantasiert. Nicht so bei Hannes Stein. Denn er beschreibt in seinem Roman ein "Was-wäre-wenn-Szenario". Was wäre, wenn der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo nach dem ersten gescheiterten Attentatsversuch einfach nach Hause gefahren wäre. Dann, ja dann wäre vielleicht Deutschland eine Art Strebernation im europäischen Klassenzimmer geworden, ein weitgehend charmefreies, doch hocherfolgreiches Land der Erfinder, Bastler und Tüftler, das den Mond bereits kolonialisiert hat. Der Rest Europas wäre vielleicht immer noch in der Hand uralter Monarchien. Und Wien, wo Hannes Steins "Der Komet" spielt, hätte möglicherweise gar den Status eines - wenn auch ziemlich behäbigen - Zentrums der westlichen und damit der ganzen Welt. Regiert würde der ausufernde Vielvölkerstaat natürlich von Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät, Franz Joseph II., von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich und König von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, beiden Galizien, Lodomerien und Illyrien; König von Jerusalem; Erzherzog von Osterreich; Großherzog von Toskana und Krakau; Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain und der Bukowina; Großfürst von Siebenbürgen, Markgraf von.... ach was weiß ich noch alles. Ein schöner Traum! Und alles geboren aus einem Zufall. Der Zufall: Gibt es ihn überhaupt oder handelt es sich nur um eine optische Täuschung, also einen Streich, den unsere Wahrnehmung uns spielt? Welche Rolle nimmt er in unserem Leben ein? Ist vielleicht die ganze menschliche Geschichte nur ein Akt verschiedenster Zufälle? Dies fragt sich nicht nur Dr. Anton Wohlleben, sondern auch der in München geborene, in Österreich aufgewachsene und mittlerweile in Amerika lebende Autor. Was wäre wenn? Wäre dann wirklich Kuba der 52. Bundesstaat der USA? Hätte es Nabokov sogar bis zum Ministerpräsidenten Russlands gebracht und der zänkische Journalist Lenin wäre friedlich in Zürich, Einstein wiederum auf der erdabgewandten Seite des Mondes gestorben? Vielleicht hätte Anne Frank mit 71 Jahren den Literaturnobelpreis bekommen? Und vielleicht hätte sich Hannes Steins etwas tumber Protagonist Alexej von Repin (tatsächlich ein Urenkel des berühmten russischen Malers Ilja von Repin) auch nicht mit voller Wucht in die verheiratete Gesellschaftsdame Barbara Gottlieb verliebt. Dann wäre deren Mann Dudu, seines Zeichens königlicher k.u.k. Hofastronom, letztendlich vielleicht nicht von einer Dienstreise mit einer denkbar schlechten Nachricht zurückgekommen: Ein riesiger Komet rast auf die Erde zu. Eine Kollision scheint unausweichlich. Vielleicht, nein, ganz bestimmt hatte Hegel recht, als er meinte: "Das Wirkliche ist vernünftig, und das Vernünftige ist wirklich." Denn gemessen an Hegels Maßstab ist Hannes Steins k.u.k. Philisterreich, "mit seinem ewigen Fortwursteln, seinem Kompromisslertum, seiner verdammten Gemütlichkeit" einfach nur ein schrecklicher Irrtum... Fazit: Hannes Stein ist ein flüssig lesbares, gescheites, witziges und trotzdem tiefernstes Buch gelungen, das einige Überraschungseffekte und allerlei Gedankensprengstoff enthält. Allerdings schrammt er, ähnlich wie sein die Erde bedrohender Komet, das ein oder andere Mal an einigen Klischees ziemlich nah vorbei. So manche Vorstellung einer friedlichen Welt scheint dann doch etwas zu konstruiert und allzu "bräsig". Alles in allem kann man diese anregende Unterhaltungslektüre mit Tiefgang jedoch als ein gelungenes Gedankenexperiment bezeichnen.

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  • Rezension zu "Der Komet" von Hannes Stein

