Marlene

von Hanni Münzer 
4,5 Sterne bei97 Bewertungen
Marlene
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Neue Kurzmeinungen

Tomatensauceverzauberins avatar

Toller Schreibstil! Das Ende des Buches war zwar wirklich sehr übertrieben (von der Inhaftierten in Auschwitz hin zur Hollywooddiva)- egal �...

Kelo24s avatar

Faszinierende Geschichte nicht nur einer starken Frau , die bewegt, aufwühlt und mich wieder einmal daran erinnert hat, dankbar zu sein

Alle 97 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Marlene"

München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492309479
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.09.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2016 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Neuneuneugierigs avatar
    Neuneuneugierigvor 2 Monaten
    LESEN!

    Nach dem ich Honigtot gelesen hatte, wusste ich Marlene muss folgen. Zugegeben, es hat etwas gedauert. Dafür war es um so schneller verschlungen.
    Marlene ist so real, ihre Geschichte so bizarr und unglaublich, dennoch glaubt man ihr irgendwie jedes Wort und bewundert sie für ihre Stärke. Trotz... nein, lest es selber.
    Extrem viele wichtige Themen gegen das Vergessen
    Hanni Münzer KANN schreiben!

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    RKMs avatar
    RKMvor 6 Monaten
    Atemlos

    Was sich in 'Honigtod' schon abgezeichnet hat, spitzt sich nun dramatisch zu. Absolut bedrückendes Zeitzeugnis, das besonders vor dem Hintergrund aktueller politischer Tendenzen Angst macht. Man möchte nicht glauben, zu welchen Abgründen Menschen fähig sind und wie doch in den schlimmsten Nöten immer noch Hoffnung nicht sterben darf. Am liebsten würde ich alle Fremdenfeinde, Autoritätsherbeisehner und intoleranten Besserwisser zwingen, dieses Buch zu lesen und dann in den Spiegel zu schauen. Eine großartige Mahnung an das menschliche Gewissen und ein Versprechen auf die Kraft der Liebe. Absolutes MUSS!

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    M
    Marielvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch!
    Sehr berührend und mitreißend

    Tolles Buch!

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    Gelindes avatar
    Gelindevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Plädoyer für den Frieden. „Marlene“ ist zwar nur ein Roman, dennoch ist er das Echo wahrer Begebenheiten.
    Marlene

    Marlene, von Hanni Münzer

    Cover:
    Eine hübsche Frau, der ich zutraue im Verborgenen zu agieren.
    Die Kette spielt noch eine wichtige Rolle.

    Inhalt:
    Marlene, eine Frau die in der dunkelsten Zeit Deutschlands Widerstand leistet.
    Sie erinnert sich an diese schreckliche Zeit, aber auch an die wunderbaren Menschen die ihren Weg gekreuzt haben, Menschen die trotz den furchtbarsten Bedingungen ihre Menschlichkeit bewahrt haben.

    Meine Meinung:
    Ein Buch das mich gepackt hat, ich bin regelrecht darin versunken. Wenn es auch manchmal an die Grenzen des für mich ertragbaren war.
    Wie muss es dann erst für die Menschen (und vor allem die Frauen) damals gewesen sein, die diese Hölle durchschreiten mussten – unvorstellbar! Unfassbar!!
    Abgründe öffnen sich! Ein Grauen das durch unmenschliche Grausamkeit, Abartigkeit und Menschenverachtung geschürt und genährt wird.
    Dazwischen einzelne funkelnde Sterne, die allerdings dem furchtbaren Wahnsinn nicht genug entgegenzusetzen hatten und deshalb wie die Nadel im Heuhaufen auf mich wirken. Schlimm wie sich das Menschliche und Gute verstecken musste.
    Die Autorin versteht es auf unkapriziöse Weise uns direkt mitten hinein ins Geschehen zu ziehen. Die Grausamkeiten und die Gewalt, der Wahnsinn und Irrsinn wird nicht verherrlicht, aber sie dringt mir beim Lesen unweigerlich direkt unter die Haut und mitten ins Herz.

