Hannes Stein Nach uns die Pinguine

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Nach uns die Pinguine“ von Hannes Stein

Der bizarrste und ungewöhnlichste Krimi des Jahres! Die Menschheit hat sich selbst nahezu ausgerottet. Nur auf den abgelegenen Falklandinseln geht der Alltag weiter – bis der Gouverneur mit einer Churchill-Büste erschlagen wird ... Hannes Steins skurriler Weltuntergangskrimi ist ein philosophisch-postapokalyptisches Vergnügen. Eines gleich vorweg: Vom Weltuntergang sprechen die Figuren dieses Buches nicht. Nein, die Apokalypse, die auch ein überforderter US-Präsident mit eigenartiger Frisur nicht verhindern konnte, wird von den Bewohnern der Falklands mit dem der Insel eigenen Understatement nur mit »die betrüblichen Ereignisse, über die wir ungern reden« umschrieben. Das gemütliche Leben in der britischen Enklave (denn diese Inseln sind britisch, und wie!) hat sich seither aber ohnehin kaum verändert: Man geht weiterhin in den Pub, schert die Schafe und geniest die gute Meeresluft. Na gut, die Kinderlosigkeit ist schon seltsam. Und die Tatsache, dass man gefährliche Expeditionen aufs argentinische Festland wagen muss, um Vorräte anzulegen, macht den Menschen auch zu schaffen. Außerdem gibt es da noch das vollbesetzte Kreuzfahrtschiff, das vor der Küste liegt und dessen Passagiere nur zu gerne ihre Kabinen verlassen und sich auf der Insel ansiedeln wurden. Als dann plötzlich der allseits beliebte Gouverneur erschlagen wird – in einem Raum, dessen Türen und Fenster von innen verriegelt waren –, geraten die Dinge aus den Fugen. Wer steckt hinter dem heimtückischen Mord? Und was ist das Tatmotiv? Joshua Feldenkrais, Moderator des Inselradios, ermittelt auf eigene Faust – und gerat dabei immer tiefer in einen Strudel aus Verschwörungen, finsteren Machenschaften und Pinguinen …

Mehr satirische Doku oder "Gebrauchsanweisung" für die Falkland Inseln als Krimi - aber wer sagt, dass Krimis immer ernst sein müssen?

— SibylleFalkenberg
SibylleFalkenberg

Stöbern in Krimi & Thriller

Verfolgung

So toll wie der vierte Teil. Auch mit dem neuen Autor ist die Story um Mikael und Lisbeth spannend

Rahel1102

Nachts am Brenner

"Provinzpolizistenwahnsinn in Südtirol"

classique

Durst

Durst hat einen guten Spannungsbogen, einen guten Fall an sich, eine schlüssige Auflösung und einen durchaus gelungen Effekt am Ende.

AenHen

Die gute Tochter

Sehr gut umgesetztes Drama, mit Längen im Mittelteil, dafür aber Überraschungen zum Schluss

SillyT

Kalte Seele, dunkles Herz

Tolles Cover, aber recht enttäuschende Geschichte. Hatte mir etwas Anderes darunter vorgestellt.

Thrillerlady

Sag kein Wort

Unglaublich fesselnd!

Eori

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine überwiegend anregende Lektüre

    Nach uns die Pinguine
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. September 2017 um 12:34

    Eine überwiegend anregende LektüreVor allem der Ort der Handlung und das „Weltszenario“ drum herum ist es, in Verbindung mit der sehr flüssigen und passenden Sprache Stein´s, was diesen schmalen (offiziellen) Kriminalroman zu einem anregenden Lesevergnügen gestalten.Wobei Stein, was vielleicht zur Zeit der Abfassung des Buches noch gar nicht so deutlich mit der Problematik um Nord-Korea im Raume stand, die Anfänge der, im Buch bereits geschehenen, weltweiten Katastrophe und „Vernichtung“ weiter Teile der Menschheit genau jenen Punkt in den Mittelpunkt setzt, der aktuell von vielen kompetenten Sicherheitsfachmännern und -Frauen warnend vor Augen gesetzt wird.Wie sich aus begrenzten Konflikten, Missverständnissen, Provokationen umgehend eine weltweite Katastrophe entwickeln kann. Was Stein nicht dezidiert Seitenweise beschreibt, was bei ihm auch nicht in Asien den Anfang nimmt, sondern was, wie nebenbei, im Verlauf der Lektüre dem Leser in seinen Hintergründen immer klarer bekannt gemacht wird.So erklärt sich dann auch, was es mit diesem Kreuzfahrtschiff auf sich hat, dass vor Stanley, der Hauptstadt der Falkland-Inseln, als nun wohl dauerhafte Unterkunft für die Passagiere dient.Vordergründig aber geht es um Mord. An einem der beliebtesten Menschen unter der überschaubaren Einwohnerzahl. Und das Motiv und, vor allem, wie dieser Mord überhaupt vollzogen werden konnte.Was Stein Gelegenheit gibt, eine ganze Reihe von Figuren näher zu beleuchten, die durchgehend je von einer gewissen „Exotik“ umgeben sind und weiterhin Gelegenheit gibt, ab und an Nachrichten „aus dem Rest der Welt“ in die abgeschlossene Gemeinschaft auf den Inseln eindringen zu lassen.Die ironisch und mit einer guten Portion Humor zwar daherkommen. Ein Lachen, was dem Leser allerdings umgehend nach einigen Sätzen im Halse steckenbleibt. Denn auch die zweite, große Konfliktfläche der Gegenwart, das Widererstarken teils esoterischer, teils traditioneller religiöser „Fanatismen“ treibt in einer Art und Weise in den einzigen beiden „Rest-Kommunen“ der Menschheit außerhalb der Falklands kaum zu glaubende, durchaus auch grausame Blüten.So dass, insgesamt, der (eher an sich nicht sonderlich bewegende oder spannende „Kriminalfall“) mehr und mehr in den Hintergrund tritt, um die eigentlichen Anfragen des Buches zur Wirkung kommen zu lassen. Was und warum (um alles in der Welt) die Menschheit aktuell umtreibt, sich selbst, das Fortbestehen des Planeten und die Zukunft aller so in Frage zu stellen. Eine Anfrage, die Stein trotz aller anregender und humorvoller Weise der Darstellung letztlich nicht positiv beantwortet. Denn auch in der Gegenwart des Romans, selbst in der eher sachlich-vernünftig orientierten Gemeinschaft der „Reste“ menschlicher Zivilisation auf den Falklands kommt von „außen“ wiederum Unvernunft mit ins Spiel und auch von „innen“ scheint es nicht möglich zu sein, fanatisches, auf sich bezogenes Denken wirklich abzuwehren (was wieder zum Mord und seinem Motiv führen wird).Das einzig bedauerliche an der Lektüre ist, dass die Einzigartigkeit von Flora und Fauna der Falklands und die ganz besondere Lebensatmosphäre dort ein wenig spärlich behandelt wird, so dass dieser raue, entlegene, aber sehr interessante geographische Ort zu wenig plastisch mit im Raum schwingt.Dass aber vielleicht die mindestens 13 Pinguinarten auf den Inseln tatsächlich dem Menschen als „Herren der Falklands“ nachfolgen könnten (wenn nicht gar weltweit), das ist ein Gedanke, der sich nach der Lektüre des Buches mit seinem wunderbar doppeldeutigen Titel zumindest eine gewisse Geltung verschafft.

    Mehr