Hanni Münzer Honigtot

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Inhaltsangabe zu „Honigtot“ von Hanni Münzer

Wie weit geht eine Mutter, um ihre Kinder zu retten? Wie weit geht eine Tochter, um ihren Vater zu rächen? Wie kann eine tiefe, alles verzehrende Liebe die Generationen überdauern und alte Wunden heilen? Als sich die junge Felicity auf die Suche nach ihrer Mutter macht, stößt sie dabei auf ein quälendes Geheimnis ihrer Familiengeschichte. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit und zum dramatischen Schicksal ihrer Urgroßmutter Elisabeth und deren Tochter Deborah. Ein Netz aus Liebe, Schuld und Sühne umfing beide Frauen und warf über Generationen einen Schatten auf Felicitys eigenes Leben.

Der Schreibstil schafft eine einzigartige Atmosphäre und lässt die Geschichte sehr echt wirken. Am Ende schwächelt der Roman allerdings ein wenig

— leyax
leyax

Man darf sich nicht vom lahmen Anfang beirren lassen. Die Erzählung der Vergangenheit ist großartig!

— Mlle-Facette
Mlle-Facette

Zu Beginn muss man sich etwas einfuchsen, doch das lohnt sich!

— Scarjea
Scarjea

Sehr spannend und berührend

— Mariel
Mariel

Die Geschichte ist historisch interessant, aber leider viel zu langatmig geschrieben. Habe mir das Buch ganz anders vorgestellt.

— JulieMalie
JulieMalie

Irgendwie hatte ich mir was ganz anderes erwartet, aber es war dann auch ganz gut.

— paschsolo
paschsolo

Der Anfang war so vielversprechend, aber dann wendete sich das Blatt, es ging nur noch Bergab. Schade, Potential war da & wurde weggeworfen.

— La_Smilla
La_Smilla

Ein so wunderbares Buch. Die Geschichte so real geschrieben, man vergisst was real ist und was Fiktion. Ein angenehm flüssiger Schreibstil.

— Neuneuneugierig
Neuneuneugierig

Es war nicht so überschwänglich mitreißend, wie erwartet....aber vieles war gut!

— Miamou
Miamou

Faszinierend, Erschütternd, Mitreißend.

— Suska
Suska

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  • Themen
  • Wenn man den Anfang übersteht, erwartet einen eine wirklich tolle Erzählung

    Honigtot
    Mlle-Facette

    Mlle-Facette

    15. September 2017 um 09:38

    Man darf sich nicht vom lahmen Anfang beirren lassen. Dieser wirkte auf mich abgedroschen und öde und ich war kurz davor aufzugeben. Ein Glück, dass ich das Buch während einer Zugfahrt las und den schlechten Anfang der Langeweile vorzog. Denn die Erzählung der Vergangenheit die dann schließlich folgt ist wirklich großartig!Lasse ich Anfang und Ende also außen vor, dann ist es eine wirklich gute und lesenswerte Geschichte, mit tollen Charakteren und interessanten und spannenden Entwicklungen. Und das alles so authentisch beschrieben, dass man sich wirklich in die Zeit zurück versetzt fühlt.