    Ein Buch das man atem- und fassungslos liest.

    Autorin:
    Hanni Münzer schrieb sich mit ihrem Roman „Honigtot“ in die Herzen von vielen Lesern. Mit „Marlene“ legt sie nun eine fesselnde Fortsetzung vor (die man aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen kann).
    Die Autorin lebt mit an und Hund im Oberbayern.

    Mein Fazit:
    Zitat:
    Ein Plädoyer für den Frieden. „Marlene“ ist zwar nur ein Roman, dennoch ist er das Echo wahrer Begebenheiten.
    Dem will ich mich absolut anschließen und dem ist auch absolut nichts hinzuzufügen.
    Von mir eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl, also 5 Sterne.

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    lissi91s avatar
    lissi91vor 2 Jahren
    Marlene

    Der Roman 'Marlene' von Hanni Münzer ist im Piper-Verlag erschienen und der Nachfolger des Buches 'Honigtot'. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank!

    Das Buch besticht durch seine schlichte, aber edle Aufmachung.

    Es handelt von der Lebensgeschichte der Marlene Kalten, geborene Anna von Dürkheim, die sich während des 2. Weltkrieges im Widerstand gegen die Nationalsozialisten befindet. Sie muss nach Polen um im Widerstand zu kämpfen. Auf dem Weg dorthin folgt ihr die jugendliche Trudi, die sie mehr als einmal in brenzlige Situationen bringt. Allerdings endet ihre Reise bei einem Nazischergen, der sie aufgrund ihrer aristokratischen Familiengeschichte zur Hochzeit zwingt. In der Hochzeitsnacht wird er durch Trudi ermordet, die sich unter dem Ehebett versteckt hat. Marlene und Trudi hoffen zu entwischen, doch Marlene wird von Albert Brunnmann und seinen Gehilfen gefasst und landet im KZ Auschwitz. Dort muss sie sich einem Lager-Bordell unterordnen um zu überleben. Sie schließt Freundschaft mit dem Lagerarzt Peter Friehling und verliebt sich in ihn. Mit ihm und ihren ehemaligen Freund Ernst plant sie einen Anschlag auf Hitler und seine Gefolgsleute. Bei diesem Anschlag wird Peter in einem Zugtunnel verschüttet.
    Sie kann aus dem Lager Auschwitz fliehen und versteckt sich mit Ernst in einer Kirche. Als das Lager von der Roten Armee befreit wird, zieht es Marlene dort hin zurück um Trudi zu suchen und sich um die Organisation zu kümmern.
    Später flüchtet sie nach Deutschland und landet in Wiesbaden. Von dort sucht sie ihre Großmutter und lernt einen amerikanischen Allierten kennen, der sie aushorcht und ihre Vergangenheit zu Brunnmann wieder hervorholt. Sie hat das Gefühl die Vergangenheit wendet sich gegen sie, denn die Amerikaner glauben ihr nicht. Sie vermuten Marlene stecke mit den Nazis unter einer Decke. Außerdem taucht Deborah wieder auf und Trudi macht in ihrer pubertären Leichtsinnigkeit nur Ärger...

    Das Buch ließ sich wunderbar leicht lesen. Allerdings gab es wieder dasselbe Problem wie bei 'Honigtot', nämlich dass der Anfang etwas zäh war. Die gesamte Geschichte der Zugfahrt ging mir etwas zu lang und unspektakulär. Allerdings lohnt sich das weiterlesen, denn ab ihrer Gefangenschaft und der Hochzeit mit dem Nazi-Schergen lief die Handlung sehr flüssig und spannend. Hanni Münzer hat einen angenehmen Schreibstil und ich liebe Ottilies Bayrisch!