    Der Komet

    michael_lehmann-pape

    07. March 2013 um 13:01

    Was hätte sein können.... „Viel Aufhebens wurde bei jenem Empfang darum gemacht, dass bald der erste Kandidat aus den Kolonialgebieten – eins schwarzer Mann von der Insel Martinique – den Eid auf das wichtigste Amt der französischen Republik ablegen würde“. Ja, das sind schon Probleme im Europa des 21. Jahrhunderts. Ist die Welt nicht in rasendem Wandel begriffen? Hat da nicht sogar da hinten im „Hinterwald“ des Herzogtums Finnland ein Eingeborener eine Art tragbares Telefon erfunden? Und jetzt ein „Schwarzer“ aus den Kolonien (die natürlich in jedem Großreich alle noch existieren!). Was aber letztendlich doch nicht wirklich interessiert in dieser gemächlichen Kaffeehauswelt Wiens. In einer Romanwelt, in der so vieles nicht stattgefunden hat, was in der Realität die Welt aus den Fugen warf. Der erste Weltkrieg? Aber nein, Franz Ferdinand ist rechtzeitig aus Sarajewo abgereist. Der zweite Weltkrieg? Gar kein Bedarf, war doch alles in bester Ordnung. Der Holocaust? Niemals. Eine Welt, in der der „Almdudler“ den Siegeszug als Getränk angetreten hat, nicht irgendeine Cola aus dem ungeschliffenen Amerika. Deutschland der Erzfeind? Auch nicht. Nach 1871 gab es keine großen Kriege mehr, jedes der Reiche lebt so vor sich hin. Allerdings, eines muss man den überheblichen und leicht ungehobelten Preußen lassen. Da das Rüsten zu nichts führte, hat man doch tatsächlich 1945 den Mond in Beschlag genommen und eine Kolonie gegründet. Eine Welt somit, die dem langsamen Fortschritt frönt, den Tag zu genießen gedenkt. So wie Alexej von Repin, russischer Student in Wien, immer knapp am Limit mit seinem Geld, der eingeführt wird in die „Welt des literarischen Salon“ bei Barbara Gottlieb. Und sich unrettbar verliebt. Zu seinem großen Verwundern nicht ohne Aussichten. Eine Welt voller Kultur, in der das europäische Judentum nicht ausgelöscht wurde oder emigrierte. Mit Folgen. Die Literatur blüht, jüdische Maler stehen hoch im Kurs, die Psychoanalyse hat in ihrem Zentrum Wien auch die „wilden 60er und 70er Jahre“ überstanden. Die Filmindustrie ist nicht in Hollywood zu finden, alle Kreativen des Films konnten ja ungestört weiter in Europa arbeiten. Amerika ist eine Republik, aber ohne jede Kultur und damit nicht ernst zunehmen. Immerhin haben die da so etwas wie „Stacheldraht“. Ein Traummotiv eines armen, von Albträumen geplagten Mannes. Etwas, was der behandelnde Analytiker erst einmal im Lexikon nachschlagen muss. Und Bomben, die aus Flugzeugen fallen und Fahrzeuge auf Raupen? Ein Mann mit kurzem Schnäuzer, der Dunkelheit über die Welt bringt? Was sind das für Träume? Nur an dieser Stelle der Albträume lässt Stein die „wahre Wirklichkeit“ in seinem Roman durchblitzen, ansonsten folgt er strikt und mit großer Sprachmächtigkeit seiner Grundidee einer Welt, in der all dies nicht hat stattfinden müssen. Eine Welt, in der Stefan Zweig 1963 in Salzburg stirbt und nicht 1942 sich umbringt aus Gram über den Verlust seiner „Welt von Gestern“. Nein, hier findet sich die weiter gedachte „Welt von Gestern“ Stefan Zweigs. Eine Welt in Gefahr, auch das. Ein Ereignis droht, das die Welt vernichten könnte. Aber selbst die Arbeit der Forscher an dieser Gefahr hat noch etwas ruhiges, gottergebenes, das im Leser eine Sehnsucht hervorruft nach einer solchen Gewissheit des Lebens. Denn das sind die Menschen im Buch. Sich der Welt und des nur allmählichen Wandels gewiss, die ihnen, bei allen privaten Eskapaden und Liebestaumel, eine innere Gelassenheit mit an die Hand gibt, die sich Zeit nimmt für dieses Leben. Wie es war in jener kulturell orientierten „Welt von Gestern“, deren Zukunft auf den Schlachtfeldern zerstört wurde. Im Übrigen, keine Fantastereien sind es, die Stein hier verarbeitet. Im Glossar belegt er, dass alle „technischen Errungenschaften“, alle künstlerischen Strömungen, alle politischen Entwicklungen an reale Personen sich anlehnen, an reale Ereignisse, die eben auch anders hätten fortgehen und sich entwickeln können. So bietet Hannes Stein eine faszinierendes Welt, die er mit bildkräftiger Sprache zum Leben zu erwecken versteht. Von den „Jausen“ auf der Touristenreise zum Mond bis zur formvollendeten Annäherung an eine „verheiratete Frau“ unter allen Regeln der guten Erziehung. „Der Komet“ ist ein Buch, dass den Leser schmerzlich vermissen lässt, was hätte sein können, was gerade Europa hätte sein können, aber auch die Welt in kultureller Hinsicht, wenn weltbewegende Ereignisse nicht stattgefunden hätten oder anders verlaufen wären. Wenn Franz Ferdinand hätte wenden lassen nach dem ersten Anschlag. So aber bleibt nur die Haltung derer aus Sarajewo, das „Gott immer Größer ist“. Was im Buch sich ganz zuletzt erweisen wird, in einer Welt der friedlichen Koexistenz der Religionen und Traditionen. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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  • Rezension zu "Der Komet" von Hannes Stein