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  • Die totale Enttäsuchung

    Honigtot
    Linatost

    Linatost

    Eins der schlechtesten Bücher die ich seit langem gelesen habe! Die ganze Geschichte ist für mich total unausgewogen. Es beginnt mit einem wirklich langen und teilweise sehr langweiligen Teil über die Mutter, die immer wieder versucht ihre Flucht aus Nazi Deutschland zu planen. Das sie ein ums andere mal scheitert ist eher nervtötend als spannend. Als sie starb fragte ich mich schon, ja und jetzt? Die ganze Geschichte wurde um die Mutter aufgebaut und die ist jetzt tot?Dann machte das Buch eine 180 Grad Kehre und alles drehte sich um die Tochter. Anfangs dachte ich schon oh, jetzt wird es spannend. Die Szene der beiden Brüder kurz nach der Beerdigung ist für mich der gelungenste Teil des Buches. Aber nein... die Autorin ist einfach keine große Erzählerin. Versteht mich nicht Falsch, eigentlich finde ich die Story von dem SS Mann mit seiner perversen Affinität zu den Frauen der Familie und wie er deren Glück zerstören will, sehr originell. Nur leider wurde es völlig gegen die Wand gefahren.Das aller Schlimmste jedoch an dem Buch sind die unaufgeklärten Geheimnisse und Anspielungen. Es wurden viele Worte darum verloren, doch am Ende ging es völlig unter. !!! Achtung Spoiler!!! So z.B. das Verschwinden des Vaters. Was nun mit ihm passiert ist wurde am Ende in einem Satz erwähnt und nach allem was man vorher so erfahren hat, hatte ich wirkliche bedenken ob es die Wahrheit war oder er sie nur verletzen wollte. Dafür, dass sich das Mysterium nun über das ganze Buch gezogen hat, war ein Satz wirklich sehr, sehr mager!Eine Sache die ich noch sehr deplaziert fand, war der Einstieg in die Geschichte. Die Tochter die irgendwie ihren Verlobten verlassen will und dann aber doch erstmal ihre Mutter finden muss. Eigentlich vermutet sie diese in einer Kirche (wo sich sich wohl früher schon öfter mal für Tage verkroch) dann aber doch in Rom findet, in einem Hotel in Bilder und Artikel vertieft... Ja... Ich weiß auch nicht was die Autorin sich dabei gedacht hat, da diese Story keine weitere Behandlung während des Buches findet. Nur am Ende wird das ganze, sehr kitschig, zum Guten aufgelöst. Dem Buch hätte eine ordentliche Kürzung sehr gut getan. Leider wurde es dem Leser nicht vergönnt.

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    • 2
    hannelore259

    hannelore259

    29. August 2017 um 09:08
  • Sehr spannend und berührend

    Honigtot
    Mariel

    Mariel

    18. August 2017 um 17:38

    Ich habe das Buch verschlungen.

  • Ein historisch interessantes Buch, was sein Potenzial durch zu viele Längen verschenkt.

    Honigtot
    JulieMalie

    JulieMalie

    01. August 2017 um 22:38

    "Honigtot" von Hanni Münzer erzählt die Familiengeschichte der jungen Amerikanerin Felicity, die sich in Rom auf die Suche nach ihrer Mutter macht und dabei auf die quälenden Geheimnisse ihrer Familie trifft. Mich persönlich konnte das Buch bzw. sein Aufbau nicht überzeugen. Hanni Münzer erzählt in diesem Roman nicht nur eine Geschichte, sondern gleich drei. Das kann toll sein, in diesem Buch führt es aber leider nur dazu, dass sich die Handlung unendlich in die Länge zieht und man das Interesse an der eigentlich historisch interessanten Handlung zwischenzeitlich komplett verliert. Nicht nur, dass viel zu viele Personen in dem Buch auftauchen, von denen man nicht weiß, ob sie für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind, auch die Gedankensprünge der Protagonisten zwischen der Vergangenheit und der Zukunft fordern von dem Leser eine hohe Aufmerksamkeit und viel Konzentration. Manchmal fiel es mir schwer, den roten Faden der Geschichte wiederzufinden. Hinzu kommt, dass ich oft das Gefühl hatte, dass die Figuren in ihren Gedanken von dem eigentlich wichtigen Geschehen abweichen und mir Informationen vermitteln, die ich für die Handlung des Buches überhaupt nicht brauche. In den zahlreichen, überflüssigen Details sehe ich den Hauptgrund für die Langatmigkeit des Romans. Dennoch muss ich auch sagen, dass die Geschichte gegen Ende noch einmal Fahrt aufnimmt und ich das Buch auf den letzten Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich wünschte, so wäre es mir mit dem gesamten Buch gegangen. Ein weiteres Hauptproblem bestand für mich in der Art und Weise, wie Felicity's Familiengeschichte aufgedeckt wurde. Statt einfach nur das Tagebuch der Großmutter abzudrucken hätte ich es schöner gefunden, wenn die Protagonistin selbst recherchiert hätte, um die Historie ihrer Vorfahren selbst aktiv herauszufinden. So wäre Felicity vermutlich nicht zu einer Randfigur des Buches geworden. Dennoch gibt es auch einige Punkte, die mir an dem Buch gefallen haben. Zum einen sind das die historischen Fakten, die man quasi im "Vorbeilesen" vermittelt bekommt. Dadurch liest man nicht nur einfach eine Geschichte, sondern schult auch noch seine Allgemeinbildung. Leider war es aber insbesondere am Anfang so, dass ich mich manchmal gefühlt habe, als würde ich ein Geschichtsbuch lesen. Aber auch dieser Eindruck verflüchtigte sich gegen Ende des Buches. Weiterhin war der Schreibstil der Autorin, bis auf die zwischenzeitlichen Sprünge, angenehm zu lesen. Einen Pluspunkt bekommt das Buch von mir für die Figuren, die an reale Persönlichkeiten des Naziregimes angelehnt sind. Dadurch bekommt die Geschichte einen sehr interessanten Realitätsbezug. Fazit: "Honigtot" erzählt eine historisch sehr gut aufgearbeitete und interessante Geschichte, die einen den Zweiten Weltkrieg aus einer sehr nahen Figurenperspektive erleben lässt. Leider konnte mich der Aufbau und der Detailreichtum des Buches gar nicht überzeugen. Ich möchte aber trotzdem gerne ein weiteres Buch von Hanni Münzer lesen, schon allein weil ich dadurch die Weltgeschichte auf eine besondere Art und Weise kennenlernen kann.