    Man merkt wie die Kaltblütigkeit und Abgestumpftheit von Marlene nach und nach abflaut. Sie ist im Laufe der Geschichte in der Lage sich komplett zu verlieben und ruhiger zu denken. Man merkt dass sie der Krieg und das Leben im Lager langsam zermürbt. Und trotzdem ist sie eine unglaublich starke Frau, bis zum Ende ihres Lebens. Sie war mir sehr sympathisch. Auch Jolanta und Peter habe ich sehr ins Herz geschlossen und die Person um Albrecht Brunnmann ist sehr gut beschrieben.

    Für das Buch vergebe ich 4 von 5 Sternen, da mir leider der Einstieg zu zäh war. Im Großen und Ganzen war die Geschichte tatsächlich ein wahres Kopfkino, dass einen nicht so schnell loslässt.

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    Gosulinos avatar
    Gosulinovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gute Fortsetzung, reicht aber dennoch nicht ganz an Honigtot ran.
    Schöne Fortsetzung von Honigtot

    Marlene knüpft direkt an Honigtot an, lässt sich aber auch als eigenständiger Roman lesen.

    Marlene Kalten, die seit ihrem 16. Lebensjahr während des zweiten Weltkriegs im Widerstand arbeitet, kommt nach einer Rückenverletzung durch Folter langsam wieder auf die Beine und nimmt ihre Tätigkeit als Widerstandskämpferin wieder auf.

    Schon bald ist sie in gefährliche Operationen verstrickt und sie wandelt ständig auf dem schmalen Grad zwischen Leben und Tod. Viele Menschen kreuzen ihren Weg, aber ihre bittersten Erfahrungen macht sie im KZ Auschwitz, wo ihr allerdings auch ihre große Liebe begegnet. Dennoch gelingt es ihr und einer Gruppe Frauen, die grausamen Zustände zu besiegen. Aber nach dem Krieg wird es nicht leicht, sich wieder ein neues Leben aufzubauen.

    Hanni Münzer hat mit Marlene wieder einen sehr eindrucksvollen Roman geschrieben, der einem die Schrecken des Krieges sehr nahe bringt.

    Allerdings war mir die Heldin manchmal zu heldenhaft, denn es war teilweise schon etwas unglaubwürdig, dass sie immer wieder überlebt. In der Mitte weist der Roman auch einige Längen auf, aber zum Ende hin wird der Handlungsfluss wieder stimmig. Dennoch ziehe ich dafür einen Stern ab.

    Alles in allem eine gelungene Fortsetzung und auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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    Seelenlesezeichens avatar
    Seelenlesezeichenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bewegende, emotionale und berührende Fortsetzung
    Rezension "Marlene"