    Der Komet

    Bellexr

    16. February 2013 um 14:38

    Was wäre, wenn …. . … es den 1. Weltkrieg nie gegeben hätte und somit auch nicht den 2. Weltkrieg wie auch den Kalten Krieg? . Deutschland lebt in einer kaiserlichen Monarchie, ist in Sachen moderner Technologie und Kultur führend, die Weltsprache ist Deutsch. Wien und das k. u. k.-Reich ist der Nabel der Welt. Juden, Muslime und Christen leben friedlich miteinander und der Mond wurde von den Deutschen kolonisiert. Amerika ist mehr noch ein Hinterwäldlerstaat, der langsam erst den Anschluss an das alte Europa findet. Ein friedliches, harmonisches Leben, dem dennoch die Katastrophe droht. Ein Komet ist auf Kollisionskurs zur Erde, seine Flugbahn kann nicht verändert werden, der Einschlag soll in wenigen Monaten erfolgen. . Was für eine interessante wie auch wunderbare Vorstellung: Ein einziges Entscheidung wird anders getroffen und schon hat dies immense Auswirkungen auf das weitere Weltgeschehen. „I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.“ Dies ist der Schlüsselsatz, gesprochen vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo. . Hannes Steins utopischer Roman, der wie ein Märchen anmutet, spielt Ende der 1990er Jahre in Wien. Friedlich leben hier Christen und Juden miteinander, Rabbiner und Kardinäle führen philosophische Gespräche, der Wiener Schmäh ist an jeder Ecke zu spüren, Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens, literarische Salons sind bei den Wienern sehr beliebt, selbst der ärmste Bauer hat noch ein gutes Auskommen und mit seinem Kaiser ist man ebenfalls glücklich. In dieser Welt lebt der etwas naive junge Alexej von Repin, der eine Liaison mit der Gesellschaftsdame Barbara Gottlieb beginnt, deren Mann als Hofastronom gerade auf dem Mond weilt. Seine Geschichte wie auch der drohende Einschlag des Kometen sind mehr oder weniger der rote Faden der Geschichte. . Aber in erster Linie beschreibt Hannes Stein das Leben an sich in Wien und der restlichen Welt. Wie sich die Geschichte hätte entwickeln können, wenn es nie zu den Kriegen gekommen wäre. So lebt Anne Frank noch, eine etwas rebellische alte Dame, die gerade den Literatur-Nobelpreis erhalten hat. Albert Einstein hat den Mond bereist, ist dort an einem Aneurysma gestorben und beerdigt worden. Englische Begrifflichkeiten existieren nicht, Amerika findet im alten Europa kaum Erwähnung und wird eher als Entwicklungsstaat angesehen und Japan, ja die Japaner. Ein seltsames Völkchen, dass man halt mal machen lässt. Die ärmeren Länder werden unterstützt, nicht ausgebeutet und die Kolonalisierung steht in voller Blüte. Ein wunderbares, friedfertiges Leben, welches Hannes Stein hier zaubert und vom Autor sehr gut durchdacht erzählt wird. . Obwohl der Roman Ende des 20. Jahrhunderts spielt, hat man ständig das Gefühl, dass die Geschichte gut 100 Jahre früher spielen könnte, da jegliche modernen Begrifflichkeiten fehlen und zum Beispiel von elektronischer Post anstelle von Email geredet wird, man die Elektrische anstelle der S- oder Straßenbahn benutzt. Mit einem zwinkernden Auge erzählt Hannes Stein seine Geschichte, die amüsant, unterhaltsam, tiefsinnig, anspruchsvoll und auch ein wenig skurril anmutet. . Aber sie ist auch durchsetzt mit sehr viel geschichtlichem Hintergrund, bei dem Hannes Stein wirklich aus dem Vollen schöpft. Und hier liegt meines Erachtens ein klein wenig das Manko in diesem ansonsten sehr unterhaltsamen Roman. Stellenweise wird man regelrecht überflutet mit Informationen, die oftmals seitenlang im Glossar erklärt werden. . Hannes Stein greift die geschichtlichen Geschehnisse Anfang des 20. Jahrhunderts auf und führt diese seinen eigenen Vorstellungen entsprechend weiter, als hätte es die anschließenden Ereignisse nicht gegeben und lässt hier seiner Fantasie freien Lauf. Somit ist dies auch mit vielen Erklärungen verbunden, wie beispielsweise sich die unterschiedlichen Religionen weiterentwickelt haben, aber auch die Politik bzw. die verschiedenen Herrscher ihre Denkweise geändert haben und auch philosophische Gespräche finden in seinem Roman immer wieder viel Raum. Toleranz, Respekt und die Akzeptanz anderer Kulturen und Religionen gegenüber werden in Hannes Steins Roman großgeschrieben, eine wunderbare wie leider auch sehr utopische Vorstellung. . Fazit: Für geschichtlich interessierte, anspruchsvolle Leser, die sich besonders für die k.u.k.-Monarchie interessieren, ein äußerst interessanter, unterhaltsamer und auch sehr amüsanter Roman.

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