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  • Stimmte mich nachdenklich...

    Honigtot
    Mrs-Jasmine

    Mrs-Jasmine

    20. May 2017 um 19:48

    Die erste Hälfte des Buches stimmte mich sehr nachdenklich! Die andere Hälfte war mitreißend und spannend! Aber leider war Marlene ab der zweiten Hälfte, meines Erachtens nach, doch irgendwie die Hauptperson. War trotzdem super zu lesen. Hätte mir allerdings gewünscht das die Hauptprotagonistin das ganze Buch über Hauptperson bleibt. Deswegen einen Stern abzug. Ansonsten war es wirklich toll zu lesen und vor allem hat es mich auch nachher noch sehr beschäftigt!

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  • Vier Generationen, eine Geschichte...

    Honigtot
    Miamou

    Miamou

    17. March 2017 um 10:15

    Mit „Honigtot“ hat Hanni Münzer den ersten Teil ihrer Reihe vorgelegt und mit dem Wissen, dass es noch Nachfolger (einer kam ja schon im Herbst des letzten Jahres) geben wird, geht man vielleicht ein wenig anders an die ganze Geschichte heran. Denn, um das Pferd mal von hinten aufzuzäumen, am Ende des Buches bleibt doch einiges offen, was nur logisch erscheint, da es schließlich noch Stoff für Nachfolgebände geben muss. Es überrascht daher nicht so, dass das Buch nicht vollständig in sich geschlossen wird, besonders was Marlene betrifft, von der ja der gesamte zweite Teil der Reihe handelt. Aber zurück auf Anfang: Die Geschichte beginnt in Amerika, wo Felicitys Großmutter nach längerer Krankheit verstirbt. Ihrer Tochter und ihrer Enkelin hat sie ein Manuskript über ihr Leben hinterlassen, jedoch in hebräischer Sprache. Zusätzlich noch einen Hinweis der Rom betrifft. Ohne viel Federlesens macht sich Felicity Mutter, nachdem sie das Manuskript gefunden hat, mit diesem auf nach Rom. Felicity reist ihr hinterher und die beiden Frauen treffen auf Pater Simone, der den hebräischen Text ins Deutsche übersetzt. Dabei lernen Felicity und ihre Mutter Martha die Vergangenheit ihrer beiden Vorfahrinnen kennen. Eine Vergangenheit, die in die Zeit der Naziherrschaft und des zweiten Weltkriegs führt. Die eigentliche Geschichte wird, wie fast erahnbar, in einer großen Rückblende erzählt. Zunächst landet der Leser in einem ziemlichen Familienidyll. Elisabeth, eine große Sängerin ihrer Zeit und die Urgroßmutter von Felicity, heiratet den Arzt Gustav. Sie leben in einem Nobelviertel von München, können sich Mägde und Köche leisten, sind hoch angesehen und bekommen zwei entzückende Kinder. Deborah, die Großmutter von Felicity, und Wolfgang. Doch sehr schnell wirft die Machtergreifung Hitlers ihre Schatten voraus, den Gustav ist Jude und daher Staatsfeind Nummer 1. Die Familie plant die Flucht, wobei Gustav vorreisen soll und einige Tage später als verschollen gilt. Elisabeth, die bis dorthin in ihrer Blase aus Glamour und Reichtum gelebt hat, muss sich plötzlich auf die Beine stellen und um die Sicherheit ihrer Kinder kämpfen, lernt dabei den Nazi Albrecht Brunnmann kennen, der sich sehr für sie einsetzt. Besonders die erste Hälfte der Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Mit viel Charme führt Hanni Münzer ihre Leser in diese Generationengeschichte ein. Elisabeth ist noch sehr jung und naiv als sie heiratet. In Gustav sieht sie ihren geliebten Ehemann, aber auch ihre Stütze und ihren Beschützer. Als dieser plötzlich wegfällt, muss sie alleine weiterkämpfen und ich gestehe, dass ich vor ihrem Mut das zu tun, den Hut ziehe. Man nimmt ihr diese Verwandlung der naiven Diva zur Kämpferin doch ab, weil sie plötzlich nicht mehr anders kann und die Sorge einer Mutter, die ihre Kinder, die wohlgemerkt ja auch Halbjuden sind, sie einfach dazu antreibt alle