    Das Cover des Buches ist wie auch schon bei „Honigtot“ sehr schlicht, es zeigt eine junge Frau, welche Marlene sein könnte.
    Die Geschichte beginnt 2012, Marlene, welche mittlerweile über 90 ist, schreibt gerade an ihrer Biografie. Einige Freunde und ihre Familie ist zusammen gekommen um sich ihre Geschichte anzuhören. Diese beginnt ihm Jahr 1944, als Marlene vor dem zerbombten Prinzregentenplatz steht und ihre Freundin Deborah und ihren Bruder Wolfgang für tot hält. Sie beschließt nach Frankreich zu gehen, aber noch in München trifft sie auf die junge Trudi, welche auch Spionin ist. Zusammen mit ihr macht sie sich auf den Weg nach Warschau um dort weiter für den Widerstand zu kämpfen. Zusammen mit Marlene begibt sich der Leser auf eine emotionale und aufwühlende Reise in ihre Vergangenheit. 
    Der Schreibstil ist wie auch schon in „Honigtot“ angenehm, soweit man bei der Thematik von angenehm sprechen kann und sehr bildlich. Während des Lesens, hat man das Gefühl, dass einige Jahre vergehen, was allerdings nicht der Fall ist, Marlene erlebt die ganzen Sachen innerhalb eines Jahres. Hanni Münzer beschreibt die Charaktere sehr genau, wodurch sie ein Gesicht bekommen. Marlene kommt dem Leser in der Geschichte als sehr abgebrüht, kaltherzig, hart und stark vor, dies zieht sich durch das ganze Buch, aber in einigen Situationen und besonders am Ende des Buches merkt man, dass sie eigentlich gar nicht so kaltherzig ist wie sie sich gibt, was sie auch wieder sehr authentisch gemacht hat.Im Laufe der Geschichte tauchen immer wieder Personen aus „Honigtot“ auf, ob negative als auch positive. Einige lose Fäden, welche es schon in „Honigtot“ gab, führen am Ende von „Marlene“ zusammen, was mir sehr gut gefallen hat. 
    Anders als bei „Honigtot“ fand ich, dass Hanni Münzer bei „Marlene“ die Situationen nicht zu detailliert beschrieben hat, was ich sehr gut fand. 
    Fazit
    In „Marlene“ geht eine sehr emotionale, bewegende Geschichte, welche sehr zum Nachdenken anregt, weiter. Das Buch bekommt von mir 5/5 Punkte. 

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    Anja_Pilzs avatar
    Anja_Pilzvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der mutige Kampf einer jungen Frau gegen das Naziregime in den dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte
    Toller Roman mit historischem Hintergrund

    Schon das erste Buch "Honigtot" war toll zu lesen. Das Buch "Marlene" führt nun die Geschichte der selbstbewussten Widerstandskämpferin fort. Zum Cover: Das Cover passt gut zum Buchinhalt. Es gibt einen kleinen Blick darauf, wie Marlene vielleicht ausgesehen haben könnte. Die Ankerkette fiel mir gleich auf und findet sich auch als Teil der Geschichte wieder. Zur Geschichte: Durch den ersten Teil "Honigtot" habe ich schon eine Vorstellung von der Frau Marlene gehabt. Nun schreibt dieses Buch ihre Geschichte fort. In der Geschichte finde ich es gut dargestellt, in welcher tragischen Zwickmühle sich manche Menschen befanden. Stille Helfer, die offenkundig zum Regime gehörten, jedoch ihren Beitrag geleistet haben, um das Leid zu mildern oder versteckte Hilfe zu leisten. Marlene selbst hat den Krieg überlebt. Die Darstellung, mit welchen Schwierigkeiten und Vorurteilen die Opfer auch noch nach dem Krieg zu kämpfen hatten, ist sehr gelungen. Auch ist toll rausgearbeitet, dass im Krieg Dinge geschehen, die erzwungen worden oder die einfach dem nackten Überleben gedient haben. Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen und ich war schon nach wenigen Seiten in der Story drin. Dafür gibt es gerne 5 Sterne.

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 2 Jahren
    „Freunde sind der Kitt, der das Leben zusammenhält“

    Wir schreiben das Jahr 2012 und Marlene Kalten ist nun über 90 Jahre alt. Sie lebt in Krakau-Kazimierz und schreibt gerade an ihrer Biografie. Marlene hat einige Freunde und Wegbegleiter eingeladen und erzählt ihnen nun ihre Lebensgeschichte. Sie beginnt am 21. Juli 1944, als sie vor den Ruinen des Prinzregentenplatz 10 in München steht. Und ihre Freunde Deborah und das Wolferl für tot hält. Marlene beschließt nach Frankreich zu gehen. Doch dann trifft sie auf die 15-jährige Gertrude – „Trudi“ genannt. Sie ist ebenfalls eine jüdische Spionin und gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Warschau, um für den Widerstand zu kämpfen.

