Hannibal Arnellos

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Hannibal ArnellosDie unsterbliche Partie
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Die unsterbliche Partie
Die unsterbliche Partie
 (3)
Erschienen am 01.07.2011

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Rezension zu "Die unsterbliche Partie" von Hannibal Arnellos

Rezension zu "Die unsterbliche Partie" von Hannibal Arnellos
Sibylle_Meistervor 7 Jahren

Auf den ersten Blick fand ich das Buch irritierend: ein Roman, der aufgebaut ist wie eine Schachpartie, eben jene berühmte „Unsterbliche Partie“, die 1851 in London gespielt wurde. Bald aber entwickelt dieser Romanaufbau eine ganz eigene Faszination. Es ist die Geschichte der Beziehung zwischen Elise und Hannibal, die sich Zug für Zug entwickelt, vom ersten Kontakt bis zum Schachmatt. Elise steckt in einer gescheiterten Ehe fest, eine hübsche Frau, aber auf den ersten Blick etwas unscheinbar, was ihr ganz recht ist. Sie ist zurückhaltend und vorsichtig, sehnt sich dabei aber nach Leidenschaft und Hingabe. Hannibal dagegen, ein Vampir, hat schon so viel erlebt, dass ihn die Welt anödet. Er glaubt nicht, dass eine weitere Liebschaft ihm neue Erfahrungen bringen kann, doch gegen Elises Zauber ist er machtlos. So nimmt die Beziehung ihren Lauf. Doch eine sterbliche Frau und ein unsterblicher Vampir haben jeweils ihre eigenen Vorstellungen von der Liebe. Und rasch entwickelt sich die Partie zu einem Spiel um Herausforderung und Hingabe, Macht und Opferbereitschaft.

Obwohl die Schachpartie das Rückgrat des Romans bildet, braucht man kein Schachprofi zu sein, um das Buch geniessen zu können. Grundkenntnisse sind natürlich von Vorteil, es tauchen auch immer wieder kurze Hinweise auf Fachbegriffe, Taktik und historische Spiele auf. Da aber zu Beginn jedes Kapitels der entsprechende Zug mit einer kleinen Grafik verdeutlicht wurde, konnte ich auch als Laie der zentralen Schachpartie gut folgen. Und weil die restlichen Schachbezüge für die Geschichte nicht wirklich wichtig sind, kann man einfach darüber hinweglesen, wenn mal ein Fachbegriff unbekannt ist. Ansonsten hilft Wikipedia fast immer zuverlässig, eine Wissenslücke zu stopfen. So hat „die unsterbliche Partie“ mein Verständnis für die Faszination des Spiels der Könige beträchtlich erweitert.

Generell sollte man sich als Leser nicht von Wissenslücken beeindrucken lassen. Der Roman ist voll von Anspielungen auf Mythologie, Literatur und Philosophie. Man kann diese Bezüge zur Kulturgeschichte faszinierend finden, wenn man sie versteht (und sich dabei im Bewusstsein seiner eigenen Bildung sonnen). Man kann aber auch einfach die bildhafte Sprache genießen, ohne sich über die vielen Querverweise den Kopf zu zerbrechen. Schließlich hilft ein Glossar am Ende des Buches überall dort weiter, wo die Bezüge zur griechischen Mythologie fürs Verständnis wichtig sind.

Kurz: ein unglaublich dichtes Buch, das eindrücklich zeigt, wieviel Gefühl und Leidenschaft in einem Spiel stecken kann. Und nein, obwohl einer der Hauptfiguren ein Vampir ist und es um eine Liebesgeschichte geht, dieser Roman hat nichts mit dem momentan so beliebten Teenie-Kitsch zu tun!

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Rezension zu "Die unsterbliche Partie" von Hannibal Arnellos

Rezension zu "Die unsterbliche Partie" von Hannibal Arnellos
Periplanetavor 7 Jahren

Schach. Ein strategisches Spiel um Eroberung, Verlust und Hingabe.
Es gab viele Schachpartien, die es bis in die Geschichtsbücher geschafft haben, doch „Die Unsterbliche Partie“ ist eine der berühmtesten, wahrscheinlich sogar eine der bekanntesten. Sie wurde 1851 in London als freie Partie zwischen den Schachweltmeistern Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky ausgetragen.

„Unsterblich“ war dieser Wettkampf allerdings, denn im Laufe des Spiels opferte Andersson seine überwiegend starken Figuren sodass er seinen Gegner schließlich mit den drei ihm verbliebenen Leichtfiguren matt setzte.

Der griechische Autor Hannibal Arnellos erweckt in seinem gleichnamigen Roman diese "unsterbliche Partie“ fast schon zum Leben.
Basierend auf dieser Partie schafft es Arnellos wortgewandt und mit starken Metaphern eine ungewöhnliche Beziehung zwischen der klugen, misstrauischen Elise und dem charmanten, vom Leben gezeichneten Vampir Hannibal zu beschreiben.
Beide spielen nun dieses Spiel der Könige, das man nicht mehr als „Spiel“ bezeichnen kann. Es ist Herausforderung. Es ist Opferbereitschaft. Es ist Risiko. Es ist eine neue Liebschaft.

In dem Roman wird Schachzug für Schachzug eine ganze Liebesgeschichte nachgezeichnet. Abwechselnd erzählen beide Protagonisten tagebuchartig sowohl über ihre Ängste, Sorgen und Gedanken hinsichtlich dieser neuen ungewöhnlichen Beziehung, als auch, was sie von dieser neuen Liebe erwarten.
Gleichzeitig kann man in den Grafiken, die den Kapiteln voranstehen, den dazugehörigen Schachzug sehen und deuten.

Es ist eine Geschichte, die bis zur letzten Seite begeistert, ein wahres Vergnügen Arnellos Vergleiche zwischen Schach und der Liebe zu lesen. Ein gefühlsgewaltiger Roman, der neugierig nach mehr macht und zum Nachdenken anregt.
Interessant. Spannend. Aufbrausend. Verwirrend. Mitfühlend. Wunderschön.
Eine Schachpartie, die eine Beziehung beschreibt, die zwischen Kampf und Liebe hin- und hergerissen ist. Unglaublich! Einfach ein Muss für alle romantischen Schachspieler!

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