Hebel in Bewegung zu setzen. Zugegeben waren diese öfter angedeuteten Fluchtversuche dann etwas, dass sich immer wieder erfolglos wiederholt hat und die Gründe warum es nicht funktioniert hat, waren nicht sehr spektakulär, nichts desto trotz fand ich Elisabeth als Kämpfernatur doch sehr sympathisch. Dass sie sich schlussendlich dazu entschieden hat ihren vermeintlichen Retter Albrecht Brunnmann zu heiraten…nun, ich finde es immer unfair im Nachhinein darüber zu urteilen. Aus heutiger Sicht ist es leicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu sagen „wie konnte sie nur“. Wir haben das Glück nicht in dieser Situation zu sein, wer weiß, wie weit wir für unsere Familie und unsere Freunde gegangen wären.Im Klappentext ist vermerkt, dass sie sich mit Albrecht Brunnmann den Teufel ins Haus geholt hat, was man natürlich so unterschreiben kann. Denn er hat nicht nur ein Auge auf die Mutter, sondern auch auf die Tochter geworfen und sehr perfide legt er einen Plan an, wie er sich auch die Tochter zu Eigen machen kann. Ab diesen Zeitpunkt zeigte das Buch für mich dann deutliche Schwächen auf. Deborah wird von Albrechts Bruder wie ein Lamm zum Schlachten geführt und ich fand das alles sehr theatralisch und irgendwie gar nicht passend. Plötzlich darf sie mit Albrecht um die halbe Welt reisen und während er zu Beginn ihrer Reise ständig an ihr klebt (und es passiert natürlich auch das, was passieren muss), verschwindet Albrecht dann immer mehr aus der Handlung und tritt nur mehr gegen Ende kurz aber gewaltig in Erscheinung. Wohin die Autorin mit Deborah eigentlich hin wollte, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Für mich konnte sie sich nicht wirklich entscheiden, ob Deborah das glamouröse Naziliebchen oder eine mutige Widerstandskämpferin werden sollte. Für mich war sie beides nicht, weswegen ich mir mit ihr besonders schwer tat. Zudem hat sich für mich die Handlung in der zweiten Hälfte sehr zerrissen. Plötzlich waren da enorme Zeitsprünge und man konnte daher die Entwicklung der Figuren nur sehr schwer nachvollziehen. Viele Szenen (bspw. die am Krakauer Marktplatz oder das Geplänkel zwischen Deborah und Jakob) fand ich mehr als unnötig und ich bekam das Gefühl, dass die Handlung somit nur künstlich in die Länge gezogen wurde. Andere Szenen, die für die Handlung an sich um einiges wichtiger und auch für den Leser (zumindest war das bei mir der Fall) weitaus interessanter gewesen wären (weil sie eben des Pudels Kern getroffen hätten), wurden oft nur in ein oder zwei Sätzen abgehandelt (bspw. wo Vater Gustav ist oder was Albrecht Brunnmann tatsächlich für eine hässliche Aufgabe hat). Gut recherchiert hat Hanni Münzer auf jeden Fall, was die wahren Begebenheiten der Naziherrschaft betrifft. Sie lässt viele geschichtliche Hintergründe gekonnt in die Handlung einfließen, spart jedoch leider, leider auch nicht damit den moralischen Zeigefinger zu erheben, was ich, wie bereits erwähnt, im Nachhinein gesehen immer als sehr problematisch empfinde. Der Schreibstil ist gut und sehr flüssig. Die Autorin kann die Schauplätze außergewöhnlich und sehr bildgewaltig beschreiben.Schlussendlich hat Hanni Münzer aber auch eine schöne Botschaft an uns, nämlich „dass die Liebe die Welt heilen kann“ und wie fragil wir eigentlich unterwegs sind, um die Welt nicht noch einmal in ein Chaos eines Weltkrieg stürzen. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an das Buch, da es in der Öffentlichkeit auch wirklich hoch gelobt wurde. Jetzt zu sagen, dass sie nicht erfüllt wurden, wäre zu brutal, aber besonders nach der ersten Hälfte hat die Handlung für mich an Glaubwürdigkeit und Logik nachgelassen. Vieles war gut, anderes weniger.