    Marlene ist der zweite Teil der Honigtot-Saga. Es empfiehlt sich auf jeden Fall zuerst „Honigtot“ zu lesen. Denn viele Personen treten in „Marlene“ wieder ans Licht. Und so manch ein Erzählstrang wird wieder aufgenommen und aus einer anderen Perspektive erläutert. Und es werden noch unaufgeklärte Dinge aus dem ersten Teil aufgelöst. Es wird einige Überraschungen geben!

    Der Roman „Marlene“ befasst sich mit dem Thema des jüdischen Widerstandes während des zweiten Weltkrieges. Dies tut er nicht nur auf erzählerische, sondern durchaus auch auf spannende Weise.

    Beim Lesen dieses Romans hat man das Gefühl Marlene würde einige Jahre erleben, doch tatsächlich spielt sich die gesamte Geschichte innerhalb eines Jahres ab. Der Leser taucht mit Marlene in die Zeit zwischen Sommer 1944 und Ende des Krieges 1945 ein. Dieser Roman gehört zu Recht in die „Kopf Kino Edition“. Denn man befindet sich selbst, nach wenigen Seiten, auf den Straßen Kriegsdeutschlands und -polens. Marlene gibt sich ganz dem jüdischen Widerstand her. Das zeigt sich auch durch ihre Aussage gegenüber Trudi auf Seite 81: „Mein Leben und dein Leben sind nicht wichtig. Was wichtig ist, ist die Sache, für die wir kämpfen.“ Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Zitate von Menschen und Akteuren dieser Zeit, sowie von Fakten oder realen Geschehnissen. Dies finde ich sehr hilfreich, um einordnen zu können, was Fiktion und was Realität ist. Auf mich hat der Roman einen sehr authentischen Eindruck gemacht.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und auch bildlich. Auch das verstärkt den oben genannten Kopf-Kino-Effekt. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und erhalten ein Gesicht. Es ist Hanni Münzer gelungen, die „Guten“ und „Bösen“ so zu charakterisieren und zu beschreiben, dass sie sympathisch beziehungsweise unsympathisch wirken. Die etwas derbere Sprache von Marlene (z.B. auf S. 14 „…bei meinen feministischen Eiern packen.“) sei ihr aufgrund ihres Erlebten verziehen. Außerdem wirkt sie so härter und abgebrühter, was für ihre Aufgabe als Spionin sicher sehr nützlich ist. Auch die meist sehr nachdenklichen und weise anmutenden Aussagen von ihr gefallen mir sehr. Zum Beispiel auf Seite 57: „[Aber] ein Frieden, der durch Töten erreicht wird, ist ein schrecklicher Frieden.“ Auch Ottilie, die dem Leser noch aus dem ersten Teil sehr präsent ist, ist wunderbar umgesetzt und sehr sympathisch. Ihr bayrischer Akzent und ihr eher bäuerlich, naives oder auch etwas „dümmliches“ Verhalten macht sie, wie es auch im Roman steht, zu einem Original.

    Eine Passage am Ende des Buches hat mich sehr berührt, da sie auch heute (leider) noch sehr aktuell ist. Seite 527: „Frage: Warum werden Milliarden für stetig effizientere Waffen ausgegeben, anstatt dieses Geld in Bildung zu investieren und in die Bekämpfung von Fluchtursachen? Antwort: Weil Krieg das größere Geschäft ist. Es zählt das Geld, nicht die Menschenleben.

    Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen und ich habe nichts an ihm auszusetzten. Deshalb erhält er von mir fünf von fünf Sternen.

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    Losnls avatar
    Losnlvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Roman, der für den Frieden plädiert. Geht unter die Haut und regt zum Nachdenken an, vor allem in der heutigen Zeit.
    Lesenswert!

    „Marlene“ ist ein Buch, welches mich wahrlich fesselte und zum Nachdenken anregte.