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    • 3
  • Schlimmes aus der Vergangenheit mit Feingefühl beschrieben

    Honigtot
    LisaTorberg

    LisaTorberg

    14. February 2017 um 10:18

    Selbst für Betroffene, die einen Teil ihrer Familie in den beschriebenen Zeiten verloren - und somit nie kennengelernt - haben, ist dieses Buch eine positive Lektüre. Hanni Münzer beschreibt mit viel Feingefühl und Takt Greueltaten und Ereignisse aus einer nicht allzu fernen Vergangenheit. Meine absolute Leseempfehlung.

  • Ein absolut faszinierender Roman!

    Honigtot
    Gosulino

    Gosulino

    09. February 2017 um 11:45

    Felicity und ihre Mutter finden im Nachlass der Großmutter Hinweise auf deren deutsche Wurzeln. Die beiden beginnen in Rom, mit Hilfe eines Priesters, Nachforschunen anzustellen. Die Großmutter hinterließ ein Tagebuch in Romanform und erzählt die erschütternde Geschichte ihrer Familie im Nazi-Deutschland. Angefangen mit ihren Eltern Gustav und Elisbeth. Gustav, ein Jude und Elisabeth, eine berühmte Opernsängerin, leben mit ihren Kindern Deborah und Wolfgang in München. Als Hitler die Macht ergreift, wird die Familie in einen Sog der Gewalt hineingerissen. Obwohl der Vater auf der Flucht verschwindet, lässt sich Elisabeth nicht unterkriegen und kämpft für ihre Kinder um ein erträgliches Leben. Bis in höchste Nazikreise kämpft sie sich vor, um etwas zum Verbleib Gustavs herauszufinden, aber ihre Kinder sind Halbjuden und die Gefahr ist überall greifbar. Ihre Tochter Deborah versucht, nach dem Tod der Mutter die Familie weiter zu schützen und lernt bald eine junge Frau kennen, die im Widerstand arbeitet. Als sie die Gewalt des Nazi-Regimes am eigenen Leib spürt entschließt sie sich, ebenfalls gegen diese grausame Regierung zu kämpfen. Hanni Münzer hat mit ihrem Roman Honigtot und einem genialen Schreibstil ein wahres Kopfkino geschaffen. Man ist mittendrin im Geschehen und leidet, fiebert, freut sich mit den Protagonisten und ist entsetzt über all die Gräuel, die in dieser wohl dunkelsten Zeit unseres Landes geschehen sind. Ein wundervoller Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich hoffe, es werden noch viele folgen.

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    • 2
  • Ergreifende Familiengeschichte

    Honigtot
    BookfantasyXY

    BookfantasyXY

    03. February 2017 um 17:40

    Felicity Benedict und ihre Eltern leben in den USA. Aber eigentlich stammt Felicitys Mutter Martha aus Deutschland. Als Felicity eine Reise nach Kabul unternehmen will, verschwindet ihre Mutter plötzlich nach Italien. Gerade ist die Großmutter Maria verstorben. Marias Tod scheint der Auslöser für Marthas plötzliche Reise nach Italien zu sein. Somit bricht Felicity ihre Reise nach Kabul ab, und reist ihrer Mutter nach Rom hinterher. Dort findet sie ihre Mutter und nach einigen Recherchen findet sie Pater Lukas, der den beiden von einem Brief erzählt und ihn für sie übersetzt. Diesen Brief schrieb Maria – Felicitys Großmutter an ihre Mutter. Der Brief erzählt aus der Vergangenheit von Marthas Mutter und Großeltern. Eigentlich hieß die Großmutter Deborah und nicht Maria. Des Weiteren erfahren die beiden Frauen eine erschreckende und schicksalhafte Familiengeschichte, letztendlich auch das Leben von Felicity beeinflusst. Hanni Münzer beschreibt in ihrem ersten Roman das Leben von starken Frauen aus vier Generationen, wobei die Ur-Enkelin Felicity in der Gegenwart nur am Anfang und Ende des Romans eine Rolle spielt. Hauptsächlich steht Felicitys Großmutter Maria im Mittelpunkt. Nachdem die Autorin zu Beginn des Romans die Gegenwart erzählt, indem Felicitys Mutter Martha plötzlich von den USA – wo Felicity und ihre Eltern leben – nach Italien aufbricht, wird der Roman in einer Zeit erzählt, die man heute nicht mehr erleben möchte. Es sind die 1930er Jahre in Deutschland, A. Hitler kommt an die Macht und im Umfeld von Felicitys Ur-Großeltern passieren viele Ereignisse. Zunächst erfährt man über das glücklich verheiratete Ehepaar Elisabeth und Gustav, die zwei Kinder bekommen – die Tochter Deborah und den Sohn Wolfgang. Allerdings wirkt sich die Machtergreifung Hitlers auf die Familie aus, weil Gustav Jude ist. Gustav verschwindet eines Tages und seine Familie muss sich den Demütigungen und Schicksalen unterwerfen. Vor allem die Tochter Deborah – Felicitys Großmutter – leidet sehr unter den Kriegsjahren. Hanni Münzer konstruierte starke Figuren, die häufig nicht widersprüchlicher sein können. Gut und Böse stehen sich oft gegenüber. Man wünscht sich während des Lesens gerne Frieden, und dass sich diese Zeit in der Gegenwart sich nicht wiederholt. Die Geschichte selbst wird so authentisch erzählt, dass man glaubt, diese Familie existierte tatsächlich. Einzige schwäche dieses Romans waren die kleinen Ausschweifungen zu Beginn des Romans. Aber die beeindruckende fortlaufende Erzählung, die eine gewisse Spannung aufgebaut hat, konnte diese Schwäche abmildern. Nach diesem Roman habe ich eine neue tolle Autorin entdeckt. Ihre kommenden Bücher möchte ich unbedingt lesen. Wer also Familiengeschichten mit historischen Hintergründen aus dem 20. Jahrhundert gerne liest, kann ich diesen Roman nur empfehlen. Ebenso bin ich auf ihre kommenden neuen Thriller neugierig, denn die Autorin wagt sich in ein für sie neues Genre.