    Es versammeln sich, wenige Familienmitglieder, Weggefährten und Gäste um Marlene, denn diesen Auserwählten, erzählt sie ihre Lebensgeschichte als Spionin im 2. Weltkrieg.
    Die Widerstandskämpferin Marlene ist entschlossen, dem Krieg ein Ende zu bereiten. Auf ihrem Weg begegnet sie verschiedenen Menschen und sogar ihrer großen Liebe. Die Chance, eventuell Millionen Menschen zu retten und den Verlauf des Krieges zu ändern, müsste ihre große Liebe sterben....

    „Marlene“ ist der zweite Band, der direkt an „ Honigtod“ anknüpft. Ich habe den ersten Band nicht gelesen und fand dennoch einen sehr guten Einstieg in das Buch. Auch ohne Vorkenntnisse, taucht man sofort in Marlenes Geschichte ein.
    Das Buch beschreibt den Lebensweg einer jungen, starken Frau, die mit allen Mitteln versucht, dem Krieg ein Ende zu bereiten. Dabei gerät Marlene oft in sehr schwierige und lebensbedrohliche Situationen. Auch begegnen ihr auf ihrem Weg, die unterschiedlichsten Menschen. Doch wem kann sie vertrauen?
    Sehr ausführlich und beeindruckend, beschreibt Hanni Münzer die Zustände der damaligen Kriegs, - und Nachkriegszeit. 
    Vor allem Marlenes Aufenthalt, im KZ Lager Auschwitz ging mir unsagbar ans Herz. Die sehr bildliche und anschauliche Darstellung, war für mich sehr schockierend.
    Aber auch die Zitate und Briefe ( Kriegssplitter ) zum Anfang eines jeden Kapitels, muss ich lobend erwähnen. Diese waren sehr interessant und aufschlussreich.

    „ >>Von unserer Lage wissen wir eben nicht viel oder so viel wie nichts. Wir sehen, dass es vorne schießt, und hören, dass hinter uns geschossen wird, dazwischen Ermunterungsparolen. Leb wohl, mein Liebstes.<< Brief des Soldaten Walter Gehr, Januar 1943, Stalingrad “

    Hanni Münzer hat hier einen Roman vorgelegt, der wahrlich unter die Haut geht, zum Nachdenken anregt und das Ziel verfolgt, die Kriege dieser Welt zu stoppen. 
    Ein echter Lesegenuss, den ich nur weiter empfehlen kann.

    Kommentare: 1
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    "Der Tod war überall gegenwärtig, sie sah ihn, sie roch ihn, sie hasste ihn."

    Fans von historischen Romanen mit starken und mutigen Frauen aufgepasst!
    Am 01. September ist es so weit: "Marlene", der sehnlichst erwartete zweite Teil der Honigtot-Saga der Bestsellerautorin Hanni Münzer, erscheint. Habt ihr Lust, in das turbulente München des Jahres 1944 entführt zu werden? Möchtet ihr eine willensstarke Heldin kennenlernen? Dann dürft ihr diese Buchverlosung nicht verpassen!

    Zum Inhalt
    München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben...

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    Zur Autorin
    Hanni Münzer, in Wolfratshausen geboren, lebt nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom heute mit Mann und Hund in Oberbayern.

    Hintergründe zum Roman und noch viel mehr interessante Informationen könnt ihr in diesem schönen Interview mit Hanni Münzer erfahren:

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    Rechtzeitig vor dem Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit Piper 30 Exemplare von "Marlene".
    Möchtet ihr Marlene bei ihrem Kampf gegen den Krieg begleiten? Glaubt ihr, dass es ihr gelingt, die richtige Entscheidung zu treffen?
    Wenn ihr diesen wunderbaren Roman gewinnen möchtet, solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 04.09. bewerben und auf folgende Frage antworten:

    Marlene ist eine charakterstarke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und als Vorbild angesehen werden könnte.
    Habt ihr auch weibliche Vorbilder? Wer sind sie? Und warum sind sie
    bewundernswert? Erzählt uns darüber!

    Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

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