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    • 6
  • Spannender Ausflug in die dunkelste Zeit deutscher Geschichte

    Honigtot
    Anja_Pilz

    Anja_Pilz

    02. February 2017 um 07:01

    Zum Cover: Wie es der Zufall wollte, hatte ich zeitgleich das Buch einer anderen Autorin zum Lesen da. Das Covermotiv war fast identisch. "Wie ideenlos" dachte ich und meine Freude auf das Buch war entsprechend gedämpft. Zum Buch: Das Buch startet mit den Anfängen der Nazi-Zeit. Der Schreibstil der Autorin hat sich der zeitlichen und familiären Umgebung angepasst. Ich liebe diesen gehobenen Sprachstil der alten Zeit. Ich war schnell in die noch harmonische Familienathmosphäre eingesogen und konnte gut mit den schrecklichen Ereignissen mitfühlen. Der Autorin ist es gut gelungen, die Entwicklung jener Zeit, die Anzeichen, die Anfänge des Grauens und die Hinterhältigkeit darzustellen. Mitten in der Geschichte wechselt sich die Perspektive und die Hauptperson. Ich finde es sehr gelungen, den Roman aus einer weiteren Sichtweise zu lesen. Angefangen von der Naivität eines unbekümmerten Mädchens, welche anfangs alles als ein großes Abenteuer betrachtet. Bis hin zur bitteren Erkenntnissen und dem nackten Überlebenskampf. Es kommen auch ein paar unerwartete Wendungen, jedoch ohne hohe Spannungspunkte. Diese habe ich bei diesem Thema aber nicht sonderlich vermisst, da das Thema selbst den Roman gut ausfüllt. Ich vergebe gerne 4 Sterne und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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  • Familiengeschichte einmal anders

    Honigtot
    dia78

    dia78

    30. January 2017 um 22:35

    Das Buch "Honigtot" von Hanni Münzer erschien 2015 im Piper-Verlag. Als nach dem Tod von Felicitys Großmutter Maria, verschwindet ihre Mutter Martha Benedict überraschend von zu Hause. Alle Spuren führen nach Rom, doch niemand ahnt, welches Geheimnis dort ruht. Eine interessante Reise in die Vergangenheit beginnt. Der Autorin gelingt mit diesem Roman ein sehr fesselndes und auch rührendes Buch. Denn man geht mit den Hauptprotagonisten Felicity und Martha auf Spurensuche in der Vergangenheit. Doch nicht jedes Geheimnis ist so gut, dass man des aufdecken sollte.  Eine interessante Zeitreise in die Welt des Dritten Reiches und den Versuch sein Leben zu verändern und zu retten. Nicht jede Entscheidung sollte gut geheißen werden, doch man sieht hier sehr gut, dass eine Mutter sehr weit geht, um seine Kinder und seine Familie zu schützen. Gehen Sie mit auf eine Entdeckungsreise, welche uns auf verschiedene Kontinente bringt und auch Entscheidungen zeigt, welche einfach nur darauf schließen lassen, das Überleben zu sichern. Lesen Sie es und machen sich selbst ein Bild von der Familie Benedict und ihrem Familienschicksal.

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  • Leserunde zu "Honigtot" von Hanni Münzer

    Honigtot
    YvetteH

    YvetteH

    Hallo zusammen,bei der Insider Top-3-Voting Challenge haben wir beschlossen unsere ausgewählten Bücher zusammen zu lesen.Beginn ist der 01.01.2017Wir lesen mit unserem eigenen Exemplar - es gibt keine Bücher zu gewinnen - und jeder darf mitmachen, auch wenn er (noch) nicht bei der Challenge dabei ist.Wichtig für die Challenge - Teilnehmer:Die Rezension sollte spätestens am 31.01.2017 eingestellt werden, damit ihr euer Los für die Gewinnauslosung am Jahresende erhaltet.Das war´s schon und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

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    • 43
  • Honigtot

    Honigtot
    noita

    noita

    18. January 2017 um 10:45

    Schon lange wollte ich diesen Roman lesen, da er ja schon einige Zeit in den Bestsellerlisten ist und mich neugierig machte. Leider war es dann doch eher eine Enttäuschung. Meine Lehrerin früher hätte gesagt : "Thema verfehlt" ! Gerade mal im letzten Drittel wurde es dann doch noch interessant und spannend, aber irgendwie kam mir das alles vor wie an den Haaren herbeigezogen. Und der Schreibstil war auch nicht so meiner, vor allem die erste Hälfte. Schade !!!

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  • Dramatische Zeiten

    Honigtot
    Smberge

    Smberge

    17. January 2017 um 11:08

    Inhalt: Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird ist die Lebensgeschichte von Felicitas Groß- und Urgroßmutter im München der Jahr 1923-45. Erzählt wird die Geschichte anhand von Aufzeichnungen, in denen Großmutter Debora ihre Erlebnisse beschreibt. Da Deboras Vater Gustav ein jüdischer Arzt ist, sieht sich die Familie der Verfolgung die Nazis ausgesetzt und kämpft ums Überleben. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Sehr eindrücklich wird hier erzählt wie die heile Welt der Sängerin Elisabeth und ihrem Mannes Gustav erste Risse bekommt und dann immer schneller zerbricht. Ich möchte hier nicht weiter auf die Ereignisse eingehen, um nichts von der fesselnden Geschichte zu verraten. Da wir ja heute leider wissen, wie gefährlich die Zeit damals für Juden war, war es für mich sehr nervenaufreibend, die beobachten wie die Familie die Gefahr nicht wahrhaben wollte. Ich wollte ihr immer nur zurufen „Verlasst Deutschland solange es noch geht“. Elisabeth ist eine etwas naive Frau, die sich nicht für Politik interessiert und nur in ihrer Welt der Musik lebt. Es dauert lange bis sie die Gefahr erkennt und handelt. Aber diese Entwicklung war für mich als Leserin sehr nervenaufreibend. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Handlung auf die Tochter Debora umschwenkt wird deutlich welche menschlichen Abgründe sich zeigen können, wenn Menschen die Nöte anderen Menschen ausnützen. Sehr eindrücklich wird das in diesem Buch geschrieben. Ich habe schon einige Bücher über jüdische Schicksale im 3. Reich gelesen, aber dieses war besonders beeindruckend. Besonders der Kontrast der naiven Sängerin, die mit den furchtbaren Realitäten des Lebens in Nazideutschland konfrontiert wird war besonders spannend. Sehr gut kann man hier auch die politischen Entwicklungen verfolgen, deckt die Handlung doch auch schon die Entwicklungen von 1923 an ab, dem Jahr in dem Hitler seinen Putschversuch unternommen hat. Dieses Buch ist ein absolute Leseempfehlung. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und gut zu lesen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch wenn die mir zum Teil etwas zu weltfremd waren. Ein fesselnde Geschichte mit einem tiefen Blick in die menschlichen Abgründe.

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  • Eine Geschichte aus der NS-Zeit

    Honigtot
    histeriker

    histeriker

    08. January 2017 um 20:18

    Inhalt:Marias Mutter ist gestorben und Maria entdeckt eine Schachtel mit Zeitungsausschnitten. Sie entscheidet sich, die Geschichte ihrer Mutter zu erfahren. Auch ihre Tochter Martha würde gerne etwas über ihre Familie erfahren.Bewertung:Die Geschichte der Familie führt in die Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Da ich mich mit der Zeit gut auskenne, gab es für mich nicht neue Informationen und die historischen Hintergründe waren für mich in der Länge nicht nötig und sogar teilweise störend, da sie (vor allem im dritten Teil) nicht sehr gut in die Geschichte eingebunden waren. Aber ich kann mir vorstellen, dass es für andere Leser interessant und notwendig sein könnte.Die Charaktere waren nett, aber nicht so, dass ich mich mit ihnen identifizieren konnte. Die zwei weiblichen Hauptcharaktere (Elisabeth und Deborah) kamen mir zu naiv vor, auch wenn ihnen schreckliches passiert ist. Die Nazis sind "natürlich" alle böse und negativ dargestellt, was mir zu einseitig vorkommt. Natürlich kann ich es nachvollziehen, aber etwas weniger Schwarzmalerei fände ich gut.Die Beschreibung der Ereignisse ist nicht für schwache Nerven, aber dadurch schon gut dargestellt, beschönigt wurde nichts. Ich habe mich gefreut, dass alle Fragen am Ende des Buches beantwortet wurden, das hat das Buch gut abgeschlossen.

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